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E-Book

Irland Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps

AutorRalph-Raymond Braun
VerlagMichael Müller Verlag
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl804 Seiten
ISBN9783899530957
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis20,99 EUR
E-Book zur 9. komplett überarbeiteten und aktualisierten Auflage 2018 Ist die 'Grüne Insel' wirklich ein Patchwork unverdorbener Landschaften? Hat jedes Dorf einen Pub? Was macht Dublin zur heimlichen Hauptstadt der englischsprachigen Literatur? Wie unverfroren muss man sein, um in den Fluten des Atlantik baden zu können? Und was bedeutet der Brexit für die Insel? Diesen und anderen Fragen ist Ralph-Raymond Braun in seinem im Michael Müller Verlag erschienenen Buch nachgegangen. Er hat dabei die düsteren Hinterhöfe Dublins genauso erkundet wie halsbrecherische Klippen am Atlantik oder bizarre Mondlandschaften. Ist in feuchte Steinzeitgräber gekrochen, hat faszinierende Höhlenlabyrinthe erforscht, sich in Moor nasse Füße geholt und begrüßt manches Schlossgespenst inzwischen als alten Bekannten. Außerdem wurden neue Wanderwege und alte Wasserstraßen aufgespürt, Betten getestet, Speisen gekostet, Fahrpläne studiert und die irische Gemütslage am Tresen und anhand von Ryan Tubridy's 'Late Late Show' erkundet.

Ralph-Raymond Braun 1953 in der Anflugschneise des Frankfurter Flughafens geboren, aufgewachsen dortselbst und im Frankenland mit AFN (= American Forces Network) und Radio Luxemburg. Schon als Schüler erste journalistische Versuche als Vereinsreporter für die Heimatzeitung. Studierte Politik, Geschichte, Deutsch und kam dann über eine Karriere als Hausmeister, Buchhalter, Lehrer und Reiseleiter zum Schreiben von inzwischen mehr als zwanzig Reisebüchern.

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Leseprobe
Irland - Hintergründe & Infos
Natur und Umwelt
Geographie
Irlands Oberflächengestalt ist recht abwechslungsreich. Bergketten umschließen ein zentrales Tiefland, das zwar kaum mehr als 150 m über dem Meeresspiegel liegt, aber durch die beim Rückzug der eiszeitlichen Gletscher entstandenen Hügel und Geländewellen kleinräumig gegliedert wird.

