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E-Book

Grundsatzfragen der interkulturellen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

AutorJean Weinfeld
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl169 Seiten
ISBN9783668323254
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Fachbuch aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik, , Sprache: Deutsch, Abstract: Im vorliegenden Werk wird eine Textsammlung dargestellt. Sie lehnt sich an Kursunterlagen zum Thema 'interkulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen' an, die der Autor über neun Jahre als Referent oder Dozent entwickelt hat. Die Kursunterlagen entstanden in ständigem Austausch mit den verschiedenen Teilnehmergruppen, mit denen er gearbeitet hat. Die Kursteilnehmer/innen waren sowohl Deutsche als auch Zuwanderer/innen oder Personen mit Migrationshintergrund, die sich alle für den Bereich interkulturelle Jugendarbeit interessieren. Die vorliegende Textsammlung stellt die Ergebnisse und Reflexionen dieses pädagogischen Experiments dar; ein Experiment, das andere ähnlich orientierte Projekte wohl inspirieren kann.

Jean Weinfeld ist Franzose, geb. 1950. Seit 1981 lebt er in Deutschland. Doktor der Philosophie in Deutschland, Hochschulabsolvent in Jura, Politikwissenschaft, IHK-Diplom in Wirtschaftswissenschaft, Projektleiter in mehreren kunstwissenschaftlichen Projekten, hat Jean Weinfeld in diesen Bereichen sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch Aufsätze veröffentlicht. Fast 40 Jahre lang ist er mit verschiedenen Funktionen und in verschiedenen institutionellen Rahmen in der interkulturellen Pädagogik tätig gewesen. Zuletzt war er in einem Berliner Bildungszentrum Projektleiter für internationale sozialpädagogische Projekte und Dozent im Rahmen von Erwachsenenbildungsprogrammen. Heute ist er glücklicher Rentner.

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Leseprobe

(Prolog)

 

Die nachfolgende Textsammlung bezieht sich im Wesentlichen auf Reflexionen über soziale, kulturelle und berufliche Integration von „Migranten“ (Zuwanderer/innen), die im Rahmen von projektgebundenen Aktivitäten des Autors entstanden sind. Diese Reflexionen wurden dann in Kursen, in denen der Autor als Dozent diente, zur Debatte gestellt. Die Kurse fanden überwiegend in Berlin statt. Es handelte sich um Kurse für Erwachsene, die im interkulturellen Bereich als Sozialpädagog/inn/en arbeiten möchten oder als Lehrer/innen in Schulen bzw. Erzieher/innen in Kindertagestätten oder Jugendeinrichtungen mit hohem Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund tätig sind. Der Autor der vorliegenden Textsammlung fungierte als Dozent nur in Berlin.

Als solche stellt also diese Textsammlung ein Essay dar:

-Essay, weil der Schwerpunkt des vorliegenden Werks auf vom Autor als innovativ betrachteten Herangehensweisen und Reflexionspfaden liegt. Deshalb (auch wegen Zeitmangels, denn die Kurse waren von kurzer Dauer – siehe weiter unten: ‘Kursreihe’)  wird jedes Mal, wo es für sinnvoll gehalten wird, auf Fachliteratur und Wikipedia verwiesen, in denen sich die (erwachsenen) Kursteilnehmer/innen einen Einblick in das Fach (z.B. in den verschiedenen Methoden der Konfliktlösung oder der Beratung) verschaffen können; diese Aspekte stehen demnach in der Textsammlung nur als Anhaltspunkte.

-Essay, weil als auch „Ratgeber“ das vorliegende Werk zukünftigen Personen, die in der interkulturellen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sein wollen, Denkanstöße anbieten möchte, die ihnen helfen sollen, ihre (schulischen und außerschulischen) Tätigkeiten kreativ zu gestalten.

-Essay, weil aus dem vorhin Erläuterten, sich das vorliegende Werk als eine Sammlung pädagogisch-philosophischer Thesen  versteht, nicht als eine „wissenschaftliche“ Studie.

