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Reform der Vorstandsvergütung

AutorBenedikt Hoegen
VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl459 Seiten
ISBN9783845291093
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis139,00 EUR
Die Vergütung von Vorständen börsennotierter Aktiengesellschaften wirft zahlreiche Fragen auf. Neben juristischen Aspekten bezieht die Diskussion um angemessene Vorstandsgehälter ökonomische Überlegungen und rechtsvergleichende Ansätze mit ein. Die jüngste Finanzmarktkrise hat die Diskussion um Vorstandsvergütungen ebenso beschleunigt wie gesetzgeberische Aktivitäten im In- und Ausland, insbesondere in der Schweiz und den USA. Der deutsche Gesetzgeber hat auf die wachsende Kritik im Jahre 2009 u.a. mit dem Erlass des 'Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)' reagiert, das sein Ziele nicht erreichen konnte. Der Versuch der Bundesregierung, einen verbindlichen say on pay Beschluss der Hauptversammlung zu normieren, ist im September 2013 gescheitert. Das Werk bewertet die vorhandenen gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf ihre Reformbedürftigkeit und schließt mit einem konkreten Regelungsvorschlag de lege ferenda, bei dem die aktienorientierte Vergütung im Mittelpunkt steht.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Einleitung27
A. Einführung27
B. Die anhaltende öffentliche Diskussion über steigende Vorstandsvergütung29
C. Zielsetzung der Arbeit32
D. Konkretisierung des Untersuchungsgegenstandes33
E. Vorgehen34
Erstes Kapitel: Historische Entwicklung der Vorstandsvergütung35
A. Historische Entwicklung in Deutschland35
I. Der Ursprung der Aktiengesellschaft im 17. und 18. Jahrhundert36
II. Die Entwicklung im 19. Jahrhundert38
1. Der Einfluss des Code de commerce auf das deutsche Aktienrecht39
a) Gegenstand des Code de commerce39
b) Die Entwicklung in Deutschland unter dem Einfluss des Code de commerce40
2. Rechtseinheitliche Gestaltung des deutschen Aktienrechts im ADHGB von 186142
a) Inhaltliche Regelungen des ADHGB 186143
b) Bedeutung des ADHGB 1861 für die Vorstandsvergütung43
3. Die erste Aktienrechtsnovelle 187044
4. Die zweite Aktienrechtsnovelle 188446
III. Vom HGB 1897 zum Aktiengesetz 193747
1. Das HGB 189747
2. Die Aktienrechtswissenschaft in der Nachkriegszeit bis zur Notverordnung des Reichspräsidenten aus dem Jahr 193149
3. Das Aktiengesetz 193752
a) Bezüge der Vorstandsmitglieder, § 78 AktG 193753
aa) Grundsätze für die Bezüge, § 78 Abs. 1 AktG 193753
bb) Herabsetzungsrecht, § 78 Abs. 2 AktG 193755
b) Gewinnbeteiligung, § 77 AktG 193757
4. Zusammenfassung59
IV. Das Aktienrecht in der Bundesrepublik Deutschland59
1. Das Aktienrecht in der Nachkriegszeit59
2. Aktienrechtsreform 196560
a) Bezüge der Vorstandsmitglieder, § 87 AktG 196561
b) Gewinnbeteiligung der Vorstandsmitglieder, § 86 AktG 196562
3. Zusammenfassung63
V. Zwischenergebnis63
B. Der Einfluss des US-amerikanischen Rechts auf die Vorstandsvergütung65
I. Vergleich der Vergütungshöhe in Deutschland und den USA66
II. Ursachen für den festgestellten Gehaltsunterschied67
1. Das US-amerikanische Gesellschaftsrecht und Managerbezüge68
a) Grundzüge des amerikanischen Gesellschaftsrechts69
b) Vergütung der Executive Officers nach amerikanischem Recht70
aa) Das Dilemma der Managervergütung in den USA71
bb) Say on Pay80
c) Einfluss85
2. Kulturelle Faktoren88
III. Internationalisierung des Marktes für Führungskräfte und Auswirkungen auf die Vergütungshöhe in Deutschland91
IV. Zusammenfassung93
C. Ergebnisse des ersten Kapitels94
Zweites Kapitel: Die Schweiz als Ausgangspunkt dieser Arbeit97
A. Die eidgenössische Diskussion über ausufernde Managergehälter98
I. Entwicklung der Organbezüge in der Schweiz98
II. Der Einfluss der direkten Demokratie in der Schweiz99
1. Das Instrument des Referendums100
2. Das Instrument der Initiative101
III. Volksinitiativen gegen überhöhte Verwaltungsratsvergütung102
1. „Abzocker-Initiative“102
2. „1 zu 12, für gerechte Löhne-Initiative“104
