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E-Book

Kleine Liebesschule für Frauen

AutorEdith Einhart
VerlagPiper Verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl204 Seiten
ISBN9783492983327
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Ein vergnüglicher Ratgeber, der prickelnde Gefühle weckt und schon beim Lesen Lust macht auf mehr: Gefühlvolle, präzise Liebestipps, humorvoll und voller Sprachwitz beschrieben! Edith Einhart spricht alle Fragen der Liebe offen an: Wo findet man den Traummann, wie merkt man, dass er der Richtige ist, wie behält man ihn und wie wird man ihn wieder los? Darf im Bett gelacht werden? Was hilft gegen Liebeskummer? Sachkundig und locker gibt Edith Einhart Antwort und eröffnet die Geheimnisse der perfekten Liebhaberin: die Kunst des Küssens, erotische Liebesspiele und die besten Sextechniken, die ihn richtig heiß machen. Bei 'Kleine Liebesschule für Frauen' von Edith Einhart handelt es sich um eine unveränderte Neuausgabe des 2002 unter dem selben Titel im Piper Verlag erschienen Werkes.

Edith Einhart, geboren 1969 in München, ließ sich nach ihrem Germanistiktudium und diversen Jobs bei der 'Süddeutschen Zeitung', 'Elle', 'Bild', 'Bild am Sonntag' und 'Sat 1' zur Journalistin ausbilden. Sie arbeitet als Redakteurin bei der Illustrierten 'Glamour' in München. 2001 erschien ihr erfolgreiches Debüt 'Die Champagnerkönigin', gefolgt von der 'Kleinen Liebesschule für Frauen' und ihrem zweiten Roman 'Die Todesgärtnerin'.

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Leseprobe

Kleine Männerkunde

Und da wir schon einmal dabei sind:

Männer sind wie Schuhe. Die aufregendsten bereiten die meisten Schmerzen. Auch hier hatte Freud unrecht. Er erklärte den Schuh als Symbol für die Vagina. Wie plump! Nur weil da jemand hineinschlüpft! Und was ist mit dem Handschuh? Oder den Socken?

Die bequemen, mit denen Sie sich geborgen fühlen im Alltag, drücken nicht, Sie merken sie kaum, aber natürlich ist auch der Lack ab, und Staat können Sie auch nicht mit ihm machen und Ihre Freundinnen beeindrucken sowieso nicht.

Aber so ein Mega-Pump macht nur einen Abend Spaß, und irgendwann sind Sie heilfroh, wenn Sie ihn wieder los sind und barfuß über eine Wiese laufen dürfen! Am schönsten sind solche Modelle, wenn man nur von ihnen träumt.

Schön wäre es, wenn Sie all diese Männer-Modelle im Schrank aufbewahren könnten und je nach Gelegenheit herausziehen.

Das führt uns zu der Frage: Keine Frau kommt mit einem Paar Schuhe aus – wie kann sie dann ein einzelner Mann glücklich machen? Und was wünschen sich Männer? Verführerische Frauen, aber bitte, sie wollen nicht dabei sein, wie sie sich nach sexy Schuhen einen halben Tag die Hacken abläuft!

Natürlich ist es auch unwahrscheinlich, daß Sie einen Mann finden, der genau für Sie gemacht ist wie ein Maßschuh. Wer kauft sich schon Maßschuhe? Aber ein Mann nach Maß wäre schon recht? Überhaupt wollen Sie keinen von der Stange, sondern die Haute-Couture unter den Kerlen, obwohl Sie sich sonst auch mit Kaufhaus-Kollektionen zufrieden geben?

Das ist alles etwas viel verlangt, oder?

Der High-Heel-Held & Stiletto-Typ ist sexy, romantisch, der geborene Verführer. Fliegt ohne mit der Wimper zu zucken mal eben nach New York und verführt Sie im Whirlpool des Waldorf Astoria.

Der Sandalen-Typ liebt es leicht und luftig, easy eben. Er ist unverbindlich, mag keine Schnürsenkel und leidet unter Bindungsangst.

Der Stiefelknecht ist besitzergreifend, will Sie ganz und gar, nichts außer ihm soll und darf an Sie ran, er ist zuverlässig im schweren Gelände und robust. Rücken Sie ihm noch mehr auf die Pelle als er Ihnen, dann wird er Sie in Ruhe lassen.

