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E-Book

Lass dich einfach geschehen

Mit Einsicht in die Gelassenheit

AutorGabriel Palacios
VerlagCameo Verlag
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783906287010
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis28,99 EUR
Die meisten unserer Gedanken finden auf rein unbewusster Ebene statt. Unser Unterbewusstsein widerspiegelt den Teil unseres Geistes, der Erfahrungen in Form von Gedanken und Gefühlen projiziert. Die Mehrheit der negativen Gedanken und Gefühle, die uns tagtäglich das Leben erschweren wollen, haben keinen Realitätsbezug und dienen lediglich dem übermäßigen Sicherheitsbedürfnis des Unterbewusstseins. Wer mit Einsicht die richtigen Perspektiven erlangt, dem wird es möglich sein, das eigene Leben maßgebend positiv zu beeinflussen. In diesem Buch vermittelt Bestsellerautor und Gedankenexperte Gabriel Palacios nicht nur aufklärendes Wissen im Umgang mit dem Unterbewusstsein, sondern weist uns mit einfachen Tipps den Weg zu mehr Gelassenheit und geistigem Wohlbefinden. Auf authentische Art und Weise teilt er seine Methoden und Erkenntnisse, mit welchen er aus eigenen negativen Gedanken und Gefühlen herausfand, welche ebenfalls durch Prägungen und Schicksalsschläge aufgekommen waren.

Gabriel Palacios, geboren 1989 in Bern, befasste sich bereits seit frühester Kindheit aufgrund eines familiären Schicksalsschlages intensivst mit der Gedankenwelt. Heute verhilft der mehrfache Bestsellerautor und Gedankenexperte in seinem Hypnosecenter in Bern (CH), an öffentlichen Veranstaltungen wie auch mittels seiner Bücher und CDs vielen Menschen zu mehr Gelassenheit und gedanklicher Freiheit. Bekannt wurde er einem Millionenpublikum seit seiner Teilnahme 2009 an einem internationalen TV-Highlight, wo er mit mentalen Experimenten wöchentlich rund zwei Millionen Zuschauer verblüffte. Heute berät er Unternehmen, referiert als Keynote-Speaker und bildet als Präsident des Verbandes Schweizer Hypnosetherapeuten (CH) wie als Lehrtrainer der National Guild of Hypnotists (USA) jährlich mehrere Dutzend Hypnosetherapeuten aus.

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Leseprobe

Die Göttlichkeit des Menschen


An dieser Stelle möchte ich dir, meiner Leserin und meinem Leser, herzlichst für dein Vertrauen in meine Worte und meine Perspektiven danken. Ich weiß es sehr zu schätzen, wenn ich Menschen, sei es im Rahmen meiner persönlichen Sitzungen und Veranstaltungen, oder auch im Rahmen meiner Bücher und CDs, zu neuen Perspektiven und zu mehr Gelassenheit verhelfen darf. Es ist die Erwartung, die ich in mich setze, all jenen Menschen, die in meinen Worten eine Antwort finden wollen, genau diese Antwort bieten zu können. Und solltest du während des Lesens dieser Zeilen ein Gefühl der Wärme, ein Gefühl des Verstandenwerdens, ein Gefühl der Freiheit und Gelassenheit verspüren, so ist genau die Energie, die ich in dieses Buch gesteckt habe, bei dir angekommen.

Es ist mein Ziel, aufzeigen zu können, dass wir Menschen – als sogenannte Vernunftwesen – einen Segen, jedoch zugleich einen Nachteil mit uns tragen. So leitet sich auch der Begriff Homo sapiens aus den lateinischen Worten homo „Mensch“ und sapiens „vernunftbegabt“ ab. Die Vernunft ermöglich es uns Menschen, rationale, komplexe Schlüsse zu ziehen; Gegebenheiten zu analysieren; übergreifend in neuen Perspektiven zu denken und Zusammenhänge zu erkennen. Wir beherrschen die artikulierte Sprache, können uns neue Sprachen aneignen und weisen ein reflektiertes wie auch die Möglichkeit zu einem rein fiktiven Denken auf. Mit unserer Vernunft schaffen wir neue Realitäten. Wir glauben, die Vernunft allein zeichne uns Menschen aus und hebe uns vom Tierreich ab. Jedoch weiß die Wissenschaft, dass auch Tiere über bemerkenswerte Fähigkeiten und auch über eine bemerkenswerte Vernunft verfügen. So erwiesen beispielsweise Experimente mit Hunden, dass diese Hunderte von Worten zuordnen können und auch lernfähig sind hinsichtlich der Aneignung neuer Worte. Zudem beobachtet die Menschheit vermehrt, dass Tiere eine äußerst hohe Sensitivität aufweisen – so spüren Tiere sich anbahnende Naturkatastrophen, noch bevor von Menschen geschaffene Messgeräte diese eruieren können. Die Tiere verfügen folglich genauso über eine Vernunft, nur scheinen Menschen naturwissenschaftlich analytischer und reflektierender zu funktionieren – insbesondere aber zeichnet sich unsere Vernunft dadurch aus, dass wir Menschen nicht nur über ein intuitives Wissen verfügen, sondern dieses auch zu erklären versuchen.

