Sie sind hier
E-Book

Homöopathie-Ratgeber für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit

Schnelle und sichere Orientierung bei typischen Beschwerden. Mit Tabellen zur Selbstdiagnose

AutorDr. Prashant Naik
VerlagHumboldt
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl152 Seiten
ISBN9783869109770
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,49 EUR
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie typische Beschwerden während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit homöopathisch selbst behandeln können. Er hilft Ihnen, Symptome richtig zu deuten und mögliche Ursachen rechtzeitig zu erkennen. Ratschläge zu anderen Heilmethoden ergänzen die homöopathischen Behandlungsvorschläge. Mit Extra-Kapitel zur Behandlung des Neugeborenen.

Der Autor Dr. med. Prashant Naik stammt aus Bombay und absolvierte das Bombay Homoeopathic Medical College & Hospital mit den Schwerpunkten Gynäkologie und Geburtshilfe. Nach Abschluss des Medizinstudiums mit dem Erwerb des Doktortitels als indischer homöopathischer Arzt und Arbeit als Assistenzarzt widmete er sich dem Aufbau einer Privatpraxis. Seit 1994 übt er seinen Beruf aus und hält u. a. regelmäßig Homöopathiekurse und -vorträge.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe

Grundlagen der Homöopathie

Rund 200 Jahre ist es her, dass der deutsche Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1785–1843) das homöopathische Heilverfahren „entdeckte“. Eine Abhandlung über Heilkräuter, verfasst von dem schottischen Pharmakologen Dr. William Cullen, sollte der Auslöser für seine Forschungen und Selbstversuche sein. Die These Cullens, dass sich Chinin hervorragend zur Behandlung von Malaria eignen würde, obwohl dieses Mittel ganz ähnliche Vergiftungserscheinungen hervorrief, faszinierte den praktischen Arzt aus Meißen so sehr, dass er ihr einfach nachgehen musste. Er beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen. Zahlreiche „Arzneimittelprüfungen“ an sich selbst, an Freunden und Verwandten führten zu den Erkenntnissen, die in einem neuen Behandlungsprinzip, der Homöopathie, mündeten.

Homöopathische Therapieansätze

Der Begriff „Homöopathie“ setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen – aus „homoios“ = ähnlich und „pathos“ = Leiden. Es definiert sich als eine Reiz- und Regulationstherapie, die auf dem Simile- oder Ähnlichkeitsprinzip beruht. Was heißt das nun im Einzelnen?

Die Reiz- und Regulationstheorie

Der homöopathische Ansatz bezieht die körpereigenen Selbstregulations- und Selbstheilungskräfte des Menschen in den Heilungsprozess ein. Wie hat man sich das vorzustellen? Homöopathika, also homöopathische Mittel, lösen einen Reiz aus, indem sie in die zentralen Steuerungsvorgänge des Organismus eingreifen. Dieser reagiert und verbessert so seine Selbstregulation. Durch die Gabe der homöopathischen Mittel werden die körpereigenen Abwehrkräfte derart „reguliert“ (geordnet, ausgeglichen), dass es zur Überwindung der Krankheit und damit zu einer Besserung der Beschwerden kommt. Das homöopathische Heilverfahren versucht also, mit dem Immunsystem des Patienten zusammenzuarbeiten. Sein bester Helfer dabei ist die Arznei.

Das Simile- oder Ähnlichkeitsprinzip

Die Vorgehensweise der Schulmedizin, der Allopathie (griech.: „allos“ = das Andere, „pathos“ = Leiden), dürfte Ihnen bekannt sein. Ziel dieses Behandlungsverfahrens ist die Bekämpfung der Krankheitssymptome, indem für jedes Krankheitsmerkmal ein Gegenmittel eingesetzt wird.

