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Heimliche Vaterschaftstests: Perspektiven für eine Reform der Vaterschaftsuntersuchungsmöglichkeiten

AutorSonja Orel
VerlagHerbert Utz Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl289 Seiten
ISBN9783831606986
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Eine Frau verfügt unter gewöhnlichen Umständen über die Gewissheit, dass das Kind, das sie geboren hat, auch genetisch von ihr abstammt. Der Mann hingegen kann sich aus der Natur der Sache nicht (vergleichbar) sicher sein, dass er der leibliche Vater des Kindes ist.

Die Arbeit liefert einen Beitrag zur abstammungsrechtlichen Diskussion heimlicher Vaterschaftstests. Ausgehend von den rechtstatsächlichen Ausgangsdaten werden die gegenwärtige Rechtslage analysiert und die bestehenden Reformansätze skizziert. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Diskussion der verschiedenen Reformkonzepte (z.B. Gestattung heimlicher Tests, Modifikation des Anfangsverdachts, obligatorische Klärung der Abstammung bei jeder Geburt/Vaterschaftsanerkennung, isoliertes Abstammungsfeststellungsverfahren, Anspruch auf Vaterschaftstest), wobei sich die Arbeit im Ergebnis für die Einführung eines Anspruchs auf Durchführung eines Vaterschaftstests ausspricht.

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Leseprobe

7. Kapitel: Diskussion der Reformansätze (S. 113-114)

A. Vorschlag von Baden-Württemberg

Der Entwurf von Baden-Württemberg möchte den anfechtungsberechtigten Personen, also Vater, Mutter und Kind, die Aufklärung der Abstammung durch genetische Untersuchung ohne Einwilligung der betroffenen Personen zur Vorbereitung eines gerichtlichen Verfahrens gestatten. Dadurch wird beabsichtigt, dem in der Bevölkerung vorhandenen Bestreben, Zweifeln an der Abstammung eines Kindes auf dezente, die zwischenmenschlichen Verhältnisse der Betroffenen schonende Art und Weise nachzugehen, um Ehe und Familie nicht zu strapazieren, und gleichzeitig den Persönlichkeitsrechten der jeweiligen Personen gerecht zu werden.

Ein nicht-konsentierter Test ist nach dem Vorschlag von Baden-Württemberg nur möglich, wenn das Kind einen rechtlichen Vater hat, denn besteht schon keine rechtliche Vaterschaft, gibt es auch keine anfechtungsberechtigten Personen und kann es dementsprechend keine „Vorbereitung einer gerichtlichen Anfechtung der Vaterschaft" geben. Gegenstand der Untersuchung soll der Abgleich des genetischen Materials einer anfechtungsberechtigten Person im Sinne von § 1600 I BGB und des Anfechtungsgegners im Sinne des § 1600e BGB sein. Die Verschaffung von Probenmaterial soll nur unterhalb der Schwelle des § 223 StGB zulässig sein. Eine Körperverletzung möchte § 1600 V BGB des Entwurfs von Baden-Württemberg nicht rechtfertigen. Der Verweis auf die Grundsätze der Wissenschaft nimmt Teile der Vorschrift des § 372a ZPO auf.

Unabhängig von der Frage, ob nicht-konsentierte Vaterschaftstests durch Dritte, wie Nachbarn oder Schwiegereltern, ein soziologisches Phänomen sind, besteht Einigkeit dahingehend, dass heimliche Tests für Dritte, also alle Personen außer dem rechtlichen oder biologischen Vater, dem Kind und der Mutter, nicht gestattet bzw. (strafbewehrt) zu verbieten sind. Dritten möchte der Vorschlag von Baden-Württemberg nichtkonsentierte Vaterschaftstests nicht erlauben. Dritte sollen, auch um die Intimität der Familie zu schützen, keine Möglichkeit der Überprüfung einer Vaterschaft erhalten. Eine ungebetene Intervention in Familien von außen ist schon grundsätzlich nicht erwünscht.