Der Skater ist ein Mann, der mit Ihnen mühelos durchs Leben gleiten will. Am Anfang der Beziehung ist so gut wie jeder Mann ein Skater. Ein Optimist, der fliegend alle Hindernisse überwindet. Typische Blender, die niemals versprechen, was sie halten. Stürze müssen Sie mit einkalkulieren. Heilsam sind diese Jungs allerdings für ängstliche und depressive Naturen.

Der Turnschuh-Typ ist verläßlich, mehr Kamerad als Liebhaber, Erotikfaktor geringer. Guter Familienpapi.

Weil wir die Welt um uns herum immer komplizierter machen, und für Zwischenmenschliches deswegen immer weniger Zeit bleibt, müssen wir uns die Liebe wenigstens möglichst einfach und berechenbar machen.

Früher fragte man sich, ob am Ende eines jeden Regenbogens wirklich ein Topf gefüllt mit Gold auf einen warten würde, käme man mit seinem roten Roller nur schnell genug noch dahin, bevor Mutti zum Abendessen ruft, und man malte sich aus, wie viele Lastwagenladungen Frigobrause und Negerküsse man damit kaufen könnte, und wie viele Kindergeburtstage bei McDonald’s.

Und heute? Allein für einen Wecker gibt es 20 Batterien! Und das sind nur die Mignon-Zellen, von den anderen ganz zu schweigen. Und denken Sie an all die privaten Strom- und Telefonanbieter. Es gibt 49 verschiedene Staubsaugerbeutelmodelle. Und dann all die Abkürzungen, die nichts Gutes verheißen: mit AIDS ging es los, dann kamen Pin, Puk, Kak, SMS, WAP, BSE und MKS. Geschieht uns recht. Nichts ist mehr sicher und verläßlich, jetzt haben sie auch noch herausgefunden, daß der Mount Everest gar nicht der höchste Berg der Erde ist, sondern der K2, und daß Picasso nur deshalb so verschobene Gesichter malte, weil er fürchterlich unter Migräne litt. Und wo ist eigentlich die Mobilbox? Schwebt da ein silbernes Kästchen in der Erdumlaufbahn, auf der all die Nachrichten warten, abgefragt zu werden? Und wenn ja, kann es passieren, daß e-Plus, Viag Interkom und Tele-D-1-2-3 kollidieren und alle Nachrichten unwiederbringlich verloren sind, auch die, daß Er dich gerade zu fünf Tagen Venedig im Fünf-Sterne-Hotel abholen wollte und du nichts einzupacken brauchst als eine Zahnbürste, denn für alles andere wird er schon sorgen? Nicht einmal das mit den Achselhaaren ist mehr verläßlich, Julia Roberts zeigte einfach Haare, und Amerika war schockiert. Auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, adelige Anstandsgouvernante, findet Achselhaare eklig, ihre Busenfreundin und Co-Autorin meint dagegen, daß es durchaus Damen mit erotischen Achselhaaren gäbe …

So wollen wir wenigstens in der Liebe den Überblick behalten. Weil gar keine Muse bleibt, erst einmal zuzuhören und jemanden wirklich kennenzulernen, obwohl Faszination auch Zeit braucht, um zu wachsen. Aber all die Spielshows und Videoclips wollen auch geguckt sein, die vielen Zeitschriften durchgeblättert, und die nächste SMS läuft auch schon ein. Der Typ da drüben auf der Parkbank lächelt zwar nett, trägt aber Mokassins, ergo: kannst du vergessen! Vor Mokassinträgern warnt jede Frauenzeitschrift. Das sind angeblich die Typen, die nur die schnelle, bequeme Nummer draufhaben!

Übrigens: Falls Sie Wert auf die Größe legen:
Vorsicht vor eindrucksvollen Visitenkarten: je größer, desto kleiner der Schwanz!

EXKURS: Der neue Mann – gibt es ihn?

