Sie sind hier
E-Book

Regionale Jugendarbeit

Wege in die Zukunft

AutorLudger Kolhoff, Iris Bothe, Peter-Ulrich Wendt
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl269 Seiten
ISBN9783531900650
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis40,00 EUR
Die Jugendarbeit, insbesondere in Verbindung mit Betreuungs- und Bildungsmaßnahmen, ist zu einer intensiv diskutierten gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden. Aktuell stellt sich die Frage, ob lokale Steuerungsansätze, wie sie die Kinder- und Jugendarbeit prägen, ausreichend sind und wie die Region stärker wahrzunehmen und zu berücksichtigen ist. In dem Buch skizzieren renommierte Fachleute aus Forschung und Praxis die Lage und Vielfalt der Jugendarbeit in der Region und entwickeln neue Perspektiven.

Ludger Kolhoff ist Professor an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel am Fachbereich Sozialwesen.
Peter-Ulrich Wendt ist Jugendpfleger und Leiter der Kompetenzagentur der Stadt Salzgitter.
Iris Bothe ist Stadtjugendpflegerin in Wolfsburg.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort8
1 Ludger Kolhoff: Regionale Jugendarbeit – Wege in die Zukunft10
Aktuelle Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit10
Die Grenzen des Wachstums in der Kinder- und Jugendarbeit sind erreicht11
Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit arbeiten vorwiegend auf lokaler Ebene13
Zur wachsenden Bedeutung der Region in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen15
Pendlerkindheit16
Benachteiligte Kindheit16
Fehlender Zugang zu ökonomischem und kulturellem Kapital17
Regionale Disparitäten17
Fehlender Zugang zu sozialem Kapital20
Medienkindheit20
Regional Governance als neuer Steuerungsansatz für die Jugendarbeit21
Der niedersächsische Jugendinitiativenwettbewerb „Youth Team-Contest 03104“23
Veränderung der Kontrollparameter als Handlungsoption im Sozialraum24
Instabilitätspunkte als Veränderungschance25
Freiräume schaffen, Dinge ermöglichen und Ordner sich herausbilden lassen26
Regional statt lokal – ein Erfolgskonzept für die Jugendarbeit?28
Literatur29
2 Zur Lage der regionalen Jugendarbeit30
2.1 Werner Thole: Kinder- und Jugendarbeit als Teil der sozialen Kultur in der Region – Beobachtungen zur aktuellen Lage und gesellschaftlichen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit30
Situation und quantitative Entwicklungen der Kinder- und Jugendarbeit im Überblick31
Regionale Disparitäten im Fokus der Statistik36
Kinder- und Jugendarbeit als Projekt sozialer Kultur in den Regionen45
Literatur52
2.2 Franz Josef Krafeld: Jugendarbeit in der Region – Wege in die Zukunft54
1. Einleitung: Jugendarbeit in der Region – warum eigentlich?54
2. Lebensweltorientierung – ein oft missverstandener Leitbegriff56
Lebensweltorientierung ist mehr und ist anderes als Sozialraumorientierung57
Lebenswelt ist nicht der Nahraum oder Einzugsbereich57
Lebenswelt ist mehr, vor allem aber etwas anderes als die Vernetzung relevanter Institutionen und Einrichtungen57
Lebenswelt ist etwas anderes als die Gesamtheit relevanter Lebensbereiche58
Für jeden ist die Lebenswelt wichtig aber nicht immer ist sie förderlich58
Lebenswelten junger Menschen sind selbst denen immer fremder, die mit ihnen besonders eng zu tun habe59
3. Entwurf von Grundverständnissen einer lebensweltorientierten Jugendarbeit in der Region59
4. Handlungsorientierungen und Handlungsansätze einer zukunftsorientierten Jugendarbeit in der Region60
Einmischung in Lebenswelten61
1. Einmischung in Lebensentfaltung und Lebensbewältigung junger Menschen61
2. Förderung der (Wieder-)aneignung von Umwelt61
3. Verstärkte Ausrichtung auf Jugendkulturen und Lebensstil-Milieus, auf Szenen und Cliquen62
4. Einmischung in die Lebenswelten junger Menschen als Experten62
5. Einmischung in die Lebenswelten junger Menschen als Konfliktmoderatoren statt als Konfliktlöser.63
Differenziertere Angebotsprofile63
6. Differenzierte Angebotsprofile statt einheitlicher Pauschalangebote63
7. Multiplikatorisch arbeitende Teams63
