Sie sind hier
E-Book

Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren

AutorHeinrich Wottawa, Werner Sarges
VerlagPabst Science Publishers
Erscheinungsjahr2004
Seitenanzahl997 Seiten
ISBN9783935357555
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Bei der Bewertung neuer Bewerber und vorhandener Mitarbeiter werden immer häufiger psychologische Testverfahren eingesetzt. Meta-Analysen haben erst kürzlich wieder die überlegene Vorhersagekraft im Vergleich zu anderen Instrumenten der Eignungsbeurteilung nachgewiesen; psychologische Testverfahren leisten einen kosteneffizienten Beitrag innerhalb des Methodenmix für die Auswahl und Entwicklung von Mitarbeitern.

Dieser Nachfrage steht eine Vielfalt von Testangeboten gegenüber – höchst unterschiedlich im Grad von Seriosität, Qualität, Aussagekraft, Zeitaufwand und Kosten. Personalverantwortliche benötigen daher Informationen, welche Testverfahren sich für welche Fragestellung spezifisch eignen.

Das hier in seiner 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage vorliegende Handbuch beschreibt in diesem Band I (Personalpsychologische Instrumente) mehr als 140 Tests und bietet damit eine Übersicht über den größten Teil der Angebote zur Eignungsdiagnostik.

Zu jedem Verfahren informiert der Band spezifisch über

– Einsatzbereiche,
– erfasste Merkmale,
– Gütekriterien, wie Genauigkeit und Gültigkeit,
– Durchführungsdauer,
– Preise
– etc.

Diese Angaben zu den Verfahren stammen von den Testautoren oder -vertreibern oder von durch diese autorisierten Beiträgern. Die Herausgeber des Handbuchs achteten dabei auf Plausibilität und Vergleichbarkeit der Aussagen. Damit liegt eine übersichtliche Informationssammlung vor, die sowohl die Entscheidung zwischen verschiedenen Angeboten als auch das gezielte Auffinden spezifisch geeigneter Testverfahren unterstützen kann.

Der Band II dieses Handbuchs (Organisationspsychologische Instrumente) wird in 2006 erscheinen.  

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Kapitel I: Tests: von 16-Persönlichkeits-Adjektiv-Skalen bis Arbeitsprobe zur Berufsbezogenen Intelligenz – Büro- und kaufmännische Tätigkeiten
  3. Kapitel I: Tests: von Big Five Plus One – Persönlichkeitsinventar bis Bonner Postkorb-Module
  4. Kapitel I: Tests: von Call me bis California Psychological Inventory „Revidierter Deutscher CPI”
  5. Kapitel I: Tests: von Aufmerksamkeits-Belastungs-Test bis Disko
  6. Kapitel I: Tests: Eysenck Personality Profiler – Deutsche Form und Explorix ® deutschsprachiger Self-Directed Search
  7. Kapitel I: Tests: von Fragebogen zur Auswahl von Führungskräften bis Fragebogen zur Vorgesetzten-Verhaltens-Beschreibung
  8. Kapitel I: Tests: Global Personality Inventory und Golden Profiler of Personality
  9. Kapitel I: Tests: Herrmann Dominanz Instrument bzw. Herrmann Brain Dominance Instrument (HBDI) und Hamburger Persönlichkeits-Inventar
  10. Kapitel I: Tests: von Ilica bis Intelligenz-Struktur-Test 2000 R
  11. Kapitel I: Tests: Jobfidence ®
  12. Kapitel I: Tests: Revidierter Konzentrations-Leistungs-Test und Kienbaum Management Fragebogen
  13. Kapitel I: Tests: von Leadership Mirror 3.0 bis Linienverfolgungstest
  14. Kapitel I: Tests: von Manage! bis Mechanisch-Technisches Auffassungsvermögen
  15. Kapitel I: Tests: NEO-Fünf-Faktoren-Inventar und NEO-Persönlichkeits-Inventar – revidierte Form
  16. Kapitel I: Tests: von Objektiver Leistungsmotivations-Test bis Obermann + Schiel Persönlichkeitsprofil
  17. Kapitel I: Tests: von Potenzialanalyse für Management- und Fachfunktionen bis Persönlichkeits-Stil-und-Störungs-Inventar
  18. Kapitel I: Tests: von !Response 360°-Feedback bis Rechtschreibungstest
  19. Kapitel I: Tests: von SAM Fragebogen zur Erfassung dispositionaler Selbstaufmerksamkeit bis Syntex Computersimuliertes Unternehmensplanspiel
  20. Kapitel I: Tests: von Tachistokopischer Verkehrsauffassungstest Mannheim -Bildschirmvorgabe bis Test operationeller Mehrfacharbeit
  21. Kapitel I: Tests: Utopia PC-Planspiel
  22. Kapitel I: Tests: von Verbaler Gedächtnistest bis Videobasierte Identifikation Sozialer Intelligenz - Online
  23. Kapitel I: Tests: von Wirtschaftskundlicher Bildungs-Test bis The Workplace Big Five ®
  24. Kapitel II: Testsysteme: ELIGO-, Hogrefe, Jobmatcher, Perls, pro facts-, Wiener Testsystem
  25. Register
Leseprobe

