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Jahrbuch Jugendforschung

8. Ausgabe 2008/2009

AutorAngela Ittel, Hans Merkens, Ludwig Stecher
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl257 Seiten
ISBN9783531923208
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis47,65 EUR


Prof. Dr. Angela Ittel lehrt Pädagogische Psychologie an der Technischen Universität Berlin.
Prof. Dr. Hans Merkens lehrt im Arbeitsbereich Empirische Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Prof. Dr. Ludwig Stecher lehrt am Institut für Erziehungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Prof. Dr. Jürgen Zinnecker lehrt Erziehungswissenschaft an der Universität Siegen.

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Leseprobe
Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive (S. 207-208)

The Problem of the Development of Values in the Youth – a Philosophical Perspective

Richard Breun

Zusammenfassung:
Werte werden in realen Austauschbeziehungen erfahren. Die Werteordnung eines Individuums resultiert aus seinen Akten des Vorziehens und Nachsetzens. Der Tauschwert wird am Maß des Individualwerts gemessen, daran, was das Tauschobjekt jemandem wert ist, um etwas dafür zu geben. Als Wert, der nicht getauscht werden kann und so als unverrechenbare Einheit allen Wertsetzungen und Wertbindungen zugrunde liegt, stellt sich der Selbstwert heraus.

An ihm richtet sich der Identitätsprozess phylogenetisch und ontogenetisch aus. Es lassen sich mindestens zehn Erfahrungsweisen von Werten nennen, die für die Identitätssuche im Jugendalter relevant sein können. Darin manifestieren sich in jeweils unterschiedlicher Ausprägung die Funktion des Selbstwerts und die im Medienzeitalter wachsende Bedeutung der Selbstdarstellung des Individuums oder der Gruppe. Diese neuere Entwicklung verweist einerseits auf die Tendenz, in der eigenen Biographie den universalen Begriff des Menschen von partikularen Rollen kritisch abzugrenzen, andererseits auf die Risiken, die in der Verwandlung der Darstellungsmittel zum Zweck liegen.

Schlüsselwörter:
Werterfahrung, Selbstwert, Identitätsprozess

Abstract: An individual’s values develop from acts of preference and refusal. Most things have an exchange value. Self-esteem is a value that cannot be exchanged, it is incommensurable. It determines the process of identity formation. At least ten experiences of values can be described which are relevant for the search for identity in youth. They show that for different reasons selfpresentation of the individual or the group becomes more important in the medial age.

