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Geschichte des Westens

Vom Kalten Krieg zum Mauerfall

AutorHeinrich August Winkler
VerlagVerlag C.H.Beck
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl1259 Seiten
ISBN9783406669859
FormatePUB/PDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis22,99 EUR

Mit dem Fall der Mauer vor 25 Jahren ging ein Zeitalter zu Ende. Heinrich August Winklers Geschichte des Westens stellt die dramatischen Ereignisse von 1989 in einen großen weltgeschichtlichen Zusammenhang und schildert meisterhaft die ereignisreichen Jahrzehnte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Untergang der Sowjetunion. Der Band macht deutlich, wie nahe uns die Epochenwende von 1989 bis 1991 immer noch ist: Damals wurden die Grundlagen unserer Gegenwart gelegt.
Niemals zuvor oder danach war der transatlantische Westen so sehr eine Einheit wie in den viereinhalb Jahrzehnten, in denen der Ost-West-Konflikt die Achse der Weltpolitik bildete. Während die Welt mehr als einmal am atomaren Abgrund stand, lösten sich in der "Dritten Welt" die Kolonien von ihren europäischen Kolonialherren und suchten eigene Wege in die politische Unabhängigkeit. Der Vietnamkrieg, "1968" mit den Studentenunruhen im Westen und dem "Prager Frühling" im Osten, die Abrüstungsverhandlungen und der Streit um die Nachrüstung, Solidarnósc und die Systemkrise der Sowjetunion - auf höchstem Niveau schildert Heinrich August Winkler all jene Ereignisse, die gleichsam die Vorgeschichte unserer Gegenwart bilden. Der Westen entschied zwar auf allen Ebenen den "Wettkampf der Systeme" für sich. Doch Winkler zeigt auch sehr deutlich, dass aus den Umwälzungen der Jahre 1989 bis 1991 eine Welt ohne Gleichgewicht hervorging. Ein abschließender Band, der im kommenden Jahr erscheinen soll, wird diese "Zeit der Gegenwart" darstellen.



Heinrich August Winkler, geb. 1938 in Königsberg, studierte Geschichte, Philosophie und öffentliches Recht in Tübingen, Münster und Heidelberg. Er habilitierte sich 1970 in Berlin an der Freien Universität und war zunächst dort, danach von 1972 bis 1991 Professor in Freiburg. Seit 1991 war er bis zu seiner Emeritierung Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein berühmtes Werk 'Der lange Weg nach Westen' (62005), eine deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sich mehr als 90.000 mal verkauft und wurde in sechs Sprachen übersetzt.

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Leseprobe

Einleitung


Der dritte Band der «Geschichte des Westens» handelt von der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Untergang des Sowjetimperiums, also von 1945 bis 1991. Viereinhalb Jahrzehnte lang stand die Welt im Zeichen der Bipolarität zwischen Washington und Moskau. Daß der Kalte Krieg, von dem man seit 1947 sprach, in Europa kalt blieb, hatte seine Hauptursache im «Gleichgewicht des Schreckens», der Angst vor der wechselseitigen nuklearen Vernichtung – einer Angst, von der sich die Menschheit seit dem Abwurf der ersten beiden Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 nicht mehr befreien konnte.

Der Gegensatz zwischen West und Ost, der die Zeit von 1945 bis 1991 prägte, war nicht immer gleich intensiv. Einer Phase der Konfrontationen, die spätestens mit der Berliner Blockade 1948/49 begann und mit der Beilegung der kubanischen Raketenkrise im Herbst 1962 endete, folgte eine Ära der Entspannung, die in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre von neuen Konfrontationen, beginnend mit der Stationierung modernisierter, auf Mitteleuropa gerichteter sowjetischer Mittelstreckenraketen, abgelöst wurde. Es bedurfte einer «Revolution von oben», des radikalen Regimewandels in der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow, um den Ost-West-Konflikt zu überwinden und jene neue Weltordnung zu ermöglichen, von der der amerikanische Präsident George H. W. Bush erstmals im September 1990 sprach.[1]