AVEM (S. 93-94)

Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster

Autoren

Uwe Schaarschmidt und Andreas W. Fischer

Verlage, Erscheinungsorte und -jahre
Swets Test Services, Frankfurt/M., 1996, 2003 (2. Aufl.) (Papier-Bleistift-Version) Verlag Dr. Schuhfried, Mödling (Österreich), 1996 (Computer-Version)

Einsatzbereiche

AVEM ist für eine breite Palette arbeits- und gesundheitspsychologischer Fragestellungen gedacht. Das Verfahren erlaubt Aussagen über gesundheitsförderliche bzw. -gefährdende Verhaltens- und Erlebensmuster bei der Bewältigung von Arbeits- und Berufsanforderungen. Die Schlussfolgerungen aus den diagnostischen Ergebnissen laufen sowohl auf die Verhaltens- als auch die Verhältnisprävention hinaus. Das Verfahren dürfte damit für Arbeits- und Organisationspsychologen, Gesundheitspsychologen und Klinische Psychologen gleichermaßen von Interesse sein. Die konkreten Einsatzmöglichkeiten werden im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, der beruflichen Rehabilitation, der Personalentwicklung, aber auch der Arbeitsund Organisationsgestaltung gesehen. Die Anwendung des Verfahrens kann in der individuellen Beratungssituation, im Rahmen von Assessment Center-Verfahren, Gesundheitszirkeln, Schulungen für Führungskräfte, Kommunikations- und Stress-Management-Seminaren, aber auch in Form umfassender Erhebungen bei Berufs- und Tätigkeitsgruppen erfolgen. Besonders zu empfehlen ist der Einsatz im Sinne der Prae-Post-Messung im Kontext mit gesundheits- und motivationsbezogenen Interventionsmaßnahmen.

Konstruktionsgrundlagen
AVEM dient der Erfassung relativ stabiler Verhaltens- und Erlebensmerkmale, die als persönliche Ressourcen in die Auseinandersetzung mit den beruflichen Anforderungen eingehen. In ihrer Summe und ihrem Zueinander machen sie das „Arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster" aus. Es werden 4 solche Muster unterschieden: Muster G (Engagement, Widerstandskraft und Wohlbefinden), Muster S (Schonung), Risikomuster A (Selbstüberforderung) und Risikomuster B (Überforderung und Resignation). Während Muster G ein gesundheitsförderliches Muster anzeigt, weisen die Muster A und B auf (qualitativ und quantitativ) unterschiedliche Gesundheitsgefährdungen hin. Muster S wiederum ist weniger unter Gesundheitsals unter Motivationsaspekten von Interesse. Die mit dem AVEM erfassten Verhaltens- und Erlebensmerkmale sind einerseits durch bereits in den Beruf eingebrachte Persönlichkeitsbesonderheiten bedingt, andererseits sind sie durch die Berufsausübung geformt. Von ihnen hängt es in hohem Grade ab, wie die beruflichen Belastungen verarbeitet werden, in welchem Maße sie zu positiven oder negativen Beanspruchungsfolgen führen. Aus diesem Grunde werden sie als Indikatoren für Gesundheit verstanden. Das AVEM-Konzept geht also davon aus, dass die Art und Weise, wie Menschen beanspruchenden Situationen begegnen, ein entscheidendes Gesundheitskriterium darstellt.

