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Internes Unternehmenswachstum: Analyse von Wachstumstreibern und empirische Evaluation in mittelständischen Unternehmen

AutorMichael Jünger
VerlagHerbert Utz Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl317 Seiten
ISBN9783831607624
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Nach einer langen Phase der Konsolidierung gehört das Unternehmenswachstum heute wieder zu den wichtigsten Zielsetzungen der Unternehmen. Dabei stellt im Mittelstand das interne Unternehmenswachstum die am häufigsten gewählte Wachstumsform dar. Aufgrund oftmals eingeschränkter Ressourcen ist es gerade für diese Unternehmen enorm wichtig, die Anstrengungen des Managements und vorhandene finanzielle Mittel auf Wachstumstreiber zu konzentrieren, die im Gesamtsystem eines Unternehmens den größten Hebel erreichen.Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht dabei darin, die wesentlichen Wachstumstreiber des internen Unternehmenswachstums zu identifizieren und deren Steuerbarkeit durch geeignete Management-Stellhebel aufzuzeigen. Sowohl aus der durchgeführten Theorie-Analyse als auch aus der empirischen Studie ergeben sich zahlreiche operationalisierbare Handlungsempfehlungen, wodurch sich dieses Buch nicht nur an die Wissenschaft, sondern auch an Führungskräfte aus der Praxis wendet. 

Der Autor

Michael Jünger, geb. 1977, studierte von 1999 bis 2003 Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Fachhochschule Augsburg. Im Jahr 2003 begann er seine berufliche Laufbahn im Corporate Development eines großen mittelständischen Industrieunternehmens und graduierte dabei an der SHB berufsbegleitend zum Master of Business Administration (MBA). Internationale Erfahrungen sammelte er während eines Auslandsaufenthalts in China. Im Anschluss wechselte er ins Management Consulting und ist seither in internationale Projekte unterschiedlicher Branchen eingebunden. Die Promotion zum Dr. rer. pol. erfolgte im Dezember 2007 als externer Doktorand an der Universität Ulm. Als Wirtschaftsjunior und Mitglied der Junior Chamber International (JCI) pflegt er heute bereits ein breites Netzwerk in vielen Industriezweigen und Dienstleistungsbereichen.

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Leseprobe

2. Grundlegendes zum Unternehmenswachstum (S. 10-11)

2.1. Eingrenzung des Forschungsbereichs
Das Untersuchungsobjekt der vorliegenden Dissertation bedarf zweier Eingrenzungen im Forschungsbereich. Basierend auf dem wissenschaftlichen Themengebiet gilt es, diese Arbeit neben der Strategie- bzw. Wachstumsforschung auch der Erfolgsfaktorenforschung zuzuordnen. Im Hinblick auf die betrachteten Unternehmen wird im Kapitel 2 und 3 eine allgemeine Perspektive angelegt, wogegen, wie bereits angeklungen, in der empirischen Untersuchung eine Eingrenzung auf mittelständische Unternehmen vorgenommen wird.

2.1.1. Strategie- und Wachstumsforschung

2.1.1.1. Market-based-view


Im Rahmen dieses Abschnittes soll ein Überblick zur Entwicklung der Strategie- bzw. Wachstumsforschung gegeben werden. Im Jahr 1953 verwies WAFFENSCHMIDT mit den Worten: „Man mag die romantische Epoche der Betriebswirtschaft aus ‚Soll und Haben’ vermissen, der rationale Horizont hat sich unerhört verschoben mit der Entwicklung des Großbetriebes und der gewaltigen Monopolgebilde", , auf einen eingeleiteten Wandel der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsdisziplin. Doch auch in den letzten Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen erneut erheblich verändert.

Getrieben durch die Anforderungen der Unternehmen hat gerade in den letzten Jahren das Interesse an dem Untersuchungsgegenstand Strategie wieder verstärkt zugenommen. Eine Begründung hierfür dürfte sein, dass der sich verschärfende globale Wettbewerb und der schnelle technologische Wandel immer neue Herausforderungen an die Unternehmen stellt. Auf der einen Seite ist es für Unternehmen heute nicht mehr ausreichend, sich nur auf die internen Stärken zu fokussieren, ohne den Markt im Auge zu behalten, andererseits jedoch darf eine Strategie nicht nur ein Reagieren auf die Veränderungen des Marktes darstellen.

Auf dieser Basis beschreiben HOFER/ SCHENDEL den Strategiebegriff bereits im Jahr 1978 als „… the match an organization makes between its internal resources and skills … and the opportunities and risks created by its external environment." Die Strategieforschung ist eine Forschungsdisziplin, welche in den 60er und 70er Jahren insbesondere durch die Wissenschaftler ANSOFF und ANDREWS geprägt wurde. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stand dabei die Entwicklung einzelner formaler Konzepte und Instrumente sowie die Detailanalyse der strategischen Planung.

Als besondere Ergebnisse dieser Forschungsperiode können die Portfoliotechnik als Instrument der strategischen Unternehmensführung und das Konzept der Erfahrungskurve angeführt werden. Unter strategischer Unternehmensführung soll dabei die Ausrichtung eines Unternehmens nach den Grundsätzen der strategischen Planung verstanden werden. Zu diesen Grundsätzen zählen dabei insbesondere die Konzentration der verfügbaren Kräfte, der unternehmerische Aufbau auf spezifischen Stärken, die Wahrnehmung von Umweltchancen und das Ausschöpfen von Synergiepotenzialen.

Zu erwähnen ist dabei, dass das Instrument der Portfoliotechnik und das Erfahrungskurvenkonzept in einer Zeit nahezu ungehinderten Unternehmens- und Wirtschaftswachstums entstanden sind.49 Nachfolgend soll ein Überblick zu den zwei heute wesentlichsten Ansätzen des strategischen Managements, dem „market-based-view" und dem „resource-basedview" gegeben und im Hinblick auf deren erklärenden Beitrag für Unternehmenswachstum untersucht werden.