Diese vermeintliche Vernunft bietet den Menschen scheinbar die Möglichkeit, sämtlichen Bedürfnissen nachgehen zu können. Es scheint beinahe so, als gäbe es für die meisten Fragen in unserer menschlichen Realität auch entsprechende Antworten. Umso schneller verlieren wir jedoch oft den Bezug zu uns selbst – den Bezug zu unserer Menschlichkeit. Wir verdrängen Ängste, ertränken sie in Süchten oder schlucken gar magische, rezeptpflichtige Pillen, die uns die Sorgen nehmen sollen, die uns den Verstand zu rauben scheinen.

Doch würden wir mal in uns hineinblicken und erkennen, dass all die Sorgen und all die unangenehmen Gefühle, die in uns sitzen, einen Ursprung in negativen Erfahrungswerten finden, und würde es uns gelingen, diese Erfahrungen, die Gefühle und die Gedanken neu zu bewerten, so stünde unserer Gelassenheit nichts im Wege. Wir alle schaffen unsere Welt nach unseren Gedanken – ebenso unsere Sorgen.

Wir alle haben die Aufgabe zu erkennen, dass ein Leben ohne Sorgen, ein Leben ohne negative Gedanken und negative Gefühle eine Utopie darstellt. Es ist eine Illusion zu glauben, wir könnten von heute an für den Rest unseres Lebens ausschließlich glücklich sein, wenn wir nur jeweils das Richtige tun würden. Wir bauen uns selbst einen enormen Druck mit dem Gedanken auf, dass wir zu jedem Zeitpunkt immer das Richtige tun müssen, um glücklich und erfüllt zu sein. Zudem bin ich der Meinung, dass es das „Richtige“, wie wir dies verstehen, so nicht gibt. Auch dies ist eine Illusion. Richtigkeit ist etwas, was uns in der Schule eingebläut wird. Für jede mathematische Rechnung gibt es dort eine einzige Lösung. Und wenn diese nicht stimmt, so ist vielleicht irgendwo im Lösungsweg ein Fehler. Dies ist jedoch in keiner Weise kompatibel mit unserem Leben. In unserem Leben gibt es keine mathematischen Lösungswege. Es gibt keine Folgefehler. Es gibt nicht nur eine korrekte Lösung. Jede Lösung, jeder Lösungsweg, ja selbst jeder Fehler hat seine positiven Seiten. Sprechen wir jedoch von Fehlern im Verhalten, die sehr schädliche Folgen haben, so verstehe ich, dass diese Art Fehler nicht einfach schönzureden sind. Insbesondere dann, wenn daraus extrem negative Konsequenzen entstehen. In solchen Fällen ist eine tief geistige, meist gar spirituelle Auseinandersetzung mit den Energien gefordert, die im Zusammenhang mit den Geschehnissen aufkommen. Ich spreche aus eigener Erfahrung: In eigenen Schicksalsschlägen waren im Moment des Geschehens einfach keine Richtigkeit zu finden. Und dennoch galt es, das Geschehene zu akzeptieren.

Wir sollten uns aneignen, in der Akzeptanz negativer Gedanken und Gefühle im Leben eine innere Ruhe zu finden. In der Akzeptanz der Polarität und im Verständnis, dass es ganz normal ist, dass jede und jeder von uns auch negative Gedanken und Gefühle in sich trägt. Die einen häufiger, die anderen etwas seltener. Die einen intensiver, die anderen etwas gemäßigter. Und wer es versteht, das Grundgesetz der Polarität so anzuwenden, dass in allen Gegebenheiten die Perle des Positiven gefunden werden kann, der wird in sich eine Ruhe und ein Gefühl der Freiheit finden können.