Inhalte

AVEM ist ein mehrdimensionales persönlichkeitsdiagnostisches Verfahren. Es setzt sich aus den folgenden 11 Dimensionen arbeitsbezogenen Verhaltens und Erlebens zusammen:

1. Subjektive Bedeutsamkeit der Arbeit (Stellenwert der Arbeit im persönlichen Leben)
Beispiel-Item: Die Arbeit ist für mich der wichtigste Lebensinhalt

2. Beruflicher Ehrgeiz (Streben nach beruflichem Aufstieg)
Beispiel-Item: Ich möchte beruflich weiter kommen, als es die meisten meiner Bekannten geschafft haben.

3. Verausgabungsbereitschaft (Bereitschaft, die persönliche Kraft für die Erfüllung der Arbeitsaufgabe einzusetzen)
Beispiel-Item: Wenn es sein muss, arbeite ich bis zur Erschöpfung.

4. Perfektionsstreben (Anspruch bezüglich Güte und Zuverlässigkeit der eigenen Arbeitsleistung)
Beispiel-Item: Was immer ich tue, es muss perfekt sein.

5. Distanzierungsfähigkeit (Fähigkeit zur psychischen Erholung von der Arbeit)
Beispiel-Item: Nach der Arbeit kann ich ohne Probleme abschalten.

6. Resignationstendenz bei Misserfolg (Neigung, sich mit Misserfolgen abzufinden und leicht aufzugeben)
Beispiel-Item: Wenn ich keinen Erfolg habe, resigniere ich schnell.

7. Offensive Problembewältigung (Aktive und optimistische Haltung gegenüber Herausforderungen und auftretenden Problemen)
Beispiel-Item: Nach Misserfolgen sage ich mir: Jetzt erst recht!

8. Innere Ruhe und Ausgeglichenheit (Erleben psychischer Stabilität und inneren Gleichgewichts)
Beispiel-Item: Mich bringt so leicht nichts aus der Ruhe.

9. Erfolgserleben im Beruf (Zufriedenheit mit dem beruflich Erreichten)
Beispiel-Item: Mein bisheriges Berufsleben war recht erfolgreich.

10. Lebenszufriedenheit (Zufriedenheit mit der gesamten, auch über die Arbeit hinausgehenden Lebenssituation)
Beispiel-Item: Im Großen und Ganzen bin ich glücklich und zufrieden.

11. Erleben sozialer Unterstützung (Vertrauen in die Unterstützung durch nahe stehende Menschen, Gefühl der sozialen Geborgenheit)
Beispiel-Item: Mein Partner/meine Partnerin zeigt Verständnis für meine Arbeit.

Diese 11 Dimensionen können drei umfassende inhaltliche Bereiche (ausgewiesen als Sekundärfaktoren) zugeordnet werden.

Weitere E-Books zum Thema: Arbeitspsychologie - Wirtschaftspsychologie - Coaching

Die Moral der Organisation

E-Book Die Moral der Organisation
Beobachtungen in der Entscheidungsgesellschaft und Anschlussüberlegungen zu einer Theorie der Interaktionssysteme Format: PDF

Die Sinnsuche in Organisationen mündet in Forderungen nach einer neuen Moral; das Management der Moralisierung heißt 'Corporate Social Responsibility'. Aber es gibt keine Moral der Organisation, nur…

Aufmerksamkeit

E-Book Aufmerksamkeit
Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen Format: ePUB

Aufmerksamkeit zu bekommen ist ein Grundbedürfnis. Sie steht für Wertschätzung, die man braucht wie die Luft zum Atmen. Im Zeitalter von Internet und Social Media, Multitasking und Dauerhetze wird…

Wer hat das Zeug zum Unternehmer?

