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E-Book

Peoplefotografie

Der Grundlagen-Workshop. So gelingt der Einstieg in die kreative Peoplefotografie: Porträt, Fashion, Familie. Mit vielen Profitipps und Beispielen

AutorFrank Eckgold, Stephanie Eckgold
VerlagHumboldt
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl256 Seiten
ISBN9783869102597
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis28,99 EUR
Bildidee, Modelpose, Perspektive, Bildschnitt: Die Autoren erklären leicht verständlich, worauf es bei guter Peoplefotografie ankommt. Beispielfotos und verständliche Anleitungen führen auch Anfänger schnell zu hervorragenden Ergebnissen. Das Grundlagenbuch für jeden, der sich für Peoplefotografie interessiert! Auf den Punkt gebracht: - Der perfekte Ratgeber für den Einstieg in die Peoplefotografie. - So geht's: eindrucksvolle Porträts, Fashionaufnahmen, tolle Bilder von der Familie, den Kindern und vielem mehr Leicht verständliche Anleitung, alles Wichtige ist 'Schritt für Schritt' erklärt.

Stephanie und Frank Eckgold betreiben ein Fotostudio in Dortmund und bieten Dienstleistungen rund um das Thema Fotografie. Ihre erfolgreichen Fotoworkshops sind deshalb so beliebt, weil sie verständlich aufgebaut sind und somit auch Anfängern schnelle Erfolgserlebnisse garantieren. Als Autoren haben Sie sich bereits zu Thema 'Porträts fotografieren im Studio' einen Namen gemacht.

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Leseprobe

Kamera- & Fototechnik


Lernen Sie Grundlegendes zur Kamera- und Fototechnik. In diesem Kapitel finden Sie einige Tipps und Empfehlungen, wie Sie Ihre Kamera konfigurieren können und was Sie beachten sollten. Manches ist kein unbedingtes „Muss“, sondern lediglich ein Vorschlag. Andere Tipps sollten Sie aber unbedingt berücksichtigen.

Einleitung


Besondere Fotos erfordern eine entsprechende Kreativität und das passende Werkzeug dazu. Das Werkzeug ist in erster Linie Ihre Kamera. Wenn diese aber mit dem Vollautomatikprogramm und den herstellereigenen Grundeinstellungen betrieben wird, tut und lässt sie, was sie möchte – nicht, was Sie möchten. Und das wird Sie in Ihrer kreativen Entfaltung eher hindern als unterstützen.

Moderne Kameras strotzen vor Einstellmöglichkeiten. Viele dieser Einstellungen haben einen direkten Einfluss auf Ihre Fotos.

Exkurs: Die grundsätzlichen Einstellungen der Kamera


Grobes Korn ist passé


Mit stark lichtempfindlichem Filmmaterial steht Analogfotografen ein kreatives Mittel zur Verfügung. Sie können bei schlechten Lichtverhältnissen noch fotografieren und zudem die grobe Auflösung des Filmmaterials als Stilmittel verwenden. Aufnahmen, die mit stark lichtempfindlichem Filmmaterial (beispielsweise ASA800) entstanden sind, besonders die Schwarz-Weiß-Aufnahmen, üben auch heute noch wegen des „groben Korns“ einen besonderen Reiz aus. An digitalen Kameras kann über den ISO-Wert die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors gesteuert werden. Aber: Je höher der Wert gewählt wird, desto stärker auch das sogenannte Bildrauschen.

Schwarz-Weiß-Fotografien bestechen oftmals durch das „grobe Korn“. Dieses wird bei digitalen Fotos nachträglich per Bildbearbeitung erreicht.

