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Klassiker der Erotik 51: Ein lüsternes Mädchen

ungekürzt und unzensiert

AutorAnonymus
VerlagPassion Publishing
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl106 Seiten
ISBN9783944964461
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis1,49 EUR
Er hatte bereits die Tür geschlossen. Wir waren im Dunkeln allein. Dann zog er mich an sich und umarmte mich. Sein Mund suchte den meinigen. Ich ließ mich küssen. Mit der anderen Hand hob er hinter meinem Rücken mein Kleid hoch und befühlte meine Beine. Seine Hand fuhr auf und ab. Sehr geschickt löste er die Bänder meiner Unterhose und zog sie bis zu meinen Knien herunter. Dann ergriff er meine Hand und ich mußte diesen gewissen Körperteil berühren. Er war groß, brennend heiß und ein wenig feucht. Ich fühlte, wie er wieder mein Kleid hochhob. Meine Unterhose schützte mich nicht mehr. Ich war entblößt. Er liebkoste mich. Dann fühlte ich, wie etwas meine Oberschenkel berührte ...'

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Leseprobe

Freitag, den 1.Oktober.

Die Direktorin sieht uns mit strenger Miene an.

„Junge Damen!“

Ihre Stimme ist sogar noch unangenehmer als ihr blutleeres Gesicht. Die kleine Ansprache, die nun folgte, oh! Ich glaube, daß ich überhaupt nicht zugehört habe. Ich fand mein Schreibheft und meine neuen Schulbücher, die so sorgfältig eingebunden waren, bei weitem viel interessanter.

1. Oktober! Schulanfang!

Wer weiß schon, was dieses verhaßte Wort „Schulanfang“ für uns Schülerinnen bedeutet? Aber ich will nicht an meine Ferien denken! Mein Herz ist schwer genug! Ich war glücklich, daß ich eine Tagschülerin war. Ohne die Hilfe von Mme Sand hätte ich noch nicht einmal dieses Glück genossen. Meine Augen waren auf die Internatsschülerinnen gerichtet, die alle auf einer Seite des Klassenzimmers saßen. Oh, diese schrecklichen Schürzen, häßlichen Uniformen und die schwarzen Strümpfe! Und diese müden Gesichter, auf denen man die Erschöpfung des vierundzwanzigstündigen Eingesperrtseins ablesen konnte! Ich wage gar nicht daran zu denken, daß ich deren Schicksal teilen müßte!

Ich höre meinen Namen und springe auf.

„Micheline de R.“

Die übliche Befragung jeder neuen Schülerin. Die Direktorin glaubte die Miene einer Richterin annehmen zu müssen.

„Wie alt sind Sie?“

„18 Jahre“

„Genau 18 Jahre?“

„18 Jahre und zwei Monate!“

„Die Adresse Ihrer Eltern?“

„18, L'Avenue. Ich wohne nicht bei meinen Eltern!“

Ich erzähle nun, daß mein Vater, ein Witwer, mich zu Tante nach Paris geschickt hat, die sich um mich bis zum Ende meiner Schulzeit kümmern solle.

„Vier oder fünf Jahre lang?“

„Ist Mme. Sand unverheiratet?“

„Nein, sie ist verheiratet!“

„Hat sie Kinder?“

„Nein!“

„Der Beruf von M. Sand?“

„Er ist Vertreter und viel auf Reisen.“

„Allein!“

„Wir haben einen Begleitservice für die Schülerinnen in diesem Bezirk organisiert. Das kostet 20 Francs im Monat extra. Sagen Sie dies Mme Sand! Übrigens rechne ich damit, daß sie mich in nächster Zeit besuchen wird.“

„Andrée M.“

Meine Nachbarin hebt ihre Hand und steht auf. Ich höre, daß sie ungefähr so alt wie ich ist. Seit einem Jahr ist sie in dieser Schule.

„Ich hoffe, daß Sie sich mehr anstrengen!“ sagte unwirsch die Direktorin. „Um in die Prima zu kommen, müssen Sie sich sehr viel Mühe geben!“

„Marie-Anne B.“

Meine Gefährtin setzte sich wieder hin. Ich hatte sie vorher nicht bemerkt. Sie ist schön, liebenswürdig und gut gekleidet. Sie sieht mich an und lächelt. Unter dem Tisch schütteln wir uns die Hände. Wir sind Freundinnen. Während die Befragung in dem von Geflüster erfüllten Klassenraum weiterging, neigte sich meine Nachbarin zu mir hin und flüsterte mir ins Ohr: „Du wohnst in der L'Avenue? Welch ein Glück! Meine Eltern wohnen ganz in der Nähe in der S… Straße. Wir können zusammen nach Hause gehen, denn ich nehme an, daß Du nicht von einer der Schulangestellten begleitet werden willst!“

„Bitte, meine Damen, sind Sie im Klassenraum etwas ruhig!“ Die Direktorin schlägt mit ihrem Lineal auf den Pult und ein wenig Ruhe tritt in den unruhigen Klassenraum ein.

Nach einigen Minuten des Schweigens lehnt sich Andrée zu mir hin. Sie hielt sich ihre Hand vor den Mund, damit man die Bewegungen ihrer Lippen nicht sieht. Sie sagte zu mir: „Wirst Du beaufsichtigt?“

„Ja.

