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Haus- und Wohngemeinschaften

Neue Pflegekonzepte für innovative Versorgungsformen

AutorKatarina Planer
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl231 Seiten
ISBN9783456947976
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis25,99 EUR
Innovative Pflege- und Wohnkonzepte für alte Menschen. Haus- und Wohngemeinschaften stellen eine Versorgungsform für alte Menschen im Übergang von familiären zu wohnquartierbezogenen und institutionalisierten Formen dar. Die hier entwickelte Pflegekonzeption für Hausgemeinschaften gründet sich auf die Theorie der umwelt- und familienbezogenen Pflege von Marie-Luise Friedemann. Das Buch lädt dazu ein, die Rolle der Familien, der Pflegenden, eine entsprechende Pflegeprozessplanung und -dokumentation sowie Fallbesprechungen und Stellenpläne neu zu denken, um professionelle Pflege in zu kunftsorientierten Versorgungs formen zu etablieren.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Danksagung
  3. Vorwort
  4. Geleitwort
  5. Abkürzungsverzeichnis
  6. 1 Einleitung
  7. 2 Ausgangslage und Herausforderungen
  8. 3 Familien- und umweltbezogene Pflege
  9. 4 Elemente einer familien- und umweltbezogenen Pflegekonzeption
  10. 5 Pflegewissenschaftliche Erklärungen und Begründungen
  11. 6 Bedingungen zur Anwendung der familien- und umweltbezogenen Pflegetheorie für Hausgemeinschaften
  12. 7 Ausblick und Chancen für die Altenpflege
  13. Literaturverzeichnis
  14. Anhang: Leere Formulare als ( Kopier-) Vorlagen
  15. Die Autorin
  16. Sachwortverzeichnis
Leseprobe
6 Bedingungen zur Anwendung der familien- und umweltbezogenen Pflegetheorie für Hausgemeinschaften (S. 173-174)

6.1 Mikroebene

Bewohner, Familien, Pflegende und andere Therapeuten (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Mediziner, Apotheker) sowie Pflegegutachter und Altenpflegeschüler bilden die Mikroebene in der stationären Altenpflege. Die Mikroebene umfasst die Interaktion des Bewohners, seiner Familie, der Pflegenden und anderer Therapeuten und ihre Bedingungen, sich entsprechend den systemspezifischenWerten, den Zielen und denMethoden verhalten zu können.

Bedingungen, die sich an Bewohner und Familien richten, lassen sich nicht formulieren, da ich davon ausgehe, dass Menschen mit einem Pflegebedarf aufgrund ihrer typischen Lebenssituation (Alterserkrankungen, Multimorbidität, Hochaltrigkeit) ungeachtet ihrer sozialen, finanziellen oder familiären Situation aufgenommen werden. Familien, die sich der Situation entziehen oder ihr nicht gewachsen sind (oder deren Mitglieder verstorben sind), spielen dennoch – in jedem Fall für den Pflegebedürftigen – und somit für die Pflegesituation eine Rolle.

Die pflegerischen Interventionen können in solchen Situationen nicht dabei ansetzen, Angehörige in der Übernahme konkreter Pflegeleistungen anzuleiten. Pflegerische Interventionen beziehen sich in solchen Situationen möglicherweise darauf, neue Kontaktaufnahmen zwischen Angehörigen behutsam vorzubereiten, oder aber die Pflegebedürftigen in der Trauer über den Verlust von Beziehungen zu begleiten. An Bewohner und ihre Familien lassen sich daher keine Bedingungen knüpfen, wobei die Situation der Familie durchaus ein Erfolgsfaktor für gelungene Pflege darstellt. Auf den Gedanken, finanzielle Anreize für Familien zu schaffen, die sich aktiv an der Pflege beteiligen, wird auf derMakroebene eingegangen.

Die familien- und umweltbezogene Pflege setzt bei den Pflegenden voraus, dass sie bereit sind, ihre Wahrnehmung über das Individuum der Pflegebedürftigen hinaus zu erweitern und Interesse an deren Umwelt und deren Familie zu entwickeln. Möglich ist dies nur, wenn sie zum einen von dieser Dimension wissen, d. h. eine Vorstellung von familien- und umweltbezogener Pflege haben, oder bereit sind, eine solche zu entwickeln. Zum anderen benötigen sie die Fähigkeit, sich die Spezifika der verschiedenen Systeme der pflegebedürftigen Menschen, zu denen die Familie zählt, zu erschließen und zu klassifizieren.

Als Drittes benötigen sie Wissen und Fähigkeiten darüber, welche pflegerischen Interventionen angemessen sind und wie diese, unter Einbezug der Betroffenen, zu wirksamen, individuellen Pflegemaßnahmen entwickelt werden können. Diese Kompetenzen können sich bei gut ausgebildeten, weiterqualifizierten Pflegenden während der praktischen Tätigkeit mit einer entsprechenden Pflegekonzeption entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Danksagung8
Vorwort9
Geleitwort11
Abkürzungsverzeichnis12
1 Einleitung14
2 Ausgangslage und Herausforderungen16
3 Familien- und umweltbezogene Pflege42
4 Elemente einer familien- und umweltbezogenen Pflegekonzeption48
5 Pflegewissenschaftliche Erklärungen und Begründungen122
6 Bedingungen zur Anwendung der familien- und umweltbezogenen Pflegetheorie für Hausgemeinschaften174
7 Ausblick und Chancen für die Altenpflege180
Literaturverzeichnis182
Anhang: Leere Formulare als ( Kopier-) Vorlagen188
Die Autorin226
Sachwortverzeichnis228

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