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Jugendfilmförderung - Zur Geschichte und Gegenwart der deutschen Filmförderung

Unter Berücksichtigung des regionalen Vergleichs (Niedersachsen, Schleswig-Holstein)

AutorTorsten Landsiedel
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl159 Seiten
ISBN9783640910427
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 2, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Für den Bereich Film existiert keine organisierte Art der Nachwuchsförderung. Dabei ist die Nachfrage nach guten Filmstoffen und Filmen groß. Ein Schulfach 'Filmkunde' oder 'Medienkunde' sucht man aber vergebens. Neben der Einbindung dieses Themas in die Ganztagsschule gibt es noch die außerschulische Jugendbildung. Hier haben sich Vereine die Aufgabe 'Medienkompetenzvermittlung' zum Ziel gesetzt. Auch die Landesmedienanstalten veranstalten und fördern Medienkompetenzprojekte. Filmförderungen vergeben dazu Fördergelder. Bei all diesen unterschiedlichen Ansätzen zur Jugend- und Nachwuchsfilmförderung stellen sich die Fragen: Woher kommt das Geld für diese Förderungen? Wer fördert aus welchen Gründen? Und wie effektiv sind diese Förderungen? Mit diesen Fragen habe ich mich in meiner Magisterarbeit an der Leibniz Universität Hannover beschäftigt. Ich habe drei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der (Jugend-)Filmförderung aus den beiden Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein interviewt und ihre Sichtweisen zu einzelnen Themen der Jugend-Filmförderung analysiert. Zur Einführung in das Thema findet sich als erster Teil der Arbeit eine chronologische Geschichte der deutschen Filmförderung. Dieser historische Teil bildet die Basis, um die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Filmförderung, insbesondere der Jugendfilmförderung, nachvollziehen zu können. Die Erkenntnisse der Arbeit sind erschreckend: Jugendfilmförderung wird in Deutschland bundesweit vernachlässigt. Wenn sich der Staat aus der Kulturförderung zurückzieht, dann setzt er oft dort an, wo die Gegenwehr gering ist und die Folgen sich erst spät zeigen werden: in der Jugendarbeit. Nur so ist zu erklären, dass unisono bestätigt wird, die Jugendmedienförderung wäre wichtig, aber doch so wenig passiert. Die Institutionen müssen untereinander besser kommunizieren, kooperieren und zusammen im Idealfall den Filmemacher von den ersten Seminaren als Kind oder Jugendlicher bis zum abendfüllenden Spielfilm begleiten. Dazu bedarf es einer kontinuierlichen Arbeit, die früh ansetzt und den Übergang zu anderen Institutionen erleichtert. Die Ausrichtung der Institutionen müssen dazu überprüft und gegebenfalls angepasst werden. Nur mit einer mutigen, frühen Förderung können wir auch in Zukunft große niedersächsische Filmemacher erleben.

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