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Handbuch Bildungscontrolling

Steuerung von Bildungsprozessen in Unternehmen und Bildungsinstitutionen

AutorWalter Schöni
VerlagVerlag Rüegger
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl160 Seiten
ISBN9783725308446
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,30 EUR
Im aktuellen Wirtschaftsumfeld sind Bildungsabteilungen gefordert, ihren Aufwand zu kontrollieren und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg nachzuweisen. Öffentliche und private Bildungsanbieter achten vermehrt auf Wirtschaftlichkeit, seit sie auf den Bildungsmärkten mit starker Konkurrenz und knapp kalkulierenden Kunden konfrontiert sind. Bildungscontrolling als Instrument der Kostensenkung? <br>Bildungscontrolling hat viel mehr Potential. Es erhöht die Rationalität in unseren Bildungssystemen und kann tradierten Zugangsbarrieren, Diskriminierungen und überschiessendem Kommerz entgegenwirken. Rationale Steuerung der Bildung braucht jedoch konzeptuelle Grundlagen, verlässliche Messinstrumente, transparente Planung und Entscheidung – im schulischen genauso wie im betrieblichen oder kommerziellen Umfeld. <br><br><b>Das Handbuch </b><br>• berichtet über Controlling-Verständnisse in Fachdiskussion und Wirtschaftspraxis<br>• erläutert Theoriegrundlagen und präsentiert Controlling-Ansätze <br>• behandelt die Methodik der Messung und Steuerung von Bildungsprozessen <br>• stellt eine umfangreiche Dokumentation von Messgrössen und Standards bereit<br>• verortet das Bildungscontrolling im Unternehmenskontext (Beispiel Balanced Scorecard)<br>• zeigt die schrittweise Erarbeitung eines Controlling-Konzepts (mit Fallbeispiel)<br><br><b>Anwendungsbereich </b><br>Ansatz und Methodik eignen sich für das Controlling von Bildungsprozessen in Unternehmen und Bildungsinstitutionen öffentlichen wie privaten Rechts. Bezugspunkte des Controllings sind die strategischen Ziele der Organisation und Lernbedürfnisse der Teilnehmenden, ebenso Kundenbedürfnisse, Vorgaben regulativer Instanzen und Erwartungen von Anspruchsgruppen

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Leseprobe

8 Parameter des Output-Controllings (S. 96)

Einleitung

Das Output-Controlling überprüft die Ergebnisse von Bildungsprozessen, die in der Verantwortung von Bildungseinrichtungen ablaufen. Dabei geht es zum einen um Bildungs- und Lerneffekte bei den Teilnehmenden (in der Fachdiskussion auch Outcome genannt), zum anderen um den Leistungsoutput der Bildungseinrichtung und um die wirtschaftliche Effizienz der Leistungen. Controlling-Fragen lauten beispielsweise:

• Bezogen auf Bildungs- und Lerneffekte: Wurden mit der Massnahme bzw. mit dem Programm die Qualifikationsziele realisiert, die geplanten Transferschritte vollzogen, die Zielgruppen erreicht?

• Bezogen auf Leistungsoutput und Effizienz: Wurden mit der Massnahme bzw. mit dem Programm die Vorgaben betreffend Leistungsangebot, Teilnahmevolumen, Teilnehmerzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit umgesetzt?

Zur Illustration: Der im Fallbeispiel in Kapitel 7 (Einleitung) beschriebene Reorganisationsprozess im Geschäftsbereich eines grösseren Unternehmens ist abgeschlossen.

Das Bildungscontrolling analysiert die Resultate und stellt folgende Fragen: 

Konnten alle Mitarbeitenden der Geschäftseinheit fristgerecht auf ihre neuen Aufgaben und Einsatzgebiete vorbereitet werden? 
Hat der Transfer ins Praxisfeld geklappt? 
Entspricht die erworbene berufliche Kompetenz den Zielvorstellungen der Betriebsleitung und den tatsächlichen Anforderungen an den neuen Arbeitsplätzen? 
Sind die Führungskräfte mit dem Support seitens des Ausbildungszentrums zufrieden? 
Wie beurteilen die Linienverantwortlichen den ökonomischen Nutzen der Trainingsmassnahme?
Konnten die budgetierten Kosten eingehalten werden? 
Wie ist das Verhältnis zwischen Trainingskosten und erzielten betrieblichen Deckungsbeiträgen einzuschätzen?

Realisierte Bildungseffekte und Leistungsoutputs sind am verfügbaren Input an Wissen, Personal und Finanzen zu messen. Auf dieser Basis kann das Controlling die Wirtschaftlichkeit des Ressourceneinsatzes überprüfen: Wieviele Teilnehmenden konnten ein Lernprogramm inklusive Prüfungen mit gegebenen Ressourcen – Anzahl Schulungstage, Anzahl Lehrkräfte – erfolgreich absolvieren? Wie ist die Effizienz der Serviceleistungen und der Infrastrukturnutzung einzuschätzen?

