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Management von Controllingwissen

Ein sach- und verhaltensorientierter Ansatz zur Verbesserung der Manager-Controller-Beziehung

AutorDaniel Schreiber
VerlagGabler Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl229 Seiten
ISBN9783834986238
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis46,99 EUR
Die Ausgestaltung der Manager-Controller-Beziehung steht auf Grund ihrer hohen Bedeutung für das Controlling im Mittelpunkt der Untersuchung von Daniel Schreiber.

Dr. Daniel Schreiber promovierte bei Univ.-Prof. Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker am Lehrstuhl Unternehmensführung & Controlling der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

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Leseprobe
3 Modell für das Management von Controllingwissen (S. 63-64)

Sowohl die Problemstellung als auch die Ausführungen zu den grundlegenden Begriffsbestimmungen zeigen auf, dass ein Ansatz für das Management von Controllingwissen zur Förderung des Wissensaustausches zwischen Controller und Manager entwickelt werden kann und sollte. Als ein Analyseraster wurde das Modell der Integrierten Leistungs- und Wertkette vorgestellt.

Anhand einzelner Aspekte dieses Modells werden nun sukzessive Handlungsfelder für das Management von Controllingwissen herausgegriffen und sowohl eine sach- als auch eine verhaltensorientierte Betrachtung vorgenommen. Ziel dieses Kapitels ist es, ein umfassendes Modell für das Management von Controllingwissen zu generieren, welches in einem folgenden Schritt mit Hilfe eines geeigneten Instrumentes in der Praxis umgesetzt werden kann. Ein solches Modell muss einerseits die Komplexität wiedergeben, andererseits aber auch durch Einfachheit charakterisiert sein.294

3.1 Integrierte Leistungs- und Wertkette für Controllingwissen


Im Folgenden wird das Modell der Integrierten Leistungs- und Wertkette angewendet. Dabei werden entlang der einzelnen Aspekte manager- und controllerspezifische Adaptionen behandelt. Zunächst erfolgt die Darstellung des gesamten Modells für Controllingwissen auf einer aggregierten Ebene, danach wird auf die einzelnen Bestandteile vertiefend eingegangen.

Auf der Leistungsebene gelangen grundlegende Informationen als Input in die Unternehmenssphäre und stellen damit die Grundlage für den Aufbau von Controllingwissen dar. Die Informationslieferung von controllingrelevanten Informationen kann beispielsweise durch Veröffentlichung einer Information in einer Fachzeitschrift oder anhand eines Gesetzestextes erfolgen. Informationen werden als potenzielle neue Herausforderung für ein Unternehmen bekannt, indem diese exemplarisch entweder von der Unternehmensführung durch die Person des Managers oder die des Controllers aufgegriffen werden.

Der Manager allein kann nicht alle neuen Informationen und deren Auswirkungen auf sein Unternehmen überblicken und ist daher auf die Unterstützung bei der Informationsversorgung durch den Controller angewiesen,295 die zu seinem klassischen Aufgabengebiet zählt.296 Jedoch muss der Controller nicht zwangsläufig nur als Informationsversorger agieren, er kann auch in die Rolle des betriebswirtschaftlichen Beraters schlüpfen297 und eine Vorauswahl bezüglich der bereitzustellenden Informationen treffen.