Dieses Bildrauschen ist jedoch nicht mit dem groben Korn von analogem Filmmaterial vergleichbar. Es wirkt sich eher störend auf die Fotos aus. Auch wenn die kamerainterne Rauschunterdrückung der modernen Digitalkameras recht gute Arbeit leistet: Spätestens wenn Sie ein Foto, das mit einem hohen ISO-Wert fotografiert wurde, in einem größeren Format ausbelichten (etwa in Postergröße) oder einen Bildausschnitt vergrößern, macht sich die eher schlechte Bildqualität und nicht das stilistische „grobe Korn“ bemerkbar.

Als Grundsatz sollten Sie also immer dann, wenn es möglich ist, mit dem niedrigsten ISO-Wert fotografieren, den Ihre Kamera Ihnen bietet. Bei den meisten Kameras ist das ISO 100, einige Kameras starten erst mit ISO 200.

ISO-Werte unterhalb 100 sind oftmals nur über eine kamerainterne Umrechnung erreichbar und sollten lediglich verwendet werden, wenn die Licht- oder Belichtungssituation es erfordert.

Viele Kameras sind per Werkseinstellung auf die automatische Auswahl des ISO-Wertes eingestellt. Diese Vorwahl sollten Sie nur verwenden, wenn Sie Schnappschüsse machen und die Bildqualität bezüglich des Rauschens eher zweitrangig ist.

Die heute üblichen ISO-Werte bei digitalen Kameras sind:

25 | 50 | 100 | 200 | 400 | 800 | 1600 | 3200 | 6400 | 12800 | 25600

Die hervorgehobenen Werte sind die üblichen Standardwerte.

 

Grundsätzlich gilt: Je höher der ISO-Wert, desto weniger Licht benötigen Sie beim Fotografieren, desto schlechter wird aber in der Regel auch die Qualität der Fotos (hohes Bildrauschen).

Gesichtserkennung & Co.


Diese Funktionen sind recht werbewirksam, für die bewusste Fotografie aber weniger relevant. Schließlich sehen Sie durch den Sucher der Kamera und entscheiden, wann Sie auslösen – egal, ob das Gesicht im Sucher lacht oder weint. Schalten Sie diese Features einfach aus. Sie kosten nur Rechenleistung und verzögern unter Umständen das Auslösen.

Verwacklung ausgeschlossen?


Seit geraumer Zeit werden immer häufiger sogenannten Image Stabilizer in Kameras oder – je nach Kamerasystem – in Objektive verbaut. Bei schwierigen Situationen ist ein Verwacklungsschutz recht nützlich, aber nicht immer notwendig. Schalten Sie ihn einfach aus, sofern Sie ihn nicht unbedingt benötigen, denn auch dieses System benötigt Rechenleistung und kann das Auslösen verzögern sowie andere Funktionen benachteiligen.

Image Stabilizer sind in manchen Situationen recht nützlich, aber kein Allheilmittel!

Kamera-RAW oder JPG?


Für die schnelle Betrachtung der Fotos auf dem Fernseher reicht es völlig aus, im JPG-Format zu fotografieren. Wenn Sie aber etwas „mehr“ möchten, dann sollten Sie die Fotos auf jeden Fall im Kamera-RAW-Format speichern – und gegebenenfalls auch gleichzeitig die JPGs für eine schnelle Betrachtung. Oftmals liegen den Kameras die passenden RAW-Konverter bei, mit denen sich die RAW-Dateien recht unkompliziert am PC entwickeln und zu JPGs konvertieren lassen. Sie haben dabei den Vorteil, dass Sie (ähnlich wie bei der analogen Kamera) die Entwicklung der RAW-Dateien nach Ihren Vorstellungen durchführen können. Das sollten Sie eigentlich nicht der Kamera überlassen! Bedenken Sie auch, dass Fotos im JPG-Format immer bereits komprimiert sind und bei jeder weiteren Speicherung weiter komprimiert werden. Sie verlieren also von Anfang an Bildinformationen, die später eventuell wichtig sind, wenn Sie sich beispielsweise entscheiden, eines Ihrer Lieblingsbilder als großformatiges Poster ausdrucken zu lassen.