Erweist sich der Output als ungenügend, so sind bei der Ursachenanalyse auch Informationen über die Prozessqualitäten einzubeziehen. Wie bei den Prozessen (Kapitel 7) unterscheiden wir auch auf der Output-Seite unserer Systematik zwischen Parametern der Bildungsarbeit und jenen des Bildungsmanagements:1 a) Bildungsarbeit: Erzielter Qualifikationsgewinn bei der Zielgruppe; Lern- und Umsetzungserfolg; Zufriedenheit der Teilnehmenden; effektive Kosten und Erträge der Massnahme; ökonomischer Nutzen der Qualifizierung. Die Parameter und Messgrössen werden in Kapitel 8.1 vorgestellt. b) Bildungsmanagement: Volumen und Struktur des realisierten Angebots, Teilnahmevolumen, Effizienz der Serviceleistungen, Kundenzufriedenheit, Kosten- und Ertragsstruktur. Die Parameter und Messgrössen werden in Kapitel 8.2 erläutert.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Zielsetzung und Aufbau des Handbuches12
TEIL I ZUR AKTUALITÄT VON BILDUNGSCONTROLLING18
1 Bildungscontrolling in Fachdiskussion und Praxis18
1.1 Bildungscontrolling-Ansätze in der aktuellen Fachdiskussion19
1.2 Einsatz von Bildungscontrolling in der Unternehmenspraxis22
TEIL II GRUNDLAGEN UND SYSTEMISCHER ANSATZ32
2 Einführung in das Bildungscontrolling32
2.1 Begriff und Konzept des Bildungscontrollings32
2.2 Gegenstand des Bildungscontrollings35
2.3 Operative und strategische Aufgaben des Bildungscontrollings39
2.4 Der Controlling-Zyklus: Abläufe und Akteure42
2.5 Zusammenspiel von Bildungsarbeit und Bildungscontrolling im Unternehmen44
2.6 Bildungscontrolling und andere Steuerungsansätze in der Bildung46
3 Systemischer Ansatz des Bildungscontrollings49
3.1 Modellannahmen: Bildungsprozesse und ihr Systemumfeld49
3.2 Vorgaben und ihre Umsetzung in Bildungsprozessen51
3.3 Strategische Fragestellungen des Bildungscontrollings56
TEIL III OPERATIVES BILDUNGSCONTROLLING62
4 Systematik und Methodik des operativen Bildungscontrollings62
4.1 Die Systematik des operativen Bildungscontrollings62
4.2 Methodik der Operationalisierung66
5 Parameter des Input-Controllings69
5.1 Leistungsangebot70
5.2 Leistungsauftrag und Know-how71
5.3 Lernkultur und Lernaktivitäten72
5.4 Fachpersonal73
5.5 Sachmittel74
5.6 Finanzmittel/Budgets75
5.7 Zielvorgaben für die Bildungsarbeit76
6 Parameter des Qualifikations-Controllings (Soll/Ist)79
6.1 Ausbildungsstand80
6.2 Erfahrungsbasis81
6.3 Berufliche Kompetenz82
6.4 Entwicklungspotenzial84
7 Parameter des Prozess-Controllings86
7.1 Prozesse der Bildungsarbeit87
7.2 Prozesse des Bildungsmanagements91
8 Parameter des Output-Controllings97
8.1 Output der Bildungsarbeit98
8.2 Output der Bildungseinrichtung (Leistungsbilanz)106
TEIL IV BILDUNGSCONTROLLING IM UNTERNEHMENSKONTEXT114
9 Balanced Scorecard und Bildungscontrolling114
9.1 Grundlagen der Balanced Scorecard115
9.2 Balanced Scorecard für Bildungseinrichtungen?120
9.3 Integration von Bildungscontrolling und Balanced Scorecard123
10 Ein Bildungscontrolling-Konzept erarbeiten (Leitfaden)128
10.1 Was ist ein Bildungscontrolling-Konzept?128
10.2 Welche Arbeitsschritte sind erforderlich?129
10.3 Einführung des Konzepts in der Bildungseinrichtung132
11 Fallbeispiel: Bildungscontrolling in der Berufsschule für Weiterbildung135
11.1 Die Berufsschule für Weiterbildung und ihr Umfeld135
11.2 Die Erarbeitung des Bildungscontrolling-Konzepts137
Literatur146
Verzeichnis der Parameter und Messgrössen151
Stichwortverzeichnis155
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