Dem Entwurf von Baden-Württemberg liegt dementsprechend die Frage zugrunde, ob bei bestehender rechtlicher Vaterschaft dem anfechtungsberechtigten Personenkreis nicht-konsentierte Vaterschaftstests gesetzgeberisch gestattet werden können und sollen. Die Problematik ist unter Berücksichtigung der berührten Grundrechte durch eine Abwägung der Gesichtspunkte, die für und gegen heimliche Tests sprechen, aufzulösen. Im Fokus wird hierbei der Vater als Auftraggeber eines nicht-konsentierten Tests zu stehen haben, allerdings sollen die Konstellationen, in denen ein Kind oder die Mutter einen nicht-konsentierten Test in Auftrag geben, auch berücksichtigt werden.

I. Relevante Grundrechte im Hinblick auf nicht-konsentierte Vaterschaftstests

1. Grundrechte des Test-Auftraggebers

a) Kind: Recht auf Kenntnis der Abstammung gem. Art. 2 I, 1 I GG


Ein heranwachsendes oder bereits volljähriges Kind kann sich als Auftraggeber eines heimlichen Abstammungstests auf das aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht abgeleitete Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung berufen. Das Kind verfügt über ein Recht auf „genetische Selbstvergewisserung".

b) Vater: Recht auf Kenntnis der Vaterschaft gem. Art. 2 I, 1 I GG

Gibt ein Vater ein heimliches Abstammungsgutachten in Auftrag, kommen bei bestehender rechtlicher Vaterschaft grundsätzlich zwei Konstellationen in Betracht. Der rechtliche Vater kann einen Test ohne Einwilligung des Kindes oder der Mutter einholen, wenn er nicht sicher ist, ob er wirklich der „Erzeuger" des Kindes ist. Ein potentieller biologischer Vater kann einen Test in Auftrag geben, um seine eigene Vaterschaft zu überprüfen. Sowohl der rechtliche als auch der biologische Vater können sich auf das aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht gem. Art. 2 II i.V.m. Art. 1 I GG folgende Recht des Vaters auf Kenntnis seiner Vaterschaft berufen.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort8
Inhalt10
Abkürzungsverzeichnis18
1. Kapitel: Einleitung22
A. Vaterschafts(un)gewissheit22
B. (Öffentliche) Diskussion zu (heimlichen) Vaterschaftstests23
I. Sensibilisierung für Vaterschaftstests23
II. Urteile des BGH vom 12.01.200524
III. Tragweite der Diskussion26
1. Emotionalität der Diskussion26
2. Heterogenität der Diskussion27
IV. Anhängige Verfassungsbeschwerden29
C. Gesetzgeberische Initiativen29
D. Rechtfertigung und Ziel der Arbeit30
E. Themenbezogene Definitionen31
I. Vater31
II. „Kuckuckskind“32
III. Vaterschaftstest33
IV. Heimlicher Vaterschaftstest33
2. Kapitel: Rechtstatsächliche Ausgangsdaten34
A. Hintergründe zu Vaterschaftstests34
I. Geschichtliche Entwicklung der Vaterschaftstests34
II. Funktionsweise der Vaterschaftstests36
1. Rein tatsächliche Abwicklung36
2. Labormäßige Bestimmung der (Nicht-)Vaterschaft37
III. Anzahl der Vaterschaftstests38
1. Gerichtliche Vaterschaftsgutachten38
2. Private Vaterschaftstests39
IV. Kosten eines Vaterschaftstests41
1. Gerichtliche Vaterschaftsgutachten41
2. Private Vaterschaftstests42
V. Auftraggeber der Vaterschaftstests und Motive42
1. Auftraggeber der Vaterschaftstests42
