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E-Book

Handbuch Körpersoziologie

Band 2: Forschungsfelder und Methodische Zugänge

VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl513 Seiten
ISBN9783658041380
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis99,99 EUR
Das Handbuch Körpersoziologie verfolgt das Ziel, den grundlegenden Stellenwert des Körpers für soziologisches Denken zu veranschaulichen. Die Körpersoziologie versteht den Körper als bedeutsam für subjektiv sinnhaftes Handeln sowie als eine soziale Tatsache, die hilft, Soziales zu erklären. Der menschliche Körper ist Produzent, Instrument und Effekt des Sozialen. Er ist gesellschaftliches und kulturelles Symbol sowie Agent, Medium und Instrument sozialen Handelns. Soziale Strukturen schreiben sich in den Körper ein, soziale Ordnung wird im körperlichen Handeln und Interagieren hergestellt. Sozialer Wandel wird durch körperliche Empfindungen motiviert und durch körperliche Aktionen gestaltet. Körpersoziologie ist in diesem Sinne als verkörperte Soziologie zu verstehen.

Das Handbuch Körpersoziologie dokumentiert das breite Spektrum an körpersoziologischen Perspektiven und Ansätzen und den aktuellen Status Quo der Körpersoziologie. Band 2 präsentiert eine Vielzahl soziologischer Forschungsfelder und methodischer Zugänge und belegt damit die soziologische Relevanz des Körpers unter erkenntnis-, und sozialtheoretischen, methodologischen und methodischen Gesichtspunkten. 


Die HerausgeberInnen 
Dr. Robert Gugutzer ist Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Dr. Gabriele Klein ist Professorin für Soziologie mit den Schwerpunkten Körper, Bewegung, Sport und Tanz an der Universität Hamburg.
Dr. Michael Meuser ist Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der Technischen Universität Dortmund.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Inhalt9
Inhalt (Band 1)12
IForschungsfelder16
1Alter(n)17
1 Begriffsbestimmungen zu Alter, Altern und ‚den Alten‘17
2 Der Körper in der sozialwissenschaftlichen Altersforschung: Forschungsstand20
3 Forschungsdesiderata und Aufgaben für zukünftige körpersoziologische Arbeiten22
3.1 Körperliches Alter(n) verändert den Weltzugang23
3.2 Körperliches Alter(n) verläuft nicht ‚klassenlos‘25
3.3 Körperliches Alter(n) im Kontext von Biotechnologie und Ambient Assisted Living26
Literatur29
2Arbeit31
1 Der soziologische Arbeitsbegriff31
1.1 Arbeitskraft32
1.2 Sphärentrennung32
2 Wandel von Arbeit33
3 Forschungsfelder36
3.1 Arbeit mit und durch Körper36
3.2 Arbeit am und im Körper38
4 Verfahren zur Erforschung von Körper und Arbeit39
5 Ausblick40
Literatur41
3Artefakte43
1 Interobjektive Ordnungen der Praxis43
2 Körper durch Objekte, Artefakte und Dinge45
2.1 Phänomenologie45
2.2 Lebensphilosophie und Neuer Vitalismus47
3 Objekte/Artefakte und Dinge durch Körper51
4 Die interobjektive Entgrenzung des Menschlichen54
Literatur55
4Biopolitik57
1 Einleitung57
2 Forschungsstand: Biopolitik und (Bio-)Medikalisierung des Körpers58
3 Studien65
4 Forschungsdesiderata68
5 Perspektiven69
Literatur70
5Familie und Paarbeziehung72
1 Familie ohne Körper – Somatische Gesellschaft ohneFamilie?72
2 Körperlose Familienforschung73
3 „Familie“ in derKörperforschung?75
