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E-Book

Gut leben in schwieriger Zeit

Schamanische Techniken für Gesundheit, Wohlstand und Frieden

AutorSandra Ingerman
VerlagArkana
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783641043001
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
Die Vision einer besseren Welt und was wir dazu beitragen können
Sandra Ingerman ist eine der berühmtesten schamanisch arbeitenden Lehrerinnen unserer Zeit. Ihr großes Anliegen besteht darin, die Ausstrahlung persönlicher spiritueller Arbeit einzusetzen, um heilend auf die äußere Welt zu wirken. Darum geht es auch in 'Gut leben in schwieriger Zeit'. Ingerman zeigt, wie wir gerade wirtschaftliche oder persönliche Krisenzeiten für eine Neuorientierung nutzen können. Zuerst müssen wir eine klare Vision der Welt entwickeln, in der wir leben wollen. Auf dieser Basis können wir anfangen, mit unserer Gedankenkraft positive Veränderungen auf unserem Planeten anzustoßen. Letztendlich entscheidet jeder selbst, welche Energie er in die Welt aussendet. Schamanische Techniken wie Rituale mit den vier Elementen und der Kontakt mit Helfergeistern helfen dabei, unsere inneren Blockaden und negativen Denkgewohnheiten aufzulösen. So können wir uns der positiven, lichtvollen Energie öffnen, die tief in uns wohnt und die unsere Welt so dringend braucht. Ein Buch von fast schwärmerischer Poesie, das eine wunderbare Welt der Fülle, der Schönheit und des Friedens eröffnet.


Sandra Ingerman ist eine der bekanntesten Vertreterinnen des modernen Schamanismus. Seit vielen Jahren lehrt sie weltweit schamanische Praktiken, wobei sie uralte Traditionen mit modernen psychotherapeutischen Methoden verbindet. Ihre Bücher wurden zu Bestsellern und sind in zahlreichen Sprachen erschienen.

