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Pharmaindustrie: Ein Leitfaden für Market Access Strategien

AutorHendrik Grage
VerlagBachelor + Master Publishing
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl87 Seiten
ISBN9783863417314
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR
Die Forschung nach neuen Medikamenten stellt einen sich ständig weiter entwickelnden Forschungs-und Wirtschaftszweig dar. Dabei handelt es sich in Deutschland um einen gesunden und wachsenden Industriezweig. Die jährlich rückläufige Zahl neuer Medikamente sowie die restriktiveren Zulassungsbedingungen der vergangenen Jahre stellen jedoch eine Bedrohung aus Sicht von Investoren und Anteilseignern dar. Daneben steigt im Zuge der Globalisierung der Konkurrenzdruck durch Mitbewerber weltweit an. Auch die Hersteller von Generika müssen diverse Auflagen erfüllen, um ihre Produkte zulassen zu können. Der Pharmamarkt zeichnet sich durch ein hohes Innovationspotenzial und eine schnelle Weiterentwicklung in den technologischen und biochemischen Forschungsmöglichkeiten aus. In der tagespolitischen Diskussion wird der Markt für pharmazeutische Produkte häufig mit Kostensteigerungen des Gesundheitssystems in Verbindung gebracht. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, wie hoch der Beitrag dieser Industrie zum Beschäftigungs- und Innovationsstandard in Deutschland ist. Die Entwicklung, Zulassung und Vermarktung neuer Medikamente stellt sich als ein äußerst zeit- und kostenintensiver Prozess dar. Die Entwicklung eines neuen Wirkstoffes dauert bis zur Marktreife in der Regel über zehn Jahre. Es entstehen zahlreiche Aufwendungen im Entwicklungsprozess sowie durch die für den Zulassungsprozess notwendigen klinischen Studien. In der vorliegenden Studie wird untersucht, welche Markteintrittsbarrieren sich für Unternehmen in der pharmazeutischen Industrie ergeben, und wie auf diese zu reagieren ist. Ziel ist es, einen generell gültigen Leitfaden für Market Access Strategien zu entwickeln.

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Leseprobe
Kapitel 2.3, Pharmazeutische Unternehmen: Eigene Forschung und Generika: Bei den Markteilnehmern der Angebotsseite auf dem pharmazeutischen Markt handelt es sich um solche Industrieunternehmen, die Pharmazeutika oder Arzneimittel herstellen. Diese dienen der Behandlung von Erkrankungen an Menschen oder Tieren. Auf dem Markt für Arzneimittel lässt sich zwischen forschenden pharmazeutischen Unternehmen - welche selbst an der Entwicklung neuer Medikamente arbeiten - und den Unternehmen, welche ausschließlich Generika produzieren - also Wirkstoffkopien bestehender Medikamente erstellen und diese kostengünstiger anbieten. 2.3.1, Forschende pharmazeutische Unternehmen: Forschende pharmazeutische Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aktiv nach neuen Wirkstoffen und Medikamenten suchen. In Deutschland gehören diese Unternehmen dem Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa e.V.) an. Dieser Verband vertritt die ökonomischen Interessen der forschenden pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland. Die Entwicklung neuer Medikamente ist ein zeit- und kostenaufwändiger Prozess.Beispielsweise entstanden im Jahr 2008 Kosten in Höhe von mehr als 4,8 Milliarden Euro in der pharmazeutischen Forschung dieser Unternehmen. In Deutschland sind die rechtlichen Bestimmungen für die Entwicklung neuer Arzneimittel im Arzneimittelgesetz (AMG) festgelegt. Dort werden zum Beispiel der Arzneimittelbegriff und der 'Stoffbegriff' der Herstellungsstoffe von Medikamenten definiert. Um neue Pharmazeutika herzustellen bedarf es einer 'Herstellungserlaubnis' durch den Gesetzgeber, die an einen Nachweis der Sachkenntnis der forschenden Mitarbeiter gekoppelt ist. In der Regel vergehen zehn oder mehr Jahre, bis ein neu entwickeltes Medikament auf dem Markt zugelassen wird.50 Im Folgenden wird der Entwicklungs- und Zulassungsprozess eines neuen Medikaments kurz umrissen. In Kapitel 3.2. wird dieser noch näher erläutert. Dabei lässt sich die Herstellung eines neuen Medikaments nach Müller (2007) in zwei Phasen unterteilen. Zunächst findet die 'frühe' Innovationsphase der Forschung statt, anschließend wird in der 'späten' Innovationsphase das konkrete neue Medikament entwickelt.
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