Sie sind hier
E-Book

Paarbeziehungen bei der Pensionierung

Partnerschaftliche Aushandlungsprozesse der nachberuflichen Lebensphase

AutorMichèle Métrailler
VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl316 Seiten
ISBN9783658186791
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis39,99 EUR
Michèle Métrailler geht der Frage nach, wie Lebenspartner beim Übergang in den Ruhestand ihre zukünftige Lebensgestaltung im Spannungsfeld zwischen individualistischen Ansprüchen und dem Bedürfnis nach Gemeinsamkeit aufeinander abstimmen. In einer vergleichenden Analyse der idealtypischen Vorstellungen der Pensionierung, welche innerhalb von Partnerschaften aufgrund der unterschiedlichen geschlechtlich geprägten Lebenswelten aufeinandertreffen können, entwickelt sie ein allgemeines Modell der partnerschaftlichen Pensionierungsvorbereitung, welches Aushandlungsprozesse rund um die polaren Interessenlagen von Aktivität und Ruhe, Veränderung und Kontinuität sowie Verpflichtung und Ungebundenheit nachzeichnet. ​

Michèle Métrailler arbeitet als Dozentin an der Berner Fachhochschule mit Schwerpunkt auf dem Themenbereich soziale Beziehungen, Generationenbeziehungen und soziale Unterstützung im Alter. ​