Nie zuvor hatte der transatlantische Westen so sehr eine Einheit gebildet wie in den viereinhalb Jahrzehnten zwischen 1945 und 1990. Wem innerhalb des Westens die Rolle der Hegemonialmacht zufiel, war nie zweifelhaft. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren eine der beiden Supermächte und, als der Kalte Krieg zu Ende ging, die Supermacht schlechthin. Von den größeren Staaten Europas war keiner den USA ebenbürtig. Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg entfesselt hatte, war besiegt und wurde von den Siegermächten geteilt. Großbritannien war eine Siegermacht, aber durch den Krieg materiell so geschwächt, dass es 1945 fraglich war, wie lange es sein überseeisches Kolonialreich noch würde behaupten können. Erst recht galt das für Frankreich, das unter dem Trauma der Niederlage von 1940 litt und sich eben deshalb lange Zeit verzweifelt dagegen wehrte, ein vermeintliches Attribut seines Großmachtstatus wie den Besitz von Kolonien aufzugeben. Der Prozeß der Dekolonialisierung, der mit der Entlassung Indiens und Pakistans in die Unabhängigkeit im Jahr 1947 begann und sich bis in die siebziger Jahre hinzog, war für alle europäischen Kolonialmächte schmerzhaft – am schmerzlichsten aber wohl für ein kleines Land wie Portugal, das sich denn auch erst nach einer Revolution im Mutterland von den afrikanischen Überresten seiner früheren Größe verabschiedete.

Spätestens 1945 wurde das 20. Jahrhundert zum «amerikanischen Jahrhundert» und eben dadurch auch zum «transatlantischen Jahrhundert». Die Selbstzerstörung Europas in zwei Weltkriegen verhalf den USA zu dem Rang, der ihnen mit dem Sieg über die Achsenmächte zugewachsen war. Die Vereinigten Staaten waren die unbestrittene Führungsmacht des Atlantischen Bündnisses und der einzige vollsouveräne Nationalstaat des Westens. Die europäischen Nationalstaaten konnten ihre relative Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit, so paradox es klingt, nur durch supranationale Integration sichern. Im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft, der späteren Europäischen Union, verwandelten sie sich, indem sie Teile ihrer Hoheitsrechte gemeinsam ausübten oder auf übernationale Institutionen übertrugen, in Nationalstaaten eines neuen, des postklassischen Typs. Der Nationalismus hatte in Europa, anders als in der Dritten Welt, seine Integrationskraft und damit seine historische Legitimation eingebüßt. Die nationalen Loyalitäten wurden zunehmend durch transnationale Bindungen wie den Gegensatz zum Kommunismus sowjetischer Prägung und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der westlichen Demokratien überlagert. Auch und gerade auf ideologischem Gebiet war das «American Century», wie der Historiker Akira Iriye feststellt, ein transnationales Jahrhundert.[2]

Nicht minder transnational war der lang anhaltende Boom, der aus den ersten drei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg eine Zeit bislang ungekannter Prosperität und des Massenkonsums machte. Die Weltwährungsordnung, die im Juli 1944, rund ein Jahr vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, von Vertretern von 44 Regierungen der Anti-Hitler-Koalition in Bretton Woods im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire vereinbart wurde, schuf den institutionellen Rahmen der internationalen monetären Zusammenarbeit der Nachkriegszeit. Das System von Bretton Woods mit seinen drei Säulen, dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen, dem GATT, beruhte auf einem gemischten Gold-Dollar-Standard mit dem US-Dollar als Reservewährung und war wesentlich weniger starr als der frühere reine Goldstandard oder der zwischen 1925 und 1931 praktizierte Gold-Devisen-Standard. Bretton Woods gab der Globalisierung der Weltwirtschaft kräftigen Auftrieb. Freilich handelte es sich dabei um eine fragmentarische Globalisierung: Die Sowjetunion und die von ihr abhängigen Staaten weigerten sich, dem von den USA dominierten Weltwährungssystem beizutreten.[3]

