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Handbuch Körpersoziologie

Band 1: Grundbegriffe und theoretische Perspektiven

VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl391 Seiten
ISBN9783658041366
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis79,99 EUR
Das Handbuch Körpersoziologie verfolgt das Ziel, den grundlegenden Stellenwert des Körpers für soziologisches Denken zu veranschaulichen. Die Körpersoziologie versteht den Körper als bedeutsam für subjektiv sinnhaftes Handeln sowie als eine soziale Tatsache, die hilft, Soziales zu erklären. Der menschliche Körper ist Produzent, Instrument und Effekt des Sozialen. Er ist gesellschaftliches und kulturelles Symbol sowie Agent, Medium und Instrument sozialen Handelns. Soziale Strukturen schreiben sich in den Körper ein, soziale Ordnung wird im körperlichen Handeln und Interagieren hergestellt. Sozialer Wandel wird durch körperliche Empfindungen motiviert und durch körperliche Aktionen gestaltet. Körpersoziologie ist in diesem Sinne als verkörperte Soziologie zu verstehen.

Das Handbuch Körpersoziologie dokumentiert das breite Spektrum an körpersoziologischen Perspektiven und Ansätzen und den aktuellen Status Quo der Körpersoziologie. Band 1 präsentiert eine Übersicht zentraler körpersoziologischer Grundbegriffe sowie die Perspektiven einer Vielzahl soziologischer Theorien auf den Körper.


