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Lebensqualität und Wohlstand auf dem Prüfstand: Warum die Deutschen so reich und dennoch so arm sind

AutorMichael Effenberger
VerlagDiplomica Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl110 Seiten
ISBN9783842806191
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis29,99 EUR
Es soll geprüft werden, wie Glück mit Materialismus und Wohlstand im Alltag der Deutschen vereinbar ist. Wir arbeiten immer mehr, gönnen uns ein größeres Auto und können weitere Urlaubsreisen unternehmen. Dabei merken wir nicht, dass wichtige Dinge wie Zufriedenheit, Menschlichkeit und soziales Engagement ebenso unverzichtbar sind. Diese Komplexität soll in diesem Buch abgebildet und untersucht werden. Außerdem werden die Fragen behandelt: Wo stehen wir, wo stehen die Menschen anderer Nationen, bzw. was können wir lernen und was kann jeder Einzelne tun, um sein persönliches Glück zu maximieren und auf andere zu übertragen?

'Rentabilität, Wohlstand, Effizienz und Umsatzsteigerung sind positive Begriffe. Doch was nützen sie, wenn der Mensch mit seinen Bedürfnissen auf der Strecke bleibt? Lässt sich tatsächlich Materialismus mit Glück vereinen? Warum wir mehr auf unser Herz hören sollten.' Michael Effenberger, geb. 1985, studierte Energie- und Ressourcenmanagement an der HfWU Nürtingen/Geislingen, Abschluss 2010.

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Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.8.2.4, Bruttonationalglück: Mit der Philosophie des Glücks hat sich nun auch ein ganzer Staat befasst. Das Königreich Bhutan schaffte unter König Jigme Singye Wangchuk im Jahr 1974 den Index Bruttonationalprodukt schlichtweg ab und ersetzte ihn mit dem Bruttonationalglück. So wird das Bruttonationalglück als fixe Messgröße betrachtet - jede öffentliche Investition oder politische Gesetzesänderung wird erst abgewogen, ob sie tatsächlich dem öffentlichen Gemeinwohl dient. Wie wird vorgegangen in diesem buddhistischen Staat von der Größe der Schweiz mit gerade einmal 800.000 Einwohnern? Mit einem Fragenkatalog, der in etwa 290 Seiten enthält gehen Mitarbeiter des Superministeriums Centre for Bhutan Studies von Haus zu Haus. Tobias Pfaff half bei der Erforschung des Glücks in Bhutan und versteht seine Arbeit als 'Entwicklungshilfe für Europa'. Bildung, Wohlbefinden, Gesundheit, Staatsführung und Lebensstandard stehen somit im Mittelpunkt - man könne so unabhängig von den westlichen Staatskrisen bleiben, da sich der Großteil der Bevölkerung selbst versorgt und somit von Importen unabhängig ist. Als Wachstum wird in Bhutan verstanden, was sich die Menschen wünschen, diese seien Umwelt, Kultur und Tradition. Der Ausdruck 'Bruttonationalglück' ist dem Ausdruck 'Bruttosozialglück' äquivalent. 2.8.2.5 World Database of Happiness: Unter der World Database of Happiness wird die weltgrößte Datenbank verstanden zur Sammlung von empirischen Daten von Glück. Sie wurde 1994 von Ruut Veenhoven, gegründet und enthält einen Überblick über 148 Nationen der Welt - damit wird zwei-drittel der Weltbevölkerung abgedeckt und enthält Daten über spezielle Gruppen, wie beispielsweise Kinder, Menschen mit Behinderung und Lottogewinnern und angrenzender Themengebiete wie Einkommen oder Gesundheit. Der World Database of Happiness liegen unter Anderem die Daten verschiedener Organisationen zu Grunde, unter Anderem des World Values Survey und orientiert sich somit seit den letzten 26 Jahren an Befragungen von Menschen in zahlreichen Ländern. Aber auch Wohlstandsindizes wie der HDI werden in der World Database of Happiness berücksichtigt. Den Erhebungen der World Database of Happiness zu Folge liegt die deutsche Bevölkerung in der Rangliste der Lebensqualität auf Platz 28 und rangiert somit zwischen Zypern und Malta.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis3
II. Abbildungsverzeichnis5
Danksagung6
1. Einführung6
2. Grundlagen9
2.1. Herkunft und Definition des Begriffs „Lebensqualität“ aus wissenschaftlicher Perspektive9
2.2. Warum Lebensqualität nicht mit Wohlbefinden und Wohlstand einhergeht: Das Easterlin-Paradoxon12
2.3 Das Easterlin-Paradoxon - Ist Glück messbar?17
2.4. Glücksfaktoren – der Ursprung unserer Lebensqualität19
2.5 Glücksmodelle23
2.6. Wie das Klima die Lebensqualität des Menschen beeinflusst28
2.7. Das Bruttonationaleinkommen als Indikator der Lebensqualität29
2.8 Untersuchung der Lebensqualität32
2.8.1 Lebensqualität versus Lebenserwartung32
2.8.2 Indizes zur Untersuchung der Lebensqualität33
2.8.3. Fazit der Indizes36
3. Erhebungen der World Database of Happiness39
3.1 Vorstellung der Instrumente der World Database of Happiness39
3.1.1. Revised NEO Personality Inventory39
3.1.2. Gallup World Poll40
3.1.3. Fraser Institute40
3.1.4. Heritage Foundation40
3.1.5.Failed State Index41
3.1.6. Estes’ Indizes41
3.1.7. World Bank Indikatoren41
3.1.8. Weitere Untersuchungen42
3.2. Vergleich der Erhebungen42
3.2.1 Erläuterung der Vorgehensweise42
3.2.2 Auswertung47
3.2.3 Kritik an der World Database of Happiness62
3.3 Fazit der Auswertung64
4. Strategien für eine glücklichere Gesellschaft67
4.1 Die Rolle der Politik67
4.1.1 Nachhaltige Vermittlung moralischer Werte68
4.1.2 Der Statuswettlauf70
4.1.3. Mobilität73
4.1.4 Ernährung vs. Lebensqualität74
4.1.5 Abkehr von der aktuellen Marktform77
4.1.6 Anmerkung zur Marktreform85
4.2 Die Rolle der Wirtschaft86
4.3 Die Rolle des Menschen89
5. Fazit95
III. Anhang97
IV. Literaturverzeichnis99

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