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E-Book

Organbalance

AutorAndreas Noll, Dagmar Hemm
VerlagGRÄFE UND UNZER
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl144 Seiten
ISBN9783833843709
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis11,99 EUR
Die TCM teilt den menschlichen Körper in fünf Organsysteme ein, denen verschiedene körperliche, geistige und emotionale Funktionen entsprechen. Diese Organsysteme sind den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet. Beschwerden auf der physischen oder psychischen Ebene entstehen dann, wenn eines dieser Elemente überwiegt. Der Ratgeber führt kurz und einfach in die Grundlagen der TCM, der Elemente und der Organsysteme ein. Durch einen Test kann der Leser anhand von Symptomen bestimmen, welches seiner Organe gestört ist. Um das jeweilige Organsystem wieder in Balance zu bringen, geben die Autoren leicht durchführbare Hinweise für die richtige Lebensführung und zur Selbstbehandlung. Akupressur, Heilkräuter, Ernährung, Massagen, homöopathische Mittel sowie Schüßler-Salze fördern eine natürliche Heilung. Zum Abschluss führt eine umfassende, übersichtliche Tabelle direkt von einer konkreten Beschwerde zum betroffenen Organsystem bzw. zu den Selbstbehandlungstipps.

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Leseprobe

DAS NETZWERK DER BALANCE


ALLES IN UNS HÄNGT MITEINANDER ZUSAMMEN. JE BESSER DAS ZUSAMMENSPIEL FUNKTIONIERT, UMSO WOHLER UND AUSGEGLICHENER FÜHLEN WIR UNS. DAFÜR KÖNNEN WIR SELBST SEHR VIEL TUN. DAS WICHTIGSTE IST, SICH WIEDER DEN NATÜRLICHEN RHYTHMEN ANZUVERTRAUEN.

BALANCE – EINE EWIGE SEHNSUCHT


Zeitlebens versuchen wir, unser persönliches Glück oder zumindest Zufriedenheit zu finden. Wir erleben Höhen und Tiefen im Wechsel: Mal stürmt das Leben auf uns ein, strapaziert uns körperlich, seelisch und geistig, zerreißt uns oft nahezu. Mal lehnen wir uns zufrieden und ausgeglichen zurück.

Nach Harmonie und dem Ruhen in sich selbst streben wir alle – trotzdem treibt es uns immer wieder »zu neuen Ufern«: auf der Suche nach der großen Liebe, der Erfüllung von Lebensträumen, oft aber auch auf der Flucht vor belastenden Lebensumständen und Beziehungen. Dieses Getriebensein ist ein Grundelement unseres Daseins. Es treibt uns hin zu den Dingen, die uns fehlen, nach denen wir uns sehnen, die uns größere Zufriedenheit und Balance schenken. In diesem lebenslangen Auf und Ab sind Harmonie und Ausgeglichenheit letztlich das Ziel.

Die lebenslange Herausforderung


Kein Mensch lebt allein und losgelöst in dieser Welt. Jeder ist ständig Veränderungen ausgesetzt, denen er sich stellen muss. Die meisten dieser Herausforderungen bestehen im gewohnten täglichen »Kampf ums Überleben«, um die Befriedigung der elementaren Bedürfnisse. Bereits hier gibt es immer wieder neue Anforderungen: neue künstliche Stoffe in Nahrungsmitteln und Trinkwasser, die verdaut werden wollen. Gifte in der Luft, die wir abwehren oder ausscheiden müssen. Krankheitserreger wie Viren mutieren und werden zur Bedrohung, Bakterien entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika durch ungezielten Einsatz in Medizin und Tierzucht. Natürliche Feinde wie Parasiten verschwinden dagegen zunehmend aus unserer »klinisch reinen« Welt und der seit Jahrmillionen auf diese Mitbewohner eingerichtete menschliche Organismus reagiert beim Kontakt mit ihnen immer öfter mit Allergien.

Neben diesen Herausforderungen auf der mikroskopischen Ebene können uns auch andere, viel umfassendere Umstellungen belasten und fordern:

  • Soziale Bedingungen wie die zunehmende Auflösung der traditionellen Familienbande zwischen Eltern, Kindern und Großeltern sowie neue Formen des familiären Zusammenlebens bringen neue Strukturen und Verbindlichkeiten mit sich.

