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Morphemerwerb im Englischen und Deutschen

AutorSusanne Busch
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl21 Seiten
ISBN9783638367530
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1, Technische Universität Dresden, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einführung Wie lernen Kinder Grammatik? Verschiedene Gruppen von Linguisten vertreten bei dieser Frage jeweils unterschiedliche Theorien. Während die Nativisten bei Kindern von einer angeborenen sprachlichen Struktur, einer Universalgrammatik, ausgehen, sind die Behavioristen überzeugt, dass das Kind grammatische Strukturen von Anfang an selbst und nur mit Hilfe der sprachlichen Äußerungen, die es hört, aufbaut und das menschliche Gehirn sich sozusagen von einer Tabula rasa zu einem ausschließlich durch Erfahrungen geprägten Organ entwickelt. Kognitivisten wiederum glauben, dass dem Sprachenlernen nichts anderes als allgemeine Lernmechanismen zugrunde liegen, die das Kind auch für andere Bereiche des Lebens benutzt, also wenn es zum Beispiel Zahlen oder soziale Konventionen lernt. Es wird davon ausgegangen, dass kognitive Entwicklung eine Grundvoraussetzung des Sprachenlernens ist. Der Interaktionismus stellt das Lernen der Srache als einen wechselseitigen Prozess dar, bei dem Interaktion im Mittelpunkt steht. Diese Theorie sagt jedoch weniger über das eigentliche Erlernen von grammatischen Strukturen aus. In dieser Arbeit soll es um den Grammatikerwerb und zwar im Speziellen um den Morphemerwerb bei deutschsprachigen und englischsprachigen Kindern gehen. Es soll untersucht werden, ob der Morphemerwerb dieser beiden Sprachen überhaupt vergleichbar ist, ob Ähnlichkeiten beim Erwerb zu erkennen sind und mit welcher Art Probleme deutsch- bzw. englischsprachige Kinder eventuell konfroniert werden. Auf den ersten Blick erscheinen die beiden Sprachen ähnlich. Tatsächlich sind Englisch und Deutsch sprachgeschichtlich eng miteinander verbunden. Beides sind westgermanische Sprachen. Vielleicht kann am Ende der Arbeit eine Aussage darüber getroffen werden, inwieweit so etwas wie eine Universalgrammatik vorhanden ist. Als Schwerpunkte werden neben den morphologischen Besonderheiten der beiden Sprachen die Erwerbsreihenfolge und die Entwicklungsraten beim Morphemerwerb beschrieben. Meine Arbeit stützt sich hauptsächlich auf die Untersuchungen von Roger Brown (1973) und Anne E. Mills (1985). Brown beobachtete drei Kinder längsschnittlich und veröffentlichte seine Ergebnisse in der für die englische Sprache bisher meistzitierten Studie A First Language (1973. Anne E. Mills stützt ihre Aussagen über den Spracherwerb des Deutschen auf verschiedene Ta gebuchstudien (Preyer, 1882; Lindner, 1898; Schädel, 1905;...

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