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Leseprobe
1 ~ Die Grundlagen unserer Arbeit
Unsere Arbeit ruht im Wesentlichen auf zwei Säulen. Zum einen geht es darum, wie unser Denken und die Worte, die wir benutzen, die Welt hervorbringen, in der wir leben. Zum anderen nutzen wir, was uns die Wissenschaft über unsere Denkmuster und die Möglichkeit ihrer Veränderung zu sagen weiß.
Die meisten spirituellen Traditionen kennen das Prinzip »Wie oben, so unten. Wie innen, so außen.« In der Einführung schrieb ich bereits, dass das, was uns in der Außenwelt widerfährt, nur spiegelt, was sich in unserem Innenleben abspielt.
Im Jahr 2007 lernte ich das Werk von Emmet Fox kennen, einem Pionier auf dem Weg des Neuen Denkens, der auch ein großartiger Autor, Lehrer und Heiler war. Er wirkte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jede Woche strömten Tausende von Menschen zu seinen Sitzungen, und das über rund 20 Jahre. Seine Vorträge waren eine gelungene Mischung aus dem, was auch andere Traditionen lehren, doch er hatte eine besonders einleuchtende Art, seinen Zuhörern die Bedeutung spiritueller Prinzipien nahezubringen. Aus diesem Grund war er so beliebt. Fox lehrte die Menschen, dass das »Innen« des oben genannten Prinzips sich auf unsere Gedanken bezieht, während mit dem »Außen« die äußere Manifestation unseres Denkens gemeint ist. Wenn ich hier sage, dass alles, was in der äußeren Welt geschieht, seine Wurzeln in den unsichtbaren Reichen hat, dann ist mit dem »Innen« eben jene unsichtbare Energie gemeint, die die Erscheinungen der äußeren Welt schafft.
Für unsere Arbeit bedeutet dies: Nur wenn wir unser Bewusstsein, unser Denken und unsere innere Landschaft an der Vision jener Welt ausrichten, in der wir leben wollen, werden wir die Wandlung erleben – in uns und auf unserer Erde.
Fox schuf den Begriff des »mentalen Äquivalents«. Er bediente sich einer Erklärung aus der Wissenschaft und wandte sie auf seine spirituelle Arbeit an. Dabei bat er seine Zuhörer immer, sich vorzustellen, wie viel elektrische Energie gebraucht werde, um ein Gerät zu betreiben. Dieses Bild formte er dann um: Wie viel Energie ist nötig, um das Wirklichkeit werden zu lassen, was wir uns wahrhaft wünschen? Die meisten von uns können positive Gefühle und Gedanken erzeugen, wenn die Erfahrung in der Gruppe Liebe, Harmonie und Einigkeit schafft. Doch wir müssen weiter mit unseren Gedanken arbeiten. Wir müssen Worte finden, die präzise ausdrücken, was wir in unserem Leben zu erfahren wünschen. Fox sagte: »Es ist unmöglich, an eine Sache zu denken und eine andere zu erschaffen.« Dies ist eines meiner absoluten Lieblingszitate.
Doch ich möchte Sie noch mit einem weiteren Begriff vertraut machen, den ich in der Einführung bereits genannt habe: den Erdheilungsquotienten. Dies ist die Menge an Energie, die wir als globale Gemeinschaft aufbringen können, um mit unseren Gedanken und Worten auf dieser Welt einen Wandel zum Guten herbeiführen zu können. Teil dieses Quotienten sind die Elemente Intention, Intensität und Beständigkeit, die wir für unseren Wunsch aufbringen können.
Seit den frühen Neunzigerjahren schreibe ich darüber, wie wir die Energie, die unsere Gedanken speist, daran hindern können, uns selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt zu vergiften. Ich weiß noch, wie ich anfing, mit dieser Idee zu arbeiten. Es war im Jahr 1991. Ich fuhr die Straße zu meinem Haus hinunter und dachte an jemanden, auf den ich gerade zornig war. Da hörte ich im Fahren eine Stimme, die mich fragte: »Was hattest du eben für einen Gedanken, und wohin hast du ihn geschickt?«
Ich fühle noch jetzt, wie ich erschrocken auffuhr, weil mir plötzlich bewusst wurde, dass ich einem anderen Menschen gerade negative Energie sandte.
An diesem Tag begann ich, die Energie, die hinter meinen Gedanken steckte, umzuwandeln. Ich wollte sicher sein, dass ich stets die Energie von Licht und Liebe hervorbrachte – für mich selbst, aber auch für andere Menschen und die Welt als Ganzes. Ich wollte nicht zum Anwachsen der Negativität beitragen. Doch wir sollten dies nicht damit verwechseln, dass wir problematische Gefühle unterdrücken. Wenn ich wütend, niedergeschlagen oder frustriert bin, nehme ich dies erst einmal zur Kenntnis. Dann aber arbeite ich daran, die Energie, die hinter diesen Gefühlen steckt, zu verändern. Wir können durchaus problematische Gefühle haben, ohne negative Energie in die Welt zu senden.
Ich erinnere mich gut daran, wie schwierig es zu Anfang war, nicht in alte Denkmuster zu verfallen. Immer wieder riss mich der Mahlstrom in seinen Strudel. Damals verließ ich mich auf meine innere Stimme, die nicht aufhörte zu fragen: »Was war das für ein Gedanke? Und wohin hast du ihn geschickt?« Diese Stimme war es, die mir half, solche Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken – statt sie irgendwohin zu senden.
Über dieses Thema schrieb ich zum ersten Mal in meinem Buch Die Heimkehr der verlorenen Seele. Letztlich ist es das Thema all meiner Schriften. Dieser Prozess fand seinen vorläufigen Abschluss in dem Buch Die Seele schützen. Doch natürlich behielt ich meine Übung bei. Allmählich wurde es auch immer einfacher, die Energie hinter meinen Gedanken umzuwandeln. Heute ist diese Vorgehensweise einfach Teil meines Lebens geworden.
Wenn wir auf unserer Erde leben und gedeihen wollen, müssen wir die Art und Weise grundlegend verändern, wie wir über unser Leben und unsere Welt denken und sprechen. Schließlich wollen wir Teil des Heilungsprozesses sein und nicht weiter die Welt mit Negativität bombardieren. Wünschen wir uns nicht alle dieses Gefühl, dass Liebe in der Luft liegt? Fangen wir also an, aufmerksam zu registrieren, was uns den ganzen Tag über durch den Kopf geht. Welche Energien und welche Erscheinungsformen dieser Energie unterstützen wir mit unseren Gedanken?

Welcher Vision schenken wir unsere Energie?