 

Nun zu mehr Details über Kurse und Methode.

Die aus diesen Reflexionen entstandenen Kurse bzw. Recherchen wurden je nach Projekt durch die Agentur für Arbeit / das Jobcenter in Berlin, vom Europäischen Sozialfonds, von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales oder vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Sie fanden in mehreren Orten statt: in den Berliner Räumlichkeiten von BBQ (Baumann Bildung & Qualifizierung - http://www.bbq.de) als Teil dessen Bildungsangebots im Bereich Weiterbildung Soziales / Pädagogik, oder vom Integrationswerk Respekt e.V.; aber auch je nach Kurs bzw. Projekt in anderen Städten Deutschlands (z.B. Schwerin) oder Europas (z.B. Spanien und den Niederlanden im Rahmen des ehemaligen EU-Programms EQUAL). Die vorliegenden Texte wurden im Laufe der vorhin erwähnten Projekttätigkeiten, an der sich das Integrationswerk RESPEKT e.V. beteiligt hat, verfasst. Die stattgefundenen Kurse liefen unter der Leitung und pädagogischen Betreuung des Integrationswerks RESPEKT e.V. (http://www.respekt-berlin.com/). Das Integrationswerk RESPEKT e.V. hat seinen Sitz in Berlin. Es besteht aus einem interkulturellen pädagogischen Team und bietet als anerkanntes Bildungszentrum eine Mehrzahl an regionalen, bundesweiten und internationalen Integrations- und Qualifikationsprojekten sowie thematische Diskussionsplattformen an. Eines seiner Hauptziele ist es, dass Teilnehmer/innen an seinen Kursen zu künftigen Dozent/inn/en für künftige Kursteilnehmer/innen werden: „Lernen und Lernend Lehren“ bzw. dass Ratsuchende ihren eigenen Berufsweg finden. Die Philosophie des Integrationswerks RESPEKT e.V. lautet: didaktische Kurrikula unter Anwendung von reformpädagogischen Ansätzen entwickeln, die selbständiges Denken und Handeln fördern: vom Empowerment zur mündigen Bürgerschaft.

Das Integrationswerk RESPEKT e.V. ist Mitglied im Verband für Interkulturelle Arbeit – Regionalverband Berlin-Brandenburg e.V. (http://www.via-in-berlin.de/).

 

Genre: Essay, nicht Studie:

Der Autor möchte es noch einmal betonen: in seiner Endform betrachtet der Autor die dargestellte Textsammlung als einen Essay, nicht als eine Studie – wie die nachfolgenden Erläuterungen noch zeigen werden.

Zum Beispiel wird in den Texten weder von Grafiken oder Statistiken Gebrauch gemacht, noch logisch-mathematische Formeln oder Matrizen herangezogen. Das „Volumen“ der bibliografischen Verweise hält sich auch deshalb in Grenzen (siehe weiter unten: ‘Natur der nachfolgenden Schrift’).

 

Kursreihen:

Es handelt sich um ein didaktisches Material, das von seinem Autor im Laufe von Forschungstätigkeiten und im Rahmen von Erwachsenenbildungskursen entwickelt wurde, die in Berlin stattfanden. Der gemeinsame Nenner dieser Kurse kann in der Bezeichnung „Qualifikationskurse zur interkulturellen Integration von Kindern, Jugendlichen und ihrer Familie im Bereich Soziales, Bildung und Beruf“ zusammengefasst werden.

Gestaltung und Dauer der Kurse: die Kurse verstanden sich entweder als Unterricht (inkl. selbständige Gruppenarbeit und Exkursionen) oder als Vorträge. Der Lehrplan der Kurse untergliederte sich in Modulen, die jeweils einen Monat gedauert haben und in denen der Autor als Dozent oder/und als Referent auftrat; nachfolgend werden nur die Themen aufgelistet, die der Autor im Rahmen der verschiedenen Kurse behandelt hat.