4 Schnittmengen zwischen Körpersoziologie und Familienforschung76
4.1 Essstörungen, Ernährung und Gesundheit76
4.2 Paarbildung und Körperkapital78
4.3 Soziale Ungleichheiten79
5 Umrisse einer körpersensiblen Theorie der Familie80
Literatur83
6Genetik85
1 Die Etablierung des „genetischen Standpunkts“ in der Medizin86
2 Merkmale des „genetischen Körpers“88
3 Schicksal und Verantwortung90
4 Biosozialität und genetic citizenship92
5 Schluss: Vom genetischen zum epigenetischenKörper?93
Literatur96
7Geschlecht98
1 Die Verkörperung der Geschlechterungleichheit im Kontext alltäglichen Handelns99
2 Sinnlichkeit und leibliches Empfinden von Männlichkeit und Weiblichkeit102
3 „Fremde Körper“ im (post)kolonialen Kontext105
4 Ausblick: Verkörperte Standpunkte der Geschlechterforschung108
Literatur110
8Gewalt112
1 Der Körper in der Gewaltsoziologie – Standpunkte und Dispute112
2 Dimensionen der Körperlichkeit in der Gewaltsoziologie115
2.1 Körperlicher Schmerz in Gewaltinteraktionen115
2.2 Körper als Ziel von Strafe117
2.3 Körper als geschlechtliche Konstruktion von Verletzungsmacht und -offenheit119
2.4 Körper als Kapital: Zur Ausbildung von Gewaltfähigkeit120
2.5 Körperliche Sensation des Gewalthandelns – Gewalt als Faszinosum121
2.6 Körper, Symbole und Rituale: Kulturanalysen von Gewalt122
3 Aufgaben körpersoziologischer Gewaltforschung: Desiderata und Perspektiven124
Literatur125
9Kunst127
1 Themenfelder der Kunstsoziologie127
2 Kunstsoziologische Ansätze129
3 Themenfelder für eine Verbindung: Körpersoziologie und Soziologie der Kunst138
Literatur139
10Lebenslauf und Biographie141
1 „Verkörperungen des Sozialen“ im Horizont von Lebenslauf und Biographie141
2 ‚Lebenslauf‘ und ‚Biographie‘ als sozialwissenschaftliche Konstrukte141
3 „Verortungen“ des Körpers in einer biographischen Perspektive143
4 Der Leib als fundierender Ort des Ich, der Intersubjektivität und des Sinns (Schütz)144
5 Der „Organismus“ in der Theorie der Wissenssoziologie (Berger/Luckmann)146
6 Körperlichkeit, Habitus und Biographie (Bourdieu)148
7 Desiderata149
8 Forschungsperspektiven150
Literatur154
11Lebensstil156
1 Was sindLebensstile?156
2 Was bewirkenLebensstile?158
3 Wie entstehenLebensstile?159
4 Was verbindet Lebensstile mitKörpern?161
5 Wie kann man Lebensstile körpersoziologischerforschen?163
Literatur167
12Medien169
1 Bezugsdimensionen170
2 Perspektiven auf die Bedeutung und Funktionen von Medien174
3 Reflexionen und mediale Subjektivierung179
4 Desiderata180
Literatur181
13Organisation und Institution183
1 Modi des Körpers in der Organisationsliteratur184
2 Fazit191
Literatur193
14Popkultur195
1 Faszination durch das Bild des Andersseins197
2 Mimesis: ‚Anähnelung‘ an Körpercodes und die habituelle Identifikation200
3 Jouissance204
4 Desiderata207
Bibliografie207
15Religion210
1 Thematisierung des Körpers bei Klassikern der Religionssoziologie211
2 Körpersoziologische Perspektiven auf Religion – empirische Befunde216
3 Ausblick221
Literatur222
16Schwangerschaft und Geburt224
1 Forschungsstand: Schwangerschaft und Geburt als Forschungsfeld224
2 Soziologie der Schwangerschaft232
3 Forschungsdesiderata und zukünftige Forschungsperspektiven234
Literatur235
17Sexualität237
