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Grundlagen für eine daten- und theoriegestützte Schulentwicklung

Konzeption und Anspruch des Hamburger Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ)

VerlagWaxmann Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl293 Seiten
ISBN9783830980537
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis26,99 EUR
Anfang der 2000er Jahre hat die Mehrheit der Länder begonnen, neue Einrichtungen zu schaffen, deren Aufgabe in erster Linie die empirisch fundierte Qualitätssicherung überwiegend schulischer Bildungsprozesse auf der Grundlage von externen Leistungsmessungen, Schulinspektionen und weiteren Formen eines systematischen Bildungsmonitorings ist. Es wurde ein neuer institutioneller Akteur etabliert, dessen Rolle im Feld zwischen Wissenschaft, Politik, Administration, Öffentlichkeit und Praxis jedoch weder abschließend festgelegt ist noch mit Blick auf künftige Entwicklungen hinreichend konturiert zu sein scheint. Vor diesem Hintergrund diskutieren Angehörige des Hamburger Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) im ersten Teil des Bandes Elemente einer Theorie des Bildungsmonitorings und stellen konzeptionelle und wissenschaftliche Grundlagen einiger Arbeitsbereiche des Instituts vor. Hierzu gehören z.B. die Qualitätssicherung der Schulinspektion, verschiedene Kompetenzfeststellungsverfahren, die Bestimmung sozial-räumlicher Kontextfaktoren und die Planung von Evaluationsvorhaben. Im zweiten Teil werden aus einer Außenperspektive von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie aus der Sicht des Amtschefs (a.D.) eines Kultusministeriums und zweier Schulleitungsmitglieder 'Wirkungen' des Bildungsmonitorings exemplarisch beschrieben und diskutiert. Der dritte Teil schließlich widmet sich der Frage, ob Schulen im Zeichen der 'empirischen Wende' zwischenzeitlich durch wissenschaftliche Untersuchungen überbeansprucht sind. Ferner wird der Versuch unternommen, die neuen Einrichtungen institutionell zu verorten. Einerseits handelt es sich meist um nachgeordnete Dienststellen der jeweiligen für Schulen zuständigen Ministerien oder Behörden, andererseits entsprechen ihre Aufgaben in weiten Teilen denen von Ressortforschungseinrichtungen. Diskutiert wird in dem abschließenden Beitrag, welche Konsequenzen eine Übertragung der 'Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Profilierung der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben' für die Einrichtungen und ihre Steuerung haben müsste.

