Sie sind hier
E-Book

Liebe deinen Hund!

Bewusst leben, bewusst füttern

AutorOli Petszokat
VerlagCadmos Verlag
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl96 Seiten
ISBN9783840463532
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Oli Petszokat ist ein großer Tier- und Hundefreund: Zu erleben an der Seite von Martin Rütter im TV mit seiner Tiershow 'Die tierischen 10', mit seinem eigenen 24-folgigen Yahoo-Format 'Olis Hundeleben', auf diversen internationalen und nationalen Hundemessen oder in seinem eigenen Hundeladen in Köln, den er seit 2012 mit seiner Frau Pauline betreibt. Mit seinem ersten Buch möchte er alle seine Erfahrungen und Ansichten zur Verfügung stellen und versuchen, den Leser dazu zu bewegen, aufmerksamer und gewissenhafter in ein Leben mit Hund zu starten. Ein großer, plakativer, einfach und verständlich gehaltener Barf-Teil ist das Herzstück des Buches. Untermalt werden seine Geschichten und Informationen durch aussagekräftige und hilfreiche Bilderserien.

Oli Petszokat(36) Seit seinem 18. Lebensjahr ist er entweder als Schauspieler in Filmen, Serien oder auf der Theaterbühne unterwegs. Musikalisch setzte er Ende der Neunziger und Anfang der Zweitausender mit Nummer-eins-Hits seine kultige Duftmarke und tritt seitdem jedes Jahr, das ganze Jahr über, immer noch auf. Moderativ führte er durch weit über 100 Live-Sendungen und arbeitet neben seiner Arbeit vor der Kamera auch hinter den Kulissen an Formatentwicklungen. Seine Liebe zum Hund zeigte er nicht nur in diversen TV-Formaten, sondern er führt mit seiner Frau seit 2012 auch einen Hundeladen im Herzen der Kölner Südstadt.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe

STARTERBASICS

(Foto: Oli Petszokat)

Am Anfang steht die Frage: „Ist man ein Hundemensch oder nicht?“ Ich kann mir generell nicht vorstellen, dass man Hunde nicht mag. Jedoch kann ich verstehen, dass man Respekt vor ihnen hat − gerade wenn man sich nicht so sehr mit Hunden auskennt oder keine Hunde in seinem Umfeld hat. Respekt sollte man eigentlich vor jedem Lebewesen haben. Zusammenleben mit Hund geht meiner Meinung nach nur, wenn man sich kennt, sich vertraut und sich liebt. Davon handelt dieses Buch: gemeinsam leben, reisen, spielen, essen, träumen.

Wir Menschen treffen die Entscheidung, dass sich bestimmte Hunde paaren. Wir Menschen entscheiden, welcher Hund aus welchem Wurf in welche Hände gelangt. Wir entscheiden, wie das Leben unseres Hundes weitergeht, wo er wohnt, wie er wohnt, ob er lange alleine sein muss, was in seinen Napf kommt, womit er spielen und mit wem er spielen darf, ob er selber Kinder bekommen darf, ob er auf die Couch oder das Bett und vor Freude hochspringen und bellen darf und vieles mehr.

Ich hoffe so sehr, dass sich die jeweiligen Frauchen und Herrchen darüber bewusst sind, was das für eine große Verantwortung ist: Die Verantwortung, sich ein Lebewesen als Familienmitglied zu holen, das sich leider nicht so deutlich mitteilen kann, wie es ein Kind ab einem bestimmten Alter kann. Der Hund wird uns leider nie sagen können: Danke fürs Essen, ich muss mal, ich bin müde, mir tut etwas weh, ich hab Angst vor Dunkelheit, ich mag keinen Regen ... Ich liebe dich. Besser gesagt: Er kann uns das zwar nicht mit Worten sagen, aber er kann uns all seine Emotionen zeigen. Es liegt an uns, unseren Freund, den Hund, zu verstehen, ihn kennenzulernen. Von seiner Seite aus ist alles da. Alles ist ehrlich: jeder Blick und jedes Gefühl. Wenn man das erkennt, hat man die Chance, eine gewaltig tiefe Bindung mit seinem Hund einzugehen, ein Team, eine Familie zu sein − vom ersten bis zum letzten Tag.

Phoebe − mein erster Hund. Wir verstehen uns ohne ein Wort. (Foto: Max Sonnenschein)

Wenn man sich einen Hund holt, sollte man ehrlich zu sich sein:

•  Wie ist meine finanzielle Situation?

•  Wohne ich auf dem Land oder in der Stadt?

