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Klimawandel und Globaltemperatur. Kritische Anmerkungen zu Wissenschaftlichkeit und Gläubigkeit

AutorAdalbert Rabich
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl60 Seiten
ISBN9783668127173
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis16,99 EUR
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Der Mensch lebt in der Jetztzeit und er möchte gern wissen, wie das wohl in zukünftigen Generationen sein wird. Die statistischen Erfassungen von Bevölkerung, dem Verbrauch usw. über der Zeit bringen ihm einen quantitativen Überblick, was sich einstellen könnte. Die aus diesem Blickwinkel getroffenen Strategien wechseln im letzten Jahrhundert mehrfach entscheidend, aber welche waren nun die 'richtigen' und ist die letzte auch eine richtige? Und woran kann ich das erkennen, nach welchen Informationen soll ich entscheiden? Im Teilgebiet der Atmosphäre und seinen Zustandsveränderungen widmet sich die Klimawissenschaft, ein Forschungsgebiet, das in den letzten Jahrzehnten mit erheblichen Finanzmitteln ausgestattet worden ist und von der Politik zum Instrument staatlichen Handelns gemacht wurde. Was ist da 'wissenschaftlich gesichert', was vor allen Menschen tatsächlich ethisch und in Klug-heit und Vernunft rechtfertigbar? Wann rechtfertigt ein ungesicherter Kenntnisstand welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen? Man kann sich auf Gefühle verlassen, auf genaue Begründungen und Vertretbarkeiten bei Entscheidungen verzichten, aber so mancher fragt, warum soll ich erst so lange warten, bis ich den Wissensstand erreicht habe, wenn eine Gefahr droht, die mich sofort zu Handlungen zu veranlassen scheint. Und daran liegt das Kreuz, wie ist es mit dem Entscheiden bestellt, wenn Zweifel an der Beweislage bestehen, ablehnen könnte nachteilig sein, denn Zweifel an einer unfertigen These gehören gerade dazu, um einen höheren Reifezustand der Kenntnis zu erreichen? Zu beweisen, dass etwas falsch ist, ist zu unterscheiden von dem, Ungewisses heraus-zuarbeiten und nach mehr und Genauerem zu streben, was immer die Devise sein sollte, gerade dann, wenn die Treibhaustheorie der die Erde umhüllenden Gasschicht experimentell nicht überprüft werden kann. Aber man kann untersuchen, ob alle methodischen Instrumente unseres Geistes und alle wissenschaftlichen Vorgehensweisen eingehalten wurden. Schließlich sind wir immer noch Menschen, die Fehler machen können und die nicht immer zuverlässig arbeiten und urteilen. Aber haben wir nicht die Pflicht, die Sorgfalt nach bestem Können und Wissen bis an die Grenze anzuwenden? Die Überzeugung aus Augenscheinlich-.keit ist einfach in unserer modernen Zeit zu wenig, um kolossale Umwälzungen zu induzieren. Darum geht es im folgenden Text. In der Technik spricht vom Bestmöglichen, was man zu tun hat.

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Leseprobe

Die Sprache und Kommunikation als beeinflussbare Bestandteile von Information.


 

Wir wissen nicht, wann die Sprache entstanden ist, aber anatomisch war der Mensch bereits in der Frühzeit der menschlichen Evolution dazu fähig, allerdings werden die neuronalen akustischen Signale erst spät eingesetzt haben.[61], davor dienten vermutlich die Protosprachen mehr dem Hinweis auf Objekte oder Ereignisse z.B. auf Feuer, das als Wort allerdings min-destens zwei Bedeutungen hatte: auf seine zerstörende und eine nützliche, für den Menschen hilfreiche Anwendung als eine Wärmequelle für sich und für die Herstellung von „Werkzeu-gen“ o.a.. Er unterschied sensorisch sehr wohl die sofortige Wirkung von Sonnenstrahlung von langsamer über die Luft und das von einem Windzug: die Vorsorge für eine (moderne) Messung benötigte er nicht. Es ist anzunehmen, dass der Mensch schon in der Steinzeit ein Gefühl für Wärme oder Kälte hatte und er verstand, sich darauf einzurichten und zu verhalten. Ob und inwieweit die sinnliche Wahrnehmung bereits graduelle Unterschiede von Wärme in der Art von Temperaturen kannte, ist unklar, jedenfalls waren prinzipiell z.B. die Sensibilitä-ten der Haut für die Thermorezeption[62] vorhanden, allerdings konnte der Mensch die zuge-hörigen physikalischen Prozesse dazu nicht deuten, nämlich Wärmeübertragung mit Kon-vektion (Wind) und Strahlung. Es blieb bei einem unbestimmten Gefühl, selbst in der Zusam-menfassung zu einem Wort, einem „Begriff“. Dabei ist die Verwendung von Worten in vie-lerlei Funktionsbeziehungen typisch für die gesamte Evolutionsperiode, es galt die Sinn-Über-tragung.[63]

