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E-Book

Organisationen regeln

Die Wirkmacht korporativer Akteure

VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl301 Seiten
ISBN9783531940502
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis33,26 EUR

'Es ist eine der großen Illusionen unserer Zeit, dass 'Macht aus dem Lauf der Gewehre kommt.' In Wirklichkeit kommt Macht aus Organisationen ...' (John R. Searle)

Organisationen regeln, was zählt und als was es zählt - nicht nur in ihren eigenen, inneren Angelegenheiten. Zwar werden sie ihrerseits reguliert. Auch bei der Regulation aber sind sie die mächtigen Akteure. Cum grano salis: Sie regeln sogar noch, wie sie selbst geregelt werden.

Der Band mit renommiertesten Fachleuten geht daher den soziologischen, ökonomischen und philosophischen Problemen des rule following und den Fragen nach:  Wie regeln und steuern Organisationen?  Wie werden sie geregelt und gesteuert?  Welche Evolution und pfadabhängige Entwicklung machen Regeln, Institutionen und Organisationen durch?



Prof. Dr. Stephan Duschek, Prof. Dr. Michael Gaitanides, Prof. Dr. Wenzel Matiaske und Prof. Dr. Günther Ortmann sind Inhaber von Professuren für Betriebswirtschaftslehre an der an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