Der konzeptionelle Grundgedanke des „market-based-view" Ansatzes basiert auf einer marktorientierten Sichtweise ökonomischen Handelns, also der Ausrichtung von Unternehmen an den Bedürfnissen des Marktes. Der Schwerpunkt liegt somit auf dem Umfeld eines Unternehmens, wie es eine Branche darstellt. Seine Ursprünge findet der „market-based-view" Ansatz in der Industrieökonomik und dem dort traditionellen „structure-conduct-performance" Paradigma, welches in den 40er und 50er Jahren insbesondere durch BAIN und MASON geprägt wurde.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis14
Tabellenverzeichnis16
Abkürzungsverzeichnis18
1. Einleitung20
1.1. Ausgangssituation und Aktualität der Arbeit20
1.2. Zielsetzung und wissenschaftliche Fragestellungen24
1.3. Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit27
2. Grundlegendes zum Unternehmenswachstum29
2.1. Eingrenzung des Forschungsbereichs29
2.1.1. Strategie- und Wachstumsforschung29
2.1.1.1. Market-based-view29
2.1.1.2. Resource-based-view33
2.1.2. Erfolgsfaktorenforschung37
2.2. Abgrenzung der Untersuchungsobjekte41
2.2.1. Die Begriffe Betrieb und Unternehmen42
2.2.2. Die Entwicklung des Wachstumsbegriffs44
2.3. Die Formen des Unternehmenswachstums52
2.3.1. Internes Wachstum53
2.3.2. Externes Wachstum54
2.4. Unternehmenswachstum als Folge von Entscheidungen56
2.5. Hemmnisse des Wachstums von Unternehmen59
2.6. Auswahl der Wachstumstreiber für die weitere Untersuchung60
2.7. Zusammenfassung des zweiten Kapitels64
3. Wachstumstreiber: Analyse und Hypothesen66
3.1. Wachstumstreiber und die Stellhebel des Managements66
3.2. Die Unternehmenskultur67
3.2.1. Allgemeine Grundlagen67
3.2.2. Notwendige Begriffsabgrenzung68
3.2.3. Zusammenführung und Hypothesenbildung75
3.3. Die Innovationsorientierung83
3.3.1. Innovationen als Wachstumsmotor83
3.3.2. Begriffliche Grundlagen86
3.3.3. Innovationsprozess und -management93
3.3.4. Impulsgeber für Innovationen96
3.3.5. Zusammenführung und Hypothesenbildung103
3.4. Das Top-Management106
3.4.1. Einführung und aktuelle Herausforderungen106
3.4.2. Begriffliche Grundlagen108
3.4.3. Führungsstile und Führungstechniken110
3.4.3.1. Der Führungsstil als Herausforderung110
3.4.3.2. Management by - Konzepte als Führungstechnik114
3.4.4. Zusammenführung und Hypothesenbildung116
3.5. Die Kundenorientierung117
3.5.1. Theoretische Grundlagen der Kundenorientierung117
3.5.2. Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg120
3.5.3. Wirkungsverkettung in der Kundenorientierung122
3.5.4. Zusammenführung und Hypothesenbildung129
3.6. Die Organisation129
3.6.1. Grundlagen und Ziele der Organisation129
3.6.2. Marktorientierte Organisationsgestaltung135
3.6.3. Zusammenführung und Hypothesenbildung139
3.7. Die Qualitätsorientierung141
3.7.1. Historische Entwicklung und Grundlagen141
3.7.2. Der Qualitätsbegriff und Interpretationen146
3.7.3. Qualitätsstrategien und Kundenorientierung149
3.7.4. Zusammenführung und Hypothesenbildung152
3.8. Wirkungszusammenhänge und Modellierungsansatz152
3.9. Die Hypothesen im Überblick und Untersuchungsmodell160
3.10. Zusammenfassung des dritten Kapitels164
4. Der Mittelstand in Deutschland165
4.1. Grundlagen und terminologische Abgrenzung165
4.2. Die wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands169
4.3. Der Wirtschaftsstandort Ulm/Neu-Ulm171
4.4. Zusammenfassung des vierten Kapitels173
5. Empirische Untersuchung und Hypothesenprüfung175
5.1. Das grundlegende Untersuchungskonzept175
5.2. Methodik der Untersuchung und Befragung176
5.3. Erhebung und Ergebnisdarstellung179
5.3.1. Datenanalyse der Untersuchungseinheiten179
5.3.2. Importance-Performance-Analyse (IPA)187
5.3.3. Cross-Impact-Analyse (CIA)192
5.3.4. Hypothesenprüfung und Erkenntnisgewinn198
5.3.4.1. Validierung der Wachstumstreiber199
5.3.4.2. Hypothesenprüfung der Unternehmenskultur204
5.3.4.3. Hypothesenprüfung der Innovationsorientierung207
5.3.4.4. Hypothesenprüfung des Top-Managements212
5.3.4.5. Hypothesenprüfung der Kundenorientierung216
5.3.4.6. Hypothesenprüfung der Organisation219
5.3.4.7. Hypothesenprüfung der Qualitätsorientierung222
5.3.5. Ergebnisse der Hypothesenprüfung im Überblick225
5.4. Konzeption eines Managementinstruments228
5.5. Exploration ausgewählter Variablen231
5.6. Zusammenfassung des fünften Kapitels234
6. Zusammenfassung und Ausblick236
6.1. Schlussbetrachtung und Untersuchungsergebnisse236
6.2. Ansätze für weitere Forschungsarbeiten243
Literaturverzeichnis245

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