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Geschlossene Fonds - simplified

Sachwert-Alternativen ohne Bank & Co.

AutorMartin Voigtmann
VerlagFinanzBuch Verlag
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl150 Seiten
ISBN9783862480715
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis10,99 EUR
Geschlossene Fonds sind komplizierte Produkte, ein Thema, das bislang noch nie systematisch behandelt wurde. Dabei tut umfassende, objektive und vor allem neutrale Aufklärung Not. Aufgrund ihrer ungleich höheren Renditen im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren, ist diese Anlageform für die Altersvorsorge und Risikostreuung für viele unverzichtbar geworden.. Martin Voigtmann gibt in diesem Buch einen objektiven Überblick über die Anlage in geschlossenen Fonds, ihre Vorteile und Stolpersteine. Eine nützliche Lektüre für alle diejenigen, die werbegelenkte Fehlinformationen durch Banken, Versicherungen und Zeitschriften meiden wollen.

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Leseprobe
TEIL I Baumeister und die Lage auf der Vermögens-Baustelle (S. 15)

Lieber eine Stunde über Geld nachdenken als eine Stunde für Geld arbeiten. John Rockefeller, Bankier und Milliardär

Die meisten Menschen werden nur deswegen nicht reich, weil sie vor lauter Arbeit keine Zeit zum Geldverdienen haben. Jimmy Durante, Schauspieler


1 Der Bauplan für ein Portfolio, den Banken verheimlichen

Seit Generationen wissen wir, dass Bauern »nicht alle Eier in einen Korb legen« sollen. Diese Binsenweisheit drang zur Finanzwelt vor und so war die richtige Mischung von Aktien und Wertpapieren seit jeher Gegenstand der Betrachtung. Je breiter die Mischung, desto geringer das Risiko, ausgerechnet die Nieten zu erwischen.

Wie sieht nun das private Portfolio in Deutschland aus, das neben 4,6 Billionen Euro Immobilienvermögen über 4,5 Billionen Euro Geldvermögen umfasst (bei Schulden von 1,5 Billionen)? Die Rendite von 3 bis 4% des Geldvermögens liegt naturgemäß nahe bei der Rendite der stark gewichteten Bankanlagen.

Der typische Deutsche legt offensichtlich risikoscheu und mager verzinst an. Nach Börsencrashs, Inflation und mehrjährigen Niedrigzinsphasen erkennen viele Sparer allerdings, dass Banken wie Anlagegurus jahrzehntelang keine ertragreiche Mischung feilboten. . vgl. Kapitel 3, Hilflose Bankberater. Das irrige Motto von Bankern, Buchautoren und Börsengurus der letzten Jahrzehnte lautet: »Streuen Sie auf Aktien, Renten und Zertifikate.« Die Wahrheit ist, dass Sie damit kaum streuen, denn die Börsen sind verwandt, Aktien werden gar in Sippenhaft genommen. Vor allem bleiben wesentliche Märkte außen vor.

Portfolios der Erfolgreichen

Besser wäre es gewesen, sich nach den Portfolios der Erfolgreichen zu richten. Also nicht nur weniger der zerbrechlichen traditionellen Eier in den Korb zu legen, sondern alternativ Gemüse und Obst beizufügen. Die Erträge der konservativen Stiftungsvermögen der Universitäten Harvard (16,2% p. a. 1992–2007) und Yale (16,8% p. a., seit 1985 nur ein Jahr Verlust) oder der Harald-Quandt-Holding schlagen seit vielen Jahren diejenigen herkömmlicher Investmentfonds um Längen.

Yale erzielte 2007 auf seine 18 Mrd. Dollar Vermögen 28% Ertrag, Harvard 23% auf stolze 29 Mrd. Dollar, Stanford 23% auf 19 Mrd. (1997–2007 15,1% Ertrag pro Jahr). Jedes Jahr, selbst in Börsenkrisen, erwirtschafteten die Stiftungen Gewinne. Nur 2008/2009 werden sie wohl nicht ungeschoren davonkommen, denn sie sind börsenlastig, haben langfristig aber die Nasen weit vorn. Woran liegt das?

An der hohen Gewichtung alternativer Anlageklassen und von Sachbeteiligungen, die dort Tradition hat. So hat Yale als erster institutioneller Investor seit 1990 Hedge-Fonds im Portfolio: Über 2,7 Mrd. Dollar von Harvard stecken in Waldgebieten, im Kaufjahr ein Anteil von über 11%. Die Vermögensverwaltung Auda, die unter anderem für die Familie Quandt in den USA arbeitet, investiert ein Milliardenvermögen in Private-Equity- und Hedge-Fonds.