Ganz anders stellt sich die Betrachtungsweise der Homöopathie dar, deren Hauptgrundsatz darin besteht, Gleiches mit Gleichem bzw. Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen (lat.: „Similia similibus curentur“). Sie basiert also auf einem ganz einfachen Prinzip:

Heilung ist mit jenem Stoff möglich, der die gleichen oder ähnliche Symptome hervorruft wie die Krankheit selbst. Welche Krankheit es auch zu bekämpfen gilt, die Genesung erfolgt mit dem Mittel, das in seinem Symptombild dem des Heilmittels am nächsten kommt. Nur eine solche Substanz kann die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

Ein einfaches Beispiel: Die Wirkungen beim Zwiebelschälen ähneln den akuten Symptomen eines Schnupfens. Das Medikament, welches aus der roten Zwiebel, der Allium cepa, hergestellt wird, benutzt man deshalb auch, um eine Erkältung zu behandeln.

Das Prinzip der Einzigartigkeit

Die Homöopathie ist eine naturnahe Heilmethode – sie versucht, die Natur zu unterstützen, anstatt sie zu unterdrücken. Sie ist auch ein flexibles Heilsystem, weil sie die Menschen und deren Beschwerden nicht „über einen Kamm schert“. Dahinter steht folgende Philosophie:

Jeder Mensch ist einzigartig; keine Person gleicht genau der anderen. Die logische Folge daraus: Das gleiche Mittel hilft nicht notwendigerweise allen Menschen mit ein- und demselben Leiden. Deshalb ist es vor der homöopathischen Medikation das A und O, die Symptome genauestens zu analysieren: die körperlichen Symptome, die geistigen und seelischen Symptome und zudem natürlich die allgemeine Befindlichkeit.

Das Similiabild

Potenzierung oder Dynamisierung des Wirkstoffes

Im Allgemeinen weisen Homöopathika keine ernsthaften Nebenwirkungen auf. Geprüft werden sie immer am gesunden Menschen, da nur dieser subjektive Wirkungen zeigen und mitteilen kann. Tierversuche finden also nicht statt.

Die Prüfungen am Menschen ergeben das sogenannte Arzneimittelbild (AMB). Darunter versteht man die Summe der Symptome, des Gemütszustandes und der pathologischen Veränderungen, die durch die Gabe eines Medikamentes bei Menschen verursacht werden kann. Mit anderen Worten: Sie stellt die Reaktion eines gesunden Menschen auf einen bestimmten Stoff dar.

Homöopathika – in konzentrierter Form verabreicht – wären in den meisten Fällen zu stark, hätten also nicht die gewünschte Wirkung. Deshalb setzte bereits Christian Hahnemann, der „Entdecker“ der Homöopathie, die Potenzierung bzw. Dynamisierung der Wirkstoffe ein.

Die Potenzierung ist ein spezieller schrittweiser Verdünnungs- und Verschüttelungsvorgang. Bei jedem Verdünnungsschritt wird die Ausgangssubstanz in einem Lösungsmittel (Alkohol oder Zucker) durch kräftige Schüttelschläge (Tropfen) oder durch Verreibung (Kügelchen u. Tabletten) dynamisiert. Die Verdünnungsstufen werden als Potenzen bezeichnet.

Bei der Dezimal-Verdünnung (D-Potenzen) wird in einem Verhältnis von 1:10 verdünnt, bei der Centesimal-Verdünnung (C-Potenzen) im Verhältnis 1:100. Die 50-Millesimal-Verdünnung schließlich (LM-Potenzen) enthält den Wirkstoff nur noch in einem Verhältnis von 1:50000. Eine Urtinktur ist die Ausgangssubstanz eines Mittels und bildet die Grundlage für die Potenzen. Zweck des Potenzierens ist, den Vergiftungsgrad der Substanz herabzusetzen, Nebenwirkungen und Verschlimmerungen im Zustand des Patienten zu vermeiden und somit die Heilkräfte optimal zu entfalten und zu aktivieren.

