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Räumliche Arbeitsteilung und Interessensgegensätze in der Stadtregion

AutorAnna Cwalian
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl17 Seiten
ISBN9783640168286
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Geographisches Institut), Veranstaltung: Die Stadtregion als Gestaltungs- und Managementaufgabe, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die charakteristische Funktion der Städte war Handel, Gewerbe und Dienstleistung und die damit einhergehende Zentralität. Der Ausbau einer leistungsfähigen kommunalen Verwaltung und Daseinsvorsorge trug dazu bei, dass der ländliche Raum dem Kernstadt überlegen geworden war. Während der Entstehung der Landkreise im der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 'erhielten die Großstädte gegenüber ihrem Umland eine Sonderstellung als Stadtkreise bzw. kreisfreie Städte.' (PRIEBS 2006, S. 75.) Dies hat zu funktionaler und administrativer Differenzierung geführt, wobei im Selbstbewusstsein und der politischen Kultur ließen sich ebenso deutliche Unterschiede erkennen. In der Zeit der Industrialisierung entstanden Probleme in der Ausgestaltung der räumlichen Nachbarschaft. Städtische Bebauung und städtische Funktionen verlagerten sich im Laufe des Urbanisierungsprozesses auf die benachbarten Gemeinden der Kernstädte. Diese Entwicklung führte zu der so genannten 'Emanzipation' des Umlands. Der Charakter des Stadtumlands ist ' (...) immer weniger nur Standort nachgeordneter wirtschaftlicher Funktionen, sondern zeichnet sich zunehmend durch eine diversifizierte und 'moderne' Branchenstruktur und hohe Anteile qualifizierter Arbeitskräfte aus.' (MÜLLER & ROHR-ZÄNKER 1997, 157.) Im Laufe der Zeit konnten die administrativen Stadtgrenzen immer schlechter erkannt werden und aus diesem Grund kam man zu der Einsicht, dass die benachbarten Gemeinden eingemeindet werden sollten. Die Eingemeindungen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben wurden, resultierten hauptsächlich aus den unterschiedlichen Strukturen, Interessen und Möglichkeiten der Stadt und ihrem Umland. Schon zum damaligen Zeitpunkt spielte das Thema des Steueraufkommens sowie der Infrastrukturkosten eine wichtige Rolle. Einerseits brachten die Eingemeindungen eine deutliche verbesserte politische und bauliche Steuerung des Stadtentwicklungsprozesses, andererseits kam zu neuen Konflikten zwischen Stadt und Umland. Die benachbarten Kreise leisteten einen großen Widerstand, weil sie im Rahmen der Eingemeindungen häufig ihre finanziell leistungsfähigsten Gemeinden abgeben mussten. Zu den größten Eigenmeindungsaktionen der deutschen Verwaltungsgeschichte gehört die Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin. Im Jahr 1920 verdoppelte sich die Zahl der Einwohner der Stadt Berlin von 1,9 auf 3,8 Millionen.

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