•  Muss mein Hund viele Treppen steigen?

•  Bin ich beruflich so aufgestellt, dass der Hund nicht lange alleine sein muss?

•  Habe ich ein hundefreundliches Umfeld?

•  Was weiß ich eigentlich über Hunde?

Durch jahrelanges Leben und Arbeiten mit Hunden haben sich einige meiner Ansichten geändert. Viele Antworten auf viele Fragen haben sich von selbst erschlossen. Vieles wusste ich anfangs aber selber nicht − oder ich hatte mir einfach keine Gedanken darüber gemacht. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, mehr Informationen rund um das Thema Hund gehabt zu haben − gerade was die Ernährung betrifft, ein wahnsinnig wichtiges Thema.

Aber welcher Hund?

Der Volksmund sagt: der Hund, der beste Freund des Menschen. Deshalb sage ich: Behandeln wir ihn auch so.

Seit über 15 000 Jahren leben und arbeiten Mensch und Wolf, der Mensch und der Hund zusammen. Alleine in Deutschland leben über fünf Millionen Hunde. Hunde verschiedener Rassen und Promenadenmischungen. Der Weg vom Wolf zum Haushund war kein Weg der natürlichen Auslese. Der Mensch hat sich sehr stark in die Evolution eingemischt. Aber wenn wir ehrlich sind, tut er das ja eigentlich immer.

In diesem Fall kann man wirklich sagen: ein Glück. Der Mensch hat damals angefangen, die zahmsten und liebsten Wölfe miteinander zu paaren. Daraus resultieren die uns heute bekannten Hunderassen.

Der Dachverband der Hundezüchter, kurz VDH genannt, vereinigt 8000 Züchter in 156 Zuchtvereinen. Der VDH hat über 650 000 Mitglieder. Wenn man sich für einen reinrassigen Hund entscheiden sollte, wäre der VDH die Adresse, an die man sich wenden sollte. Er garantiert hohe Standards bei den jeweiligen Züchtern.

Es ist auch eine tolle Variante, in eines der zahlreichen Tierheime zu gehen und einem der dort untergebrachten Hunde eine zweite Chance auf ein liebevolles neues Leben zu geben.

Der größte Dachverband in Deutschland ist der Deutsche Tierschutzbund, der etwa 700 Tierschutzvereine mit rund 500 vereinseigenen Tierheimen vertritt.

In den Tierheimen gibt es alle Arten von Hunden: reinrassige Hunde, Promenadenmischungen, junge Hunde, mittelalte und alte Hunde. Warum sie im Tierheim gelandet sind, hat viele verschiedene Gründe. Oftmals waren die Halter überfordert. Das kann an mangelnden Kenntnissen oder am zu hohen Alter liegen. Einige Hunde stammen von Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind und sich für längere Zeit im Gefängnis befinden. Leider sind es auch immer wieder sogenannte schwer vermittelbare Hunde, die den Weg ins Tierheim finden. Wenn ich in einem Tierheim bin, tut mir jedes Mal das Herz weh, wenn ich sehe, dass Lebewesen eingesperrt auf ein neues Zuhause warten. Viele Staffords zum Beispiel legen sich die Menschen aus Coolness zu − und entsorgen sie leider manchmal genauso schnell wieder.

Unser nächster Hund wird auf jeden Fall aus einem Tierheim sein. Ich verstehe es einfach nicht, dass Menschen so verantwortungslos mit Lebewesen umgehen, und dass es gang und gäbe ist, diese einfach wie Sperrmüll oder ein ungeliebtes Spielzeug wegzuwerfen. Deswegen sollte die erste Überlegung sein: Will ich einen Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim?

Meiner Meinung nach sollte ein Hund kein schmückendes Accessoire sein. Der Hund ist ein Lebewesen und wird zum Familienmitglied. Das sollte passieren, weil man seine Hunde liebt und nicht aus einer fixen Idee oder einem „Oooh-ist-der-süß-Moment“ heraus.

Auch wenn man Riesenfan einer bestimmten Rasse sein sollte und unbedingt einen bestimmten Hund haben will, sollte man vor der Anschaffung einige Punkte beachten. Man sollte auf jeden Fall Informationen über die gewünschte Rasse einholen:

•  Braucht der Hund eher viel Auslauf oder reicht ihm auch etwas weniger Bewegung?

•  Ist er verträglich mit Kindern oder anderen Hunden?

•  Stellt mehrere Stockwerke Treppen laufen möglicherweise im Alter ein Problem da?

