Sie sind hier
E-Book

Mathematisch diskursive Praktiken des Erklärens

Rekonstruktion von Unterrichtsgesprächen in unterschiedlichen Mikrokulturen

AutorKirstin Erath
VerlagSpringer Spektrum
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl305 Seiten
ISBN9783658161590
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis46,99 EUR

Kirstin Erath untersucht die epistemische Rolle von Erklärungen im Klassengespräch, die wichtiger Bestandteil alltäglichen Mathematikunterrichts sind. Sie verknüpft dabei diskursanalytische sowie interaktionistische und epistemologische Perspektiven der Mathematikdidaktik, um mündliches Erklären im Mathematikunterricht als sprachlichen und fachlichen Gegenstand greifbar zu machen. Die Autorin rekonstruiert empirisch, dass 'gute' Erklärungen in den Klassen sehr unterschiedlich gestaltet sind. Darüber hinaus zeigt sie, dass Erklären zwar wichtiges Lernmedium ist, jedoch kaum zum Lerngegenstand wird, wodurch Lernende mit eingeschränkten Vorerfahrungen wichtige fachliche Lerngelegenheiten nicht nutzen können.



Kirstin Erath promovierte bei Prof. Dr. Susanne Prediger am IEEM der Technischen Universität Dortmund.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort9
Inhaltsverzeichnis10
Einleitung14
1 Forschungsperspektiven auf mündliches Erklären im Mathematikunterricht20
1.1 Forschungsperspektiven auf das Erklären als sprachlich-kommunikative Aktivität21
1.1.1 Erklären als diskursive Praktik in der interaktionalen Diskursanalyse22
1.1.2 Mündliches Erklären im Unterricht27
1.1.2.1 Charakteristika unterrichtlichen Erklärens28
1.1.2.2 Erklären als Lerngegenstand32
1.2 Die interaktionistische Perspektive der Mathematikdidaktik auf Erklären39
1.2.1 Mathematische Aktivitäten im Unterricht in sozialer Dimension39
1.2.1.1 Die Mikrokultur des Mathematikunterrichts42
1.2.1.2 Soziomathematische Normen43
1.2.1.3 Mathematische Praktiken47
1.2.2 Erklären als mathematische Praktik50
1.3 Die epistemologische Perspektive der Mathematikdidaktik auf Erklären52
1.3.1 Unterscheidung verschiedener Wissensarten52
1.3.2 Unterscheidung verschiedener Wissensfacetten60
1.4 Das theoretische Konzept des Erklärens im Mathematikunterricht der vorliegenden Studie65
1.4.1 Die epistemische Matrix66
1.4.1.1 Die Dimensionen der epistemischen Matrix66
1.4.1.2 Erklären mathematischen Wissens70
1.4.2 Konzeptualisierung von Erklären im Klassengespräch als Navigieren durch epistemische Felder73
1.4.3 Forschungsfragen76
2 Methodologie und Methoden80
2.1 Allgemeine Methodologie80
2.2 Methoden der Datenerhebung81
2.3 Methoden der Datenanalyse85
2.3.1 Transkription und Auswahl der Sequenzen85
2.3.2 Rekonstruktion der Praktiken des Erklärens87
2.3.2.1 Entwicklung des Analyseinstruments der epistemischen Matrix88
2.3.2.2 Analyseprozess und Abstraktion zur Praktik91
2.3.3 Rekonstruktion der epistemischen Partizipationsprofile97
2.3.3.1 Sampling der Fallstudie97
2.3.3.2 Vorgehen bei der Rekonstruktion der epistemischen Partizipationsprofile98
2.3.4 Rekonstruktion lehrkraftseitiger Aktivitäten zur Schaffung individueller Lerngelegenheiten99
2.3.4.1 Sampling der Fallstudie99
2.3.4.2 Vorgehen bei der Rekonstruktion der lehrkraftseitigen Aktivitäten99
3 Praktiken des Erklärens in vier Mikrokulturen101
3.1. Von der Sequenz über den Pfad zur Praktik: Eine beispielhafte Analyse101
3.1.1. Analyse der Sequenz S-1-6-15-Katzengewicht102
3.1.2 Abstraktion der Sequenz S-1-6-15-Katzengewicht zu einem Erklärpfad107
3.1.3 Theoretische Perspektiven auf S-1-6-15-Katzengewicht109
3.2 Mikrokultur der Klasse von Herrn Schrödinger112
3.2.1 Überblick zur Mikrokultur der Klasse von Herrn Schrödinger112
3.2.2 Praktik S1: Gemeinsame Adressierung von --Mathematischen Modellen-- und --Konkreten Bearbeitungen--115
3.2.3 Praktik S2: Gemeinsame Adressierung von --Allgemeinen Vorgehensweisen-- und --Konkreten Bearbeitungen--116
3.2.4 Praktik S3: Erklärungen von --Darstellungen-- und --Allgemeinen Vorgehensweisen-- im Rahmen von --Konkreten Bearbeitungen--121
3.2.5 Praktik S4: Erklärungen von --Mathematischen Konzepten--124
3.2.6 Sequenzen ohne Zuordnung127
3.2.7 Konsistenzbetrachtung für die Mikrokultur der Klasse von Herrn Schrödinger127
3.3 Mikrokultur der Klasse von Herrn Maler132
3.3.1 Überblick zur Mikrokultur der Klasse von Herrn Maler132
3.3.2 Praktik M1: Erklärungen von --Mathematischen Konzepten--136
3.3.3 Praktik M2: Erklärungen von --Konkreten Bearbeitungen--141
3.3.4 Praktik M3: Erklärungen von --Konkreten Bearbeitungen-- mit --Konventionellen Regeln--147
3.3.5 Praktik M4: Erklärungen von --Konkreten Bearbeitungen-- mit --Behauptungen & Zusammenhängen--150
3.3.6 Praktik M5: Gemeinsame Adressierung von --Konkreten Bearbeitungen-- und --Allgemeinen Vorgehensweisen--153
3.3.7 Sequenzen ohne Zuordnung157
3.3.8 Konsistenzbetrachtung für die Mikrokultur der Klasse von Herrn Maler157
3.4 Mikrokultur der Klasse von Frau Bosch163
3.4.1 Überblick zur Mikrokultur der Klasse von Frau Bosch163
