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Mediation, Psychogenetik & Verwandtes: Zur Methodenvielfalt beim Beraten

VerlagIHP Bücherdienst
Erscheinungsjahr2002
Seitenanzahl167 Seiten
ISBN9783923636334
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis20,00 EUR
Das Thema „Methodenvielfalt in der Beratung“ ist gewiss so alt wie das Beraten selbst – und immer noch gibt es die Auffassung vom „besser“ oder „schlechter“ der angewandten Methodik in Beziehung zu einer anderen. Diesem „besser oder schlechter“ stimme ich (insgeheim) zu – allerdings nicht grundsätzlich.

Mit Bezug auf ROGERS’ Schmetterlingsmetapher möchte ich anmerken, dass es wahrscheinlich so viele unterschiedliche und wirkungsvolle Beratungsmethoden gibt wie Schmetterlingsarten. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass eine sorgfältige Befragung der Klienten, um welche Art von Schmetterlingen es sich denn im Bauch handeln könnte, eine weitere Beratungsmethodik hervorbringen würde.

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Kapitelübersicht
  1. Impressum und Inhalt
  2. Zur Methodenvielfalt beim Beraten (Lumma u.a.)
  3. Mediation – Vermittlung in Konflikten (Konnerth)
  4. Mediation in der Schule (Cremer)
  5. Auseinandersetzung und Versöhnung (Wolf)
  6. Paarmediation & Sorgerecht (Steuber)
  7. „Selbstkontrolle stärken – .Gewalt reduzieren“ (Meis)
  8. Das Prinzip der ewigen Wiederkehr1... (Lahme)
  9. Über Generationen hinaus (Lumma)
  10. Martha (Lahme)
  11. Vorsicht „Stufe“ – Partnerschaft im Spiegel (Schulte)
  12. Wie schön, daß Du geboren bist (Bieding)
  13. Physiotherapie für die Kinder und Orientierungsanalyse für die Eltern (Runge)
  14. Biographische Notizen zu den Autoren
  15. Dazwischen
Leseprobe
2. Das Projekt ‘Die eigenen Kräfte’ (S. 154-155)

2.1 Die Gruppe

Die Kursteilnehmerinnen sind fünf Mütter, von denen drei Mütter mich gut kennen, da sich eines ihrer Kinder in physiotherapeutischer Behandlung bei mir befindet. Die beiden anderen Mütter nehmen aus allgemeinem Interesse durch Erzählen über Bekannte teil. Alle Mütter sind verheiratet und haben ein bis drei Kinder. Die Frauen sind zwischen dreißig und vierzig Jahre alt. Angela’s Hauptberuf ist Mutter sein. Brigitte, Hilde, Silvia und Jasmin sind von Beruf Krankenschwestern. Sie üben diese Tätigkeit in Teilzeitarbeit aus. Diese Gruppenkonstellation bleibt genau so über den gesamten Kurszeitraum unverändert bestehen. Silvia ist während der Kursdauer mit ihrem dritten Kind schwanger. Trotz Einladung an die jeweiligen Väter bzw. Männer nehmen sie leider nicht aktiv an diesem Kurs teil.

2.2 Das Setting

Die Gruppenabende finden in der Turnhalle einer integrativen Kindertagesstätte in Köln statt. Mehreren Eltern ist dieser Ort vertraut, da eines ihrer Kinder dort in den Kindergarten geht. Grundsätzlich finden die Termine einmal wöchentlich montags in der Zeit von 20.00 bis 22.00 Uhr statt. Das Kursangebot ist für zwölf Abende konzipiert. Thematisch passend ist nach ungefähr einer Stunde eine kurze Pause eingeplant.

3. Gesamtkonzeption

3.1 Ziele

In meinem Kurs will ich den Eltern verschiedene Angebote machen, in denen sie sich ihre eigenen vorhandenen Kräfte bewusst machen und stärken können. Ein gesundes Gegengewicht zu ihrer oft starken Belastung im Alltag ist ein wesentliches Ziel.

3.2 Methoden

Methodisch habe ich für diesen Kurs ein offenes Konzept gewählt. Das bedeutet, eine genaue Basisstruktur für alle Kursabende im Blick zu haben und parallel spezielle Themen und Bedürfnisse der Eltern gegebenenfalls sofort oder an einem der nächst folgenden Abende aufzugreifen. Ein Basiselement im Kursverlauf ist für mich das rhythmische Arbeiten nach dem Asco – Mentalita Prinzip, was bedeutet: Themen werden miteinander angesprochen, es folgt eine Phase der Entspannung und daran schließt sich eine gemeinsame Unternehmung an, eine weitere Themenbearbeitung kann sich wieder anschließen. Für diese Gruppe habe ich am sechsten Abend eine Unternehmung angeregt. Die Idee wird direkt mit Freude und Engagement aufgegriffen. Die Teilnehmerinnen suchen zusammen eine auswärtige Aktivität aus, an der alle teilnehmen wollen. Belebend für die Gruppe wirkt sich die selbstständige Planung und Organisation sowie der ganz andere Rahmen aus. Ergebnis ist ein lustiger Abend in einer Karibik-Bar der Kölner Altstadt.