Dr. Robert Gugutzer ist Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Dr. Gabriele Klein ist Professorin für Soziologie von Bewegung, Sport und Tanz an der Universität Hamburg.
Dr. Michael Meuser ist Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der Technischen Universität Dortmund.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Inhalt9
Inhalt (Band 2)13
IGrundbegriffe16
1Berührung17
1 Berührung – das unterschätzte Körpermedium18
2 Berührungen als Produzent und Produkt von Gesellschaft19
2.1 Körperformung20
2.2 Körperumwelt20
2.3 Körperdiskurs21
2.4 Körperrepräsentationen21
2.5 Leiberfahrung21
Literatur22
2Bewegung23
1 Bewegung und Moderne23
2 Körper, Bewegung und Subjekt25
3 Gesellschaftliche Mobilität und körperliche Bewegung26
4 Soziale Choreografie: Die Ordnung des Sozialen als Ordnung der Bewegung26
Literaturverzeichnis28
3Disziplin29
1 Die Techniken der Disziplinarmacht: Die nützliche Dressur des Körpers30
2 Optionen für körpersoziologische Disziplinstudien31
Literatur33
4Emotion35
Literatur39
5Habitus41
1 Herkunft des Begriffs41
2 Bourdieus Ausarbeitung des Begriffs41
3 Praktischer Sinn und soziale Felder43
4 Gewinne der körpersoziologischen Lesart von Bourdieus Habituskonzept43
Literatur45
6Handeln47
Literatur51
7Identität52
1 Herkunft des Begriffs52
2 Körper als Objekt und als Mittel der Identitätskonstruktion53
3 Relevanz und Gewinn einer Verbindung körpersoziologischer und identitätstheoretischer Ansätze55
Literatur56
8Interkorporalität57
Literatur61
9Kommunikation62
Literatur66
10Leiblichkeit und Körper68
1 Die Raum-Zeit-Struktur leiblicher Erfahrung69
2 Vermittelte Unmittelbarkeit und die Verschränkung von Körper und Leib73
Literatur76
11Macht78
1 Interpersonale Machtbeziehungen78
2 Gesellschaftliche Machtverhältnisse79
3 Körper, Macht und Geschlecht81
Literatur82
12Mimesis84
Einleitung84
1 Zur Geschichte des Begriffs85
2 Mimetisches als performatives Wissen85
3 Der mimetische Erwerb praktischen Wissens86
4 Neurowissenschaft und evolutionäre Anthropologie87
Literatur89
13Nation und Staat90
1 Körper und Nation in der frühen Soziologie90
2 Körper und Staat92
3 Der kollektive Körper der Nation93
4 Körper, Rasse, Nation93
Literatur94
14Performativität96
1 Herkunft96
2 Vorläufer96
3 Die Rückkehr zu Austins Entdeckung: Die Verwandlung der Welt durch performative Akte97
4 Eine neue Konzeption des Körpers98
5 Der Gewinn der Kulturwissenschaft durch das Konzept der Performativität99
Literatur100
15Praxis und Praktiken102
Literatur106
16Raum108
1 Raum als soziologische Kategorie108
2 Der Körper in der Raumsoziologie109
3 Was können Raum- und Körpersoziologie voneinander lernen ?111
Literatur112
17Rhythmus113
Literatur117
18Ritual119
Einführung119
1 Struktur und Strukturelemente120
2 Rituale als performative Handlungen120
3 Zusammenfassung123
Literatur123
19Schönheit und Attraktivität125
Literatur128
20Sinne129
1 Philosophische Grundlagen129
2 Soziologische Positionen131
3 Dimensionen einer Soziologie der Sinne132
Literatur133
21Subjektivierung135
Literatur139
22Sucht141
Literatur144
23Wahrnehmung146
Literatur150
24Wissen151
1 Körperliche Fundierung von Wissen152
2 Körperlichkeit von Wissen153
3 Leibliches Erkennen und Wissen153
Literatur155
25Zeitlichkeit156
1 Biologischer Körper-Rhythmus und gesellschaftliche Zeitordnung156
2 Individuelles Handeln im Umgang mit gesellschaftlicher Zeitordnung158
3 Die zeitliche Synchronisation der Körper159
4 Zeit als biopolitische Machtstrategie160
Literatur161
IITheoretische Perspektiven162
26Anthropologie163
1 Philosophische Anthropologie als Theorieprogramm in körpersoziologischer Perspektive163
2 Empirische Treffer der Philosophischen Anthropologie in der Soziologie168
3 Relevanz der Philosophischen Anthropologie für die Körpersoziologie178
Literatur179
27Cultural Studies182
1 Vorbemerkung182
2 Die Begründung der Cultural Studies183
2.1 Die Rolle des Kulturalismus vor dem „cultural turn“183
2.2 Cultural Studies und die strukturalistische Ausrichtung186
2.3 Zur „Artikulation“ des Körpers in den Cultural Studies188
3 Artikulation als kulturwissenschaftliche Theorie190
4 Fazit191
Literatur191
28Diskurstheorie194
Einleitung: Körper-Diskurse194
1 Machtverhältnisse durchziehen das Innere des Körpers195
2 Sprachtheoretische Weichenstellungen – Sprache, Diskurs und Sprechakte197
3 Die ‚körperhafte Gestalt‘ von Diskursen199
4 Der Körper als Archiv in der Historie diskursiver Wissensapparate201
5 Theoretische Perspektiven auf die körpersoziologische Forschung und Theoriebildung204
Literatur207
29Feministische Theorie209
1 Naturkritik und Rekorporalisierung – Der politische Rahmen210
2 Naturalisierungskritik I: Die Geschlechterdifferenz als historischer Prozess der Verwissenschaftlichung216
3 Naturalisierungskritik II: Differenz und Natur als Diskurs – Der Körper als Text ?220
4 Ausblick: Differenz(en) als post-essentialistische Materialität222
Literatur223
30Figurationssoziologie226
1 Grundzüge der Gesellschaftstheorie von Norbert Elias226
2 Das Körperliche aus Figurationsperspektive230
3 Mehr als ‚Körpergeschichte‘235
4 Offene Fragen239
Literatur241
31Handlungstheorie243
1 Einleitung243
2 ‚Körperspuren‘ in soziologischen Handlungstheorien244
2.1 Alfred Schütz: Der Körper als Mittler zwischen Ich und Außenwelt245
2.2 George Herbert Mead: Handelnde Organismen247
2.3 Erving Goffman: Interaktionsordnung und körperliche Kopräsenz249
2.4 Harold Garfinkel: Verkörperte accounting practices251
3 Handlung und Struktur: Anthony Giddens und Pierre Bourdieu252
4 Schlussfolgerungen für die Handlungstheorie und offene Fragen254
Literatur258
32Interaktionstheorie260
1 Vorbemerkung260
2 Die Face-to-face-Situation261
2.1 Leib-Umfeld-Relationen als Basis des Fremdverstehens262
2.2 Bedingungen von Reziprozität263
2.3 Metaphorik der Unmittelbarkeit265
3 Verkörperung266
3.1 Leibkörperliche Disposition267
3.2 Soziale Körperschaft268
3.3 Zeigen und Verbergen270
4 Der Körper als Medium der technischen Medien271
4.1 Erweiterungen des Testierbaren272
4.2 Neue Symbiosen des Ausdrucks274
5 Resümee und Ausblick275
Literatur276
33Kritische Theorie278
1 Körperabstinenz ?278
2 Naturverfallenheit282
3 Körper und Kulturkritik287
4 Ambivalenz290
Literatur293
34Modernisierungstheorie295
Einleitung295
1 Differenzierung296
1.1 Identität und Selbstmanagement296
1.2 Reflexivität, Verunsicherung und Vergleich299
1.3 Modernisierung, Alter(n) und Sinngebung299
2 Medien und Mediatisierung301
3 Zivilisierung302
3.1 (Habitus-)Zivilisierung und (Habitus-)Globalisierung304
3.2 Individualisierung und Korporalisierung: Homo clausus und (im) Körper306
3.3 Informalisierung, (Re-)Formalisierung und neue Moral(isierung) des Körpers308
4 Schlussbemerkungen310
Literatur312
35Phänomenologie315
1 Die Verkörperung des Bewusstseins315
2 Existenzialismus und die materielle Welt317
3 Praktisches Sein und Intentionalität318
4 Gewohnheit, Strukturierung, verkörpertes Wissen und Verstehen321
5 Natur, Kultur und Fleisch323
6 Einige soziologische Beispiele324
7 Der „dys-appearing body“325
8 Zwischenleiblichkeit und reflexive Verkörperung327
9 Rasse, Geschlecht und Differenz330
10 Fazit332
Literatur333
36Praxistheorie334
1 Theorieentwicklung, Varianten334
2 Kernpunkte soziologischer Praxistheorien336
3 Praktiken und Körper337
4 Stärken, Grenzen und Desiderate340
Literatur342
37Strukturierungstheorie344
1 Einleitung344
2 Die Rekonzeptionalisierung von Struktur und verkörpertem Handeln346
3 Die Spätmoderne und der reflexive Körper348
4 Reflexivität und der intime Körper352
5 Ver- und entkörperte Politik in der Strukturierungstheorie353
6 Bewertung und Einfluss der Strukturierungstheorie357
Literatur360
38Systemtheorie362
1 Einleitung362
2 Körper als Umwelt der Gesellschaft362
3 Körper in der Systemtheorie364
3.1 Symbiotische Mechanismen364
3.2 Distanzierung von Körper und Gesellschaft366
3.3 Körperprozessierende Sozialsysteme368
4 Körperkommunikation370
5 Körperverdrängung und Körperaufwertung373
6 Fazit377
Literatur379
Autorinnen und Autoren380

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