Einnahme und Dosierung

Eine Gabe entspricht 5 Tropfen oder Kügelchen oder 1 Tablette. Homöopathika sollen möglichst nüchtern über die Zunge eingenommen werden; Tropfen gibt man entweder unmittelbar oder mit Hilfe eines Löffels mit Wasser. Kügelchen und Tabletten lässt man auf der Zunge zergehen. Bei akuten Störungen können Sie die hohe Potenz C30 einstündlich oder zweistündlich wiederholen.

Im Allgemein genügen jedoch:

  D6/C6:      3-mal täglich 1 Gabe

  D12/C12:  2-mal täglich 1 Gabe

  D30/C30:  1-mal täglich 1 Gabe

Die oben genannte Abgrenzung ist gebräuchlich, aber sie ist nicht verbindlich festgelegt.

Bei Eintritt einer Besserung der Beschwerden sollte die Gabe nicht wiederholt werden, solange der Gesundungsprozess anhält, da es sich – wie Sie inzwischen wissen – bei der Homöopathie um eine Reiz- und Regulationstherapie handelt, nicht aber um eine „Holzhammer-Methode“.

Bei sehr empfindsamen Menschen und bei zu häufiger Wiederholung der Arzneigabe können sich die Symptome nach der Einnahme verschlimmern, was jedoch als ein positives Zeichen für die richtige Wahl des Mittels zu betrachten ist. Man nennt dies die sogenannte Erstverschlimmerung. Nach Absetzen des Mittels klingen auch die überschießenden Reaktionen rasch wieder ab und hinterlassen eine oft deutlich spürbare Besserung. Erstverschlimmerungen sind also keine schädlichen Nebenwirkungen, sondern eher harmlos. Bei länger andauernden Reaktionen sollt en Sie allerdings einen Homöopathen zu Rate ziehen.

Selbstbeobachtung führt zum Erfolg

Damit sich Ihre Beschwerden rasch bessern, ist es wichtig, dass Sie sich selbst und Ihre Krankheitssymptome genau beobachten. Suchen Sie also im Fall einer gesundheitlichen Störung die passende Arznei, indem Sie sich Antworten auf folgenden Fragen geben:

  Lässt sich meine gesundheitliche Störung eindeutig auf eine oder mehrere Ursachen zurückführen und durch sie erklären?

  Was stört mich am meisten?

  Kann ich meine Beschwerden genau lokalisieren?

  Gibt es dabei eine Ausstrahlung?

  Gibt es bei meinen gesundheitlichen Störungen in bestimmten Zeiten oder Situationen eine Steigerung oder etwa ein Nachlassen an Intensität?

  Gibt es besondere Umstände, die meine Beschwerden erleichtern?

  Gibt es für mich ganz spezielle Wünsche und Bedürfnisse?

  Beobachte ich neben meinem hauptsächlichen Leiden noch weitere Symptome?

  Ist neben meinen körperlichen Beschwerden meine seelische Gesundheit intakt...

Blick ins Buch

Weitere E-Books zum Thema: Frauen - Mütter

Generation Erfolg

E-Book Generation Erfolg
So entwickeln Sie Persönlichkeit Format: ePUB

Deutschlands Top-Coach Sabine Asgodom hat zwölf ihrer besten Kolleginnen um sich gesammelt. In ihrem Selbst-Coaching-Buch zeigen sie uns, welche Faktoren unseren eigenen Stil prägen und wie wir…

Die unternehmen was!

E-Book Die unternehmen was!
Von der Gründung zum Erfolg. Unternehmerinnen berichten, wie sie es geschafft haben Format: PDF

Viele Frauen träumen vom eigenen Unternehmen, doch meistens bleibt es dabei. Oft fehlen die Vorbilder, die Mut zur Gründung machen. Trotzdem sind sie da, die Unternehmerinnen in Deutschland, und es…

Sonographische Pränataldiagnostik

E-Book Sonographische Pränataldiagnostik
Zweittrimesterscreening Format: ePUB/PDF

This is a basic guide to conducting ultrasound examinations and is subdivided according to pregnancy week and organ system. It includes a survey of the technical requirements, explanations of…