 

Die Anwendung von Sprache ermöglicht die Kommunikation zu anderen Menschen, zur In-formation über einfache und nach den Fortschritten der Aufklärung auch komplexere Begrif-fe, wie beispielsweise dem der Wärme.[64] Begriffe sind immer zugleich Darstellungen von Wissen, und das kann über den Kontakt zu anderen Wissensträgern, heute über die Schule oder durch Studium erworben werden. Es ist auch eine Basis vom Stand der individuellen Er-kenntnis. In jedem Fall stellt die Anwendung voeinem Begriff den persönlichen Wissenshin-tergrund[65] dar – mit eigener Deutung. Daher setzt an diesem Punkt die Beeinflussung der bis-her eingenommen Einstellung besonders dann an, wenn sich bereits eine verfestigte Meinung festgesetzt hat und diese durch hinzukommende „Aufklärung“ überdacht werden muss.

 

Eine Meinungsbildung äußert sich in einer Neubildung von Einstellungen gegenüber Ein-

 

stellungsobjekten, für die bisher noch keine Einstellung verfestigt war. Eine Verstärkung be-reits bestehender Einstellungen kann auf eine Informationsaufnahme, die zu vorhandenen Einstellungen konsistent ist, folgen. Dadurch entsteht eine Aktivierung und Verfestigung vorhandener Einstellungen. Eine Abschwächung bereits bestehender Einstellungen kann hingegen entstehen, wenn sich wiederholende Medienaussagen die Erwartungen des Rezipi-enten nicht in vollem Maße erfüllen. Dies führt zu einer Differenzierung vorhandener Kogni-tionen durch die neuen Informationen. Eine Änderung bestehender Einstellungen stellt schließlich die stärkste Einstellungsänderung dar. Hierbei wird die vorhandene Einstellung völlig verworfen und möglicherweise durch eine andere ersetzt. Eine solche Änderung ist allerdings eher selten und durch Medienaussagen kaum herbeizuführen.[66]

 

Heute im Zeitalter moderner Informationstechnologien ist Daten- bzw. Informationssicher-heit[67] oberstes Gebot, da fehlerhafte oder falsche Nachrichten erhebliches Unheil anrichten können. Dieser Grundsatz war wohl schon von Beginn menschlicher Evolution herrschend, denn falsches Handeln und Reagieren konnte den Tod bedeuten. Aber die Evolution hat keinen unmittelbaren Sinn für das Erkennen falscher Datenbearbeitung und Informations-übermittlung entwickelt, im Schöpfungsziel ist die Überwindung von manipuliertem Denken nicht vorgesehen.[68] Vielmehr muss der Mensch auf solche Werkzeuge greifen, die er für sich selbst zum Schutz seiner Persönlichkeit im umfassenden Sinne zu schaffen hatte und immer noch dabei ist, diese zu vervollkommnen – bis auf einen Bereich, dessen Tätigkeit mit Lüge-rei, Betrügerei etc.. sich sein eigenes Weltbild und seine Umgebung „macht’“, ein Umstand, der unter den Begriff der Ethik fällt. In der zwischenmenschlichen Beziehung gibt es eine Kunst, Lügen zu entdecken[69], aber nicht, um in den Massenmedien die Anwendung der Kunst der Verfälschung zu merken, denn sie ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass man schon systematisch und gezielt vorgehen muss. Es gibt keine Profession, Lügen und Unwahr-heiten in der Gesellschaft und Presse ausfindig zu machen[70], einzelne Journalisten spüren hin und wieder Einzelfälle auf, eine Gesamtbewertung und Bekämpfung scheint allein deshalb nicht möglich[71], weil die Institution eigentlich die Wissenschaft selbst ist, die zur Wahrheits-findung kommen soll. Der Begriff Wahrheit wird von so manchem sogar mißbraucht, indem man einfach vorgibt, die Wahrheit zu suchen, zu finden oder zu haben.