Keywords: Experience of values, self-esteem, process of identity formation

1. Einleitung: Tauschwert und Individualwert, Austauschbarkeit und Inkommensurabilität


Etwas hat einen Wert im Vergleich mit etwas anderem. Aufgrund der Vergleichbarkeit kann es getauscht werden, entweder im Austausch der Dinge selbst oder vermittelt über ein symbolisches Tauschmedium, etwa Geld. Dieser Tauschwert einer Sache bemisst sich an dem Interesse, das jemand für einen Tausch aufbringt.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis5
Vorwort der Herausgeber7
Thema A: Genderspecific Political Socialization in an International Perspective8
International Perspectives on Political Socialization and Gender: An Introduction9
1. Introduction9
2. Political Socialization in Adolescence9
3. Gender Differences in Political Socialization10
4. The International Perspective13
5. The contributions of the present special issue15
References20
Gender, Youth and Contemporary Political Engagements23
1. Introduction: Gender youth and contemporary political engagements – Anita Harris and Chilla Bulbeck123
2. Defining Australian Youth: A Note of Caution24
3. Young torch bearers of feminism25
4. The findings: Bulbeck27
5. Harris’ Response to Bulbeck’s Findings40
6. The findings: Harris42
7. Conclusion: Bulbeck46
8. Conclusion: Harris47
References48
Gender Differences in Civic Involvement and Political Attitudes in Chilean Adolescents52
1. Introduction52
2. Adolescents’ support for the political system52
3. The historical and socio-political context for youth civic and political development54
4. Civic and political attitudes in the context of social change55
5. Schools as contexts for political socialization56
6. The gender context for political socialization in Chile56
7. Chilean adolescents’ views of civic behavior and gender differences58
8. Schools as settings for the political socialization of youth59
9. Hypotheses60
10. Methods61
11. Results64
11.1 Descriptive Results64
11.2 Gender composition of school and political socialization65
11.3 Civic and political attitudes and the socio-economic context of school67
11.4 Teacher practices by gender composition of school68
11.5 The contribution of teachers practices and participation in school activeties of prosocial and political outcomes68
12. Discussion: Summary of results70
References76
The Young Women’s Leadership Alliance:Political Sozialization in Three U.S. High Schools81
1. Introduction81
2. Theoretical Background – Adolescents as social change agents82
3. Methods – Participants85
4. Procedures86
5. Data Analysis88
6. Results88
7. Discussion93
References96
Gender Differences in the Political Interests of U.S. High School Students100
1. Introduction100
2. Methods103
3. Results106
4. Discussion118
References123
Gender Differences in the Socialization of Israeli Adolescents to Political Activism126
1. Introduction: Political activism and political involvement126
2. Political activism in Israel127
3. Gender socialization and social-political involvement128
4. The current study129
5. Hypotheses130
6. Method131
7. Findings134
8. Discussion141
References143
Thema B: Schule als Entwicklungsaufgabe147
Vorwort148
Schulkarriere – erfolgreich oder schwierig?149
1. Einleitung150
1.1 Der Umgang mit Schule als Entwicklungsaufgabe151
1.2 Der Umgang mit schulischem Erfolg und Misserfolg152
1.3 Schulbezogene Einstellungen153
1.4 Erlebtes Lehrkraftverhalten153
2. Fragestellung und Hypothesen154
3. Methode155
3.1 Datengrundlage155
3.2 Erhebungsinstrumente156
3.3 Auswertungsverfahren157
4. Ergebnisse159
4.1 Rückblick auf die Schule nach dem Abitur159
4.2 Rekonstruktion der Schulkarrieren162
4.2.1 Leistungsentwicklung162
4.2.2 Leistungsbezogene Persönlichkeitsmerkmale163
4.2.3 Schulbezogene Einstellungen165
4.2.4 Lehrer-Schüler-Beziehung168
5. Zusammenfassung und Diskussion170
Literatur173
Anhang177
Soziale Beziehungen in der Schule – Luxus oder Notwendigkeit?179
1. Einleitung180
2. Soziale Beziehungen in der Schule180
2.1 Schüler-Schüler-Verhältnis181
2.2 Lehrer-Schüler-Verhältnis184
3. Schul- und Klassenklima187
4. Fazit – Implikationen für Forschung und Praxis188
Literatur189
Trends195
Vorwort196
Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive197
1. Einleitung: Tauschwert und Individualwert, Austauschbarkeit und Inkommensurabilität198
2. Der Identitätsprozess199
3. Werteordnung und Selbstwert200
4. Selbsttranszendierende Erfahrungen203
5. Surrogate205
6. Krisen206
7. Die Darstellung des Werts und der Wert der Darstellung208
8. Die Konstitution von Werten in realen Austauschbeziehungen210
9. Erfahrung von Werten212
10. Schlussbemerkungen: Selbstwert und Sichtbarkeit216
Literatur217
Jugend und Werte – ein scheinbar vertrautes Verhältnis221
1. Einleitung: Werte – ein Dauerbrenner222
2. Das Verhältnis von Jugend- und Werteforschung222
3. Und wieder: Wertetypen226
4. Sozial ungleiche Jugenden – kein Thema für Jugendstudien?228
5. Jugendliche Lebenslagen – ein tragfähiges Konzept zur Fassung von Jugenden230
6. Empirische Ergebnisse zu jugendlichen Lebenslagen232
7. Empirische Ergebnisse zum Zusammenhang von jugendlichen Lebenslagen und Werten234
8. Schlussbemerkungen: Plädoyer für eine lebenslagenbezogene sozialstrukturell-sozialisationstheoretische Jugendforschung238
Literatur239
Autorinnen und Autoren244

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