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Ratgeber Lese-Rechtschreibstörungen

AutorAndreas Warnke, Ellen Plume, Uwe Hemminger
VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2004
Seitenanzahl41 Seiten
ISBN9783840916359
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis4,99 EUR
Lesen gelingt nur unter größter Anstrengung, im Diktat finden sich unzählige Fehler, Hausaufgaben dauern ewig. Der Ratgeber bietet allgemeinverständliche Informationen zur Erkennung, zu den Ursachen, zu familiären und schulischen Hilfen sowie zur Therapie der umschriebenen Lese- Rechtschreibstörung (Legasthenie). Er informiert weiterhin über schul- und sozialrechtliche Bestimmungen und dazugehörige Begutachtungsverfahren. Die Broschüre bietet Eltern und Fachleuten zahlreiche Hinweise, was getan werden kann, wenn ein Kind Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens hat.   

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Leseprobe
2. Woran erkenne ich Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten? (S. 9)

Die überwiegende Anzahl der Kinder lernt lesen beginnend mit der Einschulung. Zehn Buchstaben werden in den ersten 9 bis 12 Schulwochen gelernt und 20 bis 30 Wörter unterrichtet. Bereits von Schulbeginn an beherrschen Kinder, die von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten stark betroffen sind, die gelernten Buchstaben-Laut-Zuordnungen nicht sicher. Sie können diese Buchstaben folglich beim Lesen- und Schreibenlernen von Wörtern nicht nutzen. Beim Abschreiben machen die Kinder dagegen meist nur wenige Fehler.

Oft hat das Kind zudem Schwierigkeiten, Laute akustisch zu unterscheiden, z. B. „o" und „u". Der einzelne Buchstabe kann zwar lautiert werden, das Zusammenfügen der Laute zu einem Wort gelingt jedoch nicht oder nur sehr unzureichend. Wenn Kinder zu Hause besonders viel üben, können sie nur scheinbar „lesen". In Wirklichkeit haben sie den Text mühevoll auswendig gelernt. Dies gelingt meist denjenigen Kindern, die gut begabt sind. Schwierigkeiten treten dann auf, wenn unbekannte Texte abgefragt werden und vorgelesen werden müssen.

Leseschwierigkeiten können sich wie folgt zeigen:

– Auslassen, Ersetzen, Verdrehen oder Hinzufügen von Worten oder Wortteilen;

– Verlangsamte Lesegeschwindigkeit;

– Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern oder Verlieren der Zeile im Text, stockendes Lesen von Wort zu Wort, aber auch von Buchstabe zu Buchstabe; ungenaues, nicht sinnhaftes Betonen beim Lesen;

– Vertauschen von Worten im Satz oder von Buchstaben in Wörtern;

– Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schlüsse zu ziehen oder Zusammenhänge zu sehen.

Bei besonders starken Leseschwierigkeiten gelingt es dem Kind meist nicht, den Lesefehler zu erkennen. Es kann sich nicht korrigieren, auch wenn es auf den Fehler hingewiesen wird. Nicht selten liest ein Kind ein richtig gelesenes Wort im nächsten Satz wieder falsch, dann wieder richtig und dann in anderer Form wieder fehlerhaft. Es scheint, als ob das gelesene Wort in seinem orthographischen Bild oder in seiner Lautstruktur nicht wieder erkannt oder erinnert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
1. Kennen Sie das?8
2. Woran erkenne ich Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten?10
3. In welchem Alter werden Lese-Rechtschreibschwierigkeiten sichtbar?12
4. Wann sind Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten eine umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung („ Legasthenie“)?12
5. Müssen Lese- und Rechtschreibstörungen immer gemeinsam auftreten?13
6. Können Lese-Rechtschreibprobleme auch Hinweise auf andere Störungen sein?13
7. Welche weiteren Probleme treten auf?14
8. Wie ist die weitere Entwicklung?17
9. Wie kann man eine Lese-Rechtschreibstörung erklären?18
10. Wie wird die Lese- und Rechtschreibstörung festgestellt?18
11. Wie kann man helfen?24
12. Wie können Eltern helfen?25
13. Wie können Lehrer helfen?28
14. Gibt es schulrechtliche Möglichkeiten?29
15. Wie können sich Kinder und Jugendliche selbst helfen?32
16. Wer führt Therapien durch?33
17. Was geschieht in der Therapie?33
18. Können Medikamente helfen?34
19. Wer bezahlt das alles?35
20. Gibt es sozialrechtliche Hilfen?35
21. Begutachtung: Was ist zu tun?36
22. Kann man Legasthenie vorbeugen?37
Literaturhinweise39
Anhang40

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