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Grundlagen der Kalkulation von Versicherungsprodukten in der Schaden- und Unfallversicherung

AutorMichael Radtke
VerlagVVW GmbH
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl89 Seiten
ISBN9783862980703
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis10,90 EUR
Die Produktentwicklung und damit auch die Kalkulation von Versicherungsprodukten ist mit der Deregulierung der europäischen Versicherungsmärkte ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb geworden. Insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung hat sich nach 1994 eine deutliche Veränderung in den Wettbewerbs- und Marktmechanismen ergeben. Das vorliegende Buch verschafft Interessierten in Hochschule und Praxis einen ersten Überblick über die in der Schaden- und Unfallversicherung zum Einsatz kommenden Methoden der Tarifierung und deren Einbettung in mathematisch-statistische Verfahren. Das Buch ist entstanden aus verschiedenen Veranstaltungen an der Fachhochschule Dortmund im Bereich Versicherungsmathematik und Versicherungsmanagement, aber auch aus Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen für Praktiker. Zusätzlich mit eingeflossen sind zahlreiche praktische Erfahrungen aus Tarifierungsprojekten. Der Schwerpunkt des Buches liegt nicht auf einer Ableitung der mathematisch-statistischen Methoden, sondern in der Darstellung der Methodik und der Verfahren, die bei der Kalkulation von Versicherungsprodukten zur Anwendung kommen. Über eine Reihe von Beispielen wird der Praxisbezug hergestellt. Das Buch umfasst fünf Kapitel mit Ausführungen zu: den Grundlagen der Produkt- und Tarifentwicklung mit Erläuterungen zu den versicherungstechnischen Grundprinzipien des Risikoausgleichs, Prämien- und Kostenmodellen sowie Prinzipien der Tarif- und Prämiendifferenzierung, zum Tarifierungsprozess sowie zu, mathematisch-statistischen Verfahren zur Prämienkalkulation, Abgerundet wird das Buch durch Ausführungen zum Tarifcontrolling.

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Leseprobe
"3 Der Tariferungsprozess und seine Komponenten (S. 27-28)

3.1 Ziele des Kapitels


Der Tariferungsprozess ist der zentrale versicherungstechnische Prozess in der Produktentwicklung, der die Grundlage für den Aufbau eines nachhaltig ertragreichen Versicherungsportfolios bildet. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen und die Struktur des Tariferungsprozesses wird eine exakte Definition eines Tarifs abgeleitet. Anschließend wird die Struktur und die Methodik der Tarifkalkulation vorgestellt und abschließend die konkrete Ausgestaltung des Tariferungsprozesses am Beispiel der Kraftfahrtversicherung exemplarisch behandelt. Der Leser soll nach diesem Kapitel ein vertieftes Verständnis des Tariferungsprozesses besitzen und insbesondere die einzelnen Verfahrenschritte und ihre Bedeutung für die Ableitung eines Unternehmenstarifs kennen.

3.2 Grundlagen des Tariferungsprozesses


Unter dem Tariferungsprozess versteht man alle Arbeitsschritte, die zur Festlegung der Preisstruktur und des Preises selbst für das Versicherungsprodukt im Versicherungsunternehmen notwendig sind. In der Regel sind diese Arbeiten organisatorisch in einer eigenen Abteilung gebündelt, die häufig spartenübergreifend als Aktuariat im Versicherungsunternehmen geführt wird.

Der Tariferungsprozess mit der Preiskalkulation als wesentliche Komponente stellt in einem Versicherungsunternehmen einen zentralen Erfolgsfaktor dar, dessen Steuerung Bestandteil eines integrierten Managementansatzes eines Versicherers sein sollte. Insbesondere ist auf der einen Seite eine systematische Vernetzung in Richtung Unternehmensplanung und Controlling und andererseits in die Bereiche Vertrieb und Marketing zur Absatzsteuerung im Rahmen der Produkt- und Tariferstellung unverzichtbar.

Das Produkt Versicherung wird ganz wesentlich durch den zugehörigen Tarif mit der Preisstruktur und seiner konkreten Ausgestaltung definiert. Der Tarif strukturiert und quantifiziert die Kosten für das Produkt Versicherung, d. h. alle mit dem Risikotransfer anfallenden Kosten. Im Rahmen der Kalkulation wird dabei zunächst eine möglichst verursachungsgerechte Zuordnung der dem Versicherungsprodukt zugrunde liegenden Kostenarten angestrebt. Baradtke. sis hierfür bildet das im vorherigen Kapitel behandelte Äquivalenzprinzip in Verbindung mit einem Prämienmodell (vgl. 2.3).

Für die Ermittlung der Schadenkosten als generell größte Kostenkomponente in der Schaden- und Unfallversicherung bilden so genannte Kalkulationsstatistiken die Basis. Die weiteren Kostenarten werden in der Regel auf der Grundlage der betrieblichen Kostenrechnung und der Unternehmensplanung ermittelt. Kalkulationsstatistiken sind aus Schadenstatistiken aufbereitet und liefern mittels geeigneter aktuarieller Verfahren Schätzungen für Schadenkosten."
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Abkürzungsverzeichnis12
Abbildungsverzeichnis13
Tabellenverzeichnis14
Exkursverzeichnis14
0 Einleitung16
1 Produkt- und Tarifentwicklung18
2 Prämien- und Kostenmodelle für Versicherungsprodukte30
3 Der Tarifierungsprozess und seine Komponenten42
4 Tarifierungsverfahren zur Kalkulation risikoadäquater Tarife58
5 Produkt- und Tarifcontrolling90
Literaturverzeichnis100
Stichwortverzeichnis102

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