  • Die Arbeitswelt verändert sich in Zeiten von Smartphone und Internet, vernetzt sich immer weiter mit dem ehemals strikt abgegrenzten Privatleben.

  • Informationen in immer gewaltigerer Menge und von sehr unterschiedlicher Qualität stehen uns zur Verfügung, müssen bewertet, aufgenommen oder abgewehrt werden.

Unsere Erlebnis- und Erfahrungswelt wird also immer vielseitiger. Daran können wir reifen – oder auch krank werden.

INFO

VIELFÄLTIGE ERFORDERNISSE

Die Anforderungen an den Menschen in unserer Zeit sind gewaltig gestiegen und somit auch die gesundheitlichen Belastungen. Gründe dafür sind vor allem:

  • die Anforderung der ständigen Verfügbar- und Erreichbarkeit

  • die Illusion des »Multitasking«

  • Rollenkonflikte zwischen Familie und Beruf: von den treu sorgenden Eltern bis zum Alphatier

  • von außen vorgegebene und ständig wechselnde Schönheitsideale

  • die Forderung nach einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit und nach Perfektion

Sonne, Wind und Wetter

Sonne und Mond, Regen und Trockenheit, die Jahreszeiten, Wind und Flauten bestimmten früher das Leben. Der moderne Mensch kann sich diesen Einflüssen recht weit entziehen, sofern er nicht, etwa im Beruf, von den klimatischen Bedingungen abhängig ist. Mit elektrischem Licht können wir die Nacht zum Tag machen, mithilfe von Heizung und Klimaanlage die Temperatur regulieren. Mit natürlichen Stoffen wie Pollen, Tierhaaren und tierischen Ausscheidungen, Mikroorganismen auf Pflanzen und in der Erde kommen wir immer weniger in Berührung. Dadurch werden die Schutzsysteme, die der menschliche Organismus im Lauf der Evolution aufgebaut hat, zunehmend überflüssig: Die Haut, die Schleimhäute und der Darm als »Grenzflächen« zwischen Mensch und Umwelt werden nicht mehr so sehr gefordert.

Uns fehlt also zunehmend die Auseinandersetzung mit natürlichen Reizimpulsen. Das schwächt unser Immunsystem und macht den Organismus weniger anpassungsfähig: Er reagiert immer empfindlicher, wird anfälliger für Infekte und Fehlreaktionen wie bei Allergien und Autoimmunerkrankungen.

Der Mensch im Lauf der Zeit

Wir kommen auf diese Welt, verbringen eine Weile auf ihr und verlassen sie wieder. Das ist der Lauf der Dinge: allseits bekannt, und doch erschreckt uns seine Flüchtigkeit.

Jedes Jahr, jeden Monat, jede Minute und Sekunde verändert sich jeder von uns: durch eigenes Handeln ebenso wie durch die vielfältigsten Einflüsse aus der Umgebung, durch unsere Vorfahren ebenso wie durch unsere Kinder, durch unsere Freunde und Widersacher, durch Beruf und Freizeitbeschäftigungen. Morgens fühlen wir uns anders als mittags und abends, im Frühling anders als im Herbst. Als Jugendliche wirkt die Welt anders auf uns – und wir auf sie – als im reifen Alter.

Unsere guten und unsere schlechten Erfahrungen haben eines gemeinsam: Wir können daran wachsen! Dies tun wir, indem wir die guten Erfahrungen und Einflüsse erkennen und in vollen Zügen genießen, die unausbleiblichen Krisen und emotionalen Erschütterungen zu unserer Reifung und Weiterentwicklung nutzen.

Der Mensch in sich

Körper, Geist und Seele sind nicht zu trennen. Das bedeutet, dass wir Menschen immer als Ganzes reagieren. Wenn die Seele schmerzt, spüren wir das auch im Körper, wir bekommen dann zum Beispiel Bauchweh und Magenkrämpfe, lassen den Kopf hängen oder ziehen die Schultern hoch, bis sie verspannt sind. Schmerzt der Körper, beeinträchtigt das auch Seele und Geist: Es macht uns ärgerlich oder auch traurig, verunsichert uns und macht uns Angst, wir sind unkonzentriert und abgelenkt.

