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Hamanns Briefwechsel

Acta des Zehnten Internationalen Hamann-Kolloquiums an der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg 2010

VerlagV&R Unipress
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl366 Seiten
ISBN9783847004042
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis44,99 EUR
Der Königsberger Schriftsteller Johann Georg Hamann (1730-1788) war ein dialogischer Denker. Er nahm vielfältige Anregungen und Herausforderungen aus der zeitgenössischen Literatur auf, hat aber auch seinerseits anregend und herausfordernd auf seine Gesprächspartner gewirkt. Das spiegelt sich insbesondere in seinem Briefwechsel, den er u. a. mit Kant, Herder, Jacobi, Lavater und Claudius geführt hat. Mit ihnen ringt Hamann um Grundfragen menschlicherExistenz im Spannungsfeld von Alltagserfahrung und Weisheit, Sinnlichkeit und Verstand. Die hier versammelten Beiträge beleuchten Hamanns Briefwechsel aus literaturwissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Perspektive und gewähren Einblicke nicht nur in das schwer verständliche Werk Hamanns, sondern auch in die Briefkultur des 18. Jahrhunderts.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Title Page4
Copyright5
Table of Contents6
Body8
Vorwort8
Siglen und Abkürzungen12
I. Briefstil. Hamanns Briefe in der Tradition der Rhetorik14
Manfred Beetz (Halle): Freundschaftliche Strafgerichte16
1. Hamanns Korrespondenz im Rahmen der Briefkultur des 18. Jahrhunderts18
1.1 Freundeskreise Hamanns18
1.2 „Haß gegen die Berliner” und interne Freundlichkeiten22
1.3 Empfindsamer Briefverkehr25
2. Hamann im Pantheismusstreit32
Ulrich Gaier (Konstanz): Dialogische Vernunft. Hamanns Briefe und Briefpublikationen42
Die „Schalkheit” der Vernunft44
Denkungsarten47
Rezipienten im Dialog49
Produzenten im Dialog50
Verdichtung und Steigerung53
Eric Achermann (Münster): Verbriefte Freiheiten. Zu Epistolarität und Essay bei Hamann58
Empfindsame Leutseligkeit58
Gepflegte Lässigkeit66
Vergesellschaftete Natur73
Denkwürdiger Sokrates80
Stylus atrox85
Das Drama des Pädagogen94
Ildikó Pataky (Szentendre): „So verrathen Sie mich an keinen Fremden”. Der Brief als Gattung und Hamanns Briefwechsel auf dem Grenzgebiet zwischen Öffentlichkeit und Privatheit in den 1760er Jahren104
Anja Kalkbrenner (Münster): Selbstdarstellung und Verstellung in Hamanns Briefen116
I. ‚Verbergen? als Teil der Autoridentität118
II. Verbergen und Zeigen in der Entstehung von Konxompax123
III. Verstellung als ethisches Problem126
IV. Zusammenfassung129
Kai Hendrik Patri (Göttingen): Zur Metaphorik des Feuchten und Flüssigen in Hamanns Briefen130
„Beständig nur in einer Wanne”: Hamann als Baderssohn131
Konvention, Entfaltung, Reaktualisierung134
Metapher und Kontext137
Metapher und Lebenswirklichkeit140
In Sümpfen und andernorts142
II. Briefgespräche. Hamann und seine Briefpartner146
Thomas Brose (Berlin): „Ich war von Hume voll, wie ich die Sokr. Denkw. schrieb”. Der frühe Hamann und die Genese seiner Beziehung zu D. Hume im erhellenden Spiegel seiner Briefe148
1. Hamanns Hume: Tragende Elemente eines hermeneutischen Konzepts152
1.1 Hume-Kenntnis als Kapital: Hamann besetzt ein intellektuelles Feld153
1.2 „Tiefsinnig” und „giftig”: Hamann bändigt Humes gefährlichen Genius155
1.3 „Aneignung” statt „Rezeption”: Hamann im „Wortwechsel” mit Hume156
2. Hamanns „Aneignung” David Humes im Spiegel seiner Briefe: Schlüssel zur Lösung eines ungeklärten Problems der Forschung157
2.1 Zum Kontext der Hume-„Aneignung”157
2.2 Ein Desiderat der Forschung: Zur Hume-Kenntnis des jungen Hamann159