IV. Gesellschaftspolitische Wirkungen der beiden Initiativen107
1. Schweiz107
2. Ausstrahlungswirkung auf Deutschland109
B. Rechtslage in der Schweiz110
I. Vergütung der Geschäftsleitung vor der „Abzocker-Initiative“112
1. Rechtsgrundlage des Vergütungsanspruchs112
2. Zuständigkeit für die Vergütungsfestsetzung113
3. Verfahren der Vergütungsbestimmung113
4. Vergütungsumfang114
5. Offenlegung der Vergütung115
II. Vergütung der Geschäftsleitung nach der „Abzocker-Initiative“116
1. Umsetzung der „Abzocker-Initiative“ durch die VegüV116
2. Anwendungsbereich der VegüV117
3. Einbeziehung der Generalversammlung117
4. Verfahren der Vergütungsbestimmung120
5. Zulässige Vergütungen122
6. Unzulässige Vergütungen123
III. Klagemöglichkeiten124
IV. Überführung der VegüV in Bundesgesetz125
V. Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance126
C. Ergebnisse des zweiten Kapitels128
Drittes Kapitel: Theoretische Grundlagen zur Managervergütung131
A. Vorstandsvergütung als Element der Corporate Governance132
I. Begriff der Corporate Governance133
II. Normstrukturelle Probleme bei der Vergütungsfestsetzung135
B. Kontrollvakuum als Rechtfertigung materieller Vergütungsregeln137
I. Vorliegen eines Kontrollvakuums138
1. Ökonomische Theorie der Superstars138
2. Theorie vom „Managerkapitalismus“ (manageralism)140
3. Unternehmensleiterkontrolle am Kapitalmarkt142
II. Die Prinzipal-Agenten-Theorie144
III. Die Prinzipal-Agenten-Theorie im deutschen Aktienrecht151
1. Das Problem des § 76 Abs. 1 AktG151
2. Shareholder Value153
3. Stakeholder Value155
4. Stellungnahme157
a) Shareholder v. Stakeholder Value157
b) Shareholder Value und Nachhaltigkeit166
IV. Zwischenergebnis168
C. Ergebnisse des dritten Kapitels168
Viertes Kapitel: Vorstandsvergütung in Deutschland171
A. Rechtsgrundlage des Vergütungsanspruchs173
B. Einflussgrößen auf die Vorstandsvergütung174
I. Unternehmensgröße174
II. Ertragslage176
III. Vorstandsstatus und Vorstandsressort178
1. Vorstandsstatus178
2. Vorstandsressort180
IV. Dienstalter183
V. Persönliche Leistung184
1. Daimler AG185
2. Deutsche Bank AG186
3. Siemens AG187
C. Zuständigkeit für die Festsetzung der Vorstandsbezüge, § 87 Abs. 1 Satz 1 AktG190
I. Die Zuständigkeit des Aufsichtsrats als Ausgangsproblem191
II. Anforderungen an eine unternehmerische Ermessensentscheidung195
1. Vergütungsfestsetzung als unternehmerische Entscheidung196
2. Verfolgung des Gesellschaftswohls199
3. Angemessene Informationsgrundlage200
4. Frei von Interessenkonflikten200
5. Unternehmerisches Ermessen (Vertretbarkeit)201
III. Zusammenfassung202
D. Angemessenheit der Bezüge, § 87 Abs. 1 Satz 1 AktG202
I. Geltungsbereich des Angemessenheitsgebots203
II. Maßstäbe für die Höhe der Gesamtbezüge206
1. Reform durch das VorstAG207
2. Aufgaben des Vorstandsmitglieds209
3. Leistung des Vorstandsmitglieds212
4. Lage der Gesellschaft217
a) Die „Lage“ der Gesellschaft217
b) Sonderfall: Konzernunternehmen219
5. Üblichkeit der Vergütung225
a) Horizontale Üblichkeit227
b) Vertikale Üblichkeit232
c) Rechtfertigung bei Abweichen von der üblichen Vergütung235
III. Versorgungsbezüge236
IV. Sonderproblem: Drittvergütung239
V. Stellungnahme zum Angemessenheitsgebot240
E. Struktur der Vorstandsvergütung, § 87 Abs. 1 Satz 2 und 3 AktG245
I. Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung247
1. Geltungsanspruch von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG247
a) Verbot von Anreizen zu pflichtwidrigem Handeln248
b) Steuerung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung250
2. Inhalt des Nachhaltigkeitsgebots255
II. Mehrjährige Bemessungsgrundlage für variable Vergütungsbestandteile, § 87 Abs. 1 Satz 3, Hs. 1 AktG258
1. Soll-Vorschrift258
2. Bemessungsgrundlage260
3. Mehrjährigkeit261
4. Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage264
II. Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen, § 87 Abs. 1 Satz 3, Hs. 2 AktG267
1. Außerordentliche Unternehmensentwicklung268
2. Gestaltungsmöglichkeiten und Ermessen269
