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E-Book

Grundwissen Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren (Q12)

AutorChristine Uhlemann, Egbert Seidel, Uwe Lange
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl204 Seiten
ISBN9783456941868
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis17,99 EUR

Zusammenfassende Darstellung des Querschnittsbereiches Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren
Dieses Buch schildert relevante diagnostische Methoden sowohl der Funktionsdiagnostik als auch der ganzheitlichen Diagnostik unter naturheilkundlichen Aspekten sowie Methoden, Verfahren und Konzepte der Physikalischen Therapie und der klassischen Naturheilkunde.

Die wesentlichen Inhalte der Rehabilitationsmedizin fokussieren Assessmentverfahren, Frührehabilitation, ambulante und stationäre Rehabilitation sowie die Rahmenbedingungen für die Verordnung und Umsetzung einer rehabilitativen Intervention.

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Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Vorwort
  3. Teil 1 Rehabilitation
  4. Teil 2 Physikalische Medizin
  5. Teil 3 Naturheilverfahren
  6. Literatur
  7. Glossar
  8. Sachregister
Leseprobe

3 Rehabilitationsziele (S. 33)-

Was verstehen Sie unter allgemeinen Zielen der Rehabilitation?

- Welche Unterschiede der Rehabilitationsziele gibt es zwischen den Leistungsträgern?

- Formulieren Sie Rehabilitationsziele aus der Sicht des Rehabilitanden!

Die Hauptziele der Rehabilitation bestehen in der Vermeidung einer Verschlechterung, Erhaltung oder Verbesserung der funktionalen Gesundheit in den Bereichen Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivitäten, Partizipation und den Kontextfaktoren. Diese Hauptziele sollten sowohl Rehabilitationsziele aus der Perspektive der Leistungsträger und -erbringer als auch des Rehabilitanden sein. Dabei erfolgt eine dem Versorgungsauftrag folgende Gewichtung.

Für die gesetzliche Rentenversicherung ist es unter anderem die Erwerbsfähigkeit, für den Rehabilitanden die Rückkehr in seine Wohnung oder die abgesicherte soziale Versorgung. Der Leistungserbringer muss mit einer wirtschaftlichen, zweckmäßigen, ausreichenden und notwendigen Versorgung die Ziele aller Beteiligten umsetzen.

Dabei müssen die patientenbezogenen Rehabilitationsziele zu Beginn und im Verlauf des Rehabilitationsprozesses durch eine gezielte Umsetzung in der rehabilitativen Intervention Berücksichtigung finden und dem gesetzlichen Rahmen und den ökonomischen Bedingungen der Gesellschaft Rechnung tragen.

3.1 Ziele der Leistungsträger

Gesetzliche Krankenversicherung: «Reha vor Pflege». Die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation haben zum Ziel, eine Behinderung im Sinne des § 2 Abs. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) einschließlich Pflegebedürftigkeit gemäß des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI) abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, auszugleichen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern (§ 11 Abs. 2 SGBV).

Durch eine notwendige, ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten mit im Einzelfall gebotenen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation soll gewährleistet sein, die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken. Die Rehabilitations-Richtlinie (2004) soll das frühzeitige Erkennen der Notwendigkeit von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation fördern und dazu führen, dass diese rechtzeitig eingeleitet werden.

Sie regelt die Verordnung durch Vertragsärzte als Grundlage für die Leistungsentscheidung der Krankenkasse. Sie beschreibt weiterhin die Umsetzung von Nachsorgeempfehlungen (vgl. Kap. 5.6) zur Sicherung des Rehabilitationserfolges und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Vertragsärzten, Vertragspsychotherapeuten, Krankenkassen, gemeinsamen Servicestellen gemäß § 22 SGB IX und Erbringern von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation.

Gesetzliche Rentenversicherung: «Reha vor Rente». Die gesetzliche Rentenversicherung erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie ergänzende Leistungen, um:

- den Auswirkungen einer Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit der Versicherten entgegenzuwirken oder sie zu überwinden und dadurch

- Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit der Versicherten oder ihr vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu verhindern oder sie möglichst dauerhaft in das Erwerbsleben wiedereinzugliedern (§ 9 SGB VI).

Diese Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie ergänzende Leistungen haben Vorrang vor Rentenleistungen, die bei erfolgreichen Leistungen zur Teilhabe nicht oder voraussichtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erbringen sind. Für die Leistungsgewährung müssen die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein (§ 10 SGB VI). Gesetzliche Unfallversicherung: Nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit kommen Leistungen der Unfallversicherungsträger in Betracht.

Versicherte haben in diesen Fällen Anspruch auf Heilbehandlung einschließlich Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft, auf ergänzende Leistungen, auf Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie auf Geldleistungen (§§ 26–31 SGB IX i. V. m. §§ 26, 27, 33 SGB VII).

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort12
Teil 1 Rehabilitation14
1 Grundlagen der Rehabilitation16
2 Rehabilitative Diagnostik26
3 Rehabilitationsziele34
4 Beratung, Einleitung und Steuerung des Rehabilitationsprozesses38
5 Konzepte der rehabilitativen Intervention46
6 Teilgebiete, Methoden und Mittel der rehabilitativen Intervention56
7 Qualitätsmanagement in der Rehabilitation66
Teil 2 Physikalische Medizin70
8 Grundlagen und allgemeine Wirkungsweise der physikalischen Medizin72
9 Physikalisch-medizinische Diagnostik76
10 Massagen86
11 Physiotherapie92
12 Manuelle Medizin98
13 Elektrotherapie100
14 Phototherapie104
15 Ultraschall108
16 Thermotherapie (Kälte- und Wärmetherapie)112
17 Kurorttherapie/ Balneotherapie/Klimabehandlung116
18 Therapieplanung – Kombinationstherapie120
19 Ergotherapie und Gelenkschutz124
Teil 3 Naturheilverfahren128
20 Naturheilverfahren im deutschen Gesundheitssystem130
21 Definition, Klassifizierung und Geschichte der Naturheilverfahren136
22 Hydrotherapie140
23 Bewegungstherapie146
24 Spezielle Massagen150
25 Ernährungstherapie156
26 Phytotherapie168
27 Ordnungstherapie174
28 Erweiterte Naturheilverfahren176
29 Homöopathie182
30 Wirkprinzipien und Spezifika naturheilkundlicher Medizin186
Literatur192
Glossar196
Sachregister200
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