1 Körper, Sexualität und Gesellschaft237
2 Körperwissen240
3 Körper, Sexualität und Geschlecht241
4 Sexualisierung der Körper243
5 Transformation desSexuellen?246
6 Sexuelle Körper als Produzenten vonGesellschaft?248
Literatur249
18Soziale Bewegungen251
1 Einleitung: Körper und Protest – Body politics251
2 Der Körper in der Bewegungsforschung252
3 Die Körper in exemplarischen sozialen Bewegungen254
3.1 Feministischer Protest254
3.2 Behindertenbewegung256
3.3 Umweltbewegung257
3.4 Der arabische Frühling258
4 Körper in sozialen Bewegungen – ein Systematisierungsvorschlag259
5 Forschungsdesiderata und Perspektiven261
Literatur262
19Soziale Ungleichheit264
1 Biologische Körper und soziale Ungleichheiten265
2 Verkörperte Ungleichheiten271
3 Schluss276
Literatur277
20Sozialisation279
Einleitung279
1 Institutionalisierte Kontexte der sozialen Formierung des Körpers: Sport als Instanz der Bewegungssozialisation281
2 Der Geschlechtskörper als Produkt der Inkorporierung sozialer Normierungen: „Geschlechtsspezifische Sozialisation“ als normativer Zwang283
3 Der klassifizierte Körper als distinktives Zeichen. Sozialisationsdynamiken von „Behinderung“286
4 Leerstellen und offene Fragen der Konzeptualisierung von Körper-Sozialisation288
Literatur291
21Spiel293
1 Spiel und Nicht-Spiel293
2 ‚Spiel‘ als heuristisches Konzept299
3 Körper-Spiele als Forschungsmethode302
4 Fazit: Für eine von verkörperten Spielen ausgehende Soziologie303
Literatur304
22Sport306
1 Die Sportsoziologie und der Körper306
2 Körpersoziologie des Sports – Ein analytisch-integrativer Rahmen309
2.1 Verkörperte Strukturen des Sports311
2.2 Körperdiskurse des Sports313
2.3 Leibliches Wahrnehmen im Sport315
2.4 Verkörpertes Handeln im Sport316
3 Fazit und Ausblick318
Literatur319
23Stadt321
1 Die Großstädte und ihr Körperleben322
2 Der Körper in Architektur und Stadtplanung325
3 Hybride Körper und Cyborg Cities328
4 Ausblick: Urban Bodies in Gegenwart und Zukunft331
Literatur334
24Tanz336
1 Das Tanzen als situatives Geschehen und der Tanz als Ordnung337
2 Tanz als körperlich-sinnliche Erfahrung des Sozialen341
3 Tanz zwischen Macht und Kontrolle, Protest und Widerstand343
4 Die reflexive Moderne in der Tanzkunst344
Bibliographie346
25Technik349
1 Die Körper der Gesellschaft: Menschen und Techniken349
2 Die Körper der Techniksoziologie351
2.1 Forschungsfeld: Körper und Technik in der Medizin352
2.2 Forschungsfeld: Mensch-Technik-Interaktion355
2.3 Theoretische Vermittlungen: Techno-Phänomenologie und Techno-Pragmatismus358
3 Desiderata und Perspektiven361
Literatur363
26Tod364
1 Einleitung364
2 Tod, Gesellschaft und Körper365
3 Tote Körper: Grundlagentheoretische Zugänge367
4 Gesellschaftliche Formen des Umgangs mit dem toten Körper369
5 Schluss: der transmortale Körper375
Literatur376
IIMethodische Zugänge378
27Leib und Körper als Erkenntnissubjekte379
1 Doing sociology mit „Fleisch und Blut“380
2 Phänomenologie der Forschungssituation382
3 Der Forscherleib als Erkenntnisquelle383
4 Körperliche und leibliche Kommunikation als Erkenntnisinstrumente386
5 Fazit: Methodische Chancen und Herausforderungen388
Literatur391
28Beobachten393
1 Einleitung393
2 Körper (teilnehmend) beobachten394
3 Beobachtbarkeit herstellen398
4 Schluss403