IV. Herabsetzung unbilliger Vergütung auf eine angemessene Höhe, § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG270
1. Geltungsbereich272
2. Herabsetzungsvoraussetzungen272
a) Verschlechterung der Lage der Gesellschaft272
b) Unbilligkeit für die Gesellschaft274
3. Rechtsfolge: Soll-Gebot der Herabsetzung275
F. Fixgehalt281
G. Variable Vergütungselemente283
I. Verhältnis von lang- und kurzfristigen Vergütungselementen284
II. Variable Vergütung mit kurzfristiger Anreizwirkung285
1. Jahrestantieme285
2. Erfolgsprämien (Sondervergütungen)289
III. Variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung293
1. Überblick293
2. Aktienoptionen294
a) Wege zur Bereitstellung der notwendigen Aktien294
aa) Bedingte Kapitalerhöhung, §§ 192 Abs. 2 Nr. 3, 193 Abs. 2 AktG294
bb) Erwerb eigener Aktien, § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG296
cc) Genehmigte Kapitalerhöhung, § 202 AktG297
b) Zuständigkeit zur Gewährung und Ausgestaltung298
aa) Beteiligung der Hauptversammlung298
bb) Drohende Zuständigkeitskonflikte bei der Durchführung301
c) Erfolgsziele304
aa) Der Eintritt von Erfolg als Rechtfertigung für den Eingriff in die Kapitalstruktur305
bb) Der Börsenkurs als Erfolgsziel306
cc) Externe Ausübungshürden309
dd) Interne Ausübungshürden311
ee) Ereignishürden312
ff) Zwischenergebnis313
d) Ausübungspreis313
e) Erwerbs- und Ausübungszeitraum316
aa) Erwerbszeitraum316
bb) Ausübungszeitraum318
f) Wartezeit („Sperrfrist“)319
g) Haltefristen323
h) Re-pricing325
aa) Vereinbarkeit mit § 87 Abs. 1 AktG326
bb) Zuständigkeitsfragen330
cc) Zwischenergebnis334
i) Hedging335
3. Stock Appreciation Rights und Phantom Stocks336
a) Genussrechte im Sinne von § 221 Abs. 3 AktG338
b) Bedürfnis einer Wartefrist analog § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG342
4. Restricted Share- und Share Matching-Vereinbarungen343
a) Beschaffung der notwendigen Aktien345
b) Vereinbarkeit mit § 87 Abs. 1 AktG346
c) Problem: Verweis auf § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG349
d) Vierjährige Haltefrist353
IV. Zusammenfassung und Ausblick354
H. Abfindungen356
I. Abfindungen bei Vertragsauflösung356
II. Abfindungen bei Kontrollwechsel360
III. Bewertung der Rechtslage363
I. Rechtsfolgen unangemessener Vergütungsvereinbarungen365
I. Haftung des Aufsichtsrates366
II. Haftung des begünstigten Vorstandsmitgliedes368
K. Offenlegung der Vorstandsbezüge371
L. Vergütungsvotum der Hauptversammlung, § 120 Abs. 4 AktG372
M. Ergebnisse des vierten Kapitels375
Fünftes Kapitel: Reformüberlegungen381
A. Reformbedürfnis381
B. Regelungsebene: National oder europäisch389
I. Das VorstAG als Schritt auf dem Weg zum board-System389
II. Einfluss des Europarechts390
III. Stellungnahme392
C. Reformideen aus dem Ausland397
I. USA397
II. Schweiz400
III. Zwischenergebnis403
D. Eigener Regelungsvorschlag de lege ferenda403
I. § 87 E-AktG405
1. § 87 Abs. 1 E-AktG405
a) Zu § 87 Abs. 1 Satz 1 E-AktG406
b) Zu § 87 Abs. 1 Satz 2 E-AktG408
c) Zu § 87 Abs. 1 Satz 3 E-AktG409
d) Zu § 87 Abs. 1 Satz 4 E-AktG410
e) Zu § 87 Abs. 1 Satz 5 E-AktG411
f) Zu § 87 Abs. 1 Sätze 6 bis 8 E-AktG411
g) Zu § 87 Abs. 1 Satz 9 E-AktG412
2. § 87 Abs. 1a E-AktG413
a) Zu § 87 Abs. 1a Satz 1 E-AktG413
b) Zu § 87 Abs. 1a Satz 2 E-AktG414
c) Zu § 87 Abs. 1a Satz 3 E-AktG414
d) Zu § 87 Abs. 1a Satz 4 E-AktG415
3. § 87 Abs. 2 E-AktG415
a) Zu § 87 Abs. 2 Satz 1 E-AktG416
b) Zu § 87 Abs. 2 Satz 2 E-AktG417
II. Änderungen betreffend der aktienbasierten Vergütung417
1. § 192 Abs. 2 E-AktG418
2. § 193 Abs. 2 Nr. 4 E-AktG419
3. § 71 Abs. 1 Nr. 8 E-AktG420
a) Zu § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 7 E-AktG421
b) Zu § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 8 E-AktG421
c) Zu § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 9 E-AktG421
4. § 202 E-AktG422
a) Zu § 202 Abs. 1 E-AktG422
b) Zu § 202 Abs. 2 Satz 5 E-AktG423
5. § 124 Abs. 3 Satz 1 E-AktG423
E. Ergebnisse des fünften Kapitels424
Zusammenfassung427
Literaturverzeichnis431
Internetquellen457

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