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´´Kanonenfutter´´

Die Verführung der Hitler-Jugend in den Tod. Zur Psychologie des ´´Totalen Krieges´´

AutorAndreas Ploeger
VerlagPabst Science Publishers
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl393 Seiten
ISBN9783899676860
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,99 EUR

"Das ""Dritte Reich"" Hitlers ist weiterhin unvermindert Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Die erschütternden Geschehnisse jener Zeit sind aus heutiger Sicht unfassbar, unerklärlich und ein unlöschbarer Makel der deutschen Geschichte. Im vorliegenden Buch wird eines der zahlreichen Geschehnisse jener Zeit herausgegriffen: Die Irreführung der Jugend, ihre Vorbereitung für den und ihre Opferung im Krieg. Der Autor hat die repressive Indoktrination im Verlaufe der gesamten Hitler-Zeit persönlich erlebt und ist der Opferung der Jugend nur durch Glückszufall entgangen. Im Buch verbindet Professor Dr. Andreas Ploeger dieses persönliche Erleben mit seiner beruflichen Kompetenz als Psychiater, Psychotherapeut und Psychologe. Die Militarisierung und suggestive Vorbereitung jener Jugend von Kind an für den Krieg und für ihre Rolle als Opfer wird in diversen Facetten der Erlebensbereiche jener Zeit und aus psychodynamischer Perspektive dargestellt. Das Buch verbindet so Betroffenheit mit Erklärung, Geschehen mit Analyse und Empörung mit kritischer Distanz. Es dürfte Leidtragenden jener Zeit Hilfe in ihrer Erlebnisverarbeitung, den Nachgeborenen ein Blick in die Grausamkeit jener Jahre und zugleich ein Wegweiser zur Vermeidung einer Wiederholung sein."

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Inhaltsverzeichnis10
I Einleitung16
1 Das „Dritte Reich“ am Kriegsende16
2 Der „Endsieg“ und die Wirklichkeit17
3 Die Reaktionen auf den Untergang19
3.1 Exkurs: Was heißt Nazi?22
4 Eine Rückschau24
5 Das zentrale Erlebnis: Die Kindersoldaten werden niedergeschossen25
6 Voraussetzungen des Geschehens26
6.1 Exkurs: Die Psychodynamik autoritärer Systeme29
II Die Vorbereitung der „ Kindersoldaten“31
Exkurs: Die „Erziehung“31
Exkurs: Die „Dominanz des Machterlebens“33
1 Erziehung in der Hitler-Jugend35
1.1 Voraussetzungen der Indoktrination35
1.2 Formen der Indoktrination in der Hitler-Jugend37
1.3 Inhalte und Ziele der Indoktrination in der Hitler-Jugend50
1.4 Entwicklung der Motivation zum Kriege56
1.5 Entwicklung der Fähigkeiten zum Krieg, zu töten und zu sterben75
Exkurs: Die Nazi-Ideologie96
2 Die Erziehung in der Schule100
2.1 Die Schule und die „Nazis“100
Exkurs: Denunziation101
2.2 Die Berufs- und die Schulbildung Hitlers102
2.3 Die Erziehung in der Volksschule103
2.4 Rituale und Fächer in höheren Schulen105
2.4.1 Die Schüler begegnen Hitler selbst114
2.5 Der Schulalltag130
3 Der Reichsarbeitsdienst (RAD)168
3.1 Was war der „Reichsarbeitsdienst“?168
3.2 Die Zeit im RAD170
3.3 Arbeit im RAD172
4 Im Elternhaus173
4.1 Eltern wurden „angezeigt“174
4.2 Die „Gleichschaltung“ anderer Jugendgruppen175
4.3 Gottesdienst in der Kirche versus HJ-Dienst176
4.4 Einigkeit und Dissenz in Familien177
4.5 Sammlungen und Erntehilfe im NS-Staat180
Exkurs: Verlockung und Ignoranz185
4.6 Familien und Krieg186
4.7 Die Vorbereitung des Luftkrieges188
4.8 Die Menschen im Bombenkrieg190
4.9 Die Kinderlandverschickung (KLV)192
4.10 Volkssturm und Wehrwolf193
4.11 Die Familien sind versprengt194
5 Das öffentliche Leben195
5.1 Märsche und Aufmärsche195
5.2 Gruß-Rituale197
5.3 „Sieg-Heil“, Führerbild, Bücher200
5.4 „Intellektuelle“, Propaganda, Parolen202
5.5 Öffentlichkeit und Juden206
5.6 Kritik im NS-System213
5.7 Der Krieg: Resonanz und Reaktionen214
III Die „Kindersoldaten“217
1 Psychophysischer Entwicklungsstand217
2 Die psychische Verfassung220
3 Der „Gestellungsbefehl“ für die Einberufung zur Wehrmacht224
4 Rekruten-Dasein225
4.1 Alltag und Drill226
4.2 Tapferkeit und Treue227
4.3 Die Kollektivierung durch „Schleifen“229
4.4 Geheime Liebesgefühle232
4.5 Der Marschbefehl233
4.6 Die „Göbbels-Spende“234
4.7 Nicht nur Kamerad: Ein Freund237
4.8 Diktatoren, „Pappkameraden“ und Mörder239
4.9 Ein Marsch nach Holland242
4.10 Wachen und Besinnlichkeiten244
4.11 Gewissen und Gewalt245
4.12 Identifikation in Abhängigkeit246
4.13 Zur Ardennen-Offensive?249
4.14 Wieder ein Marschbefehl250
4.15 Weiter Ausbildung253
4.16 Sex und Liebe beim Kommiss?255
4.17 Libido und Aggression258
4.18 Funken, Schikanen, Kontraste262
5 Noch ein Marschbefehl: Als „ Weihnachtsmann“ nach Hause265
6 Reserveoffizier nach dem „Endsieg“267
6.1 Die „Edelrekruten“ im friedlichen Detmold und Gott269
6.2 Die Germanen, der Wehrwille und der „Endsieg“270
6.3 Die Wunderwaffe erscheint271
6.4 Paradeschrift, Präsentieren und die Verleugnung273
6.5 Ein Onkel als Opfer275
6.6 Drei Tage „Bau“ und der Einsatzbefehl277
IV Dem Vernichtungskampf entgegen280
1 Zu Fuß gegen den Feind280
2 Durch den Teutoburger Wald und die Senne: Der Feind kommt vom Westen283
3 Die erste „Feindberührung“: Jabo´s285
4 Biwakieren bei Beckum: Abkommandierung zum „Sturmzug“286
5 Offiziere flüchten289
6 Statt „Feindberührung“ eine Bäckersfamilie290
7 Durch friedliche Landschaft dem Feind entgegen292
8 Die Bedrohung aus der Luft293
9 Die tödliche Gefahr verkannt294
V Sieben Panzer als Falle: Ihre Kanonen werden gefüttert297
1 Vernichtung, Opfer, wenige Überlebende299
2 Dem Tod entkommen in doppelter Todesdrohung301
VI Der Rückblick302
1 Zweiundsechzig Jahre danach305
2 Die Nachforschung307
3 Hitler vernichtete die von ihm vereinnahmte Jugend310
4 Die späte Begegnung312
Liste der Abkürzungen und Begriffe323
Das „Pimpfen-Dienstbuch“350
Danksagung392
Über den Autor393

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