In der Bibel heißt es, dass jene zugrunde gehen, die keine Vision hegen. Doch wir müssen zuerst erkennen, welche Vision wir nähren. Wie sieht unsere Vision der Welt aus, in der wir leben wollen? Und halten wir auch wirklich an der Vision dessen fest, was wir uns für uns und unsere Nachkommen wünschen? Zuerst müssen wir also die Vision freilegen. Dann können wir auf ihre Umsetzung hinarbeiten. Ich werde sie in späteren Kapiteln mit verschiedenen Grundprinzipien der Schöpfung bekannt machen. Zunächst wollen wir unsere Vision erforschen, damit wir sicherstellen können, dass unsere Gedanken und Worte mit ihr in Einklang stehen.
 
Wenn wir also der Ansicht sind, unsere Kinder sollten in einer guten Welt aufwachsen, müssen wir unsere Gedanken auf diese Vision ausrichten. Glauben wir aber, dass ohnehin alles schon zu spät und die Menschheit dem Untergang geweiht ist, untergraben wir damit unsere Vision. Wir müssen einen Weg finden, dieses Denken abzustellen, was nicht bedeutet, dass Sie die Augen vor den Fakten verschließen sollen. Ich bitte Sie keineswegs, herumzuspazieren und allen zu erzählen, dass wir in der besten aller Welten leben. Ich möchte Sie nur auf eine wichtige Tatsache hinweisen: Wenn Sie glauben, dass keine Veränderung möglich ist, dass es Ihr Schicksal ist, unter die Räder der Geschichte zu geraten, dann wird genau das auch Wirklichkeit werden.
Halten wir an der Vision jener Welt fest, die wir für uns und unsere Nachkommen schaffen wollen?
Ich bitte Sie letztlich nur, an der Vision festzuhalten, die Sie für richtig halten, und dann Begriffe und Gedanken zu finden, die das erwünschte Ergebnis ausdrücken. So könnten Sie sich beispielsweise sagen: »Ja, wir brauchen Veränderung. Und wir haben als globale Gemeinschaft alle Möglichkeiten, diese zu gestalten.« Oder: »Ich halte für meine Kinder an dieser positiven Vision fest.« Die Neurowissenschaften sagen uns, dass das Gehirn den Unterschied zwischen Absicht und Handlung nicht kennt. Jedes Mal, wenn wir eine bestimmte Absicht fassen, interpretiert unser Gehirn dies als bereits stattgefundene Handlung. Ein kluger Trick, der uns helfen kann, wenn unsere Absichten dem Guten dienen.
Darüber hinaus sollten wir unser Glück nicht auf das gründen, was in der Außenwelt geschieht. Darüber habe ich immer wieder etwas gelernt, wenn ich in die Gesichter von Menschen aus indigenen Kulturen blickte. Viele dieser Menschen besitzen ein inneres Licht, eine Freude in den Augen, nach der wir uns in unseren hochtechnisierten westlichen Kulturen geradezu verzehren. Diese Menschen besitzen nichts, was sie nach westlichen Standards als reich oder erfolgreich erscheinen ließe, ihr Reichtum liegt in ihnen selbst. Sie haben ein reiches Innenleben, und sie sehen mit den Augen des Geistes. Sie gehen weit über ihr Ego hinaus und finden die Quelle der Vollkommenheit in sich.
Dies steht auch uns offen. Wir können eine erweiterte Bewusstheit des Lebens entwickeln und aufhören, es aus unserem engen Blickwinkel zu sehen. Wir müssen nicht glauben, was die Gesellschaft uns als Inbegriff von Erfolg, Freude, Glück und Reichtum vorgaukelt. Auch wir können inneren Reichtum entwickeln.
Wenn wir mit unserer spirituellen Arbeit uns und die Welt um uns herum verändern wollen, müssen wir in uns beginnen. Viel zu viele Menschen konzentrieren sich auf die äußere Welt. Wenn wir uns nur dem zuwenden, was in der Außenwelt geschieht, verläuft unser Leben wie eine Achterbahn: in einem ständigen Auf und Ab. Ein Beispiel:
Jemand sagt Ihnen, Sie sähen gut aus, und Sie freuen sich.
Dann liegt eine Rechnung in der Post, die Sie nicht erwartet haben, und Sie machen sich Sorgen.
Später, an Ihrem...
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