Ein weiteres zentrales Element in diesem Kurs ist die Körperarbeit unter verschiedenen Aspekten. Dieses Angebot ist mir deshalb so wichtig, weil sich die Spannungen des Alltags in der Körpermuskulatur manifestieren und über kurz oder lang oft zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Selbst eine so erscheinende massive körperliche Alltagsbelastung ist dann in der Regel sehr einseitig belastend und nicht entspannend und gesund erhaltend. Mit dem Kursangebot möchte ich den Teilnehmerinnen die Möglichkeit geben:

- sich zu entspannen
- neue Blickwinkel zu gewinnen
- für eventuell festgefahrene Alltagskonflikte neue, einfache Lösungen zu finden und auszuprobieren
- sich selbst bewusst zu spüren und wahrzunehmen
- in einer Gruppe gegenseitige Unterstützung zu erfahren
- in einer Gruppe Lebensfreude zu erleben
- eigene Kräfte und Ressourcen wieder, oder ganz neu zu entdecken
- die eigene Lebendigkeit zu spüren
- die Gesundheit zu stärken
Inhaltsverzeichnis
Impressum2
Inhalt4
Zur Methodenvielfalt beim Beraten6
Mediation – Vermittlung in Konflikten18
1. Vorphase:20
2. Das Mediationsgespräch21
3. Lösungsfindung/Vereinbarung zum Thema: Arbeitszeit23
Mediation in der Schule25
1. Motivation für die Ausbildung25
2. Das Gesamtkonzept von Mediation in der Schule26
3. Ausbildung von Eltern zu KonfliktvermittlerInnen28
4. Dokumentation einer Mediation in einer Klassenpflegschaft29
5. Ausbildung von SchülerInnen zu StreitschlichterInnen33
6. Dokumentation einer Co-Mediation einer 6. Klasse35
7. Auswertung und Ausblick38
8. Literatur39
Auseinandersetzung und Versöhnung40
Teil 1: Mein persönlicher Umgang mit Konflikten.40
Teil 2: Vorphase und Beginn einer Mediation41
Teil 3: Verlauf einer Mediation43
Teil 4 : Reflexion der Sitzungen49
Paarmediation & Sorgerecht52
1. Vorbemerkungen zur Akquisition52
2. Dokumentation der zweiten und dritten Sitzung einer Paarmediation zum Themenschwerpunkt „Sorgerecht“53
3. Identität in der Rolle als Mediatorin63
„Selbstkontrolle stärken – Gewalt reduzieren“64
1. Einleitung64
2. Körperbezogenes Training68
3. Begleitende Einzelfallhilfe70
4. Zusammenfassung71
5. Fazit, Reflexion und Ausblick71
Das Prinzip der ewigen Wiederkehr1...74
Einführung75
Ausgangspunkt der Psychogenetik76
Fragebogen zur Herkunftslogik77
Literatur82
Über Generationen hinaus83
Schwartz’ Hauptthese83
Ein anderes Bild85
Forschung & Therapiekonzept86
Die Übernahme von Mustern87
Erwartungen an eine Ehe89
Verträge90
Martha92
Vorbemerkungen92
1 Einführung93
2 Der Auswahltest95
3 Die Transformation102
Schlußwort104
Literatur105
Vorsicht „Stufe“ – Partnerschaft im Spiegel106
1. Vorstellung des Bildungs - und Beratungszentrum „Kernhaus“107
2. Blickpunkt „Paarberatung“107
3. Paarberatung in der Praxis112
4. Kooperation im Spiegel116
5. Angewandte Methoden119
6. Berührungspunkte121
7. Schlussbemerkung122
Literaturverzeichnis124
Wie schön, daß Du geboren bist.125
1. Einleitung126
2. Arbeitsfeld126
3. Das Projekt „Lebenswege“131
4. Reflexion des Prozesses151
Literatur152
Physiotherapie für die Kinder und Orientierungsanalyse für die Eltern153
1. Entstehungsgeschichte des Projektes153
2. Das Projekt ‘Die eigenen Kräfte’154
3. Gesamtkonzeption155
4. Mein eigener Raum / Wohnen / Umzug – vierter und fünfter Kursabend im Detail157
5. Resümee und Ausblick160
6. Literaturverzeichnis161
Biographische Notizen zu den Autoren162
Dazwischen166

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