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Potestas versus violentia

Zum Ablauf und zur Beschaffenheit der spätmittelalterlichen Fehde

eBook Potestas versus violentia Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2009
Seitenanzahl
31
Seiten
ISBN
9783640297238
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
12,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut), Veranstaltung: Krieg und Frieden im späten Mittelalter, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mittelalter gilt im kollektiven Gedächtnis auch heute noch als eine
Epoche der Menschheitsgeschichte, die von Gewalt, Krieg und
Grausamkeit bestimmt und geprägt war. Vielfach ist es Rechtsfreiheit
oder etwa die Willkür bei der Ausübung von Recht durch die
Herrschenden und Adeligen, die ein solches Bild vom finsteren Mittelalter
stützen. In gewisser Weise haben diese Klischees den ebenso bekannten
Funken Wahrheit an sich. Sicherlich war das Verhältnis von Gewalt und
Recht, sowie die Handhabung dieser sozial wirksamen Faktoren durch die
mittelalterliche Gesellschaft, anders beschaffen. Allerdings ist es ganz
eindeutig falsch das Mittelalter vor diesem Hintergrund pauschal als
gewaltsam und rechtsfrei abzustempeln. Auch das Mittelalter kannte
Gesetze und Sanktionen, welche die wahllose Gewaltausübung
unterbinden sollten und konnten. So war die Fehde, die 'klassischen Form
mittelalterlicher Gewaltanwendung', ein bisweilen komplexer, rechtlich
geregelter Vorgang, dessen Reglementierung die Eskalation von Gewalt
meist verhinderte oder zumindest eingrenzte.
Wie nun eine solche Fehde ablief und wie sie überhaupt beschaffen war,
das soll nachfolgend, im Verlauf der Seminararbeit, überblicksartig
dargestellt werden. Dabei soll auch die soziokulturelle Position und
Funktion der Fehde innerhalb der mittelalterlichen Gesellschaft und
Rechtslandschaft beleuchtet werden. Dabei soll der Blick vor allem auf die
unmittelbar (Fehde-)Beteiligten gerichtet werden und weniger politische
Aspekte oder übergreifende Auswirkungen betrachtet werden.
Im Einzelnen soll zur angemessenen Aufarbeitung des Themas zunächst
der Begriff 'Fehde' untersucht werden - es soll eine kurze
begriffsgeschichtliche Untersuchung erfolgen. In einem nächsten Schritt
soll das Wesen der mittelalterlichen Fehde von den Ursprüngen in
germanischen Gesellschaften bis hin zu den Unterbindungsversuchen des
Rechtsinstituts im Zuge der spätmittelalterlichen Landesfriedenbewegung dargestellt werden. Da es im Kontext dieser Arbeit vor allem um die
Fehdepraxis des späten Mittelalters gehen soll, wird eben diese im
Anschluss vorgestellt, wobei auch vereinzelt Fehdehandlungen aus der
Biographie Wilwolts von Schaumberg exemplarisch betrachtet werden
sollen. In einem letzten Teilabschnitt soll die Verortung des
Fehdephänomens innerhalb der mittelalterlichen Gesellschaft mit Hilfe
einer ansatzweisen Darstellung der soziokulturellen und
sozioökonomischen Bedeutung präzisiert werden.

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