3.4.2 Praktik B1: Erklärungen von --Mathematischen Konzepten--166
3.4.3 Praktik B2: Gemeinsame Adressierung von --Konkreten Bearbeitungen-- und --Allgemeinen Vorgehensweisen--170
3.4.4 Praktik B3: Gemeinsame Adressierung von --Mathematischen Modellen--, --Allgemeinen Vorgehensweisen-- und --Konkreten Bearbeitungen--175
3.4.5 Sequenzen ohne Zuordnung178
3.4.6 Konsistenzbetrachtung für die Mikrokultur der Klasse von Frau Bosch178
3.5 Mikrokultur der Klasse von Frau Abt181
3.5.1 Überblick zur Mikrokultur der Klasse von Frau Abt181
3.5.2 Praktik A1: Erklärungen von kurzen --Konkreten Bearbeitungen--184
3.5.3 Praktik A2: Erklärungen von --Konkreten Bearbeitungen--187
3.5.4 Praktik A3: Gemeinsame Adressierung von --Konkreten Bearbeitungen-- und --Allgemeinen Vorgehensweisen--192
3.5.5 (Praktik) A4: Erklärungen von --Mathematischen Konzepten--195
3.5.6 Sequenzen ohne Zuordnung zu einer Praktik197
3.5.7 Konsistenzbetrachtung für die Mikrokultur der Klasse von Frau Abt197
3.6 Kontingenz zwischen den rekonstruierten Praktiken des Erklärens der vier Mikrokulturen202
3.6.1 Ähnlichkeiten zwischen den Praktiken des Erklärens in den vier Mikrokulturen202
3.6.1.1 Vergleich der Praktiken des Erklärens von --Mathematischen Konzepten--204
3.6.1.2 Vergleich der Praktiken des Erklärens von --Allgemeinen Vorgehensweisen--206
3.6.1.3 Didaktische Einordnung der Praktiken des Erklärens von --Mathematischen Konzepten-- und --Allgemeinen Vorgehensweisen--208
3.6.2 Unterschiede zwischen den Praktiken des Erklärens in den vier Mikrokulturen210
3.6.2.1 Spezifische Praktiken der vier Mikrokulturen210
3.6.2.2 Didaktische Reflektion der Kontingenz zwischen den Praktiken des Erklärens212
4 Erklären als Lernmedium, Lernvoraussetzung und Lerngegenstand im Mathematikunterricht219
4.1 Rekonstruktion der epistemischen Partizipationsprofile dreier Schüler220
4.1.1 Ausdifferenzierung der methodischen Vorgehensweise220
4.1.2 Nahemas epistemisches Partizipationsprofil224
4.1.3 Monirs epistemisches Partizipationsprofil228
4.1.4 Thasins epistemisches Partizipationsprofil231
4.1.5 Vergleich der epistemischen Partizipationsprofile236
4.1.6 Diskussion und Zusammenfassung240
4.2 Diskurskompetenz und epistemische Partizipationsprofile241
4.2.1 Nahemas Diskurskompetenz242
4.2.2 Monirs Diskurskompetenz244
4.2.3 Thasins Diskurskompetenz246
4.2.4 Zusammenhang von Diskurskompetenz und epistemischen Partizipationsprofilen247
4.2.4.1 Nahema247
4.2.4.2 Monir248
4.2.4.3 Thasin249
4.2.4.4 Zusammenfassung und Diskussion250
4.3 Mündliches Erklären als Lerngegenstand im Mathematikunterricht252
4.3.1 Allgemeine Etablierung der Praktiken des Erklärens im Mathematikunterricht252
4.3.1.1 Explizite Etablierungen253
4.3.1.2 Implizite Etablierung von Praktiken256
4.3.2 Herrn Schrödingers Wege der Schaffung individueller Lerngelegenheiten in der Interaktion262
4.3.2.1 Teilhabe ermöglichen265
4.3.2.2 Situativ Unterstützen267
4.3.2.3 Auf lange Sicht fördern268
5 Zusammenfassung und Ausblick271
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Forschungsergebnisse271
5.1.1 Konzeptualisierung des mündlichen Erklärens im Klassengespräch des Mathematikunterrichts271
5.1.2 Welche Praktiken des Navigierens durch epistemische Felder können in den Mikrokulturen rekonstruiert werden?272
5.1.2.1 Rekonstruktion der Praktiken des Erklärens272
5.1.2.2 Diskurspraktiken zwischen Rekonstruktion und Entwicklungsforschung274
5.1.2.3 Rolle der Praktiken des Erklärens für die Wissenskonstruktionsprozesse im Klassengespräch des Mathematikunterrichts275
5.1.3 Wie konsistent sind die rekonstruierten Praktiken in den jeweiligen Mikrokulturen?277
5.1.4 In welcher Hinsicht unterscheiden sich die Praktiken der vier Mikrokulturen?278
5.1.5 In welcher Hinsicht unterscheidet sich die Partizipation von Lernenden an den Erklärungen im Klassengespräch?281
5.1.5.1 Heterogenität der epistemischen Partizipation und damit verbundene fachliche Lerngelegenheiten281
5.1.5.2 Eingeschränkte Teilhabe an den Praktiken des Erklärens als möglicher Erklärungshintergrund für schwächere Mathematikleistungen sprachlich schwacher Lernender282
5.1.6 Welche Lerngelegenheiten für mündliches Erklären im Klassengespräch können beobachtet werden?284
5.1.6.1 Allgemeine Etablierung der Praktiken des Erklärens284
5.1.6.2 Lehrkraftseitige Wege zur Schaffung individueller Lerngelegenheiten285
5.2 Reflexion der Grenzen der Studie und mögliche Anschlussfragen287
5.2.1 Offene Fragen der Rekonstruktion der Praktiken des Erklärens287
5.2.2 Fallstudien in der Mikrokultur der Klasse von Herrn Schrödinger288
5.3 Mögliche Konsequenzen für die Schulpraxis290
5.3.1 Mögliche Konsequenzen für die Schulpraxis290
5.3.2 Beiträge zur mathematikdidaktischen Forschung und Anschlussmöglichkeiten291
Literaturverzeichnis293
Anhang303
Transkriptionskonventionen303
Verzeichnis des digitalen Anhangs304
I. Übersicht über die verwendeten Sequenzen304
II. Ausführliche Transkriptionskonventionen304
III. Kodierleitfaden304
IV. Relevante Transkripte304

