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E-Book

Körperpflege ohne Kampf

Personenorientierte Pflege von Menschen mit Demenz

VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl377 Seiten
ISBN9783456947891
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis26,99 EUR
Pflegende erleben jeden Tag, dass sich Körperpflegesituationen bei alten Menschen mit einer Demenz schwierig gestalten und die Körperpflege zum Kampf zu werden droht. Dass dem nicht so sein muss, belegen die Autoren dieses praxisorientierten Buches. Sie bieten einen individuellen, problemlösenden Ansatz, um die Basis- und Körperpflege bei gebrechlichen Personen und Menschen mit einer Demenz für beide Seiten wohltuend zu gestalten. Die von den Autoren vorgestellten Strategien und Techniken basieren auf umfangreichen Forschungen und langjähriger Erfahrung. Sie funktionieren sowohl in häuslichen wie auch stationären Pflegesituationen. Neben den von der Person gesteuerten Situationen der Haut- und Körperpflege werden spezifische Situationen des Schmerzmanagements, Transfers und der Umgebungsgestaltung dargestellt. - Ein Kapitel über späte Auswirkungen von Traumatisierungen bei der Kriegs- und Nachkriegsgeneration ergänzt die deutschsprachige Ausgabe. Wichtige Aspekte der Basis- und Körperpflege von Menschen mit einer Demenz werden tabellarisch zusammengefasst, grafisch illustriert, exemplarisch veranschaulicht und mit Handlungsanweisungen und Checklisten umsetzbar und überprüfbar gemacht.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Widmung
  3. Danksagung
  4. Vorwort
  5. Teil I: Die Grundlagen
  6. Teil II: Spezielle Themen
  7. Teil III Unterstützende Pflegeaktivitäten
  8. Anhang
Leseprobe
3 Menschen mit Demenz bei der Körperpflege unterstützen – allgemeine Richtlinien (S. 43-44)

Ann Louise Barrick, Joanne Rader

Körperpflege kann für Menschen mit Demenz ein besonders sensibles Thema sein. Die Betroffenen sind äußerst verletzlich und sehr leicht irritierbar. Selbst eine scheinbare Kleinigkeit, etwa Wasser in den Augen oder Ohren, kann Angst oder Aggressionen auslösen. Die Person mit Demenz hat das Gefühl, die Kontrolle über die Situation zu verlieren. Wir können jedoch unsere Interaktionen verbessern durch die Art und Weise, wie wir auf die Person eingehen und unsere Pflegeleistungen erbringen, damit sie Unbehagen minimieren und den individuellen Vorlieben entsprechen.

Jeder Mensch hat individuelle Merkmale, Gewohnheiten, Wünsche und Bedürfnisse, die beachtet werden wollen, damit er sich wohlfühlen kann. Je besser wir eine Person kennen, desto leichter gestaltet sich die Pflege. Personenorientierte Pflege setzt den Menschen an oberste Stelle, nicht etwa die Vorschriften und Verfahren der Betreuungseinrichtung oder die Tagesstruktur des Pflegeheims. Sie will die Wünsche des Schützlings so weit wie möglich berücksichtigen und bezieht ihn so gut wie möglich in die Entscheidungsfindung ein.

Diese Form der gezielten Betreuung achtet den Wert eines jeden Menschen, sie stellt die Unterstützung der praktischen und sozialen Stärken und Fähigkeiten der Person in den Mittelpunkt und berücksichtigt ihre individuellen Wertvorstellungen, Vorlieben und Lebensgewohnheiten. Zudem richtet diese Pflegemethode den Fokus auf die Förderung von Autonomie und Wahlfreiheit.

Personenorientierte Pflege basiert auf dem Wissen, dass manche Menschen aufgrund kognitiver Defizite ihre Wünsche nicht in Worte fassen können. Dennoch bieten uns ihre früheren Vorlieben und ihr derzeitiges Verhalten Schlüsselinformationen darüber, was in der aktuellen Situation ihren persönlichen Wünschen am nächsten kommt.

In solchen Fällen müssen Pflegende, die die Person betreuen, in der Lage sein, die Abläufe zu modifizieren und sie den direkt geäußerten oder impliziten Wünschen ihres Schützlings anzupassen. Wehrt sich beispielsweise eine Person körperlich gegen das Betreten des Badezimmers, will sie uns damit möglicherweise sagen, dass wir eine andere Methode der Körperpflege einsetzen müssen, dass sie Ermunterung und Unterstützung braucht oder die aktuelle Methode zu furchterregend, schmerzhaft oder eine Überforderung ist.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Widmung12
Danksagung13
Vorwort14
Teil I: Die Grundlagen18
1 Den Kampf verstehen20
2 Die Zeiten ändern sich – Körperpflege früher und heute34
3 Menschen mit Demenz bei der Körperpflege unterstützen – allgemeine Richtlinien44
4 Das Verhalten einschätzen54
5 Mit erprobten, personenorientierten Lösungen arbeiten76
Teil II: Spezielle Themen116
6 Personenorientiert pflegen: Durch angemessene Unterstützung Interaktionen erhalten118
7 Schmerzmanagement136
8 Hautpflege158
9 Transfertechniken170
10 Die räumliche Umgebung gestalten192
11 Pflegeprodukte und Utensilien204
Teil III Unterstützende Pflegeaktivitäten220
12 Körperpflege als Weg zu einer anderen Pflegekultur222
13 Mit interaktiven Methodenpersonenorientierte Körperpflege lehren256
14 Für sich selbst sorgen: Strategien für Pflegende288
Anhang302
Anhang A: Programm zur Verbesserung der Pflegequalität durch personenorientierte Körperpflege304
Anhang B: Checkliste zur Beurteilung des Verhaltens310
Anhang C: Checkliste zur Beurteilung des Verhaltens der Pflegeperson314
Anhang D315
Anhang E326
AutorInenverzeichnis368
MitarbeiterInenverzeichnis370
Stichwortverzeichnis372

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