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Papst Gregor V. Einsetzung, päpstliches Selbstverständnis, Verhältnis zu Otto III. und Stellung in Rom von April bis Oktober 996

AutorChristian Schulze
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl17 Seiten
ISBN9783638526500
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Proseminar 'Otto III.', 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Herbst des Jahres 995 sah sich Papst Johannes XV. zunehmend durch den Führer der römischen Adelsfamilie der Crescentier, Crescentius II. Nomentanus, in seinem Amt bedroht und wurde kurz darauf aus der Stadt vertrieben. Durch seinen Hilferuf zog der deutsche König Otto III. von November 995 bis April 996 nach Norditalien, um ihm zurück ins Amt zu verhelfen. Noch in Ravenna erreichte Otto III. die Nachricht vom Tod des Papstes und wenige Tage später setzte der 16-jährige König seinen 24-jährigen Vetter Brun von Kärnten zum neuen Papst ein - es war der erste 'deutsche' Papst und der erste Papst, der ohne das Einverständnis des römischen Adels ernannt worden war. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Umstände dieser Papsteinsetzung näher zu beleuchten, Vorgeschichte und Folgen zu beschreiben und schließlich die Frage nach zentralen Motiven im Handlungsfeld der Beteiligten zu beantworten. Im ersten Teil der Arbeit sollen die stadtrömischen Verhältnisse bis ins Jahr 995 kurz umrissen werden, der Schwerpunkt liegt auf der Etablierung der Macht durch die Crescentier. Daran schließt sich eine Beschreibung der Umstände der Papsteinsetzung an. Welche Erwartungen hatte der deutsche König an den neuen Papst und inwiefern konnte dieser den Ansprüchen gerecht werden? Im dritten Teil stehen das Verhältnis zwischen Gregor V. und Otto III. nach der Kaiserkrönung und die Frage nach Gregors V. päpstlicher Selbstsicht im Mittelpunkt. Der vierte Teil beleuchtet dann das Beziehungsdreieck zwischen Papst, Kaiser und der römischen Oberschicht während des gemeinsamen Aufenthalts der beiden Herrscher in Rom. Welches waren ihre Handlungsmotive und Erwartungen, und inwiefern konnten diese erfüllt werden? Die Arbeit schließt mit Überlegungen zur Abreise Ottos III. wenige Wochen nach der Krönung und der Frage, wie und wodurch sich das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst wandeln konnte. Als Quellengrundlage dienen die von Philipp Jaffé zusammengetragenenRegesta pontificum Romanorumund die Neuberarbeitung derPapstregesten 911-1024von Harald Zimmermann. Neben den Arbeiten von Percy E. Schramm und Mathilde Uhlirz hat Teta E. Moehs' umfassende biographische Veröffentlichung zu Gregor V. als eine der wichtigsten Grundlagen für diese Arbeit gedient. Darüber hinaus seien noch die neuren Arbeiten von Gerd Althoff und Knut Görich erwähnt, die u.a. mit Ergebnissen zur Herrschaftsstruktur in ottonischer Zeit und zum Verhältnis zwischen Kaiser und Papst wichtige Ansätze geliefert haben.

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