Gezeichnet von Wind und Wetter: die Küste zwischen Sligo und Donegal

Wo die Moore, die ein Fünftel Irlands bedecken, und die unzähligen Wasserläufe und Seen einmal Platz für größere Acker- und Wiesenflächen lassen, wie etwa im Golden Vale (Tipperary) und in den Counties Kildare und Meath, ist das Land überaus fruchtbar. Diese Gebiete, in denen dem Sprichwort nach das Gras so schnell wächst, dass ein liegen gelassener Stock schon am nächsten Tag nicht mehr zu entdecken ist, waren seit alters her das Ziel der Eroberer. Schon ein Chronist der Normannen zeigte sich darüber entzückt, dass Rinder im Land von „Kerry Gold“ das ganze Jahr über auf der Weide Futter finden und man deshalb keine Ställe bauen und keinen Wintervorrat anlegen müsse. Doch je weiter man nach Westen kommt, desto weniger Gras wächst zwischen Steinen und Mooren. Hierher wurden die Einheimischen abgedrängt, die in den abgeschiedenen Gaeltacht-Regionen ihre keltische Sprache und viel von der alten Kultur bewahrten. Dieses Erbe, seine dünne Besiedlung und die nur extensiv genutzte Natur sind aber zugleich die touristischen Trumpfkarten des Westens.
Republik Irland in Zahlen
Fläche: 70.283 km2, davon höher als 300 m: 6 %
Ostwestausdehnung: bis 275 km
Nordsüdausdehnung: bis 485 km
Küstenlinie: 3200 km
Höchster Berg: Carrantuohill (Kerry) 1040 m
Längster Fluss: Shannon 256 km
Größter See: Lough Corrib 168 km2
Einwohner: 4.700.000 = 65 je km2
Hauptstadt: Dublin (1.110.000 Einw.)
BIP: 60.000 € je Einw.; Anteil Landwirtschaft: 1 %, Anteil Industrie: 41 %
Lebenserwartung: durchschn. 81 J.
Arbeitslosigkeit: 6 %
Religion: 88 % Katholiken
Tourismus: 9 Mio. Gäste jährlich
Beim Blick auf die Landkarte mag man darüber lächeln, dass in Irland schon Erhebungen von wenigen hundert Metern über dem Meeresspiegel „Berge“ genannt werden. Macgillicuddy (County Kerry) schafft als mächtigster Gebirgszug gerade die 1000-Meter-Marke, im Osten bleibt das Wicklow-Gebirge mit dem Lugnaquilla (924 m) knapp darunter. Vor Ort und spätestens beim Aufstieg fordern aber auch die niedrigeren Massive gehörigen Respekt ab, wenn sie vom niedrigen Ausgangsniveau der Tiefebene oder gar vom Meer abrupt himmelwärts aufragen. Eine Klippenwand ist einfach spektakulär, auch wenn sie „nur“ einen Kirchturm tief ins Meer fällt. Geologisch betrachtet sind die Gebirge sehr vielseitig. Die Wicklow-Berge und die Höhen von Galway, Mayo und Donegal bestehen weitgehend aus Granit, während bei den Höhenzügen im Süden braunroter Sandstein vorherrscht.
Im Westen, wo die Berge bis unmittelbar ans Meer reichen, ist die Küste durch fjordähnliche Buchten reich gegliedert. Manchmal taucht ein schon im Wasser verschwundener Gebirgszug nochmals auf: Inseln und Inselchen wie die Blaskets, Skelligs und Arrans sind Irlands letzter Vorposten im Atlantik. Wo nun die schöneren Sandstrände sind, ob am Atlantik oder an der Irischen See, ist nicht leicht zu entscheiden. Typisch für die Ost- und Südküste sind etwa die Strände von Arklow und Tramore, lang gezogen und beinahe schnurgerade, ideal für einen Galopp, der auch im Seewind Pferd und Reiter zum Schwitzen bringt. Wer kleinere Buchten, Hintergrundpanorama und dramatische Sonnenuntergänge liebt, wird die Westküste bevorzugen.
Klima
Das von den feuchten Atlantikwinden bestimmte Wetter ist so mild und ausgeglichen, dass Spötter behaupten, Irland besitze kein Klima, sondern nur eine Aufeinanderfolge verschiedener Wetterlagen.
Im Hochsommer liegen die mittleren Höchsttemperaturen mit 17 bis 19 °C etwa so hoch wie auf Helgoland, im Januar ist es bei Höchstwerten zwischen 7 und 9 °C jedoch erheblich wärmer als in Deutschland. Doch sobald ein starker Wind bläst, und das tut er vorzugsweise in Verbindung mit heftigen Schauern, hält man es subjektiv für sehr viel kälter als die Temperatur, die das Thermometer objektiv misst. Kurz gesagt: Auch in Irland sind die Winter kalt. Und dass es nie schneit, ist eine Legende der Touristikfachleute. Des Autors sommerbereifter Mietwagen blieb einst in Donegal in einem wüsten Schneesturm stecken, und am nächsten Morgen bargen die Farmer ihre erfrorenen Lämmer aus den Schneewehen. Nur die Kinder hatten ihre Freude an der verschneiten Landschaft.

Der Wind pfeift über Connemara

Dublin
Valentia Island
Ø Lufttemperatur
Ø Niederschlag
Ø Lufttemperatur
Ø Niederschlag
(Min in °C)
(Max. in °C)
Ø Niederschlag (in mm)
Ø Tage mit Niederschlag >= 1 mm
(Min in °C)
(Max. in °C)
Ø Niederschlag (in mm)
Ø Tage mit Niederschlag >= 1 mm
Januar
2,5
7,6
70
13
4,2
9,3
167
20
Februar
2,5
7,5
50
10
3,9
9,3
123
16
März
3,1
9,5
54
11
4,6
10,5
122
16
April
4,4
11,4
51
10
5,5
12,2
77
12
Mai
6,8
14,2
55
11
7,5
14,3
88
14
Juni
9,6
17,2
56
10
10,1
16,4
80
13
Juli
11,4
18,9
50
9
11,7
17,9
73
12
August
11,1
18,6
71
11
11,6
18,0
111
15
Sept.
9,6
16,6
66
10
10,3
16,6
125
15
Okt.
7,6
13,7
70
11
8,6
14,3
157
19
Nov.
4,2
9,8
64
11
6,0
11,4
147
18
Dez.
3,4
8,4
76
12
5,0
10,1
159
19
Jahr
6,4
12,8
733
128
7,4
13,4
1430
187
Bei näherer Betrachtung erkennt man, dass es beim Wetter auch regionale Unterschiede gibt. So entspricht die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr in...
Blick ins Buch

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