Die Universität von Texas verwaltet über 13 Mrd. Dollar, knapp 12% davon in Private Equity. Denselben Anteil hält Stanford und darüber hinaus 18% in Hedge-Fonds bzw. »Total-Return«-Fonds. Die Pensionskasse der Staatsbediensteten Kaliforniens, CalPERS, steckte bislang 6,1% ihrer 250 Mrd. Dollar in Private Equity. Die deutsche Allianz-Versicherung war per 2006 mit 3,8 Mrd. Dollar investiert. Das alles kann so verkehrt für den Normalanleger folglich nicht sein.

Die Feri Wealth Management, eine der größten deutschen Vermögensverwaltungen und nur für Anlagesummen ab 5 Mio. Euro tätig, empfiehlt, die Hälfte des Vermögens in alternativen Investments anzulegen.1 Professor David Swensen baute das Vermögen der Yale-Stiftung auf und sagte, sein Weg zum Erfolg sei »ein wirklich diversifiziertes Portfolio und eine starke Orientierung an Aktien und aktienähnlichen Anlagen.«
Inhaltsverzeichnis
TEIL I Baumeister und die Lage auf derVermögens-Baustelle16
1 Der Bauplan fu¨r ein Portfolio, denBanken verheimlichen18
Portfolios der Erfolgreichen20
Portfoliotheorie28
Bringen traditionelle Anlagen nicht genug?Wahre Erträge32
Der Wunschtraum von der Überrendite37
Fehlleitende Werberechnungen39
Mögliche Erträge in einer Volkswirtschaft41
Intelligentes Kapital und Finanzpsychologie50
2 Ungeliebte Wahrheitenu¨ber Altersvorsorge undFinanzmärchen54
Der Kampf gegen Inflation, Steuernund andere Unbill54
Welchen Kapitalstock benötigeich im Alter?55
Zinseszins: Machen ein paar Prozenteden großen Unterschied?58
Bluffs und Luftschlösser der Geldanlage60
Das größte Vermögen: Bildung73
Warnung vor dem Sparen!75
Zeiträuber Geldanlage78
Eine Prise Lebensphilosophie78
3 Dunkle Geschichtenu¨bers SchlachtfeldGeldanlage80
3.1 Luftschloss Spitzenberatungvon Banken & Co.80
Hilflose Bankberater80
Die Mär von der sicheren Geldanlage beiBanken und Versicherungen88
Aufdringliche Strukturvertriebe92
Trennung von Eigentum und Kontrolle95
3.2 Grauer Kapitalmarkt96
Wirtschaftsstraftäter haben wenig zu fu¨rchten97
Beispiele fu¨r Schneeballsystemeund Luftnummern99
Spektakuläre Pleiten und Gewinnegeschlossener Fonds103
TEIL II Handwerkszeug fu¨r ein Portfoliomit alternativen Anlageklassen undgeschlossenen Fonds110
4 Der Ausweg, Teil 1:Das intelligente Portfolio112
Das magische Viereck der Geldanlage ...112
... und als Gegenzauber das intelligentePortfolio115
5Geschlossene Fondsund ihr Aufbau122
Einfu¨hrung122
Typische Rechtskonstruktion und Beteiligte124
Gesellschafterversammlung undGesellschaftsrecht126
Wenn der Geschäftsfu¨hrernicht so will wie Sie ...127
Unterschiede zu offenen Investmentfondsund Aktien130
Direktanlage oder Dachfonds?132
Initiatoren und ihre Leistungen133
Kosten133
6Bausteine fu¨rs Portfolio:Fonds und ihre Märkte138
Alternative Energien/Umweltfonds138
Hedge-Fonds147
Immobilienfonds155
Kreditfonds165
Leasingfonds166
(Zweitmarkt-)Lebensversicherungs-Policenfonds173
Medienfonds175
Schiffsfonds (Immobilien mit Propeller)182
Wagniskapitalfonds200
Waldfonds/Holz208
Weideland/Agrarfonds213
Sonstige Fonds215
7Chancen, Risiken und dieFachpresse220
Pleiten, Pech und Pannen oder:Wie alles ganz anders kommen kann223
Qualifiziertes Management bei Fonds?240
8Rendite, Garantien undKniffe der Anbieter244
Rendite und interner Zinsfuß244
Garantien252
Tricks der Anbieter, um Rendite undAusschu¨ttungen zu erhöhen253
Erfahrung der Emittenten257
9Wie lese icheinen Prospekt?258
Knackpunkte259
Pru¨ft jemand den Prospekt auf Richtigkeit?266
Einige Warnlampen269
10SteuerlicheBesonderheiten272
Besondere Steuerbedingungen274
Schenkung- und Erbschaftsteuer276
11Rechtliches zurZeichnung und zumMakler278
Zeichnung/Widerrufsrecht278
Makler/Vermittler279
12Geschichtsstunde:Wie rette ich meinVermögen in Krisenzeiten?288
Inflation289
Deflation289
Verstaatlichung und Unruhen292
Mythos Gold und Rohstoffe293
13Der Ausweg, Teil 2:Bauanleitung298
Der Extrakt298
Rezept fu¨r ein hausgemachtesPortfolio-Menu¨304
Anhang306

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