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E-Book

Last Minute HNO

AutorFlorian C. Uecker, Kathleen Uecker
VerlagUrban & Fischer Verlag - Lehrbücher
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl88 Seiten
ISBN9783437169526
FormatPDF/ePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR

Last Minute - die Zeit läuft davon! Sie haben das Fach HNO bereits einmal gelernt und wollen das Wichtigste in letzter Minute vor der Prüfung wiederholen? . Genau das bietet Ihnen die Last Minute Reihe:

  • nur die Fakten, die zum Bestehen der Prüfung notwendig sind
  • Farbkodierung: Gewichtung nach IMPP-Häufigkeit
  • eingeteilt in schnell schaffbare Lerneinheiten


3.1.15 Info über Heirat (geb. Giercke)

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Horizontale Tabs

Leseprobe
1

Ohr


Untersuchungstechniken


Inspektion des Ohrs


• Inspektion des Ohrs von außen: Untersuchung der gesamten Ohrmuschel, des Lobus und Lobulus sowie des Mastoids.

• Ohrmikroskopie: Beurteilung des äußeren Gehörgangs sowie des Trommelfells.

• Physiologisches Trommelfell (Abb. 1.1):

Abb. 1.1 Physiologisches Trommelfell rechts mit Quadranteneinteilung I–IV [L231]

– Lichtreflex vorn unten

– Hammergriff vorn oben sichtbar

– Umbo zentral gut lokalisierbar

– Pars tensa größer als Pars flaccida

– Trommelfell aufgrund des physiologischen Unterdrucks nach innen gewölbt

Hörtestung

Bei der Hörtestung wird grundsätzlich zwischen subjektiven und objektiven Verfahren unterschieden.

Subjektive Verfahren

Subjektive Verfahren sind von der aktiven Mitarbeit des Patienten abhängig.

Stimmgabelprüfung

Zur orientierenden Unterscheidung von Schallleitungsschwerhörigkeit und Schallempfindungsschwerhörigkeit (Weber, Rinne, Gellé).

• Schallleitungsstörung: Behinderung der Schallleitung durch krankhafte Prozesse im Mittelohr oder im äußeren Gehörgang

• Schallempfindungsstörung: Behinderung der Schallempfindung durch Pathologien im Innenohr (kochleär) oder zentral (retrokochleär)

Weber-Versuch

Binauraler Vergleich der Knochenleitung: Die angeschlagene Stimmgabel wird auf die Medianlinie des Schädels aufgesetzt. Physiologischerweise wird die Vibration der Stimmgabel über den Schädelknochen in beide Innenohre fortgeleitet, sodass es zu seitengleicher Wahrnehmung des Klangs kommt.

Bei einseitiger Schallempfindungsschwerhörigkeit wird der Ton ins besser hörende Ohr lateralisiert. Beispiel: Bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit links wird der Ton natürlich nur rechts gehört.

Bei einseitiger Schallleitungsschwerhörigkeit wird der Ton ins schlechter hörende Ohr lateralisiert (Grund: Resonanzphänomen bzw. Schallabflusstheorie nach Mach und höhere Sensibilität der Nervenzellen der betroffenen Seite). Beispiel: Der Proband hält sich mit dem Finger den äußeren linken Gehörgang zu und simuliert damit eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Beim Versuch nach Weber wird der Ton ins „erkrankte“ linke Ohr lateralisiert.

Rinne-Versuch

Monauraler Vergleich von Luft- und Knochenleitung: Die angeschlagene Stimmgabel wird auf das Mastoid aufgesetzt. Sobald der Ton über die Knochenleitung nicht mehr zu hören ist, wird die Stimmgabel vor das Ohr geführt.

• Bei Rinne positiv wird der Ton vor dem Ohr wieder lauter gehört. Dies ist die typische Befundkonstellation bei Normakusis und bei Schallempfindungsschwerhörigkeit.

• Bei Rinne negativ wird der Ton vor dem Ohr nicht gehört. Typische Befundkonstellation bei Schallleitungsschwerhörigkeit.

Der Versuch nach Rinne prüft nur die Schallleitung direkt, nicht die Funktion der Kochlea!

Modifikation des Versuches nach Rinne: Die angeschlagene Stimmgabel wird wechselseitig vor die Ohrmuschel und auf das Mastoid gehalten:

• Rinne negativ ist, wenn der Ton auf dem Mastoid (d. h. über Knochenleitung) lauter ist.

• Rinne positiv ist, wenn der Ton vor dem Ohr (d. h. Normalbefund) lauter ist.