8. Selbstverständliche aufsuchende oder hinausreichende Anteile in jeder Jugendarbeit64
9. Leistungen zum Nulltarif allenfalls für junge Menschen, nicht für deren Umwelt64
10. Projekthafte Entsäulung von Jugendhilfe64
Literatur65
2.3 Peter-Ulrich Wendt: Regionale Kooperation – Zur Notwendigkeit, über eine andere Organisationsform kommunaler Jugendarbeit in ländlichen Räumen ( Regionen) nachdenken zu müssen66
1. Eine erste Bestandsaufnahme68
2. Jugendarbeit vs. institutioneller Kontext70
3. Erste Schlussfolgerung75
3 Vielfalt der regionalen Jugendarbeit82
3.1 Jugendarbeit in städtischen und ländlichen Regionen82
3.1.1 Burkhard Hill: Jugendarbeit in der Stadt – Lebenswelt, Jugendkultur und Medien als Hintergrund für eine regionalisierte Jugendarbeit82
1. Vier Ausgangsüberlegungen für eine regionalisierte Jugendarbeit82
2. Der sozialräumliche, lebensweltliche und jugendkulturelle Hintergrund im Münchner Hasenbergl- Nord84
3. Das Projekt „Thealimuta“ in der Freizeitstätte „Der Club“86
4. Das Projekt „Sozialräumliche Konzeptentwicklung im 24. Stadtbezirk“90
Schlussbemerkung95
Literatur97
3.1.2 Gudrun Ehlert: Im Osten nichts Neues? – Perspektiven regionalbezogener Jugendarbeit in Sachsen und Brandenburg98
Abwanderungen, demografischer Wandel98
Arbeitslosigkeit und Armut100
Rechtsextremismus101
Bedingungen der Jugendarbeit in Sachsen101
Literatur102
3.2 Bildung und Jugendarbeit in der Region103
3.2.1 Karsten Maul: Jugendarbeit als Initiator humanistisch-orientierter Selbstbildung – Anforderungen, Schwierigkeiten, Perspektiven103
Die Debatte zur Bildungspolitik – PISA und der große Aufschrei104
Bildung als Standortfaktor106
Was ist Bildung?109
Bildung und Jugendarbeit110
Subjektbildung112
Jugendarbeit erschließt Bildungszugänge für Benachteiligte113
Differenz von Theorie und Praxis114
Chancen nutzen116
Anforderungen an die Praxis, Ausbildung und Wissenschaft117
Resümee und Ausblick120
Literatur121
3.2.2 Ulrich Bartosch, Anita Maile, Guido Pollak, Christine Speth: Schulsozialarbeit/ Jugendsozialarbeit an Schulen im virtuellen Raum – LehrerInnen und SozialpädagogInnen studieren „ online“124
Zwei unvereinbare Positionen?124
Virtuelles Seminar126
Selbstgesteuertes Lernen in virtuellen Lehr-Lernumgebungen: konstruktivistische Grundlagen127
Interprofessionelles Geschehen im virtuellen Raum129
Kommunikation in und mit neuen Medien130
Das didaktische Konzept – Doppelte Perspektivität auf Jugendsozialarbeit an Schule132
Lebenswelt: Schule132
Warum?132
Semantische Lernhilfen134
Zeit135
Fallkonstruktionen und sechs dazugehörige Lehreinheiten136
Lehr-/Lerneinheit 1: Beteiligte Systeme der Schulsozialarbeit – Jugendsozialarbeit an Schulen136
Lehr-/ Lerneinheit 2: Methoden der Sozialarbeit/Methoden der Schulpädagogik139
Dritte Lehr-/ Lerneinheit: Ist-Stand-Analyse/ Sozialraumanalyse140
Vierte Lehr-/ Lerneinheit: Zielsetzung141
Lehr-/ Lerneinheit fünf: Professionelle Kooperation143
Lehr-/Lerneinheit sechs: Konzeptionserstellung144
Begegnung145
Fazit145
Literatur146
3.2.3 Dirk Plickat: Auftragsbezogenes Lernen in der Jugendhilfe in der Region – regionale Brücken in den europäischen Arbeitsmarkt148
Einführung – Fragen der pädagogischen Gestaltung von Perspektiven für Jugendliche in der Region148
Probleme der Anschlussfähigkeit von deutscher Schule und Jugendhilfe auf dem europäischen Arbeitsmarkt149
Gemeinsam europäisch statt einsam und isoliert151
Schlaglichter und Innenansichten südschwedischer Pädagogik152
Ekbackeskolan, Osby – ein Profil in Stichworten aus deutscher Sicht154
Grundbildung, Ausbildung, Qualifizierung und Förderung im Auftragsorientierten Lernen – ein pädagogischer Steckbrief155
Ausblicke auf ein Projekt: Baltic Triangle – eine gemeinsame europäische Perspektive157
Literatur158
Kontakt zum Verfasser: mailpli@aol.com158
4 Perspektiven der regionalen Jugendarbeit160
4.1 Winfried Pletzer: Nachhaltige Jugendarbeit – Konzepte und Anmerkungen zu lokalen und regionalen Herausforderungen für Jugendarbeit und Jugendpolitik160
Teil 1: Lokale Herausforderungen: Nachhaltige Kommunale Jugendpolitik161
