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E-Book

Reichtum ohne Grenzen?

Die Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert

AutorMartin Pätzold, Volker Tolkmitt
VerlagSpringer Gabler
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl242 Seiten
ISBN9783658202378
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis22,99 EUR
Eigentum verpflichtet, so ist es schon im Grundgesetz festgehalten. Eigentum und Vermögen, Kapital und Besitz stellen eine Form des persönlichen wie gesellschaftlichen Reichtums dar. Doch wie wird dieser Reichtum erworben? Wie wird er verteilt? Die Grundwerte des wirtschaftlichen Handelns sind in der Bundesrepublik Deutschland durch die Soziale Marktwirtschaft definiert. Diese wiederum ist in ihrer Entstehungsgeschichte geprägt durch die katholische Soziallehre, die ihren Ursprung als geschlossene Konzeption im 19. Jahrhundert hat. Als solche stellte sie seinerzeit den Gegenentwurf für radikale Gesellschaftsmodelle eines Sozialismus bzw. Kommunismus dar. Der Schriftsteller Viktor Hugo fasste dies prägnant zusammen: 'Die Katholische Soziallehre ist motiviert aus Liebe zu den Armen, nicht aus Hass auf die Reichen.' Unter dieser Betrachtung bedarf auch der Begriff Reichtum eine differenzierte Bewertung. Auf der einen Seite ist Eigentum etwas Erstrebenswertes, auf der anderen Seite ist dieser jedoch nur durch eigene Leistung verdient auch die Möglichkeit, gesellschaftliche Teilhabe zu erleben. Daher kann bloßer Reichtum auch hemmend wirken. Diese Betrachtung wird viel zu selten angestellt. Kurz: Welche Rolle kann die Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert einnehmen? Dieses Buch eröffnet wichtige Perspektiven in der aktuellen Debatte zur sozialen Gerechtigkeit.




Prof. Dr. Volker Tolkmitt ist Professor für Risiko- und Finanzmanagement an der Hochschule Mittweida und Prorektor Bildung der Hochschule Mittweida.

Prof. Dr. Martin Pätzold ist Head of Innovation & Research bei Baker Tilly und Professor für Wettbewerb in der digitalen Wirtschaft an der Hochschule Mittweida. Von 2013 bis 2017 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort9
Inhaltsverzeichnis13
Abbildungsverzeichnis16
1 Vom Ursprung der Sozialpolitik19
1.1Einleitung: Bezug zum christlichen Menschenbild21
1.2Ursprünge der christlichen Sozialethik23
1.2.1Philosophische und historische Wurzeln25
1.2.2Soziale Marktwirtschaft und christliche Sozialethik28
1.2.3Herausbildung der katholischen Soziallehre31
1.3Säulen der katholischen Soziallehre33
1.3.1Subsidiarität: Eigenverantwortung34
1.3.2Solidarität: Sozialer Ausgleich36
1.3.3Personalität: Individuelle Betrachtung38
1.4Bezug zur Sozialen Marktwirtschaft40
1.4.1Verhältnis zum Eigentumsbegriff41
1.4.2Verhältnis zu Wettbewerbsbestimmungen43
1.5Verhältnis zur sozialen Frage45
Literatur46
2 Die soziale Frage in der Marktwirtschaft49
2.1Orientierungspunkte der Sozialpolitik in der Marktwirtschaft53
2.1.1Ordnungspolitische Verankerung der Sozialpolitik55
2.1.2Soziales Gleichgewicht als wirtschaftspolitisches Ziel58
2.2Soziale Politik als christlicher Grundwert60
2.2.1Sozialverpflichtung des Eigentums62
2.2.2Sozial- und Chancengleichheit65
2.3Soziale Politik zwischen „gut“ und „gut gemeint“70
2.4Instrumente einer sozialen Politik73
2.4.1Systematisierung der sozialen Politik74
2.4.2Bewertung des sozialpolitischen Instrumentariums80
Literatur89
3 Von der Verteilung der Ressourcen91
3.1Theoretische Überlegungen94
3.1.1Über die Entstehung von Kapital und Vermögen96
3.1.2Was ist Arbeit eigentlich wert?98
3.1.3Bereitstellung und Verfügung von Kapital und Arbeit100
3.1.4Entwicklung von Kapital und Arbeit für die gesellschaftliche Teilhabe103
3.1.4.1 Bildung als Schlüssel zur Teilhabe an Arbeit und Kapital105
3.1.4.2 Vermögensbildung als Element der Teilhabe an Arbeit und Kapital108
3.2Einkommens- und Vermögensverhältnisse in Zahlen111
3.2.1Die Einkommensentwicklung113
3.2.1.1 Die Entwicklung der Ausgaben (Einkommensverwendung) für den Grundbedarf127
3.2.1.2 Kapitaleinkommen und historische Renditen137
3.2.1.3 Die Arbeitseinkommensentwicklung142
3.2.2Die Vermögensentwicklung148
3.2.2.1 Einflussparameter der Vermögensbildung152
3.2.2.2 Erfassungs- und Messprobleme bei der Vermögensbewertung155
3.2.2.3 Vermögensbildung und Vermögensstrukturen156
3.2.2.4 Vermögensvererbung162
3.2.3Historische Entwicklung in der Welt166
3.2.4Aktuelle Entwicklung im 21. Jahrhundert172
3.3Sozialpolitische Konsequenzen173
3.3.1Notwendigkeit von Umverteilung176
3.3.2Wirkungen von Einkommensumverteilung181
3.3.3Wirkung von Vermögensumverteilung185
3.3.4Wirkung sozialer Sicherungssysteme188
Literatur190
4 Von Reichtum, Verantwortung und Umverteilung192
4.1Steuerliche Instrumente der Begrenzung der ungleichen Kapitalakkumulation197
4.1.1Einführung einer nationalen Vermögenssteuer200
4.1.2Einführung einer (globalen) Kapitalsteuer205
4.1.3Ausweitung der Erbschaftssteuer210
4.1.4Progressive Gestaltung der Einkommensteuer215
4.1.5Bedingungsloses Grundeinkommen218
4.2Anreize, um privates Kapital gesellschaftlich nutzbar zu machen226
4.2.1Gesellschaftliche Anreizinstrumente229
4.2.2Förderung von gemeinnützigen Stiftungen230
4.2.3Wirtschaftspolitische Anreizinstrumente232
4.2.4Gewährleistung von Chancengleichheit235
Literatur237
5 Fazit und Zusammenfassung238
Literatur242

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