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Modellbasierte Analyse globaler Gedächtnismodelle

Theoretische Grundlagen, methodische Probleme und experimentelle Befunde

AutorMartin Brandt
VerlagPabst Science Publishers
Erscheinungsjahr2001
Seitenanzahl260 Seiten
ISBN9783935357999
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Als globale Gedächtnismodelle werden mathematischer Gedächtnistheorien bezeichnet, deren zentrale Annahmen darin besteht, dass die Erinnerungsleistung an eine Zielinformation von allen im Gedächtnis repräsentierten Inhalten bestimmt wird. Das Postulat global operierender Gedächtnisprozesse steht damit im Widerspruch zu der dominierenden Auffassung in der Gedächtnispsychologie, dass die lokale Gedächtnisrepräsentation einer Zielinformation die adäquate Analyseeinheit für das Studium von Gedächtnisphänomenen ist. Nach einer Darstellung der wichtigsten globalen Gedächtnismodelle erfolgt eine detaillierte Diskussion der methodischen Probleme der Anwendung formaler Gedächtnismodelle. Anhand des Modells MINERVA 2 wird gezeigt, dass sich für dieses formale Prozessmodell konkrete Modellgleichungen herleiten lassen. Angewandt auf kategoriale Daten fällt das Modell somit in die Klasse der multinomialen Modelle, so dass der für diese Modellklasse ausgearbeitete statistische Hintergrund auch für globale Gedächtnismodelle einsetzbar ist. Es wird gezeigt,dass eine solcher modellbasierter Zugang eine strengere und validere Überprüfung von Modellvorhersagen erlaubt. Das Modell MINERVA 2 wird in acht Experimenten zum globalen Ähnlichkeitseffekt, zum Listenlängen-Effekt und zum Listenstärken-Effekt evaluiert. Dabei können elementare Vorhersagen, die sich aus der Annahme eines global operierenden Abrufprozesses ableiten lassen, im wesentlichen bestätigt werden.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Einführung
  2. Ein komputationaler Ansatz in der Gedächtnispsychologie
  3. Globale Gedächtnismodelle
  4. Methodische Aspekte der Anwendung globaler Gedächtnismodelle
  5. Der globale Ähnlichkeitseffekt
  6. Der Listenlängen-Effekt
  7. Der Listenstärken-Effekt
  8. Diskussion und Ausblick
  9. Literatur
Inhaltsverzeichnis
Vorwort und Danksagung6
Inhaltsverzeichnis8
1 Einführung12
1.1 Theorien des Aktivationsprozesses13
1.2 Globale Gedächtnismodelle14
1.3 Überblick über diese Arbeit17
2 Ein komputationaler Ansatz in der Gedächtnispsychologie19
2.1 Funktionale Ebene21
2.1.1 Funktionale Analyse episodischer Rekognitionstests23
2.1.2 Funktionale Äquivalenz episodischer Varianten des Rekognitionstests26
2.1.3 Besondere Stellung der funktionalen Ebene27
2.2 Ebene der komputationalen Implementierung29
2.2.1 Repräsentation von Items29
2.2.2 Gedächtnissysteme30
2.2.3 Entscheidungsprozesse39
2.2.4 Bedeutung der Ebene der komputationalen Implementierung41
2.3 Ebene der physikalischen Implementierung42
2.4 Zusammenfassung43
3 Globale Gedächtnismodelle46
3.1 MINERVA 247
3.1.1 Itemrepräsentationen47
3.1.2 Gedächtnisrepräsentationen48
3.1.3 Gedächtnisprozesse48
3.1.4 Entscheidungsprozesse53
3.1.5 Zusammenfassung von MINERVA 255
3.2 SAM57
3.3 REM60
3.4 TODAM64
3.5 CHARM68
3.6 MATRIX-Modell69
3.7 Konnektionistische und neuronale Modelle73
3.8 Zusammenfassung74
4 Methodische Aspekte der Anwendung globaler Gedächtnismodelle75
4.1 Anwendungen globaler Gedächtnismodelle75
4.1.1 Computersimulationen75
4.1.2 Analytische Anwendungen77
4.2 Zusammenfassung100
5 Der globale Ähnlichkeitseffekt104
5.1 Ähnlichkeitseffekte im Rekognitionsparadigma104
5.1.1 Lokale Ähnlichkeitsmanipulationen104
5.1.2 Globale Ähnlichkeitsmanipulationen106
5.2 Eigene Experimente zum globalen Ähnlichkeitseffekt112
5.2.1 Stimulusmaterial112
5.2.2 Experiment 1115
5.2.3 Experiment 2123
5.3 Zusammenfassung130
6 Der Listenlängen-Effekt134
6.1 Theoretische Erklärungen134
6.1.1 Interferenztheoretische Erklärungen134
6.1.2 Erklärung durch Aufmerksamtkeitsreduktion136
6.1.3 Erklärung im Yonelinas-Modell136
6.1.4 Erklärung in globalen Gedächtnismodellen138
6.2 Eigene Experimente zum Listenlängen-Effekt144
6.2.1 Experiment 3145
6.2.2 Experiment 4157
6.2.3 Experiment 5164
6.3 Zusammenfassung174
7 Der Listenstärken-Effekt177
7.1 Das mixed-pure -Design177
7.2 Vorhersagen globaler Gedächtnismodelle im mixed-pure -Design178
7.2.1 Vorhersagen bezüglich der Erwartungswerte179
7.2.2 Vorhersagen bezüglich der Varianzen179
7.2.3 Vorhersagen bezüglich beobachtbarer Daten180
7.3 Der list-strength effect ratio181
7.4 Empirische Befunde im list-strength effect ratio182
7.5 Mögliche Gründe für das Nichtauftreten des Listenstärken-Effekts185
7.5.1 Effekte listenfremder Items186
7.5.2 Differenzierung187
7.5.3 Verletzung von Unabhängigkeitsannahmen188
7.5.4 Methodische Artefakte189
7.5.5 Zusammenfassung190
7.6 Eigene Experimente zum Listenstärken-Effekt191
7.6.1 Experiment 6191
7.6.2 Experiment 7205
7.6.3 Experiment 8215
7.7 Zusammenfassung227
8 Diskussion und Ausblick231
8.1 Theoretischer Hintergrund231
8.1.1 MINERVA 2 als formales Prozeßmodell232
8.1.2 MINERVA 2 als multinomiales Modell233
8.2 Empirische Evaluation von MINERVA 2234
8.2.1 Eigene experimentelle Befunde235
8.2.2 Bezug zu Befunden aus der Literatur236
8.2.3 Generalisierbarkeit der Befunde238
8.2.4 Alternative Modelle238
8.2.5 Zusammenfassung242
8.3 Ausblick244
9 Literatur246

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