E-Book Wer hat das Zeug zum Unternehmer?
Training zur Förderung unternehmerischer Potenziale Format: PDF

Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Sie? Ihre Schüler? Ihre Studenten? Die Teilnehmer eines von Ihnen angebotenen Weiterbildungsprogramms? Jeder in einer Phase beruflicher Orientierung profitiert von…

Aufmerksamkeit

E-Book Aufmerksamkeit
Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen Format: ePUB

Aufmerksamkeit zu bekommen ist ein Grundbedürfnis. Sie steht für Wertschätzung, die man braucht wie die Luft zum Atmen. Im Zeitalter von Internet und Social Media, Multitasking und Dauerhetze wird…

Think Outside the Frame

E-Book Think Outside the Frame
Wie Sie durch Framing Wirklichkeit erzeugen. 82 smarte Denkstrategien für Marken, Medien und Politik Format: ePUB

Framing ist die Kunst den Blick auf unsere subjektive Wirklichkeit zu verändern. Kunst, Werbung, Marketing, Psychologie, Politik und Medien greifen seit jeher auf diese Methode zurück, um die Welt in…

Unternehmerische Herausforderungen

E-Book Unternehmerische Herausforderungen
Ein Prozessmodell zur Risikooptimierung im Gründungskontext Format: PDF

Erfolg als auch Scheitern sind essenzielle Bestandteile einer funktionierenden Gründungslandschaft. Ein Verständnis bezüglich des Bewältigungsprozesses von Herausforderungen sowie unternehmerischen…

Facetten von Affordanzen gebauter Umwelt

E-Book Facetten von Affordanzen gebauter Umwelt
Eine perspektivendifferenzierte Analyse eines Innenraums f?r kommunale Dienstleistungen Format: PDF

Andreas Hegenbart entwickelt in seinem Werk erstmals beispielhaft ein Facettenstrukturmodell eines Raums f?r kommunale Dienstleistung, das auf dem Affordanzkonzept aufbaut. Auf der Grundlage von…

Top Emotional Selling

E-Book Top Emotional Selling
Die 7 Geheimnisse der Spitzenverkäufer Format: PDF

Wohin geht es mit dem Verkäufer? Welche Philosophie verspricht auf Dauer Erfolg? Ingo Vogel gibt eine überzeugende Antwort: Sein Konzept Top Emotional Selling hat ganz klar das Zeug dazu!…

Interkulturelle Kompetenz

E-Book Interkulturelle Kompetenz
Managing Cultural Diversity - Trainings-Handbuch Format: PDF

Was ist Kultur? Was ist Management? Was ist interkulturelles Management und wie erlangt man Diversity Kompetenz? In den lethten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Menschen, die an der Weltwirschaft…

Beruflich in den arabischen Golfstaaten

E-Book Beruflich in den arabischen Golfstaaten
Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte Format: PDF

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der aktuellen Wirtschaftskrise werden die arabischen Golfstaaten, der Schwerpunkt liegt dabei auf Bahrain, Kuwait, Qatar und den Vereinigten Arabischen…

Weitere Zeitschriften

AUTOCAD & Inventor Magazin

AUTOCAD & Inventor Magazin

FÜHREND - Das AUTOCAD & Inventor Magazin berichtet seinen Lesern seit 30 Jahren ausführlich über die Lösungsvielfalt der SoftwareLösungen des Herstellers Autodesk. Die Produkte gehören zu ...

Baumarkt

Baumarkt

Baumarkt enthält eine ausführliche jährliche Konjunkturanalyse des deutschen Baumarktes und stellt die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Baujahres in vielen Zahlen und Fakten zusammen. Auf ...

Card Forum International

Card Forum International

Card Forum International, Magazine for Card Technologies and Applications, is a leading source for information in the field of card-based payment systems, related technologies, and required reading ...

küche + raum

küche + raum

Internationale Fachzeitschrift für Küchenforschung und Küchenplanung. Mit Fachinformationen für Küchenfachhändler, -spezialisten und -planer in Küchenstudios, Möbelfachgeschäften und den ...

Das Hauseigentum

Das Hauseigentum

Das Hauseigentum. Organ des Landesverbandes Haus & Grund Brandenburg. Speziell für die neuen Bundesländer, mit regionalem Schwerpunkt Brandenburg. Systematische Grundlagenvermittlung, viele ...

DULV info

DULV info

UL-Technik, UL-Flugbetrieb, Luftrecht, Reiseberichte, Verbandsinte. Der Deutsche Ultraleichtflugverband e. V. - oder kurz DULV - wurde 1982 von ein paar Enthusiasten gegründet. Wegen der hohen ...

ea evangelische aspekte

ea evangelische aspekte

evangelische Beiträge zum Leben in Kirche und Gesellschaft Die Evangelische Akademikerschaft in Deutschland ist Herausgeberin der Zeitschrift evangelische aspekte Sie erscheint viermal im Jahr. In ...