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Literatur und Staatssicherheit in Wolfgang Hilbigs Roman 'Ich'

eBook Literatur und Staatssicherheit in Wolfgang Hilbigs Roman 'Ich' Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2008
Seitenanzahl
30
Seiten
ISBN
9783638053082
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
12,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik / Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte), Veranstaltung: Geschichte der DDR-Literatur vom Mauerbau bis zur Wiedervereinigung, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Als die Stasi-Akten nach der deutschen Wiedervereinigung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, stellte sich heraus, dass Mitglieder der inoffiziellen Literatur-Szene der ehemaligen DDR - beispielsweise Rainer Schedlinski und Sascha Anderson, die führenden Köpfe der sogenannten Prenzlauer-Berg-Szene - dem Ministerium für Staatssicherheit als Inoffizielle Mitarbeiter dienten und in dieser Funktion 'republikfeindliche Tendenzen' nicht mehr zu zerschlagen, dafür aber unter den Einflussbereich des MfS zu bringen hatten, so dass eine Umprofilierung der Szene durch den Staat in Angriff genommen werden könne. Die Bespitzelung von Künstlerkollegen war dabei nicht nur implizit, sondern fundamental. Diese, durch die Öffnung der Stasiarchive zu Tage getretenen Tatsachen lösten eine heftige Debatte über die Glaubwürdigkeit bzw. Unglaubwürdigkeit einer 'alternativen' Literatur-Szene aus: die inoffizielle Literaturszene schien in den Augen vieler von diesem Zeitpunkt an dem MfS näher zu stehen, als sie bis dato vorgegeben hatte. Mit seinem 1993 erschienenen Roman 'Ich' liefert Wolfgang Hilbig nicht nur einen eigenen Beitrag zur Stasi-Debatte dieser Zeit, sondern er tut dies auch auf sehr eigene Art und Weise: So setzt sich der Autor im Roman zwar mit der inoffiziellen Literatur-Szene der DDR-Endzeit und ihrem Verhältnis zum Ministerium für Staatssicherheit auseinander, tut dies aber auf der erzählerischen Ebene mittels eines Erzähler-Ichs, das Schriftsteller und Stasi-Informant in einer Person ist. Damit unterläuft der Roman den Tenor der Stasi-Debatte seiner Zeit auf eine spezielle, Hilbig-eigene Weise. Doch welche Position vertrat Hilbig in diesem Diskurs um die Inoffizielle DDR-Literatur und ihrem Verhältnis zur Staatssicherheit, in diesem Diskurs um die Dichter-IM und die Folgen für die Literatur? Dies zu ergründen, soll Ziel dieser Arbeit sein. Dazu soll zunächst ein allgemeiner, chronologischer Überblick über die DDR-Literatur, insbesondere über die der inoffiziellen Literatur-Szene der DDR-Endzeit, und über den Umgang der Staatsmacht mit der Literatur, also über das Verhältnis von Literatur und Politik, gegeben werden. Vor dem erarbeiteten realgeschichtlichen Hintergrund soll der Roman dahingehend analysiert werden, ob es sich um einen Schlüsselroman über die inoffizielle Literatur-Szene des Prenzlauer-Berges handelt oder nicht.

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