Als die Vereinigten Staaten im März 1973 unter dem Eindruck wachsender Defizite in der Zahlungsbilanz den Dollarkurs freigaben, bedeutete dies das Ende des Weltwährungssystems von Bretton Woods. Sechs Monate später, im Oktober 1973, zog die Organisation Erdölproduzierender Staaten, die OPEC, durch eine massive Erhöhung der Rohölpreise einen Schlußstrich unter die knapp drei Jahrzehnte, in denen niedrige Ölpreise im Wortsinn das Schmiermittel der Weltkonjunktur gewesen waren. Das Ende der exorbitanten Wachstumsraten aber war nicht das Ende der materiellen Erwartungen, die sich in der langen Ära der Nachkriegsprosperität herausgebildet hatten. Um ihren gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten, finanzierten viele private Haushalte ihren Konsum mehr als bisher über Kredite; viele Regierungen erhöhten die Staatsschulden, um der Bevölkerung allzu harte Einschnitte zu ersparen und die sozialen Errungenschaften der «fetten Jahre» zu erhalten. Der Weg in den «Schuldenstaat» begann, nicht nur in der westlichen Welt, in den siebziger Jahren.

Der zweite Ölpreisschock, ausgelöst durch die Iranische Revolution von 1979, traf die Staaten des Ostblocks bei weitem härter als die Industriestaaten des Westens, die sich nach 1973 technologisch modernisiert und damit die Energiekosten gesenkt hatten. Unter den Ursachen des Zerfalls des Sowjetimperiums war das immer deutlichere technologische, ökonomische und damit letztlich auch militärische Zurückbleiben hinter dem Westen eine der wichtigsten. Dennoch wäre es eine grobe Vereinfachung, die innere Krise der Staaten des «sozialistischen Lagers» in vulgärmarxistischer Manier allein aus der Verschlechterung ihrer materiellen Leistungskraft abzuleiten und die Epochenwende der Jahre 1989 bis 1991 zu einem bloßen Epiphänomen der Krise der Weltwirtschaft seit den siebziger Jahren herabzustufen.

Was die kommunistischen Systeme in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa in den achtziger Jahren zusätzlich schwächte, war der Auftrieb, den die Dissidenten und Bürgerrechtsgruppen des Ostblocks durch die Schlußakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Helsinki von 1975 erhielten – jenes Dokument, in dem die Sowjetunion und ihre Verbündeten sich im Austausch gegen die westliche Anerkennung der Unverletzlichkeit der bestehenden Grenzen zur Respektierung wesentlicher Grundrechte wie der Gedanken-, der Religions-, der Meinungs- und Überzeugungsfreiheit verpflichten mußten. Von den Autoren der Prager «Charta 77» bis zu den Aktivisten der unabhängigen polnischen Gewerkschaft «Solidarność» konnten sich fortan alle, die den «real existierenden Sozialismus» in Frage stellten, auf diese Urkunde berufen.

Der Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Europa markiert eine tiefe historische Zäsur. Eric Hobsbawm lässt mit dem Untergang der Sowjetunion 1991 das «Zeitalter des Extreme» und mit ihm das «kurze 20. Jahrhundert» enden, das 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges begonnen hatte.[4] Die Zeit der totalitären Systeme und Ideologien war nicht weltweit, aber auf dem alten Kontinent abgelaufen und mit ihr das Phänomen, das dem 20. Jahrhundert mehr als jedes andere seinen Stempel aufgedrückt hatte. Der ostmitteleuropäische Teil des alten Westens, der am Ende des Zweiten Weltkriegs der sowjetischen Interessensphäre und damit dem späteren Ostblock zugeschlagen worden war, konnte jetzt selbst über seine politische und gesellschaftliche Entwicklung entscheiden und sich auf eine Zukunft innerhalb der Europäischen Union und des Atlantischen Bündnisses vorbereiten. Das geteilte Deutschland schloß sich im Einvernehmen mit den einstigen «Großen Vier» und den europäischen Nachbarn wieder zu einem Staat zusammen. Die Vereinigten Staaten wurden, wenn auch nur...