2. Motive für die Einholung eines (heimlichen) Vaterschaftstests43
VI. Ergebnisse der Vaterschaftstests46
1. Gerichtliche Abstammungsgutachten46
2. Private Vaterschaftstests47
VII. Richtlinien für die Erstattung von Abstammungsgutachten47
B. „Kuckuckskinder“48
I. Zahl der „Kuckuckskinder“48
II. Gründe50
C. Schwangerschaftsabbrüche51
D. Zahl der Vaterschaftsanfechtungen51
E. Auswirkungen von Vaterschaftsungewissheit52
I. Auswirkungen von väterlicher Vaterschaftsungewissheit52
II. Auswirkungen der mütterlichen Vaterschafts(un)gewissheit53
F. Auswirkungen der Ermittlung der Nichtvaterschaft53
I. Auswirkung auf Vater-Kind-Verhältnis54
1. Kein Ende der sozialen Vaterschaft54
2. Zerstörung des Vater-Kind-Verhältnisses55
II. Auswirkung auf Beziehung Nicht-Vater und Mutter55
1. Negative Auswirkungen auf Partnerschaft55
2. Chance für Partnerschaft56
3. Familienbund bestand schon nicht mehr56
III. Auswirkung auf Nicht-Vater57
IV. Auswirkung auf leiblichen Vater57
V. Auswirkung auf Kind / Bedeutung der Kenntnis der Abstammung für das Kind57
VI. Berücksichtigung der Auswirkungen der Ermittlung der Nichtvaterschaft61
3. Kapitel: Geltende Rechtslage64
A. Anfechtung der Vaterschaft64
I. Abgrenzung zum Vaterschaftsfeststellungsverfahren64
II. Berechtigte, Frist, Schlüssigkeit, gerichtliches Gutachten, Rechtsfolgen64
III. Zuständigkeit und Verfahrensrechtliches65
IV. Streitwert und Kosten66
B. Anfangsverdacht für die Schlüssigkeit einer Vaterschaftsanfechtungsklage66
I. Notwendigkeit eines Anfangsverdachts66
II. Anforderungen an den Anfangsverdacht im Einzelnen68
1. Schlüssiger Vortrag68
2. Nicht ausreichender Vortrag68
C. Rechtliche Einordnung privater Vaterschaftstests70
I. Zulässigkeit privater Vaterschaftstests70
1. Keine ausdrückliche gesetzliche Normierung70
2. Erfordernis der Zustimmung der betroffenen Personen71
II. Rechtswidrigkeit nicht-konsentierter Vaterschaftstests76
III. Straf- und schadensersatzrechtliche Relevanz nicht-konsentierter Tests77
4. Kapitel: Analyse der geltenden Rechtslage80
A. Unbefriedigende Rechtslage80
I. Notwendigkeit der Zustimmung der Mutter für außergerichtlichen Test80
II. Folgenlose Möglichkeit der Einholung nicht-konsentierter Tests82
III. Notwendigkeit einer Anfechtungsklage bei fehlender Zustimmung83
1. Notwendiger Klagevortrag für Anfangsverdacht83
2. Notwendigkeit der Abkehr vom Kind und zwangsweise Rechtsänderung84
3. Kosten eines gerichtlichen Vaterschaftsgutachtens85
IV. Rechtliche Chancenlosigkeit trotz Wissens um die Nichtvaterschaft86
B. Gesetzlicher Handlungsbedarf86
5. Kapitel: Rechtsvergleich92
A. Schweiz92
I. Einführung92
II. Darstellung93
1. Materiellrechtliches Abstammungsrecht nach dem Vater93
2. Verfahrensfragen der Vaterschaftsanfechtungsklage97
3. Außergerichtliche Abstammungsuntersuchungen99
III. Rechtsvergleichende Analyse: Lösungsidee Verzicht auf Anfangsverdacht102
B. Österreich103
I. Einführung103
II. Darstellung104
III. Rechtsvergleichende Analyse: Lösungsidee Verzicht auf Anfangsverdacht113
6. Kapitel: Reformansätze116
A. Gesetzgeberischer Handlungsspielraum116
B. Parlamentarische Lösungsansätze117
I. Vorschlag von Baden-Württemberg117