Weitere E-Books zum Thema: Pädagogik - Erziehungswissenschaft

Weitere Zeitschriften

Menschen. Inklusiv leben

Menschen. Inklusiv leben

MENSCHEN. das magazin informiert über Themen, die das Zusammenleben von Menschen in der Gesellschaft bestimmen -und dies konsequent aus Perspektive der Betroffenen. Die Menschen, um die es geht, ...

ARCH+.

ARCH+.

ARCH+ ist eine unabhängige, konzeptuelle Zeitschrift für Architektur und Urbanismus. Der Name ist zugleich Programm: mehr als Architektur. Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet ...

Archiv und Wirtschaft

Archiv und Wirtschaft

Fachbeiträge zum Archivwesen der Wirtschaft; Rezensionen Die seit 1967 vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für das Archivwesen der Wirtschaft "Archiv und Wirtschaft" bietet Raum für ...

Berufsstart Gehalt

Berufsstart Gehalt

»Berufsstart Gehalt« erscheint jährlich zum Sommersemester im Mai mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren und ermöglicht Unternehmen sich bei Studenten und Absolventen mit einer ...

bank und markt

bank und markt

Zeitschrift für Banking - die führende Fachzeitschrift für den Markt und Wettbewerb der Finanzdienstleister, erscheint seit 1972 monatlich. Leitthemen Absatz und Akquise im Multichannel ...

Correo

Correo

 La Revista de Bayer CropScience para la Agricultura ModernaPflanzenschutzmagazin für den Landwirt, landwirtschaftlichen Berater, Händler und am Thema Interessierten mit umfassender ...

DSD Der Sicherheitsdienst

DSD Der Sicherheitsdienst

Der "DSD – Der Sicherheitsdienst" ist das Magazin der Sicherheitswirtschaft. Es erscheint viermal jährlich und mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren. Der DSD informiert über aktuelle Themen ...

EineWelt

EineWelt

Man kann die Welt von heute nicht verstehen, wenn man die Rolle der Religionen außer Acht lässt. Viele Konflikte haben religiöse Komponenten — zugleich bergen Glaubensüberzeugungen auch ...