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Titel3
Impressum4
Inhalt7
Vorwort13
Einleitung17
1. Anfänge des Kalten Krieges: 1945–194923
Die Ausgangslage: Die Weltmächte und Europa nach dem Zweiten Weltkrieg23
Zerfall einer Zweckallianz: Die Entstehung des Ost-West-Konflikts60
Jenseits von Ost und West: Die Kolonialmächte geraten in Bedrängnis84
Kraftproben: Jugoslawienkrise, Berliner Blockade, Gründung der NATO100
Zwei Staatsgründungen: Die Teilung Deutschlands109
Gewichtsverlagerungen: Stalins Atombombe, Maos Revolution und der Westen am Ende der vierziger Jahre120
Die Renaissance der Menschenrechte: Die Vereinten Nationen reformieren das Völkerrecht131
2.Vom Koreakrieg zur Kubakrise:1949–1963139
Fehlschlag einer Aggression: Der Koreakrieg 1950–1953139
Von Truman zu Eisenhower: Die USA 1950–1956148
Von Stalin zu Chruschtschow: Die Sowjetunion und der Ostblock 1949–1955163
Beginn eines Booms: Die westeuropäischen Demokratien 1950–1955184
Entscheidungsjahr 1956: Entstalinisierung, ungarische Revolution, Suezkrise216
Der Sputnik, die EWG und die Rückkehr de Gaulles: Die Weltmächte und Europa 1957/58245
Von Chruschtschows Berlin-Ultimatum zur Wahl Kennedys: Ost versus West 1958–1960280
«Wind of change»: Die Entkolonialisierung Afrikas297
Von der Schweinebucht zur Berliner Mauer: Die Weltmächte auf Konfliktkurs336
Kanzlerdämmerung: Das Ende der Ära Adenauer347
Paris versus London: Die EWG bleibt das Europa der Sechs357
Öffnung nach links: Italien reformiert sich372
Am Rande des Abgrunds: Die Kubakrise und ihre Folgen377
3. Von der Konfrontation zur Entspannung:1963–1975395
Der globale Westen: Kanada, Australien, Neuseeland und die «innere Dekolonialisierung»395
Risse im Weltkommunismus: Von Chruschtschows Sturz zur Breschnew-Doktrin410
Zwischen «Great Society» und Vietnamkrieg: Johnsons Amerika434
De Gaulles Schatten über Europa: Krisenjahre für NATO und EWG453
Von Erhard zur Großen Koalition: Die Bundesrepublik im Umbruch467
1968: Die transnationale Revolte482
Vietnam und kein Ende: Die erste Amtsperiode des Präsidenten Richard Nixon526
Kurskorrekturen: Frankreich unter Georges Pompidou 1969–1973548
Von Wilson zu Heath: Großbritannien im Übergang zu den siebziger Jahren558
Machtwechsel in Bonn: Willy Brandts neue Ostpolitik568
Anschläge, Reformen, Schulden: Italien 1969–1973588
Reform des Agrarmarkts und Norderweiterung: Die Europäische Gemeinschaft 1969–1973594
Moskau, Warschau, Ost-Berlin: Repression und Regimewandel im Ostblock600
Weltpolitik im Schatten von Watergate: Von Nixon zu Ford607
Nach dem Boom: Struktur- und Wertewandel in den siebziger Jahren629
Krisenpolitik: Westeuropa im Zeichen der Rezession643
Weltmacht auf Widerruf: Der Niedergang der sowjetischen Wirtschaft673
Diktaturendämmerung: Regimewechsel in Portugal, Griechenland und Spanien677
Außerhalb der Blöcke: Die neutralen Staaten Europas693
Grenzgarantie versus Menschenrechte: Die umkämpfte Helsinki-Schlußakte von 1975711
4. Von der Entspannung zur Konfrontation: 1975–1985719