Kennen Sie die netten Schaubilder in Lexika, die die Entwicklung vom Affen zum Menschen illustrieren? Immer sind da Männer abgebildet, erst mit Keule, dann mit Faustkeil, dann mit Flaschenöffner. Niemals wir Frauen. Woran liegt das? Weil Frauen vorher da waren und sich offenbar nicht über Jahrmillionen mühsam entwickeln mußten. Daher auch die Vorliebe von Männern für Modelleisenbahnen. Endlich können sie wieder auf allen vieren kriechen und unsinnige Laute ausstoßen wie: »Wann gibt’s was zu essen?« oder »Wieviel hat das Kleid gekostet, du spinnst wohl!« (selbst wenn es Ihr Geld ist). Männer sehen das allerdings ein wenig anders. Sie denken, sie und ihre Geschlechtsgenossen, und nur die, haben die Erde erobert, weil sie von den Bäumen gestiegen sind. Was für ein Irrtum.

70 % der Männer unter 40 halten sich für den neuen Mann, immerhin drei Prozent sind es wirklich.

Der Neue Mann wurde außerhalb von Psychologen-Tagungen und Lifestylemagazinen noch nie in der Wirklichkeit gesichtet. Es ist ebenso unklar wie beim Yeti, ob er überhaupt existiert. Ihn tatsächlich anzutreffen dürfte etwa so wahrscheinlich sein, wie daß Angela Merkel beim Frisurenwettbewerb den ersten Preis davonträgt.

Vermutlich handelt es sich hier um nichts weiter als um eine raffinierte Marketingstrategie, ganz ähnlich, wie wenn banaler Obstquark als Fruchtzwerg unter die Leute gejubelt wird, und keimige Yoghurts als probiotisches Fitness-Food und schweißtreibende Polyester-Trevirafasern als multifunktionale und neu researchte Designerstoffe.

Der unerschütterliche Glaube an den neuen Mann setzt voraus, daß seine Anhänger denken, wenn nur die Erziehung/ Umwelt/Gesellschaft/Mütter/Väter/endlich das Fernsehprogramm/die Benzinpreise/die Gene verändern, entschlüpft dem Zeitgeist auch der neue Mann.

Woran aber erkenne ich den neuen Mann, wenn ich ihm doch einmal begegne (eher treffen Sie Boris Becker in der Sauna): Er ist zärtlich, aber fordernd, einfühlsam, aber wild im richtigen Augenblick, geheimnisvoll, aber kein Lügner, durchsetzungsfähig im Beruf, aber fair zu seinen Mitarbeitern, er liebt sexuelle Experimente und ist treu, er geht keiner konstruktiven Auseinandersetzung aus dem Weg und sucht doch keinen Streit, kurz: er ist vollkommen, aber niemals ein Perfektionist.

Das Unglück ist nur, daß der Neue Mann jetzt auf die moderne Frau trifft. Frauen waren schon immer ihrer Zeit voraus, sie sind sozial intelligenter als Männer und damit die geborenen Trendsetterinnen. Das war schon so, als die Steinzeitmenschen auf Ackerbau und Haustiere umstellten. Oder meinen Sie, Männer könnten Weizensamen von Tollkirschen unterscheiden, wenn sie nicht mal den Unterschied zwischen einer Amaryllis und einer Orchidee erkennen? Denken Sie tatsächlich, Männer hätten kapiert, wie angenehm eine Hauskatze wärmt, und zwar im Bett und nicht als Fellkappe? Die moderne Frau paßt darum leider gar nicht zum Neuen Mann, denn sie ist überhaupt nicht vollkommen und will es auch nie wieder sein. Sie ist schon wieder viel viel weiter:

In den 50er Jahren war die Frau dem Manne untertan, galt als fremd, geheimnisvoll, damit Männer alles in sie hineininterpretieren konnten, was sie wollten, jedenfalls war sie ein Mensch zweiter Klasse. Seit den 70er Jahren wollte die Frau Gleichberechtigung oder wenigstens auch mal Sex ohne Sorge haben, also die Pille. Bis zum Ende der 90er Jahre hat sie sich dann alles, was bisher nur Männer hatten, eingebrockt, also 70-Stunden-Wochen, den eigenen Porsche und Herz-Kreislauferkrankungen. Nur bis zum Prostatakrebs hat sie es noch nicht gebracht. Die nervenaufreibende Zeit der Superweiber brach an, Karriere-Kinder-Küche-Kirchenlos (weil ausgetreten). Die Karrierefrau war geboren: hervorstechendstes Merkmal: Sie putzt nicht, sondern läßt putzen.

Diese Neue Frau war perfekt, der Mann hinkte in seiner Entwicklung mühsam hinterher und wurde halbherzig zum Softie,...

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