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Ratgeber Soziale Phobie. Informationen für Betroffene und Angehörige

AutorK. v. Consbruch, U. Stangier
VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl85 Seiten
ISBN9783840920929
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
Der Ratgeber liefert zahlreiche Hinweise, wie Menschen mit sozialen Ängsten selbstbewusstes Verhalten in sozialen Situationen erlernen können. Menschen mit sozialen Ängsten haben häufig einen enormen Leidensdruck und sind im Alltag teilweise stark durch ihre Ängste eingeschränkt. Der Ratgeber informiert über das Krankheitsbild, die Ursachen sowie die Behandlungsmöglichkeiten. Schritt für Schritt wird das Vorgehen in der Kognitiven Verhaltenstherapie erläutert, dem derzeit effektivsten Behandlungsansatz. Menschen mit ausgeprägten sozialen Ängsten finden in dem Ratgeber zahlreiche Anregungen zur Selbsthilfe. Eine Vielzahl von Fallbeispielen, Übungen und Arbeitsblättern ermöglichen, das Gelesene im Alltag selbst anzuwenden und so neues, selbstbewusstes Verhalten in sozialen Situationen zu erlernen. Ein abschließendes Kapitel fasst die wichtigsten Hinweise für Angehörige im Umgang mit sozial ängstlichen Mitmenschen zusammen und informiert über weitere Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. 1 Soziale Phobie – Was ist das?
  4. 2 Wie entsteht soziale Angst und wie kann man ihr begegnen?
  5. 3 Was passiert in einer Therapie? – Die Behandlung von Sozialen Phobien in der kognitiven Verhaltenstherapie nach Clark und Wells
  6. 4 Was können Angehörige tun?
  7. Anhang
  8. Arbeitsblätter
Leseprobe
"3 Was passiert in einer Therapie? – Die Behandlung von Sozialen Phobien in der kognitiven Verhaltenstherapie nach Clark und Wells (S. 25-26)

Was passiert eigentlich in einer Therapie? In der kognitiven Verhaltenstherapie besteht die Rolle des Therapeuten darin, den Patienten zu motivieren, neue Erfahrungen zu sammeln, um angsterzeugende und aufrechterhaltende Sichtweisen und Verhaltensmuster zu verändern. Er kann auf ungünstige Ver - arbeitungsprozesse hinweisen und Vorschläge machen, welche Verhaltens - wei sen günstiger sein könnten. Er kann Techniken vermitteln, mit deren Hilfe der Betroffene testen kann, welche Lösung für ihn die richtige ist. Es liegt dabei immer auch in der Verantwortung des Patienten, seine Sichtweise der Probleme einzubringen, die Vorschläge des Therapeuten aufzugreifen und für sich nutzbar zu machen.

3.1 Erster Schritt: Angstprozesse verstehen

3.1.1 Diagnostik


Jede Therapie beginnt mit einer ausführlichen Erfassung der aktuellen Schwie rigkeiten und ihrer biografischen Entwicklung. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird der Therapeut Sie zunächst berichten lassen, welchen Anlass es für Sie gab, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie können Ihre Schwierigkeiten aus Ihrer persönlichen Sichtweise schildern.

Dar - über hinaus wird er Ihnen auch Fragen zu ganz anderen Problembereichen stellen, die Sie möglicherweise von sich kennen. Dadurch soll ausgeschlossen werden, dass andere Probleme, die eventuell auch noch vorhanden sind, die Therapie behindern. Dies könnte z. B. der Fall sein, wenn zusätzlich zur Sozialen Phobie auch ein Alkoholmissbrauch vorliegt.

Erkennt man diesen nicht rechtzeitig, kann es passieren, dass der Betroffene zwar Übungen, die in der Therapie besprochen werden, zuhause durchführt, sich dabei aber jedes Mal zuvor Mut antrinkt. Dadurch kann er letztlich nicht erfahren, wie die Übung ohne Alkohol funktioniert hätte und blockiert so den eigenen Therapieerfolg. Kennen Patient und Therapeut die Probleme oder Besonderheiten, die zusätzlich zur Sozialen Phobie bestehen, können diese sinnvoll in den Therapieablauf mit einbezogen werden.

Aus diesem Grund wird der Therapeut auch eine Reihe von Fragen zu Ihrer Kindheit und Jugend, Ihrer privaten und beruflichen Laufbahn, sowie Ihrem momentanen familiären, sozialen und professionellen Umfeld stellen. Wie viel Sie an dieser Stelle schon von sich mitteilen möchten, bleibt dabei selbstverständlich immer Ihnen überlassen."
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort8
1 Soziale Phobie – Was ist das?10
1.1 Von der Schüchternheit zur Sozialen Phobie10
1.2 Was ist eine Soziale Phobie?11
1.3 Wie kann ich feststellen, ob ich an Sozialer Phobie leide?14
2 Wie entsteht soziale Angst und wie kann man ihr begegnen?15
2.1 Risikofaktoren15
2.2 Theorien zur Entstehung und Aufrechterhaltung Sozialer Phobien18
2.3 Für welche Behandlung soll man sich entscheiden?23
3 Was passiert in einer Therapie? – Die Behandlung von Sozialen Phobien in der kognitiven Verhaltenstherapie nach Clark und Wells26
3.1 Erster Schritt: Angstprozesse verstehen26
3.1.1 Diagnostik26
3.1.2 Ziele formulieren27
3.1.3 Die Angst verstehen: Entwicklung eines persönlichen28
3.2 Zweiter Schritt: Angst überwinden39
3.2.1 Selbstaufmerksamkeit reduzieren39
3.2.2 Sicherheitsverhalten reduzieren43
3.2.3 Eine objektive Sichtweise gewinnen52
3.3 Dritter Schritt: Angst verstärkende Gedanken reduzieren57
3.3.1 Gedanken vor sozialen Situationen57
3.3.2 Gedanken nach sozialen Situationen60
3.4 Vierter Schritt: Positives Selbstwertgefühl entwickeln64
3.4.1 Wie entsteht ein negativer Selbstwert und welchen64
3.4.2 Veränderung eines negativen Selbstwertgefühls66
3.5 Fünfter Schritt: Rückfällen vorbeugen70
4 Was können Angehörige tun?72
Anhang76
Literaturempfehlungen76
Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen76
Auswahl von Instituten mit Expertise in diesem Störungsbereich77
Arbeitsblätter78

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