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Recht wissenschaftlich

Drei wissenschaftsdidaktische Modelle auf empirischer Grundlage

AutorNora Rzadkowski
VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl444 Seiten
ISBN9783845286839
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis139,00 EUR
Die Rechtswissenschaft ist in den letzten Jahren unter Druck geraten. Die Plagiatsaffären lösten Diskussionen aus. Der Wissenschaftsrat forderte eine stärkere Wissenschaftsorientierung. Die Transnationalisierung des Rechts wirft die Frage auf, welche Bedeutung die Tradition eines wissenschaftlichen Rechts in Zukunft haben kann. Vor diesem Hintergrund geht die Arbeit der Frage nach, wie die Rechtswissenschaft als Wissenschaft gelehrt werden kann. Die Grundlage für die Entwicklung dreier wissenschaftsdidaktischer Modelle bildet eine empirische Studie, die einen detaillierten Einblick in die Lehr- und Forschungspraxis gibt und eine differenzierte Beschreibung der wissenschaftsdidaktischen Herausforderungen ermöglicht. Die an der Schnittstelle von Rechtswissenschaftstheorie, Hochschuldidaktik und empirischer Sozialforschung angelegte Arbeit analysiert im Gespräch mit den Beteiligten das fachwissenschaftliche Selbstverständnis und entwirft alternative Lehrmodelle.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
A. Einleitung19
I. Wissenschaftsdidaktik – Zusammenhang von Forschung und Lehre20
II. Zweite Ebene: Forschung in der rechtswissenschaftlichen Fachdidaktik21
III. Begrenzungen22
1. Keine rechtsgebietsspezifischen Handlungsanleitungen22
2. Suspension curricularer Reformforderungen22
IV. Erweiterung: Transnationale Perspektive23
V. Aufbau24
B. Das fachdidaktische Framing28
I. Erkenntnisinteresse: Handlungsorientierung in der rechtswissenschaftlichen Lehre28
II. Didaktische Modelle als Forschungsergebnis31
III. Transdisziplinärer Forschungsansatz33
1. Die rechtswissenschaftliche Fachdidaktik als transdisziplinäres Forschungsfeld33
2. (Hochschul-)Didaktik als „buntscheckiges Gemisch“35
3. Kooperationsmöglichkeiten zwischen allgemeiner und fachspezifischer Hochschuldidaktik37
a) Allgemeine und fachspezifische Hochschuldidaktik37
b) Lernen vom Verhältnis zwischen allgemeiner Didaktik und Fachdidaktik40
c) Verhältnis von allgemeiner und fachspezifischer Hochschuldidaktik in der vorliegenden Arbeit43
IV. Konstruktivistisches und kritisch-transformatives Forschungsparadigma43
1. Paradigmen didaktischer Forschung43
2. Zur Verknüpfung von konstruktivistischer und kritisch-transformativer Perspektive49
C. Kartierung der Wissenschaftsdidaktik51
I. Theoretische und empirische Grundlagen52
1. Wissenschaftsdidaktik in den 1960er/1970er-Jahren53
2. Boyer: Scholarship Reconsidered56
3. Empirische Forschung59
a) Quantitative Untersuchungen: Metaanalyse von Hattie/Marsh (1996)59
b) Qualitative Studien61
aa) Brew (2001)61
bb) Metaanalyse von Åkerlind (2008)65
cc) Robertson (2007)66
dd) Zwischenergebnis69
II. Makroebene: Curriculum-Design70
1. Wissenschaftsdidaktische und insbesondere wissenschaftspropädeutische Kompetenzmodelle70
2. Wissenschaftsdidaktische Implementationsmatrizen74
a) Implementationsmatrix von Jenkins/Healey74
b) Implementationsmatrix von Levy et al.76
3. Vergleich zwischen Kompetenzmodellen und Implementationsmatrizen78
III. Mesoebene: Didaktische Modelle79
1. Forschendes Lernen79
2. Inclusive scholarly knowledge-building communities83
3. Student as Scholar86
4. Threshold Concepts88
IV. Mikroebene: Genetisches Lernen90
V. Ausblick: wissenschaftsorientierte Mediendidaktik91
1. Wissenschaftsdidaktische Medienreflexionen93