•  Wie sieht das Portemonnaie aus?

Pontus: Der Napoleon unserer kleinen Familie.

Klein, aber der Chef im Haus. (Foto: Max Sonnenschein)

Wie wohnen wir?

Momentan wohnen wir noch im dritten Stock in einem Haus in der Kölner Südstadt. Unsere kleine Bulldogge könnten wir auch im hohen Alter noch die Treppen hinauftragen. Genauer gesagt: Die kleine Ponti wird bestimmt hoffentlich noch zehn Jahre leben. Das bedeutet, dass ich dann Ende 40 sein werde. Da wird es normalerweise kein Problem sein, eine kleine Bully von zehn Kilogramm in die Wohnung zu tragen. Unsere Große, Phoebe, jetzt neun Jahre alt, wird in zehn Jahren möglicherweise auch noch da sein. Da Labradore und Labradormix-Hunde gerne mal Hüftprobleme bekommen (ist leider aus ihrem Wurf auch schon einigen passiert) bedeutet das, dass es eher nicht mehr funktionieren wird, dort in zehn Jahren noch zu leben. Ihre 25 Kilogramm stellen später eine erheblich größere Hürde dar.

Generell sagt man aber, dass Mobilität vorbeugt − bei uns Menschen, aber auch bei den Hunden. So lange sie die Treppen noch problemlos laufen kann, soll sie das auch tun. Wenn irgendwann Schmerzen eintreten sollten, wäre das natürlich nicht mehr optimal. Zum Glück gibt es heutzutage tolle Rehamaßnahmen für Hunde. Ich durfte zum Beispiel einmal bei Gangwerk (Wassertherapie) in Düsseldorf drehen − fantastisch, wie den Hunden dort geholfen wird. Aber zurück zur Wohnsituation: Ich finde, man sollte sich ehrlich diese Gedanken machen, bevor man sich einen Hund anschafft. Wenn ich jetzt zum Beispiel 60 Jahre alt wäre, im dritten Stock wohnen würde und mir eine Bordeauxdogge holen wollte, ist das definitiv nicht perfekt zu Ende gedacht. Wohne ich im Erdgeschoss und/oder habe sogar einen angeschlossenen Garten, ist es etwas anderes. So hätte der Hund auch bei fehlender Mobilität meinerseits immer die Chance, draußen herumzutollen und zu spielen.

Und die finanzielle Seite?

Ich hoffe, da sieht es gut aus. Was ich genau damit meine, ist Folgendes: Der Beruf ist in zweierlei Hinsicht mitentscheidend, was die Hundeauswahl betrifft. Erstens sollte man sich bei der Anschaffung eines Hundes darüber im Klaren sein, dass es durchaus ein kostenintensives Unterfangen sein kann. Das haben wir bei unserer Bully gemerkt. Da hätte man eigentlich denken können, dass ein knapp zehn Kilogramm leichter Hund günstiger im Unterhalt ist als unsere große Phoebe. Tja, eigentlich. Denn so ein Hund kostet nicht nur in Anschaffung und Futter – das kommt später genauer −, sondern bedarf auch einiger weiterer finanzieller Aufwendungen.

Zunächst sind da die Dinge, die man auf jeden Fall haben sollte: Halsband, Leine, bei Bedarf Geschirr, Hundebett, Essensnapf, Trinknapf, mögliches Spielzeug, falls Auto vorhanden eine Autosicherheitslösung (da auf jeden Fall das Geschirr verwenden). Bei diesen Sachen habe ich in den letzten neun Jahren mit Hund gelernt: Lieber einmal mehr Geld ausgeben und eine gute Qualität zulegen, als immer wieder aufs Neue die Sachen in günstig...

Blick ins Buch

Weitere E-Books zum Thema: Sonstiges

Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge

E-Book Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge
Betriebsübernahmen als Existenzgründung Mit Checklisten, Tipps und Finanzierungsbeispielen Format: PDF

Die 7 Schritte der Unternehmensnachfolge - vom Profi vorgedacht und vorgemacht. 'Sein eigener Herr zu sein ist vielleicht die höchste Art von Lebensqualität, die es gibt'. In seinem Praxishandbuch…

Selbständig als Gesundheitspsychologin

E-Book Selbständig als Gesundheitspsychologin
Nischenfindung. Markenbildung. Kundenbindung Format: ePUB

Der Weg in die Selbständigkeit als Gesundheitspsychologe oder Gesundheitspsychologin ist von vielen Fragen begleitet: Was ist meine Arbeit wert? Wie finde ich überhaupt Kunden? Und wie überzeuge…