1. Wortlaut Gesetzesentwurf118
2. Darstellung Gesetzesentwurf118
II. Vorschlag der FDP-Fraktion im 15. Deutschen Bundestag119
III. Vorschlag von Bayern119
1. Wortlaut Gesetzesentwurf119
2. Darstellung Gesetzesentwurf120
3. Verbot heimlicher Vaterschaftstests122
IV. Pläne der Regierungskoalition CDU/CSU/SPD122
1. Koalitionsvertrag vom 11.11.2005122
2. Bundesministerium der Justiz123
C. Außer-/Vorparlamentarische Lösungsansätze125
I. Senkung der Anforderungen bzw. vollständiger Verzicht auf Anfangsverdacht125
1. Modifikation der Voraussetzungen für Anfangsverdacht125
2. Anforderungssenkung in den ersten zwei Jahren nach Geburt126
3. Voraussetzungslose Prüfung mit kürzerer Frist ab Geburt127
4. Andeutungen des BGH127
5. FGG-Reform127
II. Berücksichtigung heimlicher Tests im Rahmen des Anfangsverdachts127
III. Gestattung nicht-konsentierter Vaterschaftstests für bestimmten Personenkreis128
IV. Obligatorische Abstammungstests bei jeder Geburt129
V. Vaterschaftstests vor Anerkennung129
VI. Neudefinition rechtlicher Vater = Erzeuger130
VII. Schlichtungsverfahren130
VIII. Einführung eines isolierten Vaterschaftsüberprüfungsverfahrens130
IX. (Gerichtliche) Gestattung nicht-konsentierter privater Vaterschaftstests131
1. Zeitraum unmittelbar nach der Geburt des Kindes131
2. Zeitraum ab Kleinkindalter131
X. Normierung eines Anspruchs auf Zustimmung zu privatem Vaterschaftstest133
7. Kapitel: Diskussion der Reformansätze134
A. Vorschlag von Baden-Württemberg134
I. Relevante Grundrechte im Hinblick auf nicht-konsentierte Vaterschaftstests135
1. Grundrechte des Test-Auftraggebers135
2. Grundrechte i.V.m. mit einer nicht-konsentiert untersuchten Person137
II. Gegensätzliche Abwägungsergebnisse140
1. Vorrang / Gleichrang des informationellen Selbstbestimmungsrechts140
2. Vorrang des Rechts auf Kenntnis der Vaterschaft141
3. Abwägung in Bezug auf Legalisierung nicht-konsentierter Tests142
III. Pro Legalisierung nicht-konsentierter Tests für Anfechtungsberechtigte143
1. Ebenbürtige Mutterschaft und Vaterschaft143
2. Erfindung eines Rechts auf Nichtwissen150
3. Bedeutung der Biologie im deutschen Abstammungsrecht153
4. Kind kann Recht auf Kenntnis der Abstammung regelmäßig durchsetzen155
5. Wegfall des Anspruchs auf Zustimmung zu privatem Test156
6. Sonstiger (Nicht-)Schutz des informationellen Selbstbestimmungsrechts156
7. Keine Pönalisierung nicht-konsentierter Tests für Anfechtungsberechtigte160
8. Selektivität des vom BGH angestellten Rechtsvergleichs163
9. Keine Antizipation des Inhalts der Vaterschaftsfrage164
10. Ermittlung der tatsächlichen Abstammung des Kindes wahrscheinlicher165
11. Keine wirtschaftliche Mittellosigkeit des Kindes167
12. Begünstigung von „Kuckuckskindern“168
13. Lösung der Problematik des Anfangsverdachts168
14. Kostenbewusste Lösung170
IV. Contra Legalisierung nicht-konsentierter Tests für Anfechtungsberechtigte170
1. Informationelle Selbstbestimmung des nicht-konsentiert Untersuchten171
2. Nachrangigkeit des Rechts des Vaters auf Kenntnis der (Nicht-)Vaterschaft177
3. Verhältnismäßige Einschränkung des Rechts auf Kenntnis der Vaterschaft181
4. Unsichere prädiagnostische Umstände182