Zielgruppen: Erwachsene sowohl deutscher als auch anderer Herkunft, die aus eigener Initiative, durch ihre Firma oder durch die Agentur für Arbeit / das Jobcenter an einer Weiterbildung im Bereich der interkulturellen Arbeit teilnehmen. Niveau: Hochschulabschluss bzw. -studium empfohlen (egal aus welchem Land); theoretische oder/und praktische Vorkenntnisse in dem Bereich nicht notwendig, jedoch ratsam.

Methodik der Kurse: interaktiv (die Themen werden in Form von Fragen an die Kursteilnehmer/innen angegangen, anschließend formuliert der Dozent eine Synthese, in der er eigene Reflexionen und Erfahrungsergebnisse hinzufügt; die Anmerkungen und Fragestellungen der Kursteilnehmer/innen werden in die Texte verarbeitet, die ihnen am Schluss jeder thematischen Rubrik abgegeben werden). Auf demselben (interaktiven) Prinzip liefen die Vorträge, die im Allgemeinen kurz gefasst wurden und einen großen Raum für anschließende Fragen und Diskussionen zuließen.

Zielvorgaben der Kurse: Verleihen interkultureller Kompetenz, Hilfe zur sozialen, kulturellen und beruflichen (Wieder-)Eingliederung, Zusatzqualifikation im Bereich der Integration von Kindern, Jugendlichen mit Migrationshintergrund (inklusive Spätaussiedler) und deren Familie.

 

Darstellung: Kurs- bzw. Vortragsunterlagen. Die Texte werden in – nicht immer vollständig verfasster – Rohform, eher als „Stichpunkte“  dargestellt, damit den Praktiker/innen und Forscher/innen ein breiter Spielraum für lebendige Improvisation und Gestaltung gegenüber ihrem Publikum oder Forschungsgegenstand überlassen wird.[1]

Gestaltung der Texte: die Texte werden absichtlich in mehreren Schriftgraden und mit einer Vielfalt an Einzugsgrößen (gekennzeichnet durch Nummern, Striche, Sternchen oder andere Zeichen) dargestellt. Diese absichtliche Präsentation dient dem Zweck, die Modularität des Verlaufs der Kursreihen, auf die sie sich beziehen, und der hier angewandten Methode didaktisch wiederzugeben. Die hier präsentierte Textgestaltung ist zwar nicht gerade sehr „orthodox“, spielt aber eine wichtige Rolle, um die Stufen der Reflexion und der beschriebenen Prozesse oder der empfohlenen Techniken zu veranschaulichen.

Tätigkeiten des Autors in diesen Forschungen und Kursreihen (2005-2014) : Projektleiter, Referent, Privatdozent, migrantenspezifischer Berater in Sachen Beruf und soziokulturelle Inklusion.

Sprache, in der die Texte verfasst wurden: deutsch.

 

Gebiete: interkulturelle Pädagogik, Berufsausbildung für Erwachsene, psychologische, soziale, kulturelle, schulische / außerschulische und berufliche Unterstützung bzw. Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund sowie deutscher Abstammung inkl. Spätaussiedler/innen.

Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit: diese Texte legen das Abschlussergebnis der vom Autor während seiner Forschungs- und Dozenten-/Referententätigkeit behandelten Themengebiete dar. Diese Ergebnisse, über die o. g. Tätigkeiten hinaus, können didaktische sowie praktische Projekte (Forschung, Fort- und Weiterbildungskurse, Austauschprogramme...) in den vorhin erwähnten Bereichen inspirieren. Außerdem können sie auf anderen Reflexionen und interkulturellen Begegnungen angewandt werden, und zwar sowohl in Organisationen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk als auch im Rahmen von internationalen Jugendprogrammen wie die kulturellen Jugendaktionspläne der Europäischen Union, denn diese Texte tragen auch die Früchte, die deren Autor im Laufe seiner vergangenen Tätigkeiten in diesen Strukturen angesammelt hat.

 

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