 

Ohne Zweifel wiesen bereits die Frühmenschen sich gegenseitig über Signale auf Besonder-heiten der Umwelt oder im Verhalten hin, ehe eine sprachlich einfache Verständigung als Art von Kommunikation aufkam. Dabei sind gewisse Voraussetzungen zu einer Übertragung einer „richtigen“ Nachricht erforderlich: das Erfassen des nachrichtlichen Inhaltes, der Mit-teilung, dann die richtige Anwendung der Sprache und sodann das Wahrnehmen und Erken-nen beim Empfänger. Damit sind Fehlübermittlungen menschlich-individuell bedingt, was oft durch eine Mustervorführung einer mündlichen Weitergabe[72] auf (eindeutigen) Fakten beruhender Nachricht über mehrere Personen demonstriert wird: die ursprüngliche kommt verzerrt am letzten Kettenglied an. Der sprachlichen Kommunikation sind somit erhebliche Missverständnisse und Fehldeutungen innewohnend, die im einzelnen durch Ordnung und Regelung und das Einhalten von „Normen“ vermindert oder vermieden werden können. So nimmt die deutsche Normung im Rahmen der technischen Sachnormung eine Ordnungsfunk-tion für die Terminologie der Fachsprachen wahr.[73] Die zentralen Prinzipien der Terminolo-gielehre für die Begriffs- und Benennungsbildung sind:

 

 Vermeidung von Missverständnissen durch Eindeutigkeit,

 

 Orientierung an Begriffssystemen – der Begriff und seine Beziehung zu anderen Begriffen als Ansatzpunkt für systematische Terminologiearbeit,

 

 Transparenz der begrifflichen Ordnung auch auf der Benennungsseite.

 

Die absichtliche Nachrichtenmanipulation in moderner Zeit zeigt, wie weit man dieses Mit-tel zur Beeinflussung von menschlichem Denken ausnutzen kann.[74] Kommunikation und Ver-ständigung über Probleme setzt aber nicht nur eindeutige Begriffe voraus, sondern auch die Bereitschaft, den Ausführungen eines ein Problem Schildernden anzuhören und gedanklich nachzuvollziehen. Andernfalls stirbt der Austausch von Gedanken schon beim Vortrag und Gespräch. Kritik zu formulieren und zu akzeptieren, verlangt eine grundsätzliche Offenheit und Bereitschaft, Vorgetragenes in seinem Sachgehalt auf Richtigkeit und Rechtfertigung zu prüfen.[75] Noch größer wird der sprachliche Wirrwarr, je weiter man in den Bereich höherer Denkformen z.B. von Werten, Wertegemeinschaft und philosophischen Interpretationen vor-dringt und je mehr mediale Verformungen möglich und manipulierbar sind. Die Mannigfal-tigkeit des Augenscheinlichen wird hier je nach Zweckvorgaben verformt und angepasst, größere Zusammenhänge werden nicht mehr direkt sichtbar oder kontrollierbar, oft kennt man den Weg der Nachricht und der zugehörigen Meinung weder von der Quelle noch nach dem Weg mehr. Wie soll man da das Wesen des Geschehens, der Informationsverknüpfungen er-kennen?[76] Mit der Möglichkeit, Nachrichten zu manipulieren, also die Wahrnehmung zu stören und zwar im Interesse des Störers, hat sich eine Evolution der Manipulation des Ver-haltens von Menschen aufgetan, das enorme Chancen bietet, Macht zu gewinnen oder zu erhalten – ohne Kämpfe und Streit, ohne eine wirksame Verhinderungsmethode; der mora-lische Appell ist in seinen Folgen und im Befolgen begrenzt.. Diese Aussicht auf Vorteile fördert das Verlangen, auch so manchen Wissenschaftlers, auf diese Art auf die Meinung anderer einzuwirken.[77]

 

An der Informationsweitergabe sind mindestens der Sender und der Empfänger beteiligt, wo-bei bei beiden Fehler[78] auftreten können im Aufnahmen des Sachverhaltes an sich und dem des Inhaltes der Information, der Nachricht und auch beim Nutzen der Informationsmittel, z.B. der Sprache (Sprechen und Hören). Von den Fehlermöglichkeiten bei der technischen Datenübertragung sei hier abgesehen. Man kann jedoch feststellen, dass die Nachrichtenver-fälschung schon in früheren...

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