Horchen Sie einmal genau in sich hinein, wo sich Stimmungen und Gemütslagen in Ihrem Körper meist bemerkbar machen! Jeder Mensch hat seine individuellen körperlichen Schwachstellen, die bei Stress, Sorgen und Trauer als Erste in Mitleidenschaft gezogen werden. Unser Sprachgebrauch hat unendlich viele anschauliche Beispiele für diese Verbindung: Es läuft eine Laus über die Leber, es geht etwas an die Nieren, wir haben ein flaues Gefühl im Magen, verspüren ein schlechtes oder ein gutes Bauchgefühl. Diese Empfindungen sind das Echo, mit dem unser Körper auf Ereignisse reagiert.

VIELE VERBINDUNGEN IM NETZWERK DES ORGANISMUS

Der Organismus reagiert auf Emotionen und Ereignisse nicht nur an einer Stelle. Wenn Sie zum Beispiel Angst haben, verlieren Sie möglicherweise buchstäblich den Boden unter den Füßen und in Ihrem Kopf »dreht sich alles«. Oder die Angst löst Herzrasen und feuchte Hände aus. Kein Teil des Körpers kann isoliert betrachtet werden, und ebenso wenig sind Körper, Geist und Seele voneinander zu trennen. Alles ist miteinander verbunden.

Auch aus der Sicht der westlichen Medizin ist dies gut bekannt, in Gestalt der großen Vernetzungssysteme von Nerven und Hormonen, von Gehirn und Nebennieren. Eine Störung in einem Teil des Systems bewirkt auch aus westlicher Sicht eine Reaktion in einem anderen: Nierenprobleme können zu Herzschädigungen führen, etwa zu Bluthochdruck. Verdauungsstörungen können Immunprobleme zur Folge haben, Leberschäden können die Nieren beeinträchtigen. Seelischer Dauerstress erschöpft die Nebennieren, die für die Ausschüttung des »Stresshormons« Cortisol verantwortlich sind, und führt dadurch auf lange Sicht zum sogenannten metabolischen Syndrom, unter anderem mit einer Neigung zum Diabetes mellitus vom Typ II.

Die moderne Schulmedizin kennt und erforscht diese Zusammenhänge, nutzt dieses Wissen aber in der Regel wenig. Die Naturheilkunde und vor allem die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sind da weiter.

Im Wechsel der Jahreszeiten fühlen wir deren unterschiedliche Qualität – ganz individuell.

Selbstorganisation und Selbstheilung


Mit mehr Aufmerksamkeit für unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele fördern wir die Selbstheilungskräfte und können bei Problemen einen Neuanfang schaffen.

Defizite ausgleichen

Unser Organismus reagiert sehr genau auf Defizite und Überschüsse. An einer Hautverletzung wirken die reparierenden »Einsatzkräfte« so lange, bis die Haut wieder geschlossen ist. Ist ein Blutgefäß verstopft, werden neue Umleitungen geschaffen. Sind Teile des Gehirns geschädigt, können andere Teile lernen, deren Aufgabe zu übernehmen.

Dass der Körper ein solches Wunderwerk der Anpassung ist, birgt Vorteile und Risiken: Wird die Stützkraft der Knochen nicht mehr gebraucht, weil der Mensch mit zunehmendem Alter mehr sitzt als läuft, so bauen die Knochen weniger Kalzium ein und werden brüchig. Essen wir im Rahmen einer Diät weniger, fährt der Körper seinen Kalorien-Grundumsatz zurück, wenn er nicht gleichzeitig mehr Energie durch viel Bewegung benötigt. Muskeln werden nur dann aufgebaut, wenn sie gebraucht werden, bei fehlender Belastung dagegen werden sie abgebaut und damit immer schwächer. Jedoch können wir solche Defizite oft ausgleichen, indem wir den vernachlässigten Funktionen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Die Widerstandskraft...

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