2. Wissenschaftsdidaktische Auswahl und Nutzung von Medien97
3. Design wissenschaftsdidaktischer Medien98
VI. Zwischenergebnis100
D. Die Tradition des wissenschaftlichen Rechts102
I. Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Rechtswissenschaft103
II. Rechtswissenschaft – Teil des Rechts oder der Wissenschaft?107
III. Die kontinentaleuropäische Tradition des wissenschaftlichen Rechts108
1. Der Einfluss des Römisches Recht109
2. Historische Rechtsschule111
3. Formal-rationales Recht und Rechtsexpertise als Teil der westlichen Moderne114
4. Gegenbewegungen116
5. Zwischenergebnis118
IV. Risse in der Tradition des wissenschaftlichen Rechts118
1. Episode 1: Die Guttenberg-Affäre119
2. Episode 2: Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats122
a) Der Wissenschaftsrat, die „Außenwissenschaftspolitik“ und die Professionen123
b) Die Empfehlungen und die Reaktionen im Einzelnen127
aa) Empfehlungen an die rechtswissenschaftliche Forschung128
(1) Interdisziplinarität128
(2) Internationalisierung132
(3) Diversität135
(4) Nicht diskutierte Empfehlungen137
bb) Empfehlungen an die rechtswissenschaftliche Lehre138
3. Zwischenergebnis140
4. Aktuelle rechtswissenschaftstheoretische Kritik an der dogmatischen Forschung141
a) Kritik an der dogmatischen Forschung141
b) Diskussionen auf europäischer Ebene146
V. Zwischenergebnis150
E. Empirischer Teil151
I. Methodisches Vorgehen152
1. Selbstethnografie152
a) Verhältnis zum Forschungsfeld153
b) Mein eigenes Verständnis von Rechtswissenschaft bzw. rechtswissenschaftlicher Forschung154
2. Erhebungsinstrument154
3. Stichprobenbilden und Fallauswahl156
4. Zugang zum Feld161
5. Umgang mit Daten- und Vertrauensschutz162
6. Durchführung der Erhebung164
7. Auswertungsverfahren166
a) Die dokumentarische Methode166
aa) Exkurs: Ethnomethodologie167
bb) Das Vokabular der dokumentarischen Methode169
cc) Methodische Umsetzung171
dd) Typenbildung173
ee) Exemplarische Anwendung der dokumentarischen Methode175
b) Habitus und Feld178
II. Empirischer Teil179
1. Lehre179
a) Typ 1: Instrumentelle Handlungsorientierung180
aa) Standardwissen180
(1) Dekontextualisiertes Standardwissen182
(2) Standardwissen versus Forschungsexpertise184
(3) Fremdbestimmte Prüfungen187
(4) Exkurs: Die Praxis der Markierungen189
bb) Allkompetenz190
(1) Reichweite192
(2) Begründung und Ergebnis193
cc) Das Verhältnis von Allkompetenz und Standardwissen195
dd) Didaktische Gestaltung und Interaktion mit Studierenden198
(1) Lehre gegen den Widerstand der Studierenden198
(2) Fürsorge202
ee) Überblick207
b) Typ 2: Praktische Handlungsorientierung208
aa) Vom Bluffen und verantwortungsvollen Entscheiden: die Bandbreite der praktischen Handlungsorientierung209
(1) Beispiel 1: Verantwortungsvolles Entscheiden209
(2) Beispiel 2: Bluffen212
(3) Beispiel 3: Juristischer Alltag aus unterschiedlichen Perspektiven214
(4) Zwischenfazit215
bb) Die Herstellung der Praxisnähe215
(1) Mittel zur Herstellung des Realitätsbezugs216
(2) Realisationsmöglichkeiten der praktischen Handlungsorientierung217
(3) Interaktion mit den Studierenden218
(4) Erfahrungsräume220
(5) Diskussion221
c) Typ 3: Wissenschaftliche Handlungsorientierung222
aa) Sich-Absetzen vom Kanon222
bb) Verantwortungsteilung224
cc) Tiefe I226
dd) Tiefe II228
ee) Widerstreit zwischen Lehrenden und Lernenden und Recht als gute Argumentation229
ff) Klassifizierung der Studierenden231
gg) Irritation235
hh) (Re-)Stabilisierung237
(1) Allgemein-wissenschaftliche Werte und Prinzipien238
(2) Spezifische Orientierungen241
ii) Überblick245