5. Singulärer Blickwinkel durch Einzelentscheidungsbefugnis184
6. Überlegungseffekt durch Erfordernis einer Einwilligung185
7. Vermeidung einer Selbstjustiz186
8. Vernachlässigung der emotionalen Folgen der Heimlichkeit187
9. Fragwürdigkeit einer befriedenden Wirkung192
10. Kindeswohl196
11. Schwangerschaftsabbruchsgefahr bei pränatalen Vaterschaftstests198
12. Besserstellung des heimlich Testenden199
13. Reduzierung der Anzahl heimlicher Tests199
14. Bevölkerungsmeinung201
15. Kein Anspruch der Labore auf Beibehaltung der jetzigen Rechtslage202
16. Offener Dialog202
17. Standpunkt der Verbände207
V. Keine Legalisierung nicht-konsentierter Tests für Anfechtungsberechtigte207
B. Senkung der Anforderungen bzw. vollständiger Verzicht auf Anfangsverdacht209
I. Argumente für Lösung durch geringere Anforderungen an Anfangsverdacht209
II. Argumente gegen Lösung durch geringere Anforderungen an Anfangsverdacht211
III. Keine Lösung durch Verzicht auf Anfechtungsfrist213
C. Obligatorische Klärung der Abstammung bei Geburt213
I. Argumente für Test bei jeder Geburt213
II. Argumente gegen Test bei jeder Geburt214
D. Vaterschaftstests vor Anerkennung / Neudefinition rechtlicher Vater = Erzeuger215
E. Isoliertes Vaterschaftsfeststellungsverfahren217
I. Isolierte Abstammungsfeststellungsklage217
II. Pro Einführung eines isolierten Vaterschaftsfeststellungsverfahrens218
1. Gewährleistung effektiven Grundrechtsschutzes218
2. Trennung zwischen rechtlicher Zuordnung und biologischer Abstammung219
3. Statusunabhängige Feststellungsklage im Adoptionsrecht220
III. Contra Einführung eines isolierten Vaterschaftsfeststellungsverfahrens221
1. Doppelte Vaterschaft221
2. Isolierte Abstammungsfeststellungsklage im Nationalsozialismus222
3. Widerspruch zu bestehender Rechtssystematik222
4. Unberechtigte Parallele zur Feststellungsklage des adoptierten Kindes225
5. Beeinträchtigung familiärer Beziehungen durch Gerichtsverfahren226
6. Anforderungen an Zweifel226
7. Zunahme von Gerichtsverfahren226
8. Keine Lösung der Problematik der heimlichen Vaterschaftstests227
9. Zahlreiche Ausgestaltungsprobleme227
IV. Keine Einführung eines isolierten Vaterschaftsfeststellungsverfahrens228
F. (Gerichtliche) Gestattung nicht-konsentierter außergerichtlicher Vaterschaftstests228
G. Vorschlag von Bayern229
I. Argumente für Vorschlag von Bayern229
1. Förderung von Dialogbereitschaft und Offenheit229
2. Vermeidung einer Anrufung der Gerichte231
3. Vermeidung einer Abkopplung vom Kind231
4. Möglichkeit eines Verzichts auf Rechtsänderung232
5. Herausholung Tests aus Grauzone232
7. Sachgerechter Interessenausgleich233
8. Verhältnismäßige Lösung235
9. Nur Einwand des Rechtsmissbrauchs236
10. Praktische Realisierbarkeit des Tests236
11. Familienerhaltendes FGG-Verfahren236
12. Streitfall mit Ergänzungspfleger als Ausnahmefall237
13. Zuständigkeit des Zivilgerichts als Ausnahmefall237
14. Kostentragung238
15. Kosten- und Zeitersparnis für Betroffene238
16. Kosten für öffentliche Hand238
17. Keine Einräumung eines Anspruchs auf pränatalen Vaterschaftstest239
18. Keine Einräumung eines Anspruchs auf postmortalen Vaterschaftstest239