Wir alle sind der Beweis für die Existenz der Polarität. Denn wir alle sind der Beweis für die Existenz von etwas äußerst Positivem: Liebe. Wir alle sind aus ihr heraus entstanden – durch die innige Verbundenheit und Hingabe zweier Menschen. Wir sind der Nachweis dafür, dass es überall – unabhängig wo – stets zwei sich bedingende Gegensätze geben muss, damit einer der beiden Begriffe überhaupt existieren kann. Denn damit wir überhaupt entstehen konnten, bedurfte es einer männlichen wie aber auch einer weiblichen Fruchtbarkeit. Wir alle sind ein Produkt der Polarität.

Nichts in unserem Universum kann ohne Gegensatz existenziell sein. Wie könnte ein Berg entstehen, wenn es keine Täler geben dürfte. Wie könnte es den Tag geben, wenn es keine Nacht gäbe. Wie könnte es Frieden geben, wenn es keine Auseinandersetzungen auf unserer Welt gäbe. Die Kirche schuf Himmel und Hölle. Es gibt das Göttliche ebenso wie das teuflische. Physiker entdeckten, dass es nicht nur Materie gibt, sondern auch Antimaterie. Auch jedes einzelne Atom existiert nur dank dem Gesetze der Polarität. Jedes Atom besteht aus positiv geladenen Teilchen – Protonen – sowie aus negativ geladenen Teilchen, den Elektronen. Doch es gibt auch neutrale Teilchen – die Neutronen. Auch dies ist ein existenzieller Zustand, den es zu akzeptieren gilt: die Neutralität. Eine Art Ruhe, eine Art Enthaltsamkeit, die belebt werden darf.

Doch wie würde sich ein Leben anfühlen, dem man negative wie positive Momente entziehen würde – das eben „neutral“ wäre? Für mich ist dies ein ähnlich beängstigender Gedanke wie jener der physischen Unsterblichkeit. Wie könnte das Leben existieren, gäbe es keinen Tod? Und dennoch sehnen sich die Menschen nach der physischen Unsterblichkeit – dem physisch unendlichen Leben, im Glauben, es würde sich toll anfühlen.

Es ist ganz normal, dass sich der Mensch nach dem ausschließlich Positiven sehnt – letztendlich ist dies auch die Energie, die uns antreibt.

Doch wir alle müssen lernen, eines zu verstehen: Würde man irgendwo die Polarität zerstören oder verhindern – würde man bei zwei sich bedingenden Gegensätzen einen der beiden verschwinden lassen –, so würde dies unserem Glück im Wege stehen. Auch ich wünsche mir, es wäre möglich auf unserem Planeten nur das Positive und Schöne erleben zu dürfen.

Es gilt die Polarität zu akzeptieren. Sie ist das Normalste auf der Welt – und sogar darüber hinaus, denn selbst Götter sind polar. So gibt es den römischen Gott des Krieges – Mars – ebenso wie die römische Göttin des Friedens – Pax. In der griechischen Mythologie verkörpern die Gottheiten Ares und Eirene diesen Gegensatz. Folglich wäre gemäß Mythologie die Polarität selbst dann existenziell, wären wir göttlich. Geschweige denn, wenn wir uns als Menschen bekennen und akzeptieren wollen. Und ist es uns möglich, die Stärke von uns Menschen einzusetzen – die Vernunft –, um vor diesem Hintergrund unseren Gedanken neue Perspektiven zu ermöglichen, so finden wir auch den Weg in die Gelassenheit.

Der Titel dieses Buches ist folglich ein Appell an uns Menschen, genau diese Ressource zu verwenden, um zu erkennen, dass wir uns das Leben oft selbst schwerer machen als es wäre – aufgrund der bloßen Tatsache, dass wir es hervorragend verstehen, unsere eigene Realität nach unseren Gedanken zu basteln.

Doch gelingt es uns, uns einfach gehen zu lassen und unser Unterbewusstsein mittels Einsatz unserer Vernunft zu beruhigen – negative Gefühle und negative Gedanken zu besänftigen –, so werden wir genau diesen Weg in die Gelassenheit finden können.

Sich geschehen zu lassen, heißt nicht, nichts zu tun. Sich geschehen zu lassen, heißt nicht, seine Fehler wegzudenken oder nicht aus Fehlern zu lernen. Sich geschehen zu lassen, bedeutet auch nicht, alle Verantwortung an eine höhere Gewalt, das Schicksal oder einen Lebensplan abzugeben. Nein. Es bedeutet, die notwendige Einsicht zu erlangen, um Gelassenheit zu schaffen – für sich und sein Umfeld. Aus Fehlern lernen zu dürfen. Verantwortung für sich und sein Umfeld zu übernehmen und das zu tun, was sich gut...

Blick ins Buch

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