Rezession und Regierungswechsel: Der transatlantische Westen 1975/76719
Der Klassenfeind als Gläubiger: Der Ostblock 1975–1979727
Moral und Interesse: Die ersten Jahre des Präsidenten Jimmy Carter739
Terror, Krisen, Lernprozesse: Westeuropa 1976–1979750
Kampfansage an den Westen: Die Islamische Revolution in Iran 1978/79773
Der zweite Ölpreisschock, die sowjetische Invasion in Afghanistan und die Folgen: Das Ende der Präsidentschaft Jimmy Carters780
Zwischen Mudjahedin und Solidarno??: Das Ende der Ära Breschnew794
Stärke auf Pump: Die USA unter Ronald Reagan 1980–1984807
Konflikt statt Konsens: Die «Thatcher Revolution» in Großbritannien 1979–1985827
Der Bruch mit dem Kapitalismus schlägt fehl: Frankreich unter Mitterrand 1981–1985840
Mehr Kontinuität als Wende: Die Bundesrepublik im Übergang von Schmidt zu Kohl853
Reform und Korruption: Italien in der Ära Craxi872
Eurosklerose, Süderweiterung, neue Dynamik: Die Europäische Gemeinschaft in der ersten Hälfte der achtziger Jahre877
Entfesselte Märkte: Die Globalisierung der Arbeitsteilung und die Krise des Sozialstaats887
5. Abschied vom Kalten Krieg:1985–1991897
Perestrojka, Glasnost, Demokratie: Michail Gorbatschows Versuch, die Sowjetunion zu reformieren897
Die Weltmächte kommen sich näher: Das Ende der Ära Reagan909
Zwang zum Wandel: Westeuropa in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre927
Südosteuropäische Sonderwege: Jugoslawien, Albanien und Rumänien in den achtziger Jahren945
Pro und contra Perestrojka: Die Spaltung des Ostblocks954
Weltmächte im Wandel: Die USA und die Sowjetunion in der ersten Hälfte des Jahres 1989964
Frühsommer 1989: Zehn Wochen, die die Welt veränderten974
Zerfall eines Imperiums: Die Sowjetunion, Polen und Ungarn von Juli bis Oktober 1989985
Der Fall der Berliner Mauer: Symbol einer friedlichen Revolution993
Von der «samtenen Revolution» zum Blutbad von Bukarest: Die Umwälzungen in der Tschechoslowakei, in Bulgarien und Rumänien1003
Die Rückkehr der deutschen Frage: Von Kohls «Zehn Punkten» zur Volkskammerwahl in der DDR1014
Von Panama nach Bagdad: Außereuropäische Herausforderungen der USA1034
Gorbatschow in der Gefahrenzone: Die Sowjetunion im Jahr 19901039
Die Lösung der deutschen Frage: Von der Währungsunion zur Wiedervereinigung1044
Der Sturz der «Eisernen Lady»: Das Ende der Regierung Thatcher1066
Transformationskrisen: Ostmitteleuropa nach der friedlichen Revolution1070
Antwort auf eine Annexion: Der Golfkrieg von 19911079
Der Balkan im Aufruhr: Das Ende des Kommunismus in Albanien und der Beginn der jugoslawischen Nachfolgekriege1086
Rechtsruck, Putsch und Untergang: Die Auflösung der Sowjetunion1096
Das Scheitern eines Großversuchs: Rückblick auf den Sowjetkommunismus1105
Welt ohne Gleichgewicht: Die Jahre 1989–1991 als globale Zäsur1117
Anhang1133
Abkürzungsverzeichnis1135
Anmerkungen1143
Personenregister1209
Ortsregister1241
Zum Buch1259
Über den Autor1259

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