2.2.1 Zur Identifizierung des Problems: Hamann schreibt 1759 „Ich war von Hume voll”159
2.2.2 Zur Identifizierung der Hume-Lektüre in der Lesebiografie des jungen Hamann160
2.2.3 Zur Identifizierung eines verschlüsselten Zusammenhangs: „Ich bin mit Humes zweyten Theil fertig, die ich ohne Sulzer gelesen.”163
2.3 Die Identifizierung: Hume-Zitate aus den von Johann Georg Sulzer herausgegebenen Philosophischen Versuchen (Enquiry)164
3. Hamann deutet Hume theologisch166
3.1 Die „gesetzliche” Logik der Vernunft: Von der Skepsis zur Glaubensgewissheit167
3.2 Der tiefere Sinn von „Glaube”: eine paulinisch-lutherische Perspektive169
Harald Steffes (Düsseldorf): Der Genius aus der Wolke. Hamanns Brief an Kant vom 27.7.1759 als Keimzelle der Sokratischen Denkwürdigkeiten174
1. Ein erster Blick auf den Brief vom 27. Juli 1759175
2. Der Schlusscento184
3. Schreibhaltungen196
3.1 Kondeszendenz198
3.2 Mimesis199
Frank-Joachim Simon (Lüdinghausen): Der Schrei des Laokoon. Sein Echo im Briefwechsel Hamanns mit Herder202
1. Die Vorgeschichte202
1.1 Winckelmanns Laokoon-Deutung202
1.2 Lessings Laokoon204
1.3 Herders Beitrag zu der Debatte204
2. Das Echo: Herders und Hamanns Briefwechsel Rekonstruktion des Briefgesprächs207
2.1 Hamanns Brief vom 24. Januar 1769207
2.2 Hamanns Anzeige der Kritischen Wälder im 11. Stück der Königsbergischen Gelehrten und Politischen Zeitungen vom 6.2.1769208
2.3 Hamanns Brief vom 13./15. März 1769211
2.4 Herders Brief vom März 1769212
2.5 Hamanns Brief vom 9. April 1769214
3. Herders Reaktion auf Hamanns theologische Paränese217
Oswald Bayer (Hennef): „Geschmack an Zeichen”. Zweifel und Gewissheit im Briefgespräch zwischen Lavater und Hamann218
I. Die Kernstelle218
II. Lavaters Brief220
III. Hamanns Antwortbrief als ganzer224
IV. Das Mittelstück als ganzes225
V. Die Kernstelle: Geschmack an Zeichen228
VI. Verallgemeinerungsfähig?230
VII. Zusammenfassung232
Annelen Kranefuss (Köln): „Und ließen sich das Heu und Stroh nicht irren”. Zum Briefwechsel Hamanns mit Claudius234
I. Anfänge235
II. Domestica239
III. Litteraria240
IV. Heu und Stroh255
Tim Hagemann (Tübingen): „Zur Strafe meiner bösen Laune”. Hamann als Privatkritiker der zeitgenössischen Literatur für Johann George Scheffner258
Christian Brouwer (Wuppertal): Sprachprinzip statt Pantheismus. Der Pantheismusstreit im Spiegel des Briefwechsels Hamanns mit Jacobi270
1. Vorbemerkung270
2. Die Korrespondenz zum Pantheismusstreit271
2.1 Quoad formam: Hamanns und Jacobis Rollen273
2.2 Quoad materiam: Die inhaltliche Auseinandersetzung278
3. Was heißt: Sprachprinzip statt Pantheismus?284
III. Der Briefautor. Lebenskontext und regionale Beziehungen288
Knut-Martin Stünkel (Bochum): Krankheit als Katapher. Briefliche Nosologie bei Johann Georg Hamann290
I. Einleitung290
II. Der kommunizierende Hypochonder291
III. Wider die Krankheit als Metapher296
IV. Der Kranke als Weiser – Krankheit als Weisung298
V. Krankheit als Katapher311
Hans Graubner (Göttingen): Hamanns briefliche Begleitung der Tätigkeit Lindners in Riga314
1. Zarenlob und Adelsschelte316
2. Die Freundschaftsprobe320
3. Lindners Ständepädagogik und Hamanns Entdeckung des Kindes325
Joseph Kohnen (Luxembourg): Von der Hamann-Forschung zu wenig beachtet: Theodor Gottlieb von Hippel336
Raivis Bi?evskis (Riga): „Seelenmanumission”. Bemerkungen zur Hamann-Forschung in Riga348
1. Brechungen zwischen Autor und Leser348
2. Facetten der Hamann-Forschung in Riga: Umriss der Heterogenität350
3. Hamann als Vertreter der Dainologie352
4. Das „Ereignis Riga” für Hamann354
5. Fazit: Aufgaben356
6. Perspektiven357
Personenregister360

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