Vom Glück der natürlichen Geburt

E-Book Vom Glück der natürlichen Geburt
So brachte ich meine Kinder allein zur Welt Format: ePUB

»Die Geburt ist der schöpferische Tanz von Materie und der Energie des Lebens. Wir Frauen haben das Privileg, diese Grenzerfahrung erleben zu können. Es ist dein Tanz, deine Musik, die du wählst…

Vom Glück der natürlichen Geburt

E-Book Vom Glück der natürlichen Geburt
So brachte ich meine Kinder allein zur Welt Format: ePUB

»Die Geburt ist der schöpferische Tanz von Materie und der Energie des Lebens. Wir Frauen haben das Privileg, diese Grenzerfahrung erleben zu können. Es ist dein Tanz, deine Musik, die du wählst…

Schönheitsoperation

E-Book Schönheitsoperation
mein Körper sagt mir, wer ich bin Format: PDF

Die Autorin beschreibt in diesem sehr persönlichen Erfahrungsbericht eine vier Jahre zurückliegende Schönheitsoperation. Sie berichtet von dem starken Leidensdruck, der sie zu der Operation…

Mama-Power

E-Book Mama-Power
Fit mit dem Kinderwagen - Die etwas andere Rückbildung Format: PDF

Junge Mütter haben in der Regel eins nicht - Zeit. Da kommt dieses Buch mit dem Trainingskonzept Mama Power gerade recht. Denn das zeigt, mit welchen Übungen junge Mütter schnell wieder fit werden…

Sonographische Pränataldiagnostik

E-Book Sonographische Pränataldiagnostik
Zweittrimesterscreening Format: ePUB/PDF

This is a basic guide to conducting ultrasound examinations and is subdivided according to pregnancy week and organ system. It includes a survey of the technical requirements, explanations of…

Weitere Zeitschriften

arznei-telegramm

arznei-telegramm

Das arznei-telegramm® informiert bereits im 50. Jahrgang Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. Das arznei-telegramm®  ist neutral und ...

Ärzte Zeitung

Ärzte Zeitung

Zielgruppe: Niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker undInternisten.Charakteristik: Die Ärzte Zeitung liefert 3 x pro Woche bundesweitan niedergelassene Mediziner den ...

Atalanta

Atalanta

Atalanta ist die Zeitschrift der Deutschen Forschungszentrale für Schmetterlingswanderung. Im Atalanta-Magazin werden Themen behandelt wie Wanderfalterforschung, Systematik, Taxonomie und Ökologie. ...

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

Für diese Fachzeitschrift arbeiten namhafte Persönlichkeiten aus den verschiedenen Fotschungs-, Lehr- und Praxisbereichen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören Prävention, Früherkennung, ...

BIELEFELD GEHT AUS

BIELEFELD GEHT AUS

Freizeit- und Gastronomieführer mit umfangreichem Serviceteil, mehr als 700 Tipps und Adressen für Tag- und Nachtschwärmer Bielefeld genießen Westfälisch und weltoffen – das zeichnet nicht ...

caritas

caritas

mitteilungen für die Erzdiözese FreiburgUm Kindern aus armen Familien gute Perspektiven für eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen, muss die Kinderarmut in Deutschland nachhaltig ...

crescendo

crescendo

Die Zeitschrift für Blas- und Spielleutemusik in NRW- Informationen aus dem Volksmusikerbund NRW - Berichte aus 23 Kreisverbänden mit über 1000 Blasorchestern, Spielmanns- und Fanfarenzügen - ...

DSD Der Sicherheitsdienst

DSD Der Sicherheitsdienst

Der "DSD – Der Sicherheitsdienst" ist das Magazin der Sicherheitswirtschaft. Es erscheint viermal jährlich und mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren. Der DSD informiert über aktuelle Themen ...

Euro am Sonntag

Euro am Sonntag

Deutschlands aktuelleste Finanz-Wochenzeitung Jede Woche neu bietet €uro am Sonntag Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen Geldanlage und Vermögensaufbau. Auch komplexe Sachverhalte ...