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Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Einführung
  3. Zwischen Empirie und Normativität: Elemente einer Theorie des Bildungsmonitorings
  4. „Ist das QM oder kann das weg?“ – Qualitätssicherung in der Schulinspektion
  5. Der Sozialindex für Hamburger Schulen
  6. Das sozial-räumliche Umfeld weiterführender Schulen –Eine dezentralisierte Betrachtung der Hamburger Schullandschaft
  7. Auf gute Planung kommt es an: Vorbereitung einer Evaluation am Beispiel eines Qualifizierungsprogramms für Schulen und ihre Lehrkräfte
  8. KERMIT – Kompetenzen ermitteln
  9. Diagnostik als Grundlage des Hamburger Sprachförderkonzepts
  10. Wirkungsannahmen in Konzepten der Qualitätsverbesserung des Bildungssystems: Hoffen, Bangen, Trauern
  11. Möglichkeiten und Grenzen einer datengestützten Steuerung des Bildungswesens
  12. Schulentwicklung als Governance –Herausforderungen datenbasierter Schulentwicklung
  13. Wie verändern sich Unterricht und Lehrerbildung durch datengestützte Rückmeldungen?
  14. Schulentwicklung und Inspektionsprozesse am Beispiel des Hansa-Gymnasiums 2009-2013
  15. Umfang und Merkmale empirischer Studien an Hamburger Schulen
  16. Einrichtungen zur Qualitätssicherung und -entwicklung als „nachgeordnete Dienststellen besonderer Art“
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Buchtitel1
Inhalt6
Einführung11
1. Bildungsmonitoring in Hamburg – ein kurzer historischer Rückblick und Stand der Institutionalisierung11
2. Zum Inhalt dieses Bandes16
Literatur24
Teil 1: Konzeptionelle und wissenschaftliche Grundlagen der Arbeit des Institutes für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung25
Zwischen Empirie und Normativität: Elemente einer Theorie des Bildungsmonitorings26
1. Bildungstheoretische Elemente27
2. Gerechtigkeitstheoretische Elemente32
3. Normative Implikationen von Methoden37
4. Normative Implikationen von Steuerungsvorstellungen39
Literatur44
„Ist das QM oder kann das weg?“ – Qualitätssicherung in der Schulinspektion49
1. Grundorientierungen des Qualitätsmanagements einer im Fokus der Öffentlichkeit stehenden Organisation49
2. Qualität durch Evaluation und Entwicklung – Das Modell der Hamburger Schulinspektion in Anlehnung an Q2E51
3. Bausteine des Qualitätsmanagements52
4. Qualitätsmanagement im System58
5. Qualitätskriterien der quantitativen und qualitativen Erhebungs- und Bewertungsinstrumente und ihre Nutzung für die interne Evaluation60
6. Ausblick: Verbindung des Qualitätsmanagements der Schulinspektion mit einer Qualitätsperspektive des Instituts fürBildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung62
Literatur63
Der Sozialindex für Hamburger Schulen64
1. Theoretische Fundierung des Sozialindexes65
2. Methode66
3. Ergebnisse68
4. Diskussion73
Literatur75
Das sozial-räumliche Umfeld weiterführender Schulen –Eine dezentralisierte Betrachtung der Hamburger Schullandschaft78
1. Datengrundlage78
2. Die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft (RISE) nach Schulformen82
3. Unterschiedlichkeiten in der sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft (RISE) zwischen einzelnen Schulen, Jahrgangsstufen und Klassen83
4. Die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft (RISE) an den einzelnen Schulen84
5. Die ethnische Zusammensetzung der Schülerschaft89
6. Unterschiedlichkeiten in der ethnischen Zusammensetzung der Schülerschaft zwischen einzelnen Schulen, Jahrgangsstufen und Klassen89
7. Die dezentrale Betrachtung der ethnischen Zusammensetzung der Schülerschaft an den Schulen93
8. Zusammenfassung93
Literatur94
Auf gute Planung kommt es an: Vorbereitung einer Evaluation am Beispiel eines Qualifizierungsprogramms für Schulen und ihre Lehrkräfte95
1. Evaluationsbedarf97
2. Evaluationsauftrag99
3. Grundlagen der Evaluationsplanung100
4. Rahmenbedingungen117
5. Abschließende Bemerkung118
Literatur119
KERMIT – Kompetenzen ermitteln123
1. Einleitung123
2. KERMIT – ein System zur Unterstützung der Qualitätsentwicklung der Schulen und zur Generierung von Steuerungswissen124
3. Sicherstellung einer hohen Aufgabenqualität bei KERMIT128
4. Die Darstellung der Ergebnisse in den KERMIT-Rückmeldungen137
5. Von der Ergebnisreflexion hin zu einer systematischen Schul- und Unterrichtsentwicklung143
6. Diskussion und Ausblick145
Literatur148
Diagnostik als Grundlage des Hamburger Sprachförderkonzepts151
1. Bildungspolitische Grundlagen des Hamburger Sprachförderkonzepts151
2. Stellenwert der Sprachdiagnostik für die Förderung156
3. Testentwicklung als Serviceleistung für die Schulen160
5. Ausblick170
Literatur171
Teil 2: Erträge und Wirkungen174
Wirkungsannahmen in Konzepten der Qualitätsverbesserung des Bildungssystems: Hoffen, Bangen, Trauern175
1. Déjà vu: Steuerung der Bildungsreform – ein Wiedergänger-Thema175
2. Von Bildungsreform 1.0 zu Bildungsreform 2.0: Gibt es Erkenntnisfortschritte zur Wirkungsfrage?178
3. Beispiel 1: Wirkungsannahmen bei der Reform der Lehrerbildung182
4. Beispiel 2: Wirkungsannahmen bei „datengetriebener Unterrichtsentwicklung“185
5. Schluss189
Literatur190
Möglichkeiten und Grenzen einer datengestützten Steuerung des Bildungswesens194
1. Einführung194
2. Erste Schritte der Umsetzung195
3. Die Wirkung publikumsträchtiger Lernstandserhebungen198
4. Möglichkeiten und Grenzen199
5. Schlussfolgerungen203
Literatur204
Schulentwicklung als Governance –Herausforderungen datenbasierter Schulentwicklung207
Einleitung207
1. Theorie/Perspektive207
2. Methoden211
3. Ergebnisse220
Literatur225
Wie verändern sich Unterricht und Lehrerbildung durch datengestützte Rückmeldungen?227
1. Einleitung227
2. Zur Ausgangssituation: Einige Befunde zur Nutzung des Angebots an externen Leistungsdaten228
3. Versuche zur Erklärung der Befunde231
4. Zusammenfassung und Schluss239
Literatur240
Schulentwicklung und Inspektionsprozesse am Beispiel des Hansa-Gymnasiums 2009-2013244
1. Die Situation des Hansa-Gymnasiums 2009 und der Standder Schulentwicklung245
2. Rezeption der Inspektionsergebnisse am Hansa-Gymnasium249
3. Schulentwicklung im Anschluss an die Inspektion251
4. Schulentwicklung mit begleitender Unterstützung durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)252
5. Nachinspektion am Hansa-Gymnasium255
6. Reflexion der Nachinspektion, Auswirkungen258
7. Fazit und Ausblick259
Teil 3: Institutionelle Verortungen263
Umfang und Merkmale empirischer Studien an Hamburger Schulen264
1. Einleitung264
2. Stichprobe265
3. Erhobene Studienmerkmale und Indikatoren des Umfangs schulischer Beteiligung an empirischen Studien266
4. Teilnahmehäufigkeiten pro Schule268
5. Umfang der Jahrgangsstufen- und Schulklassenkontakte270
6. Merkmale der von der BSB und der von externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verantworteten Studien274
7. Fazit276
Literatur278
Einrichtungen zur Qualitätssicherung und -entwicklung als „nachgeordnete Dienststellen besonderer Art“280
1. Organisation und Aufgaben der Einrichtungen280
2. Einordnung nachgeordneter Dienststellen mit wissenschaftsnahem Aufgabengebiet282
3. Übertragung einiger Empfehlungen des Wissenschaftsrates auf Einrichtungen der Qualitätsentwicklung und -sicherung283
Literatur287
Angaben zu den Autorinnen und Autoren288

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