Literatur404
29Videoanalyse406
1 Einleitung406
2 Die Entwicklung der Videoanalyse407
3 Methodologien der interpretativen Videoanalyse409
4 Theoretische Konzepte und empirische Beispiele412
5 Video, die Reflexivität und der Körper417
Literatur418
30Fotointerpretation420
1 Der Zugang zu Bildern und korporierten Praktiken als selbstreferentiellen Systemen421
2 Die Differenzierung von abgebildeten und abbildenden BildproduzentInnen422
3 Implizites, atheoretisches und korporiertes Wissen422
4 Praxeologische Wissenssoziologie und Bourdieus Kultursoziologie im Unterschied zur Sozialphänomenologie424
5 Zur kategorialen Systematik korporierter Praktiken und zur grundlegenden Doppelstruktur ihrer Interpretation426
6 Exemplarische empirische Analyse: Habitus, Pose und Lifestyle in der Fotografie428
7 De-Kontextuierung als Konstituens der Pose im Unterschied zum Habitus431
8 Pose, Lifestyle und Identität(snorm)433
9 Pose und Intention436
Literatur436
31Diskursanalytische Verfahren439
1 Überblick über diskursanalytische Ansätze441
2 Klassische diskursanalytische Studien zu Körpern443
3 Verfügbare Körper und veräußerte Subjekte im Diskurs des Organmangels – ein exemplarischer Forschungsprozess446
4 Vorzüge und Grenzen der Diskursanalyse449
Literatur451
32Sprechen453
1 Über den Körper sprechen ?453
2 Zur Eigentümlichkeit des ‚sprachlosen‘ Körpers453
3 Sprache und Sprechen455
4 Über den Körper sprechen – Forschungszugänge und Forschungsfragen458
5 Die Befragung und das „biographisch-narrative Interview“ als Forschungszugang460
6 ‚Sprache‘ und ‚Praxis‘ – methodische Hinweisezur Überbrückung des Hiatus464
Literatur466
33Schreiben467
Einleitung467
1 Schreiben als Verfahren der körpersoziologischen Forschung468
2 Die Körperlichkeit des Schreibens469
2.1 Schreiben als körperlicher Vollzug470
2.2 Körperlichkeit und Materialität471
3 Schreiben als zweigliedriges Verfahren der körpersoziologischen Forschung472
3.1 Von der Beobachtung zum Protokoll472
3.1.1 Protokollieren473
3.1.2 Protokollieren als Übersetzungsprozess in die Sprache475
3.2 Vom Protokoll zum Text476
3.2.1 Ordnen und Rekombinieren476
3.2.2 Referenz und „Objektivität“478
4 Fazit479
Literatur480
34 Materialanalyse praxeologischer Körpersoziologie482
1 Einleitung482
2 Körpersoziologische Hauptströmungen483
2.1 Körper und Interaktion483
2.2 Verkörpertes Wissen484
2.3 Körper als Zeichenträger485
2.4 Körper in Arbeit485
2.5 Körpererleben und Körperkonzepte486
3 Zur Analytik trans-sequentieller Praxisforschung488
3.1 In den Geschehenszusammenhang einfinden489
3.2 Dichte Episodenbeschreibungen sammeln489
3.3 Episoden und ihre Importe und Exporte490
3.4 Den praktischen Status von Episoden bestimmen491
3.5 Trans-sequentielle Konstellationen arrangieren492
3.6 Formative Objekte über Episoden hinweg fokussieren493
3.7 Qualifizierungsstufen einer Objekt-Karriere494
3.8 Was bleibt?Die Leitwährung des Gesamtzusammenhangs495
4 Verschiebungen: Arbeit – Objekt – Formation496
4.1 Praxis als Arbeit, nicht als Routine497
4.2 Arbeit an Gegenständen-im-Werden, nicht an fixen Dingen497
4.3 Dynamischer Zusammenhang, nicht gesetzter Kontext498
5 Ausblick499
Literatur500
Autorinnen und Autoren502

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