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Lesereise Sri Lanka

Am Teich der roten Lotusblüten

AutorBernd Schiller
VerlagPicus
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl132 Seiten
ISBN9783711750365
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Sri Lanka lächelt wieder. Die vielen Liebhaber der Insel, die lange auf stabile Verhältnisse warten mussten, freuen sich nun über Aufbruchstimmung. Bernd Schiller, renommierter Kenner der Insel, schildert das neue Sri Lanka, ohne die Faszination des alten Ceylon aus den Augen zu verlieren. Die Hauptstadt Colombo sucht mit Hochhaus-Kulisse, Shopping- und Vergnügungszentren Anschluss an die großen Megastädte Südostasiens, während die alte Königs- und Tempelstadt Kandy, Hüterin des heiligen Buddha-Zahns, ihren Traditionen weitgehend treu bleibt. Noch sind zwar nicht alle Blütenträume gereift und, vor allem im Norden, nicht alle Kriegsschäden beseitigt. Dennoch wirkt der Zauber der Tropen, wenige Grade vom Äquator entfernt, hier wieder und immer noch.

Bernd Schiller hat sich als Reporter großer Magazine und Zeitungen, später als freier Journalist und Sachbuchautor, einen Namen als intimer Kenner des buddhistischen Kulturraums gemacht. Sri Lanka liebt und bereist er seit Jahrzehnten. Im Picus Verlag erschienen seine Lesereisen Myanmar/Burma, Indonesien, Sri Lanka, Südindien und Mekong.

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Leseprobe
Im Schwitzkasten (S. 65-66)

Ayurveda: Sanfter Boom unter Palmen Der Blick aus dem ersten Stock des kleinen Hotels wird von üppigem Grün gefesselt. Nicht einmal bis zum Meer reicht er, obwohl die sichelförmige Bucht, ein Traumstrand aus dem Bilderbuch der Tropen, nur hundert Meter entfernt ist. Zu eng hat sich das Dickicht der Palmen und Papayabäume, der Büsche und Blumen zwischen das Hotel und das Wasser geschoben:

Bananen, Hibiskus, Frangipani, Bougainvillea, Orchideen, alles erst vor zwei, drei Jahren liebevoll angepflanzt und schon Monate später dschungelartig explodiert. Schon einmal hatte Christl Wildschek, die österreichische Besitzerin dieser gepflegten Ayurveda-Anlage im Süden der Insel, sich hier einen Garten Eden geschaffen. Das war im Dezember 2004, wenige Tage, bevor im Paradies die Hölle ausbrach. Der Tsunami, der am zweiten Weihnachtstag vor fünf Jahren rund um den Indischen Ozean Hunderttausende tötete, spülte auch ihr neues Haus fort und, weitaus schlimmer, die Existenzgrundlagen unzähliger Menschen an fast allen Küsten Sri Lankas.

Christl Wildschek packte an, half, wie so viele aus dem Ausland, ließ Schulen wieder aufbauen und ein Waisenhaus errichten. [89]Schließich eröffnete sie im Herbst 2006 ihr »Austrian Ayurveda Resort«. Aber dann schossen und bombten tamilische Rebellen und die Regierungstruppen diese traumhaft schöne Insel wieder alle paar Wochen in die Schlagzeilen der Weltpresse. Da nützte es wenig, dass der langjährige Bürgerkrieg, der schon einmal, nach dem Waffenstillstand von 2002, überwunden geglaubt war, vor allem im Norden und im Osten tobte.

Die Touristen, vor allem aus Deutschland, strichen Sri Lanka weitgehend von der touristischen Landkarte. Nur das Prinzip Hoffnung hielt die meisten Einheimischen und das tapfere Häuflein der deutschen und österreichischen Hoteliers vor Ort aufrecht. Diese Zeit ist längst überwunden. Das Resort der ebenso resoluten wie charmanten Wienerin hat sich längst einen Namen als kultivierte und seriöse Ayurveda-Einrichtung gemacht: Acht sehr gepflegte Komfortzimmer, zwei Standardräume, viel Auslauf im Garten, ein kleiner Pool, unterhalb vom Garten ein breiter, langer, naturbelassener Strand.

In vielen Dankesbriefen an Christl Wildschek und ihre gute Seele vor Ort, den einheimischen Majordomus Sanath, ist oft vom Paradies die Rede, vom Smaragdgarten, von der liebevollen und kompetenten Betreuung durch den Ayurveda-Arzt Dr. Wasantha Jayasekara und die Therapeuten, die drei weiblichen und drei männlichen Meister der sanften Hände. Der Doc, wie er von den Patienten genannt wird, entstammt einer alteingesessenen Gelehrtenfamilien, [90]in der die Weisheit vom Leben – so die wörtliche Übersetzung des Begriffs Ayurveda – , in der sechsten Generation praktiziert wird. Die uralte Lehre aus Indien spricht allen Menschen drei haupt- und ursächliche Energie-Typen zu, doshas genannt. In ihnen spiegeln sich paarweise die fünf Elemente aus der Natur: Äther und Luft stehen für Bewegung (vata), Feuer und Wasser haben die Funktion der Umwandlung und Verdauung (pitta), Wasser und Erde sorgen für Stabilität kapha).
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