Wenn Sie Ihre Fotos im RAW-Format speichern, können Sie jederzeit auf die unverfälschten Bilddaten zurückgreifen!

 

Picture-Style & Co.


Auf den ersten Blick sind manche Funktionen zur Bildoptimierung sehr verlockend, aber zur bewussten Fotografie oftmals eher weniger geeignet. Die Bildoptimierung sollten Sie später selbst am Computer übernehmen. Denn das, was die Kamera einmal „zerstört“ hat, lässt sich kaum noch reparieren. Es sei denn, Sie haben zu den JPGs zusätzlich noch die RAW-Dateien gespeichert. Sie sollten also die Funktionen zur Bildoptimierung zunächst einmal ausschalten, wenn Sie ganz bewusst bestimmte Bildideen fotografisch umsetzen. Schauen Sie zunächst, was Ihre Kamera ohne diese Funktionen aus Ihren Bildern macht, und entscheiden Sie dann, ob Sie eine kamerainterne Optimierung für die JPGs wirklich benötigen.

Weiß ist nicht gleich Weiß


Mit dem Thema Weißabgleich (WB, aus dem Englischen für White Balance) sollten Sie sich eigentlich immer beschäftigen, bevor Sie auf den Auslöser drücken. Aber was ist denn eigentlich der Weißabgleich? Der Weißabgleich dient dazu, Ihre Kamera auf die jeweilige Farbtemperatur (gemessen in Kelvin) einzustellen. Hierzu gibt es natürlich auch wieder eine automatische Funktion (AWB, aus dem Englischen für Automatic White Balance), aber diese Automatik funktioniert nicht immer zufriedenstellend. Zur automatischen Definition von Weiß in einem Bild sucht die Kamera nach der Aufnahme eines Fotos nach einer möglichst weißen Fläche im Bild und bestimmt anhand deren Farbinformation die entsprechende Farbtemperatur. Gibt es keine weiße Fläche, nimmt die Kamera die hellste Stelle im Bild zur Bestimmung. Ist diese Stelle nicht in einem neutralen Grau, sondern farbig, dann erhält Ihr Foto in aller Regel einen Farbstich. Sie können das beispielsweise bei Fotos in der Dämmerung oder in spärlich beleuchteten Räumen beobachten.

Der Weißabgleich kann auch als Stilmittel eingesetzt werden. Bei diesem Bild wurde er absichtlich auf 5800k gesetzt, um der Haut des Models einen braunen Farbton zu geben.

Sollte der automatische Weißabgleich mal versagen, dann können Sie der Kamera natürlich mitteilen, mit welcher Farbtemperatur Sie arbeiten möchten. Die meisten Kameras haben hierzu schon einige Vorgaben parat, wie zum Beispiel die Farbtemperatur bei sonnigem Wetter (ca. 5200 Kelvin), für Fotos im Schatten oder bei bewölktem Himmel. Bei vielen Kameras können Sie den gewünschten Kelvinwert auch direkt angeben.

Weißabgleich in der Praxis: Das linke Foto wurde mit 3800k belichtet, das Foto in der Mitte mit 5200k und das rechte mit 7800k.

Wenn Sie Ihre Fotos im RAW-Format fotografieren, können Sie die Farbtemperatur auch später am PC noch verlustfrei korrigieren. Bei den JPGs ist dies grundsätzlich auch möglich, es könnte sich aber etwas schwieriger gestalten und einen Verlust an Farbinformationen nach sich ziehen. Wenn Sie ausschließlich im JPG-Format fotografieren möchten, dann sollten Sie auf einen passenden Weißabgleich achten. Ausführliche Informationen zum manuellen Weißabgleich finden Sie im Kapitel „Kameratechnik in der Praxis“.

Live-View – Fluch und Segen


Der Live-View-Modus hat auch bei den Fotokameras schon vor geraumer Zeit Einzug gehalten, viele Kameras bieten ausschließlich...

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