1.1 Klärungen und Einschätzungen der verwendeten Begriffe161
Begriff Region161
„Region“ und Lebenswelt von Jugendlichen161
„Nachhaltigkeit“162
1.2 Kommunale Jugendpolitik: Orientierungspunkte zur Dimensionierung einer nachhaltigen kommunalen Politik für Kinder und Jugendliche163
Der Bedarf bestimmt das Angebot167
Günstige Rahmenbedingungen für Jugendarbeit schaffen168
Vorrang für Andere168
Teil 2: Regionale Aufgaben und Anforderungen zur (Weiter-)Entwicklung nachhaltiger kommunaler Jugendpolitik171
2.1 Ernst genommene Gesamtverantwortung172
2.2 Ernst genommene Planungsverantwortung173
2.3 Ernst genommene Entwicklungs- und Förderungspolitik173
2.4 Ernst genommene Fachberatung und Qualifizierung174
2.5 Ernst genommene „Förderung der Zusammenarbeit“174
2.6 Ernst genommene Planung, Anregung, Förderung und Durchführung von Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendarbeit175
2.7 Fazit: Die regionalen Aufgaben der Sensibilisierung und Dynamisierung und das Dilemma seriöser regionaler Jugendpolitik176
Teil 3: Offensive Regionalentwicklung für die Jugendarbeit am Beispiel Bayerischer Jugendring: Lokale, regionale und landesweite Netzwerke in der Jugendarbeit Bayerns177
3.1 Funktionale Netzwerke177
3.2 Fachliche Informations- und Kommunikationsnetzwerke178
3.3 Integrationsnetzwerke178
3.4 Qualifizierungs-, Entwicklungs- und Kompetenznetzwerke179
3.5 Netzwerk Kommunale Jugendpolitik179
3.6 Handlungsfähige regionale Strukturen sichern Existenzgrundlagen der Jugendarbeit180
4.2 Diethelm Damm: Neue Kooperationen – Unternehmen als Partner der Jugendarbeit181
1. Hintergrund181
2. Was bedeuten Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship?183
3. Wieso Corporate Citizenship wichtiger wird184
4. Konsequenzen für die Jugendarbeit187
5. Win-win: Sowohl den sozialen wie den Unternehmensnutzen optimieren189
6. Unternehmerische Nutzenaspekte von Corporate Citizenship in den Bereichen191
7. Beispiele für erfolgreiche Kooperationen194
4.3 Herbert Bassarak: Jugendarbeit planen, gestalten und steuern – Grundlagen kommunaler Jugendarbeit, Netzwerkpolitik und Sozialraumorientierung200
1. Anforderungen an die politisch-administrative Steuerung201
2. Management des Sozialen unumstößliches Erfordernis204
3. Pflichtaufgabe Jugendhilfeplanung206
4. Qualifizierung kommunalen Managements210
Bereits erreichte Ziele der Jugendhilfeplanung211
Noch nicht erreichte allgemeine Ziele der Jugendhilfeplanung211
5. Notwendigkeit von Sozialraumorientierung und Sozialraumanalyse221
6. Sozialindikatoren227
Literatur233
4.4 Iris Bothe: Pro 11 – Die Offensive für die Offene Jugendarbeit in der Stadt Wolfsburg – Konzept zur nachhaltigen Entwicklung235
1. Ausgangssituation235
2. Vision Pro 11236
3. Modellprojekt239
3.1 Wissenschaftliche Begleitung239
3.2 Projektrahmen240
1. Säule: Die Organisationsstruktur240
2. Säule: Die Nutzerperspektive241
4. Projektstruktur243
5. Umsetzungsphase249
Schlusswort253
Literatur254
4.5 Werner Lindner: Jugendarbeit in der Region – Zukunftsperspektiven der Kinder- und Jugendarbeit255
1. Konzentration auf die Kern-Kompetenzen256
2. Präzise Dokumentation sämtlicher Kürzungsfolgen256
3. Akkurate Argumentation nicht mit Pathos und Larmoyanz, sondern mit empirischen Daten, Fakten und Argumenten257
4. Konsequente Abkehr der Kompensation von Einsparungen durch zusätzliche Aktivitäten257
5. Realistische Einschätzung von Fundraising-Konzepten258
6. Höchste Wachsamkeit bei befristeten Förderprogrammen258
Exkurs: Jugend aktuell259
7. Konsistente Verbindung von (jugendpolitisch- und aufmerksamkeitswirksamen) Einzelfällen ( z. B. Gewalt an Schulen) mit Strukturfragen260
8. Die Abwärtsspirale durchbrechen261
9. Präzisierung, Dokumentation und Evaluation der eigenen Bildungsleistungen ( gerade auch in Kooperationen mit Schule)261
10. Praxisorientierte Verbindung von Bildung und Lebensbewältigung263
11. Chancen und Perspektiven der Kinder- und Jugendarbeit im „Wind des Wandels“263
12. Chancen der Bildung265
13. Reflektierte Re-Politisierung265
14. Lokale und regionale Jugendpolitik266
Literatur267
5 Autoren269