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Dank5
Inhaltsverzeichnis6
Abbildungsverzeichnis11
Tabellenverzeichnis12
1 Einleitung13
2 Alter und Altern im gesellschaftlichen Kontext18
2.1 Die historische Herausbildung der Lebensphase Alter18
2.1.1 Die Institutionalisierung des Lebenslaufs19
2.1.2 Individualisierung und Pluralisierung des Alters22
2.2 Die Pensionierung: Begriffsdeutung für die Arbeit23
3 Theoretische und empirische Grundlagen zur Pensionierung27
3.1 Die Pensionierung als Rollenübergang28
3.2 Die Pensionierung als normatives kritisches Lebensereignis30
3.2.1 Antezedente Einflussfaktoren auf die Gestaltung der Pensionierung und Anpassung an die nachberufliche Lebensphase34
3.2.1.1 Berufsarbeit34
3.2.2 Der Einfluss von Personen- und Kontextmerkmalen35
3.2.2.1 Persönlichkeitsmerkmale36
3.2.2.2 Gesundheit37
3.2.2.3 Geschlecht37
3.2.2.4 Sozioökonomischer Status40
3.2.2.5 Soziale Beziehungen41
3.2.3 Die antizipatorische Bewältigung und Vorbereitung der Pensionierung42
3.2.3.1 Planung und Vorbereitung43
3.2.3.2 Retirement anxiety44
3.2.4 Ereignismerkmale45
3.2.4.1 Freiwilligkeit der Pensionierung45
3.2.5 Die Auseinandersetzung mit der Pensionierung46
3.2.6 Effektmerkmale47
3.2.6.1 Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und Anpassungsschwierigkeiten48
3.2.6.2 Gesundheit49
3.2.6.3 Soziale Beziehungen50
3.2.6.4 Freizeitgestaltung52
3.3 Die Pensionierung als Verlauf54
3.3.1 Berufslaufbahn56
3.3.2 Familienbiografie und Familienbeziehungen57
3.3.3 Sequentierung und Synchronisierung der Pensionierung58
3.3.4 Beziehungsqualität59
3.3.5 Arbeitsteilung61
3.4 Zusammenfassung der Erkenntnisse64
4 Theoretische und empirische Grundlagen zur Paarbeziehung70
4.1 Das Konzept der Paarbeziehung72
4.1.1 Die Wirklichkeitskonstruktion in Paarbeziehungen72
4.1.2 Die Verlaufsphasen von Paarbeziehungen73
4.1.3 Die Gestaltung der Paarbiografie in der reflexiven Moderne76
4.2 Interaktionen in Paarbeziehungen77
4.2.1 Beziehungskonflikte77
4.2.2 Coping in Paarbeziehungen80
4.2.3 Alltagsinteraktionen und doing couple als interaktive Konstruktionsleistung83
4.3 Paarbeziehungen im Alter85
4.3.1 Die Qualität und Stabilität von Beziehungen im Zeitverlauf85
4.3.2 Veränderungen in der Beziehungszufriedenheit und im Interaktionsstil bei der Pensionierung86
4.3.3 Konfliktthemen in langjährigen Partnerschaften88
4.4 Integration theoretischer und empirischer Erkenntnisse89
5 Untersuchungsdesign und Methodik92
5.1 Erkenntnistheoretische Ausgangslage und Fragestellung92
5.2 Das Paar als Forschungsgegenstand: Spezifika dyadischer Daten95
5.3 Stichprobenselektion99
5.3.1 Kriterien zur Studienteilnahme99
5.3.2 Vorgehen bei der Stichprobenselektion101
5.3.3 Beschrieb der Stichprobe104
5.4 Methodische Umsetzung108
5.4.1 Methodisches Vorgehen bei der Datenerhebung108
5.4.1.1 Wahl der Erhebungsmethode108
5.4.1.2 Gesprächsführung und Interviewleitfaden113
5.4.1.3 Funktion und Aufbau des Fragebogens117
5.4.2 Praktisches Vorgehen bei der Datenerhebung119
5.4.3 Methodisches Vorgehen bei der Datenauswertung120
5.4.3.1 Kodierprozess121
5.4.3.2 Typenbildung124
5.4.3.3 Umsetzung und Adaption der Analyseverfahren auf Paarinterviews126
6 Ergebnisse129
6.1 Koordination des Pensionierungszeitpunkts129
6.1.1 Inhaltliche Kriterien zur Wahl des Pensionierungszeitpunkts132
6.1.1.1 Finanzen133
6.1.1.2 Gesundheit136
6.1.1.3 Berufsarbeit138
6.1.1.4 Vorstellungen des Zusammenlebens (Freizeit- und Zukunftsvorstellungen)141
6.1.2 Interaktionsmerkmale des Entscheidungsprozesses142
6.1.3 Koordinationsformen des Pensionierungsübergangs in Partnerschaften145
6.1.3.1 Gleichzeitige Pensionierung: Miteinander etwas Neues anfangen145
6.1.3.2 Gestaffelte Pensionierung – neue Strukturen aufbauen147
6.1.3.3 Unabhängige Pensionierung – eigenständig seinen Interessen nachgehen155
6.1.4 Resümee und kritische Diskussion des Modells159
6.2 Planung der Pensionierung165
6.2.1 Systematisierung des Planungsverhaltens166
6.2.2 Planung nach Lebensbereichen168
6.2.3 Dyadische Planung172
6.2.3.1 Einflussfaktoren auf die Planung der Pensionierung173
6.2.3.2 Planungsdifferenzen im Paar178
6.2.3.3 Resümee und abschliessende Diskussion partnerschaftlicher Planung188
6.3 Idealtypische Vorstellungen der Pensionierung191
6.3.1 Pensionierung als selbstbestimmte Lebensphase193
6.3.2 Pensionierung als entschleunigte, ruhevolle Lebensphase197
6.3.3 Pensionierung als „weiter wie bisher“201
6.3.4 Pensionierung als Chance für anderes204
6.3.5 Pensionierung als paar- und familienorientierte Lebensphase207
6.3.6 Andauernde Konzentration auf die Gegenwartsbewältigung211
6.3.7 Vergleichende Übersicht213
6.4 Herausforderungen der Pensionierung216
6.4.1 Partnerschaftsbezogene Herausforderungen217
6.4.2 Individuelle Herausforderungen220
6.5 Die Aushandlung der nachberuflichen Lebensphase223
6.5.1 Diskussionen zur Durchsetzung des Anspruchs nach Selbstbestimmung und Entpflichtung224
6.5.1.1 Erwartungen nach familiärem Engagement224
6.5.1.2 Anspruch auf Mithilfe im Haushalt228
6.5.1.3 Gefahr mangelnder Kohäsion in der Partnerschaft237
6.5.2 Diskussionen zur Durchsetzung des Anspruchs nach Ruhe und Entlastung239
6.5.2.1 Grenze zwischen Unterstützung und Verausgabung240
6.5.2.2 Freizeitstress243
6.5.2.3 Professionelle und ehrenamtliche Engagements des Partners246
6.5.3 Die Aushandlung der neuen Nähe250
6.5.3.1 Umstellung bestehender Tages- und Wochenstrukturen durch den Partner252
6.5.3.2 Gefahr der Selbstaufgabe und des Verlusts von Freundschaften253
6.5.3.3 Effizienzverlust und fehlende Wertschätzung bei der häuslichen Aufgabenerledigung255
6.5.3.4 Gesteigerter Koordinationsaufwand, Rechenschaft, Kontrolle und Befehligen260
6.5.3.5 Zusammenfassung der Handlungsstrategien zum Umgang mit der neuen Nähe261
7 Diskussion und Integration der Ergebnisse in ein übergeordnetes Modell266
Literaturverzeichnis278
Anhang I: Interviewleitfaden296
Anhang II: Inhaltsanalytisches Kategoriensystem299
Anhang III: Individueller Fragebogen302
Anhang IV: Beispiel schematische Auswertungen auf Fallebene313
Anhang V: Liste der Interviewpartner und Zuteilung zu den Idealtypen315

Weitere E-Books zum Thema: Soziologie - Sozialwissenschaften

Innovationssysteme

E-Book Innovationssysteme
Technologie, Institutionen und die Dynamik der Wettbewerbsfähigkeit Format: PDF

Innovationen entstehen im Kontext interaktiver Lernprozesse systemisch vernetzter Akteure. Im Zentrum strukturell und institutionell eingebetteter Innovationsnetzwerke, die an der Generierung und…