Der Nischen-Ratgeber

E-Book Der Nischen-Ratgeber
So finden Sie eine profitable Nische im Internet Format: ePUB

Wenn Sie von zuhause aus einen Verdienst im Internet aufbauen wollen, dann ist es das Wichtigste, eine lukrative Nische zu finden. In diesem E-Book finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, eine…

Besser fix als fertig

E-Book Besser fix als fertig
Hirngerecht arbeiten in der Welt des Multitasking Format: ePUB

Der Neurobiologe Bernd Hufnagl zeigt, was die Behauptung, nicht hirngerecht zu arbeiten, mit unseren ­Instinkten, 'Belohnungssystemen', aber auch mit unserer sinkenden Verän­derungsbereitschaft zu…

Geld aus der Glotze

E-Book Geld aus der Glotze
So gewinnen Sie neun Millionen im TV Format: ePUB

Dem Chef die Meinung geigen, die Koffer packen - und ab auf den Sandstrand der eigenen Insel! Geht nicht?! Sie haben keine Kohle?! Geht doch: Sacken Sie das große Geld ganz einfach im TV ein. Nur:…

Alt - Krank - Blank?

E-Book Alt - Krank - Blank?
Worauf es im Alter wirklich ankommt Format: PDF

Dieses gut verständliche Werk bringt Licht ins Dunkel des komplizierten wirtschaftlichen Themas Rente und Vorsorge und erklärt die wichtigsten Dinge, von denen heutzutage auch ein nicht studierter…

Fotografieren für Fortgeschrittene

E-Book Fotografieren für Fortgeschrittene
Foto-, Licht- und Aufnahmetechnik perfekt einsetzen Format: PDF

Der umfassende Ratgeber für alle ambitionierten Fotografen, die einfach bessere Fotos machen wollen - egal ob analog oder digital. Nur wer seine Kamera beherrscht, kann Motive optimal in Szene setzen…

So gelingen schwierige Fotos

E-Book So gelingen schwierige Fotos
Perfektes Fotografieren in schwierigen Situationen Format: PDF

Perfekte Aufnahmen in schwierigen Situationen gelingen nur wenn viele Faktoren beachtet werden. Moderne Kameratechnik hilft dabei die richtigen Parameter wie Verschlußzeit und Blende für alle…

Weitere Zeitschriften

Archiv und Wirtschaft

Archiv und Wirtschaft

Fachbeiträge zum Archivwesen der Wirtschaft; Rezensionen Die seit 1967 vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für das Archivwesen der Wirtschaft "Archiv und Wirtschaft" bietet Raum für ...

Augenblick mal

Augenblick mal

Die Zeitschrift mit den guten Nachrichten "Augenblick mal" ist eine Zeitschrift, die in aktuellen Berichten, Interviews und Reportagen die biblische Botschaft und den christlichen Glauben ...

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

Für diese Fachzeitschrift arbeiten namhafte Persönlichkeiten aus den verschiedenen Fotschungs-, Lehr- und Praxisbereichen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören Prävention, Früherkennung, ...

BIELEFELD GEHT AUS

BIELEFELD GEHT AUS

Freizeit- und Gastronomieführer mit umfangreichem Serviceteil, mehr als 700 Tipps und Adressen für Tag- und Nachtschwärmer Bielefeld genießen Westfälisch und weltoffen – das zeichnet nicht ...

Gastronomie Report

Gastronomie Report

News & Infos für die Gastronomie: Tipps, Trends und Ideen, Produkte aus aller Welt, Innovative Konzepte, Küchentechnik der Zukunft, Service mit Zusatznutzen und vieles mehr. Frech, offensiv, ...

SPORT in BW (Württemberg)

SPORT in BW (Württemberg)

SPORT in BW (Württemberg) ist das offizielle Verbandsorgan des Württembergischen Landessportbund e.V. (WLSB) und Informationsmagazin für alle im Sport organisierten Mitglieder in Württemberg. ...

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler ist die Fachzeitschrift für die CE- und Hausgeräte-Branche. Wichtige Themen sind: Aktuelle Entwicklungen in beiden Branchen, Waren- und Verkaufskunde, Reportagen über ...

IT-BUSINESS

IT-BUSINESS

IT-BUSINESS ist seit mehr als 25 Jahren die Fachzeitschrift für den IT-Markt Sie liefert 2-wöchentlich fundiert recherchierte Themen, praxisbezogene Fallstudien, aktuelle Hintergrundberichte aus ...