Weitere E-Books zum Thema: Pädagogik - Erziehungswissenschaft

Macht in Gruppen

E-Book Macht in Gruppen

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,7, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Lassen sich Menschen von anderen Menschen in ihrer Meinung ...

Chemie für den Badebetrieb

E-Book Chemie für den Badebetrieb

In einfacher und übersichtlicher Form werden hier die Grundlagen zum Verstehen der chemischen Prozesse bei der Wasseraufbereitung und der technischen Vorgänge abgehandelt; dies sind im einzelnen: ...

Tiergestützte Intervention

E-Book Tiergestützte Intervention

Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,3, Universität Duisburg-Essen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Heute komme ich mal mit meinem Tier', diese einfache ...

Weitere Zeitschriften

FESTIVAL Christmas

FESTIVAL Christmas

Fachzeitschriften für Weihnachtsartikel, Geschenke, Floristik, Papeterie und vieles mehr! FESTIVAL Christmas: Die erste und einzige internationale Weihnachts-Fachzeitschrift seit 1994 auf dem ...

BMW Magazin

BMW Magazin

Unter dem Motto „DRIVEN" steht das BMW Magazin für Antrieb, Leidenschaft und Energie − und die Haltung, im Leben niemals stehen zu bleiben.Das Kundenmagazin der BMW AG inszeniert die neuesten ...

BONSAI ART

BONSAI ART

Auflagenstärkste deutschsprachige Bonsai-Zeitschrift, basierend auf den renommiertesten Bonsai-Zeitschriften Japans mit vielen Beiträgen europäischer Gestalter. Wertvolle Informationen für ...

Computerwoche

Computerwoche

Die COMPUTERWOCHE berichtet schnell und detailliert über alle Belange der Informations- und Kommunikationstechnik in Unternehmen – über Trends, neue Technologien, Produkte und Märkte. IT-Manager ...

der praktiker

der praktiker

Technische Fachzeitschrift aus der Praxis für die Praxis in allen Bereichen des Handwerks und der Industrie. “der praktiker“ ist die Fachzeitschrift für alle Bereiche der fügetechnischen ...

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler ist das monatliche Wirtschafts- und Mitgliedermagazin des Bundes der Steuerzahler und erreicht mit fast 230.000 Abonnenten einen weitesten Leserkreis von 1 ...

Die Versicherungspraxis

Die Versicherungspraxis

Behandlung versicherungsrelevanter Themen. Erfahren Sie mehr über den DVS. Der DVS Deutscher Versicherungs-Schutzverband e.V, Bonn, ist der Interessenvertreter der versicherungsnehmenden Wirtschaft. ...

dima

dima

Bau und Einsatz von Werkzeugmaschinen für spangebende und spanlose sowie abtragende und umformende Fertigungsverfahren. dima - die maschine - bietet als Fachzeitschrift die Kommunikationsplattform ...