Organisationsberatung beobachtet

E-Book Organisationsberatung beobachtet
Hidden Agendas und Blinde Flecke Format: PDF

Als offizielle Ziele von Strategieberatung, Change Management, Coaching, Qualitätsentwicklung oder anderen Formen der Beratung gelten mehr Effizienz, mehr Markt- und Kundenorientierung oder bessere…

Unternehmertum

E-Book Unternehmertum
Vom Nutzen und Nachteil einer riskanten Lebensform Format: PDF

In der aktuellen Wirtschaftskrise stehen Manager und Aufsichtsräte wegen ihrer vermeintlichen Profitgier am Pranger. Gleichzeitig breitet sich eine neue Kultur des Entrepreneurships aus, in der jeder…

Transnationale Mitbestimmung?

E-Book Transnationale Mitbestimmung?
Zur Praxis Europäischer Betriebsräte in der Automobilindustrie Format: PDF

Welche Rolle können Arbeitnehmervertretungen bei der Restrukturierung internationaler Konzerne spielen? Am Beispiel von Automobilherstellern wie VW, GM oder Toyota beleuchtet der Band die Arbeit und…

Dynamik sozialer Rollen beim Wissensmanagement

E-Book Dynamik sozialer Rollen beim Wissensmanagement
Soziotechnische Anforderungen an Communities und Organisationen Format: PDF

Isa Jahnke untersucht die Relevanz von Rollen, in denen Akteure am Wissensaustausch beteiligt sind und deren soziale Strukturen die Form des Austauschs prägen, am Beispiel einer Organisation. Sie…

Flexible Bürokratie

E-Book Flexible Bürokratie
Zur Logik aktueller Rationalisierungstendenzen bei Finanzdienstleistern Format: PDF

Carsten Dose untersucht die Reorganisation der Angestelltenarbeit anhand einer empirischen Untersuchung typischer Tätigkeitsbereich im Finanzdienstleistungssektor. Er analysiert, wie einerseits die…

Leistungserstellung im Kulturmanagement

E-Book Leistungserstellung im Kulturmanagement
Eine institutionenökonomische Analyse Format: PDF

Bettina Rothärmel setzt sich aus der Sicht der Neuen Institutionenökonomik mit der Frage der Leistungserstellung (Beschaffung, Produktion und Absatz) im Kulturbetrieb auseinander. Sie zeigt, dass…

Sozial und ökonomisch handeln

E-Book Sozial und ökonomisch handeln
Corporate Social Responsibility kleiner und mittlerer Unternehmen Format: PDF

Corporate Social Responsibility (CSR) ist entgegen weit verbreiteter Parolen kein reiner Kostenfaktor. Vielmehr bietet dieses Konzept, das ökonomische und soziale Prinzipien vereint, zweifachen…

Arbeitswissenschaft

E-Book Arbeitswissenschaft
Format: PDF

Die Gestaltung effizienter und produktiver Arbeitsprozesse, in denen Mitarbeiter Kreativität und Persönlichkeit entfalten können, ist für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen besonders wichtig.…

Weitere Zeitschriften

Ärzte Zeitung

Ärzte Zeitung

Zielgruppe:  Niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten. Charakteristik:  Die Ärzte Zeitung liefert 3 x pro Woche bundesweit an niedergelassene Mediziner ...

Berufsstart Bewerbung

Berufsstart Bewerbung

»Berufsstart Bewerbung« erscheint jährlich zum Wintersemester im November mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren und ermöglicht Unternehmen sich bei Studenten und Absolventen mit einer ...

Computerwoche

Computerwoche

Die COMPUTERWOCHE berichtet schnell und detailliert über alle Belange der Informations- und Kommunikationstechnik in Unternehmen – über Trends, neue Technologien, Produkte und Märkte. IT-Manager ...

crescendo

crescendo

Die Zeitschrift für Blas- und Spielleutemusik in NRW - Informationen aus dem Volksmusikerbund NRW - Berichte aus 23 Kreisverbänden mit über 1000 Blasorchestern, Spielmanns- und Fanfarenzügen - ...

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler ist das monatliche Wirtschafts- und Mitgliedermagazin des Bundes der Steuerzahler und erreicht mit fast 230.000 Abonnenten einen weitesten Leserkreis von 1 ...

Deutsche Tennis Zeitung

Deutsche Tennis Zeitung

Die DTZ – Deutsche Tennis Zeitung bietet Informationen aus allen Bereichen der deutschen Tennisszene –sie präsentiert sportliche Highlights, analysiert Entwicklungen und erläutert ...

Evangelische Theologie

Evangelische Theologie

 Über »Evangelische Theologie« In interdisziplinären Themenheften gibt die Evangelische Theologie entscheidende Impulse, die komplexe Einheit der Theologie wahrzunehmen. Neben den ...