19. Vermeidung der Schwierigkeiten paralleler Abstammungsverfahren240
20. Idee eines Schlichtungsverfahrens240
II. Schwierigkeiten des bayerischen Vorschlags241
1. „Hyperindividualismus“241
2. Test „ins Blaue hinein“242
3. Fehlende Härteklausel242
4. Anspruch auch nach Ablauf der Anfechtungsfrist243
5. Spätere Beweisbarkeit der Zustimmung245
III. Änderungsbedarf im Zusammenhang mit § 1600f BGB245
1. Zustimmung nur zu seriösem Test245
2. „auch“245
3. „Gendiagnostische“ Abstammungsuntersuchung / „Genetische Probe“246
4. „Kind“246
5. Vaterschaftskonfliktberatung246
6. Mitteilung des Test-Ergebnisses an Referenzpersonen249
7. Biologischer Vater als Anspruchssteller und -gegner250
8. Kein Anspruch bei nicht bestehender rechtlicher Vaterschaft251
9. Kein staatlicher Anspruch252
10. Verhältnis Anspruch zu Anfechtungsfrist des § 1600b BGB253
11. Zustimmungsersetzungsverfahren anstelle von §§ 1628 II, 1629 II 4 BGB253
IV. Formulierungsvorschlag eines § 1600f BGB254
V. Zusätzliche wichtige gesetzliche Regelungen254
1. Regelungsbedarf im Zusammenhang mit dem Gendiagnostikgesetz254
2. Normierung einer Beratung hinsichtlich Vaterschaftstest vor Anerkennung258
3. Einführung einer Strafbarkeit für „Kindesunterschiebung“258
4. Vorgehen öffentlicher Stellen bei zufälligem Befund der Nichtabstammung259
5. Anspruch auf Mutterschaftstest260
8. Kapitel: Ausblick262
Zusammenfassung in Leitsätzen264
A. Vaterschafts(un)gewissheit264
B. (Öffentliche) Diskussion zu (heimlichen) Vaterschaftstests264
C. Daten zu Vaterschaftstests264
D. „Kuckuckskinder“265
E. Keine Zahlen zu Vaterschaftsanfechtungen265
F. Auswirkungen von Vaterschafts(un)gewissheit265
G. Auswirkungen der Ermittlung der Nichtvaterschaft265
H. Überprüfung der Abstammung im Vaterschaftsfeststellungsverfahren266
I. Vaterschaftsanfechtung266
J. Anfangsverdacht für die Schlüssigkeit einer Vaterschaftsanfechtungsklage267
K. Rechtliche Einordnung privater Vaterschaftstests267
L. Unbefriedigende Rechtslage268
M. Gesetzlicher Handlungsbedarf269
N. Rechtslage in der Schweiz und Österreich269
O. Gesetzgeberischer Handlungsspielraum269
P. Parlamentarische Lösungsansätze269
Q. Außerparlamentarische Lösungsansätze270
R. Keine Legalisierung nicht-konsentierter Vaterschaftstests für den anfechtungsberechtigten Personenkreis271
S. Keine Lösung durch Senkung der Anforderungen bzw. vollständigen Verzicht auf Anfangsverdacht272
T. Keine obligatorische Klärung der Abstammung bei Geburt273
U. Keine obligatorischen Vaterschaftstests vor Anerkennung / Keine Neudefinition rechtlicher Vater = Erzeuger273
V. Keine Lösung durch Einführung eines isolierten Vaterschaftsfeststellungsverfahrens273
W. Keine Lösung durch (gerichtliche) Gestattung nicht-konsentierter außergerichtlicher Vaterschaftstests275
X. Lösung durch Einführung eines durchsetzbaren Anspruchs auf Durchführung eines außergerichtlichen Vaterschaftstests für die anfechtungsberechtigten Personen im Sinne des bayerischen Gesetzesentwurfs275
Y. Formulierung eines § 1600f BGB277
Z. Resümee und Ausblick278
Literaturverzeichnis280

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