Diese Interaktion zwischen Manager und Controller birgt jedoch die Gefahr der Beeinflussung im Rahmen der Bereitstellung von Informationen. Letztendlich muss der Manager entscheiden, ob eine Information für das Treffen seiner Entscheidung von Bedeutung ist.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort8
Inhalt9
Abbildungsverzeichnis13
Abkürzungsverzeichnis14
1 Einführung15
1.1 Problemstellung17
1.2 Zielsetzung21
1.3 Forschungsfeld und Methodik22
1.4 Aufbau der Arbeit26
2 Grundlagen für ein wertschöpfungsorientiertes Verständnis30
2.1 Managementverständnis30
2.1.1 Perspektiven der Unternehmensführung31
2.1.2 Unternehmerisches Handeln34
2.1.3 Unternehmenspolitik38
2.2 Controllingverständnis40
2.2.1 Konzeptionelle Grundlagen des Controlling41
2.2.2 Controllingbegriff aus einer wertschöpfungsorientierten Perspektive44
2.2.3 Aufgabenträger des Controlling48
2.3 Wissensverständnis51
2.3.1 Begriffseingrenzung von Wissen52
2.3.2 Entstehung von individuellem Wissen56
2.3.3 Entstehung von organisationalem Wissen58
2.3.4 Wissensbasis65
2.3.5 Ansätze für das Management von Wissen68
2.4 Controllingwissensverständnis71
2.4.1 Inhalte von Controllingwissen72
2.4.2 Arten von Controllingwissen74
2.5 Zwischenfazit75
3 Modell für das Management von Controllingwissen77
3.1 Integrierte Leistungsund Wertkette für Controllingwissen77
3.2 Durch Informationslieferung und -aufnahme zum individuellen Wissen81
3.2.1 Informationslieferung und -aufnahme81
3.2.1.1 Umgang des Managers mit Informationen82
3.2.1.2 Umgang des Controllers mit Informationen83
3.2.2 Interaktion Manager und Controller84
3.2.2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie85
3.2.2.2 Motivationstheorien89
3.2.3 Aufbau von individuellem Wissen93
3.3 Programm und Strategie für expliziertes Controllingwissen93
3.3.1 Programm für Controllingwissen94
3.3.1.1 Leistungstiefe des Controllingwissens94
3.3.1.2 Leistungsbreite des Controllingwissens96
3.3.2 Strategien für Controllingwissen97
3.3.2.1 Wissensstrategien99
3.3.2.2 Controllingwissenstrategien101
3.3.3 Explizierung von Controllingwissen und Einfluss der Kultur105
3.3.3.1 Unternehmenskultur106
3.3.3.2 Controllingkultur109
3.4 Gruppenlernen von Controllingwissen112
3.4.1 Prozesse für Gruppenlernen von Controllingwissen113
3.4.1.1 Modell der Wissensbausteine114
3.4.1.2 Kernprozesse für Controllingwissen117
3.4.2 Organisationsstrukturen und Verhalten in Gruppen122
3.4.2.1 Ergänzung traditioneller Strukturmodelle125
3.4.2.2 Modifikation der Organisationsstruktur129
3.4.2.3 Fundamentale Reorganisation131
3.5 Controllingwissensbasis als Produkt des Lernprozesses133
3.5.1 Inhalte der Controllingwissensbasis134
3.5.1.1 Schichtmodell der organisatorischen Wissensbasis135
3.5.1.2 Controllingwissen im Schichtmodell136
3.5.2 Technische Abbildung der Controllingwissensbasis139
3.5.2.1 Technologie zur Informations- und Wissensspeicherung139
3.5.2.2 Speicherung von Controllingwissen140
3.6 Erfolgsbetrachtung142
3.6.1 Ansätze zur monetären Bewertung von Controllingwissen144
3.6.1.1 Deduktiv-summarische Ansätze145
3.6.1.2 Induktiv-analytische Ansätze147
3.6.2 Bewertung von Controllingwissen durch ein Gesamtsystem148
3.6.2.1 Balanced Scorecard149
3.6.2.2 Bewertungs- und Steuerungsaspekte für Controllingwissen152
3.6.2.3 Storytelling155
3.7 Unternehmenspolitik für Management von Controllingwissen157
3.7.1 Rolle der Unternehmenspolitik im Managementmodell157
3.7.2 Controllingwissensspezifische Unternehmenspolitik159
3.8 Zwischenfazit163
4 Instrument zur Umsetzung des Managementmodells165
4.1 Anforderungen an Instrumente für Management von Controllingwissen165
4.2 Instrument der Community of Practice167
4.2.1 Grundlegendes Begriffsverständnis der CoP167
4.2.2 Eignung der CoP für das Management von Controllingwissen170
4.3 Community of Practice für das Management von Controllingwissen172
4.3.1 Informationslieferung, -aufnahme und Aufbau von implizitem Wissen173
4.3.2 Programm-, Strategieund Kulturaspekte173
4.3.3 Prozesse und Organisation des Gruppenlernens in der CoP176
4.3.4 Controllingwissensbasis als Ergebnis der CoP und technische Umsetzung180
4.3.5 Bewertung der Aktivitäten einer CoP181
4.3.6 Unternehmenspolitische Gestaltung einer CoP für das Management von Controllingwissen186
4.4 Zwischenfazit187
5 Fallstudie für das Management von Controllingwissen190
5.1 BSC-Community in der Finance Academy DaimlerChrysler191
5.1.1 Finance Academy DaimlerChrysler191
5.1.2 BSC-Community194
5.2 Ausgestaltung der BSC-Community197
5.2.1 Programm-, Strategieund Kulturaspekte der BSC-Community198
5.2.2 Prozesse und Organisation der BSC-Community200
5.2.3 BSC-Infobase als Produkt und technische Umsetzung203
5.2.4 Bewertung und politische Unterstützung der BSC-Community204
5.3 Zwischenfazit208
6 Zusammenfassung und Ausblick209
6.1 Zusammenfassung und Innovationsbeitrag209
6.2 Weiterer Forschungsbedarf und Ausblick213
Literaturverzeichnis215

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