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E-Book

Informationsmanagement auf elektronischen B2B-Marktplätzen

Unterstützung der elektronischen Beschaffung durch integrierte Informationsprozesse

AutorMichaela Schütt
VerlagDUV Deutscher Universitäts-Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl247 Seiten
ISBN9783835092099
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis60,23 EUR
Michaela Schütt analysiert, wie sich Informationen, die im Zuge elektronischer Transaktionen auf Marktplätzen zustande kommen, zur Verbesserung der Beschaffung nutzen lassen. Sie präsentiert Handlungsempfehlungen, wie die elektronische Beschaffung durch bereits implizit vorhandene Informationen unterstützt und optimiert werden kann.

Dr. Michaela Schütt promovierte bei Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot am Institut für Information, Organisation und Management der Universität München. Sie ist als Unternehmensberaterin bei Siemens Management Consulting in München tätig.

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Leseprobe
3 Theoretischer Bezugsrahmen (S. 55-56)

Als theoretischer Bezugsrahmen für die vorliegende Arbeit dienen die Informationsökonomik sowie verschiedene informationstheoretische Konzepte (3.1). Des Weiteren wird die Neue Institutionenökonomik (3.2), speziell der Transaktionskostenansatz (3.2.1) sowie die Principal-Agent-Theorie (3.2.2) zur theoretischen Analyse herangezogen. 3.1 Information und Informationsökonomik Um die Bedeutung von Information für die Bewältigung von Aufgaben im Umfeld elektronischer Marktplatze hervorzuheben ist es sinnvoll, die Hintergrundannahmen der Informationsökonomik aufzuzeigen (3.1.1) und den Begriff Information im allgemeinen (3.1.2) und dessen spezifische Bedeutung für die Betriebswirtschaftslehre (3.1.3) und deren Wandel durch neue luKTechnologien (3.1.4) zu erläutern.

Anschließend erfolgt eine Darstellung des Informationsbedarfs und der Informationsversorgung (3.1.5) sowie eine Übersicht über Methoden der Informationsbedarfsanalyse (3.1.6). Abschließend wird der Informationsprozess und -lebenszyklus (3.1.7) dargestellt. 3,1.1 Annahmen der Informationsökonomik In der Informationsökonomik wird die „Koordination der ökonomischen Aktivitäten mehrerer Akteure unter besonderer Berücksichtigung von Informationsproblemen , untersucht.

Darunter fallen signifikanter Zusammenhange von Informationsverarbeitungs- und -vermittlungsaktivitäten sowie die Untersuchung der Auswirkungen des Einsatzes neuer Informationstechniken. Hierzu liegt der Informationsökonomik die Annahme unvollkommener Information und ungleich verteilter Information zugrunde. Akteure haben unvollkommene Informationen über relevante Marktbedingungen, wie z.B. Qualität und Preise der Guter. Unsicherheit in der Informationsökonomie ist eine endogene Größe, die „durch das Verhalten von Anbietern und Nachfragern auf einem Markt bestimmt wird nicht wie in der neoklassischen Theorie als exogen über den Eintritt von Umweltzuständen.

Zentraler Gegenstand der Informationsökonomik ist die Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Informationsbedingungen auf die Funktionsweise ökonomischer Systeme wie z.B. Unternehmen und Markte. Die Unvollkommenheit realer Markte und die vorherrschenden Informationsasymmetrien sowie die daraus resultierende Unsicherheit über zukünftige Ereignisse können unter Anwendung der Informationsökonomik analysiert werden.

Die Informationsökonomik kann dabei unterstützend herangezogen werden, um die „Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für Art und Ausmaß von Informationsbedingungen auf Markten, die Möglichkeiten ihrer Überwachung durch markterhaltende Mechanismen und Institutionen sowie die Auswirkungen der Informationsasymmetrie auf die Marktstruktur, auf den Marktprozess und auf das Marktergebnis zu untersuchen. Somit ist die Informationsökonomik ein geeignetes Instrument zur Analyse elektronischer Marktplatze. Die Informationsökonomik wird oftmals im Kontext der
Neuen Institutionenökonomik verwendet, so beschäftigt sich z.B. die Pricipal-Agent-Theorie mit den „Auswirkungen ökonomisch relevanter Beziehungen zwischen Menschen unter dem Gesichtspunkt eingeschränkter Informationsaufnahme und -verarbeitung ungleich verteilter Information (vgl. 3.2.2). Zum tieferen Verständnis werden im Folgenden die Facetten des Informationsbegriffs naher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort9
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis18
Tabellenverzeichnis21
Abkürzungsverzeichnis22
1 Einleitung23
1.1 Motivation und Kontext26
1.2 Forschungsfragen und Ziele der Dissertation26
1.3 Einordnung und Abgrenzung des Untersuchungsgebiets30
1.4 Aufbau der Arbeit35
2 Forschungskonzeption39
2.1 Forschungsmethode Aktionsforschung41
2.2 Ablauf des Forschungsprozesses59
2.3 Zusammenfassung76
3 Theoretischer Bezugsrahmen77
3.1 Information und Informationsökonomik77
3.2 Neue Institutionenökomonik99
4 Elektronische Marktplätze und Beschaffung111
4.1 Grundlagen elektronischer Marktplätze111
4.2 Beschaffung iiber elektronische Marktplätze122
4.3 Zusammenfassung136
5 Information auf elektronischen Marktplätzen137
5.1 Bedeutung von Information auf elektronischen Marktplätzen137
5.2 Informationsasymmetrien auf elektronischen Marktplätzen138
5.3 Informationsbedarf und -produktion in den Transaktionsphasen142
5.4 Zusammenfassung157
6 Management von Information auf elektronischen Marktplätzen159
6.1 Management von Information - Informationsmanagement159
6.2 Informationsmanagement auf elektronischen Marktplätzen162
6.3 Unterstützung der elektronischen Beschaffung durch integrierte Informationsprozesse167
6.4 Gestaltungsrahmen für das Informationsmanagement auf elektronischen Marktplatzen durch den Einsatz von Data Warehousing174
6.5 Auswirkungen integrierter Informationsprozesse aus transaktionskostentheoretischerPerspektive187
6.6 Auswirkungen integrierter Informationsprozesse aus Sicht der Principal-Agent-Theorie194
6.7 Zusammenfassung199
7 Umsetzung - Informationsmanagement auf click2procure203
7.1 Ausgangssituation203
7.2 Zielsetzung205
7.3 Vorgehensweise206
7.4 Ergebnis - Market Analysis Service209
7.5 Perspektiven für die Zukunft219
8 Erkenntnisse und Ausblick223
8.1 Bewertung der Forschungsmethode Aktionsforschung223
8.2 Ergebnisse des Forschungsprojekts225
8.3 Implikationen für die Praxis229
8.4 Einschränkungen und weitere Forschungsmöglichkeiten230
Anhang233
Anhang A: Modelle des Beschaffungsprozesses233
Anhang B: Informationsklassen in der Anbahnungsphase237
Literaturverzeichnis239
Stichwortrverzeichnis265

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