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Inhaltsverzeichnis
Inhalt5
Einleitung: Macht, die aus Organisationen kommt6
Literatur14
Was ist eine Regel?16
Regeln und rule following in Organisationen28
Regeln und die soziale Konstruktion vonOrganisationswirklichkeit in ethnomethodologischerPerspektive29
1. Gegenstand und Fragestellung29
2. Was ist Ethnomethodologie?31
2.1 Ethno-methodo-logie und die Vielfalt von „Ethnien“31
2.2 Ethnomethoden33
2.3 Die Konstruktion sozialer Wirklichkeit35
2.4 Methoden und Forschungshaltung der Ethnomethodologie38
3. Regeln in ethnomethodologischer Sicht3639
3.1 Regeln vs. Normen39
3.2 Garfinkels Spieltheorie40
3.3 Merkmale alltagspraktischer Regelverwendung44
3.4 „Überlagernde Deutungscodes“ als Schlüssel zum Regelverständnis49
4. Der Mehrwert des ethnomethodologischen Regelkonzepts52
Literatur54
Enabling limitsOrganisationen regeln, was zählt und als was es zählt57
1. Rule following: Wo ist das Problem?57
2. Was „ist“ eine Regel, wie wirkt und wo existiert sie?58
3. Zwei Funktionen von Regeln: Verpönung und Orientierung65
4. How to go on: Können als Basis des rule following67
5. Schwarze Schwäne versus schwarze Schafe: Normativität als kontrafaktischeGeltung71
6. Verstehen als ein Können, „embodied and social embedded“73
7. Gradualisierungen Unbestimmtheit Vagheit Regeln versus Prinzipien75
8. Organisationen regeln77
8.1 Abweichungen, Regelverletzungen78
8.2 Regeldrift79
8.3 Selbstverständlichkeit80
8.4. Performative Autorität, hierarchisch gestaffelt Akzeptanzproduktion82
8.5 Vormachen, Nachahmen, Wiederholen, Abrichten83
8.6 Rekursivität83
8.7 Können als Nebenprodukt Habitus84
8.8 Formulierte Regeln84
8.9 Begründungsarbeit der Raum für Gründe Vorder- und Hintergründe84
8.10 Das Ende der infiniten Regresse85
8.11 Orientierung durch Regeln85
8.12 Vagheit86
8.13 Rent-seeking87
Literatur88
Regeln, Emotionen und Macht: Eine interaktionistischeSkizze92
1. Einleitung92
2. Regeln und ihre Befolgung92
3. Regeln als Vollzug einer kollektiven Praxis95
4. Regelbefolgung und die Konstitution sozialer Realität98
5. Implikationen: Regelbefolgung und die Wirkmacht von Organisationen101
Literatur106
Rahmen, Regeln und Regularitäten108
1. Einleitung und Überblick108
2. Spinozas Hobbes-Interpretation109
3. Volksweisheiten110
3.1 Das konkrete Beispiel des Gefangenendilemmas110
3.2 Das Folk-Theorem und seine beiden ursprünglichen Interpretationen112
4. Regelbefolgung und Teilspielkonsistenz113
4.1 Regelbefolgung im unendlichen Spiel113
4.2 Teilspielkonsistenz3114
5. Individuelle Bindungen als Schatten in die Zukunft115
5.1 Zwei Theorien unter einem Namen115
5.2 Das Ende der reinen Lehre117
6. Vereinigungstheorien?118
6.1 Die Ausdehnung der Arbeitsteilung auf die Normproduktion119
6.2 Formale Vereinigung121
7. Implikationen für die Organisationstheorie122
Literatur123
Die Evolution von Organisationenund die Funktion von Regeln126
Selektionsmodi der Organisationsgesellschaft:Gruppenselektion und Memselektion127
1. Methodologischer Evolutionismus und die Theorie bedeutsamer evolutionärerÜbergänge131
2. Kulturelle Gruppenselektion und die Evolution von Moral135
3. Akteure als komplexe adaptive Systeme und Organisationen als Gebildeeigener Art139
4. Memselektion: Eine neue Antwort auf die Frage „Cui bono?“144
5. Die Moralisierung der Organisationsgesellschaft und der Bedeutungsverlust derFunktionsmoralen149
Literatur155
Die Macht der Funktionen159
1. Kritik des Funktionalismus159
1.1 Die Logik der funktionalen Analyse159
1.2 Die ideologische Seite funktionalistischer Argumente165
1.3 Zusammenfassung167
2. Erkenntnisbeiträge der Funktionalanalyse168
2.1 Die konzeptionelle Grundlage von Funktionalanalysen168
2.2 Systemmodelle als theoretische Anwendungen172
2.3 Die Bedeutung der Dialektik179
2.4 Zusammenfassung182
3. Funktionen und Regeln182
3.1 Regeln als Elemente der Sozialgrammatik182
3.2 Regelsysteme und die Rolle von Funktionen183
4. Fazit187
Literatur188
Regelpfade – Wirkmächte des (Miss-)Erfolgs vonOrganisationen190
Das originäre Pfadabhängigkeitsmodell: Technologische Pfadabhängigkeit191
Kritik am originären Modell: Institutionelle Pfadabhängigkeit194
Institutionelle Pfadabhängigkeit und Regelpfade: Prozess und Mechanismen195
Setupkosten und Investitionseffekte200
Netzwerkeffekte: Koordinations- und Komplementaritätseffekte202
Lerneffekte207
Ein Ausblick: Auswege aus der Pfadabhängigkeit213
Literaturverzeichnis214
Wer steuert Organisationen?Wie steuern Organisationen?Wie werden sie gesteuert?219
Organisationen regeln – wer aber steuert Organisationen?220
1. Einleitung: Organisatorische Regelsysteme regeln auf eine höchst komplexeWeise und lassen sich nicht so leicht regeln220
2. Organisatorische Regelsysteme – unterstützend oder einengend oderparadoxerweise beides?221
3. Von Paradoxien zu nicht intendierten Effekten224
3.1. Die Kontrollierten kontrollieren sich selbst – und das auch noch gerne224
3.2 Der Zusammenhang zwischen Logiken, Praktiken (Regelsystemen), Ressourcen undunerwünschten Effekten226
3.3. Die Eigendynamik von Organisationen229
4. Die Geschichte der Betriebswirtschaftslehre – eine Abfolge unterschiedlicherLogiken und nicht intendierter Effekte231
4.1. Die Anfänge: Zuviel Praxis und zu wenig Wissenschaft231
4.2. Die Verwissenschaftlichung verdrängt den Praxisbezug232
4.3. Das endgültige Scheitern des Professionalisierungsprojekts234
4.4. Noch mehr nicht intendierte Effekte: Leistungsmessungen und Anreize in derbetriebswirtschaftlichen Forschung reduzieren Wissenschaftlichkeit undPraxisbezug236
5. Reformen zur Beseitigung nicht intendierter Effekte lösen immer neue nichtintendierte Effekte aus238
6. Schluss: Organisationen wirken mächtig, häufig aber in die falsche Richtung240
Literatur241
Rule Systems as Sources of Organizational Lock-ins andwhat to do about them246
Two Examples of Lock-ins246
Some Underlying Mechanisms of Lock-ins248
What to do about Lock-ins?252
Literatur255
Die Regelung von Finanzmärkten durch internationaleOrganisationen256
1. Die Entwicklung der Finanzmarktregelung.256
2. Internationale Organisationen der Finanzmarktregelung257
3. Die Wirkungsweise internationaler Organisationen der Finanzmarktregelung259
4. Typen von Regeln260
5. „Rules“ und „Principles“ bei der Finanzmarktregelung263
6. Schlussbemerkung266
Literatur266
Codes of Conduct: Eine Quelle transnationalenArbeitsrechts?1269
1. „Global Law Without a State“: eine überraschende These269
2. Zur politischen Ökonomie multinationaler Unternehmen272
2.1 Verhaltenskodizes273
2.2 Rahmenvereinbarungen277
2.3 Strategische Corporate Social Responsibility: Zur Logik und Empirie vonSelbstbindung278
2.4 Die Funktionsweise von „advocacy NGOs“282
3. Bewährt sich Teubners These?283
Literatur286
Autorin, Autoren und Herausgeber290

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