Gellé-Versuch

Test bei Verdacht auf fixierte Gehörknöchelchenkette (z. B. bei Otosklerose): Eine schwingende Stimmgabel wird auf das Mastoid aufgesetzt und mittels eines Politzer-Ballons im äußeren Gehörgang das Trommelfell und folglich die Gehörknöchelchen ausgelenkt. Bei fixierter Gehörknöchelchenkette hört der betroffene Patient den Ton unverändert (= Gellé-Versuch negativ). Ohrgesunde Patienten hören den Ton je nach Luftdruck im äußeren Gehörgang fluktuierend, da die bewegliche Kette versteift bzw. ausgelenkt wird (= Gellé-Versuch positiv).

Reintonschwellenaudiometrie

Abbildung von Knochenleitung und Luftleitung über bestimmte Frequenzen (Hz) und Schalldruckpegel (dB); Unterscheidung zwischen isolierter Schallleitungs- (Luftleitung) oder Schallempfindungsstörung (Knochenleitung) sowie kombinierten Schwerhörigkeiten (sowohl Luft- als auch Knochenleitung betroffen).

Objektive Verfahren

Objektive Verfahren sind von der aktiven Mitarbeit des Patienten unabhängig. Die nachstehenden Untersuchungen sind sogar vigilanzunabhängig.

Stapedius-Reflexprüfung

Durch einen lauten Ton mit hohen Schallpegeln kommt es über die Verschaltung von N. vestibulocochlearis (N. VIII) und N. fazialis (N. VII) zur Kontraktion des M. stapedius, wodurch es zu einer Versteifung der Gehörknöchelchenkette und damit zu einer Reduktion der Trommelfellbeweglichkeit kommt, sodass der akustische Widerstand am Trommelfell zunimmt und der Schall vermehrt reflektiert wird. Aufzeichnung über Schallgeber und Messmikrofon im äußeren Gehörgang.

Otoakustische Emissionen (OAE)

Bei den OAE handelt es sich um aktive, akustische Aussendungen der äußeren Haarzellen zur Überprüfung des Hörvermögens. Entgegen der physiologischen Schallleitung gelangen diese retrograd über die Gehörknöchelchenkette und das Trommelfell wieder in den Gehörgang zurück und werden dort mithilfe eines Messmikrofons aufgenommen.

Unterscheidung spontane OAE und transitorisch evozierte OAE (TEOAE): Hier erfolgt eine Evozierung über einen Schallgeber im äußeren Gehörgang.

Die TEOAE ist die Methode der Wahl beim Neugeborenenhörscreening.

Hirnstammaudiometrie (BERA = Brainstream Evoked Response Audiometry)

Nach akustischer Stimulation werden über Vertex- und Mastoidoberflächenelektroden sogenannte FAEP, d. h. frühe akustisch evozierte Potenziale, abgeleitet. Dabei werden fünf spezifische Potenziale für das Hören essenzieller Regionen der Hörbahn zugeordnet und hinsichtlich ihrer Latenz und Amplitude untersucht.

Eine Latenzverlängerung sowie eine Abnahme der Amplitude in der BERA deutet auf den Grad und Ort einer Schallempfindungsschwerhörigkeit hin.

CHECK-UP

 Erläutern Sie das Prinzip der Hörprüfung nach Weber und Rinne.

 Worin liegt der Unterschied zwischen subjektiven und objektiven Hörprüfungen?

 Welches Verfahren würden Sie bei einem komatösen Patienten auf der Intensivstation anwenden und warum?

Erkrankungen des äußeren Ohrs


Nichtentzündliche Prozesse


Othämatom

Definition

Hämatom zwischen Knorpel und Knorpelhaut (Perichondrium) der Ohrmuschel (Abb. 1.2).

Abb. 1.2 Othämatom links [T570]

Ätiopathogenese

Entstehung nach tangentialer Gewalteinwirkung, meist an der Vorderseite des Ohrs...

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Front Cover1
Last Minute HNO
6
Copyright
7
Vorwort
8
So nutzen Sie das Buch
10
Abbildungsnachweis
12
Abkürzungen
14
Anleitung für den Onlinezugang98
Inhaltsverzeichnis
16
KAPITEL 1 -
18
?Untersuchungstechniken18
?Erkrankungen des äußeren Ohrs20
?Erkrankungen des Mittelohrs24
?Erkrankungen des Innenohrs31
KAPITEL 2 -
38
?Untersuchungstechniken38
?Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen40
KAPITEL 3 -
52
?Untersuchungstechniken52
?Erkrankungen der Mundhöhle52
?Erkrankungen des Pharynx56
KAPITEL 4 -
66
?Untersuchungstechniken66
?Erkrankungen der Kopfspeicheldrüsen67
KAPITEL 5 -
72
?Untersuchungstechniken des Larynx72
?Erkrankungen des Larynx73
KAPITEL 6 -
80
?Untersuchungstechniken der Trachea80
?Erkrankungen der Trachea80
KAPITEL 7 -
84
?Untersuchungstechniken84
?Erkrankungen des Halses84
Register
90

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