Dieser Ausdruck der Schulsprache teilte die Schülerinnen in zwei Klassen ein. Die „freien“ Schülerinnen gehen heim, sobald der Unterricht beendet ist. Die „beaufsichtigten“ blieben in der Schule, um in dieser Zeit ihre Hausaufgaben für den nächsten Tag zu erledigen. Da Sand ängstlich darauf bedacht war, mich nicht länger als notwendig zu Hause zu haben, wurde ich eine „Beaufsichtigte“.

„Ich muß ebenfalls hierbleiben!“ vertraute mir meine neue Freundin an.

Das traf sich alles sehr gut. Von Anfang an fiel mir ihr sympathisches, angenehmes und fröhliches Wesen auf. Ich bin so allein in der großen Stadt Paris, daß ich mit Freude auf die Versicherung einer Freundschaft wartete. Hatte ich mich nicht an diesem Morgen vor dem Schulbesuch und dem spöttischen Verhalten der älteren Schülerinnen den neuen wie mir gegenüber gefürchtet? Nun mußte ich mich nicht mehr fürchten. Ich hatte jemanden, auf den ich mich verlassen konnte. Andree, Du bist großartig! Ich will Deine Freundin sein!

Um sechs Uhr gingen wir zusammen heim. Es war bereits dunkel. Wie kurz die Tage sind! Wir schlenderten langsam durch die große Allee in der Nähe der Schule. Wie fremdartig war diese Allee. Lang, gerade und unglaublich breit. Nur wenige Häuser sind bewohnt. Die meisten der Häuser sind noch im Bau. Die Beleuchtung ist spärlich. Ohne meine kleine Freundin hätte ich mich sehr gefürchtet, die ganz ruhig und lächelnd zu mir sagte: „Ich liebe die Dunkelheit!“

Als ich den Wunsch äußerte, so schnell wie möglich nach Hause zu gehen, zuckte sie mit den Schultern und erläuterte mir weitschweifig ihre Meinung. Wenn ich mich richtig erinnere, waren dies die wichtigsten Punkte: Du mußt verhindern, daß sich Deine Eltern schlechte Angewohnheiten (!) aneignen!

Man muß sich doppelt soviel Zeit nehmen, wie nötig ist, um nach Hause zu gehen. Denn diese zusätzliche Zeit kann sehr nützlich sein. Es ist immer besser, zusammen zu schwätzen als nach Hause zu gehen und vor seinen Büchern zu sitzen. Dafür hatte ich Verständnis! Aber ich verstand jetzt auch, weshalb die Direktorin heute morgen so streng zu Andree gesprochen hatte. Wie sehr sie doch studiert!

Montag, den 4. Oktober.

Andrée stellte mir alle Arten von seltsamen Fragen. Wie ich über die Liebe und über die Männer denke! Welche Meinung habe ich schon? Überhaupt keine. Zu Hause wurde mir oft gesagt, daß ich einem Fremden, der mich auf der Straße anspricht, keine Antwort geben solle. Aber dies konnte mit diesen Fragen nicht in Verbindung stehen.

Dienstag, den 5. Oktober.

An diesem Abend gingen wir wiederum ziemlich lange spazieren und ich denke, es war schon ziemlich spät. Drei junge Männer, die ohne Zweifel noch Schüler waren, folgten uns eine Weile nach und belästigten uns. Ich nannte sie Toren. Andrée war bei weitem mehr würdevoll. Mit ein paar spöttischen Bemerkungen gab sie ihnen zu verstehen, daß es besser sei, sie würden verschwinden. Nach diesem Zwischenfall bin ich etwas ängstlich geworden und zerbrach mir den Kopf. Andrée, als ob sie meine Gedanken gelesen hätte, nahm mich am Arm. Aus ihren Worten schloß ich, daß man zwar von Männern, aber nicht von jedem, sehr viel erwarten kann. Besonders aber müsse ich mir merken, daß ich jungen Männern mit Mißtrauen begegnen solle. Männer in den mittleren Jahren seien am interessantesten. Während der Ferien mußte sie einen kennengelernt haben. Bei der nächsten Gelegenheit wolle sie mir alles erzählen. Aber von alldem dürfe ich zu Hause kein Sterbenswörtchen sagen. Denn ich würde von meiner Familie noch mehr kontrolliert werden und früher oder später würde ich mein Vertrauen bereuen.

Warum? Dies fragte ich mich vergeblich. Na schön, ich will Mme. Sand nichts erzählen. Aber die Geschichte, die sie mir versprochen hatte zu erzählen, interessierte mich. Ich bin begierig, sie zu hören.

Da Sand erstaunt ist, daß es schon sieben geschlagen hat, bevor ich heimkomme, mußte ich mir eine Ausrede ausdenken: ein Lehrer habe uns noch Ratschläge erteilt und einige von uns in ein Gespräch nach Schulschluß verwickelt.

Donnerstag, den 7. Oktober.

Seitdem ich in der Schule war, sprachen die Mädchen nur von Monsieur Pival, der unser Lateinlehrer war. Ich wunderte mich, weshalb alle Mädchen so vernarrt in ihn waren. Er war der einzige Mann im Lehrerkollegium. Noch verstand ich dies nicht. Frau oder Mann, sie waren beide dasselbe für mich. Er sollte uns nach dem Lehrplan sechs Stunden in der Woche quälen. Latein macht mir keinen Spaß. Schon der Gedanke daran mißfiel mir – ja, ganz gewiß! Gestern hatten wir unsere erste Stunde...

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