d) Zusammenhänge von Forschung und Lehre: Aktionismen und partielle Einbeziehungen247
aa) Aktionismen247
bb) Partielle Einbeziehungen249
cc) Überblick250
dd) Feldtheoretische Interpretation251
e) Überblick über die Typen253
2. Forschung254
a) Theoretische Rahmung255
aa) Marotzki: strukturale Bildungstheorie255
bb) Nohl: pragmatisch-wissenssoziologischer bildungstheoretischer Referenzrahmen258
cc) Nohl/Rosenberg/Thomsen: Bildung und Lernen260
dd) Zwischenreflexion261
b) Typ a: Vertiefung262
aa) Schreiben263
(1) Schreiben als ‚Ringen’ und ‚Auf-die-Tube-Drücken’263
(2) Schreiben: Zwischen Rezeption und Produktion267
(3) Zwischenreflexion272
bb) „Muddling through“272
(1) Forschen lernen273
(2) „Muddling through“ als Forschungsmodus276
(3) „Muddling through“ und dogmatische Regelbildungen279
(4) Zwischenreflexion281
cc) Protektion282
c) Typ b: Modifizierung285
aa) Normatives Denken285
bb) Entwicklung von Forschungsfragen und -designs – Fokussierung und Weitung der juristischen Perspektive295
cc) Kommunikationsstil304
dd) Positionierungen306
ee) Methodisches Vorgehen308
ff) Zwischenergebnis312
d) Typ c: Transformation313
aa) Autobiographische Erzählungen314
(1) B7: ‚das war für mich ein Urknall‘314
(2) B9: ‚diese Gedanken sind ähm etwas, was hier gar nicht so gefragt ist, aber was mich selbst interessiert‘320
(3) B10: ‚dieses provokative Potential [...], das fand ich immer spannend‘328
(4) B8: der „Juristen-Kriminologe“336
bb) Vergleich344
(1) Themen344
(2) Zentrum versus Peripherie347
(3) Prozessstrukturen351
3. Der Zusammenhang von Forschung und Lehre353
F. Von der Empirie zu wissenschaftsdidaktischen Modellen356
I. Entwicklung eines normativen Maßstabes356
1. Rechtswissenschaftstheoretischer Maßstab356
a) Postmoderne (Rechts-)Wissenschaftstheorie: Der Status wissenschaftlichen Wissens357
b) Feministische Wissenschaftstheorie: Wissenschaft als Perspektiverweiterung358
c) Transnationales Rechtsdenken und sozio-kulturelles Rechts(wissenschafts)verständnis360
aa) Recht auch als sozio-kulturelles Phänomen362
bb) Die Fähigkeit zur Distanzierung vom eigenen Rechts(wissenschafts)verständnis364
(1) Distanzierung364
(2) Distanzierung statt Außenperspektive366
d) Zusammenfassung367
2. Wissenschaftsdidaktischer Maßstab367
II. Ver- und Entflechtungen von Recht und Wissenschaft371
1. Der Torso der Tradition eines wissenschaftlichen Rechts371
a) Rechtswissenschaftliche Lehre372
b) Rechtswissenschaftliche Forschung374
c) Inverse Wissenschaftsdidaktik375
2. Wahrnehmung der rechtswissenschaftlichen Forschung als eigenes Feld376
a) Rechtswissenschaftliche Forschung als eigenes Feld376
b) Weites Verständnis von Rechtswissenschaft378
3. Die Erschließung des Feldes rechtswissenschaftlicher Forschung380
4. Zwischenergebnis384
G. Drei Wissenschaftsdidaktiken386
I. Inverse Wissenschaftsdidaktik386
1. Didaktische Umsetzung387
2. Relevanz für Studierende389
II. Transformative Wissenschaftsdidaktik389
1. Didaktische Umsetzung390
2. Relevanz für Studierende392
III. Praxeologische Forschungsdidaktik392
1. Didaktische Umsetzung393
2. Relevanz für Studierende396
H. Zusammenfassung und methodologische Reflexion397
I. Inhaltliche Zusammenfassung397
II. Methodologische Reflexion402
Anlagen405
Anlage 1: Leitfadenerstellung, einleitender Text zum Brainstorming405
Anlage 2: Leitfadenerstellung, Ergebnis des Brainstormings405
Anlage 3: Leitfaden409
Anlage 4: Anschreiben413
Anlage 5: Datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung414
Anlage 6: Informationsbrief zum Datenschutz415
Anlage 7: Beispiel Postskript416
Literaturverzeichnis419

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